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Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund unter der besonderen Berücksichtigung der Erstsprache

Eine qualitative Untersuchung

Titre: Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund unter der besonderen Berücksichtigung der Erstsprache

Mémoire de Maîtrise , 2010 , 119 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Isabella Wlossek (Auteur)

Didactique de l'Allemand - L'allemand en tant que langue étrangère
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Noch vor zwanzig Jahren wurde angenommen, die effektivste Möglichkeit den Spracherwerb der Kinder zu fördern sei, sie einem möglichst frühen Sprachbad auszusetzen, so dass sie die deutsche Sprache unter Submersionsbedingungen erlernten. Ihre Erstsprachen wurden dabei weitest möglich ignoriert. Eine Änderung des Blickpunkts wurde vor allem mit den Forschungsergebnissen des kanadischen Sprachforschers Jim Cummins eingeleitet, der die Erstsprache zur Wegbereiterin der Zweitsprache erklärte. Dies hatte zur Folge, dass die Ausgrenzung der Erstsprachen der Kinder nicht nur unter spracherwerbstheoretischen, sondern auch unter psychologischen und intellektuellen Gesichtspunkten geprüft wurde und man letztlich konstatierte, dass die Erstsprache in allen Bereichen von äußerst relevanter Bedeutung für die allgemeine kindliche Entwicklung war. Trotz der bestehenden Erkenntnislage wurden bisher aber nur wenige, dieser Richtung entsprechende Leitideen in die Praxis umgesetzt (vgl.Jampert 2002:10).
Vielmehr gestaltet sich die Landschaft der sprachförderprogramme in Deutschland im Elementarbereich als unüberschaubar und uneinheitlich. Es mangelt an Konzepten, die den Fachkräften einen Umgang mit mehrsprachigen Kindern vermitteln, in dem eine Förderung ihrer deutschsprachigen Fähigkeiten ermöglicht wird, die aber zugleich nicht ihre Multikulturalität ignorieren ( vgl. Jampert 2007:11). Zu diesem Zweck möchte ich in meiner Arbeit das Konzept eines Sprachförderprojekts vorstellen, das sich seit einigen Jahren erfolgreich in vielen Städten Deutschlands etabliert hat und einen Ansatz verfolgt, der versucht den oben beschriebenen Ansprüchen gerecht zu werden: Das Stadtteilmütter-Projekt der Stadt Augsburg. Die Besonderheit des Konzepts liegt bei der Berücksichtigung der Erstsprachen, die als Fundament des Zweitspracherwerbs angesehen und in koordinierter Form parallel zum Deutschen gefördert werden sowie in einer starken Einbindung der Familien in die Lernprozesse. Die Zielstellung dieser Arbeit liegt daher bei der Erforschung der sprachlichen und sozialen Auswirkungen des Projektansatzes bei den Aktanten,
insbesondere vor dem Hintergrund der bedeutsamen Rolle, die der Erstsprache in diesem Ansatz eingeräumt wird.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Zur Situation von Kindern mit Migrationshintergrund in Deutschland

