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Wollte Deutschland den Ersten Weltkrieg?

Die Kontroverse zwischen Fritz Fischer und Egmont Zechlin zur Kriegsschuldfrage

Titre: Wollte Deutschland den Ersten Weltkrieg?

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 13 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Jörn Fritsche (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - Après-guerre, La Guerre froide
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Im Friedensvertrag von Versailles diktierten die Siegermächte der Friedensdelegation des unterlegenen Deutschen Reichs Gebietsabtretungen, weitgehende Entwaffnung und Reparationsleistungen auf. Die Siegermächte leiteten diese Berechtigung insbesondere aus der vermeintlichen, aus ihrer Sicht allerdings unzwei¬felhaften Alleinschuld Deutschlands am Ausbruch des Krieges ab un nehmen gar den sogenannten Kriegsschuldartikel (Art. 231) in den Versailler Vertrag auf.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Zusammenfassung der zentralen