1.1. Sprachgebrauch und Spracherhalt

1.2. Kinder mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem

1.3. Zur Rolle und Situation der vorschulischen Bildungsinstitutionen

2. Mehrsprachigkeit als Forschungsgegenstand

2.1. Zur Rolle der Erstsprache

2.2. Mehrsprachigkeit: Hürde oder erstrebenswertes Ziel?

2.3. Mehrsprachigkeit und damit zusammenhängende Begriffe

2.3.1. Versuch einer Definition des Begriffs Mehrsprachigkeit

2.3.2. Anthropogene Einflussfaktoren

2.3.3. Soziogene Einflussfaktoren

2.3.4. Semilingualismus

2.3.5. Sprachmischungen: Code-Mixing und Code-Switching

2.4. Exkurs: Entwicklung der Sichtweise auf Mehrsprachigkeit den letzten Jahrzehnten

2.5. Aktuelle Diskussionen: Streitfall Mehrsprachigkeit

3. Sprachförderung unter besonderer Berücksichtigung der Erstsprache und der Elternbildung- Das Rucksack-Projekt

3.1. Sprachliche Situation bei Eintritt in den Kindergarten

3.2. Das Rucksack-Projekt

3.2.1. Ursprung

3.2.2. Konzept

3.2.3. Zielsetzung

3.3. Vergleich zweier Ansätze: Rucksack-Projekt und Denkendorfer-Modell

3.4. Das Stadtteilmütter-Projekt in Augsburg

3.4.1.Ausgangslage

3.4.2.Entstehung und Entwicklung

3.5. Ausblick auf das Forschungsvorhaben

4. Empirischer Teil: Qualitative Untersuchung

4.1. Forschungsfragen

4.2. Forschungsmethodik

4.2.1. Vorstudie mit Fragebögen

4.2.1.1. Fragebogen-Studie unter Erzieherinnen

4.2.1.2. Fragebogen-Studie unter Stadtteilmütter

4.2.2. Haupterhebung mit Leitfaden-Interviews

4.2.2.1. Das episodische Interview

4.2.2.2. Interviewpartner

4.2.2.3. Durchführung

4.2.2.4. Transkription

4.2.2.5. Auswertung

4.3. Darstellung der Ergebnisse

4.3.1. Ergebnisse der Vorstudien

4.3.1.1. Stadtteilmütter

4.3.1.2. Erzieherinnen

4.3.2. Ergebnisse der Interviews

4.3.2.1. Erzieherinnen

4.4.2.2. Stadtteilmütter

4.4.2.3. Mütter

4.4. Analyse und Diskussion der Ergebnisse

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Konzept des "Stadtteilmütter-Projekts" in Augsburg als Sprachförderungsmaßnahme im Elementarbereich. Ziel ist es, die sprachlichen und sozialen Auswirkungen dieses Ansatzes auf die beteiligten Akteure (Mütter, Kinder, Erzieherinnen) zu erforschen und dabei die Rolle der Erstsprache als Fundament des Zweitspracherwerbs kritisch zu beleuchten.

  • Situation von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem
  • Theoretische Grundlagen und aktuelle Debatten der Mehrsprachigkeitsforschung
  • Vergleich von Sprachförderkonzepten (Rucksack-Projekt vs. Denkendorfer-Modell)
  • Qualitative Analyse subjektiver Erfahrungen und Einstellungen der Akteure
  • Potenziale und Herausforderungen der Elternbildung für den Sprachförderungsprozess

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung der Erstsprache

Mehr als jeder fünfte Heranwachsende in Deutschland stammt aus einer Familie mit Migrationshintergrund. Neueinwanderungen kommen stetig hinzu. Diese demografischen Entwicklungen haben zur Folge, dass immer mehr Kinder in einem realen mehrsprachigen Kontext aufwachsen (vgl. Winter-Heider 2009:13). Die Situation von Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem deutet jedoch auf alarmierende Verhältnisse hin. Die hohe Quote der Überweisungen an die Sonderschule, der enorme Anteil der Kinder an Hauptschulen sowie die Tatsache, dass viele Jugendliche ihre Schullaufbahn ohne jeglichen qualifizierenden Abschluss beenden, belegen, dass die erhoffte Angleichung der schulischen Bildung für viele, meist sogar bereits hier geborenen Migrantenkinder, sich nicht vollzogen hat.

Erklärungen für das Scheitern dieser Kinder werden insbesondere auf ihre defizitären Sprachkenntnisse in der deutschen Sprache zurückgeführt, die in starker Konkurrenz zur Erstsprache der Kinder steht (vgl. Jampert 2002:9). Daraus resultiert, dass die vermeintlich sonst wertvolle und erwünschte Mehrsprachigkeit als Defizit und Bedrohung für ihre gesamte Entwicklung angesehen wird, obwohl mittlerweile in der Fachwelt allgemein akzeptiert gilt, dass Mehrsprachigkeit keine negativen Konsequenzen für ihren Besitzer hat, sondern ihm bezüglich seiner kognitiven Entwicklung sogar Vorteile einbringen kann (vgl. Winter-Heider 2009:15).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zur Situation von Kindern mit Migrationshintergrund in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert die bildungspolitische und soziale Lage von Kindern mit Migrationshintergrund in Deutschland und thematisiert die häufige Korrelation zwischen Migrationsstatus und geringeren Bildungschancen.

2. Mehrsprachigkeit als Forschungsgegenstand: Hier werden die wissenschaftlichen Grundlagen der Mehrsprachigkeitsforschung, zentrale Begriffe sowie die kontroversen Debatten um Sprachmischung und Code-Switching erörtert.

3. Sprachförderung unter besonderer Berücksichtigung der Erstsprache und der Elternbildung- Das Rucksack-Projekt: Das Kapitel stellt das Rucksack-Projekt und das Stadtteilmütter-Projekt als praxisnahe Ansätze zur Förderung der Erstsprache und Einbindung der Eltern vor.

4. Empirischer Teil: Qualitative Untersuchung: Dieser Teil dokumentiert das methodische Vorgehen der Studie mittels Fragebögen und Interviews sowie die detaillierte Auswertung und Diskussion der gewonnenen Erkenntnisse aus der Arbeit mit Erzieherinnen, Stadtteilmüttern und Müttern.

5. Ausblick: Das Fazit fasst die Bedeutung der elterlichen Einbindung für den Erfolg von Sprachförderung zusammen und benennt Implikationen für die zukünftige Gestaltung von Bildungsangeboten.

Schlüsselwörter

Mehrsprachigkeit, Erstsprache, Migrationshintergrund, Sprachförderung, Rucksack-Projekt, Stadtteilmütter-Projekt, Elementarbereich, Elternbildung, Sprachkompetenz, Bildungsbiografie, qualitative Untersuchung, Erzieherinnen, Integration, Zweitspracherwerb, bildungspolitische Benachteiligung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Magisterarbeit untersucht die Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund im Elementarbereich, wobei der Fokus auf der Einbindung der Erstsprache und der Rolle der Eltern liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Situation von Migrantenkindern im deutschen Bildungssystem, die Bedeutung von Mehrsprachigkeit und verschiedene Sprachförderungskonzepte wie das Rucksack-Projekt.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Auswirkungen des Augsburger Stadtteilmütter-Projekts auf die sprachliche und soziale Entwicklung der beteiligten Kinder und deren Familien sowie die Zusammenarbeit mit den Kindergärten zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin wählte einen qualitativen Forschungsansatz, bestehend aus einer Fragebogen-Studie sowie episodischen Leitfaden-Interviews mit Erzieherinnen, Stadtteilmüttern und teilnehmenden Müttern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit der Mehrsprachigkeitsforschung und einen umfangreichen empirischen Teil, der die Projektergebnisse detailliert darstellt und analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mehrsprachigkeit, Erstsprache, Migrationshintergrund, Rucksack-Projekt, Stadtteilmütter-Projekt und Elternbildung.

Wie bewerten die Erzieherinnen die Arbeit der Stadtteilmütter?

Die befragten Erzieherinnen bewerten die Tätigkeit der Stadtteilmütter mehrheitlich als sehr hilfreich, notwendig und als wertvolle Brücke zur Elternschaft.

Welchen Einfluss hat das Projekt laut den Müttern auf ihre Sprachpraxis zu Hause?

Die Mütter berichten, dass sie durch das Projekt sensibler für ihre Rolle in der Sprachvermittlung geworden sind und sich bewusster Zeit für die sprachliche Interaktion mit ihren Kindern nehmen.

Welche Schwierigkeiten werden bei der Projektumsetzung genannt?

Als problematisch werden die unregelmäßige Teilnahme einiger Mütter, die teils divergierenden Erwartungen und die fehlende langfristige finanzielle oder zertifizierte Anerkennung der Stadtteilmütter thematisiert.

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Résumé des informations

Titre
Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund unter der besonderen Berücksichtigung der Erstsprache
Sous-titre
Eine qualitative Untersuchung
Université
University of Augsburg
Note
1,0
Auteur
Isabella Wlossek (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
119
N° de catalogue
V168506
ISBN (ebook)
9783640857395
ISBN (Livre)
9783640858606
Langue
allemand
mots-clé
sprachförderung kinder migrationshintergrund elementarbereich berücksichtigung erstsprache beispiel augsburger stadtteilmütter- projekts eine untersuchung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Isabella Wlossek (Auteur), 2010, Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund unter der besonderen Berücksichtigung der Erstsprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168506
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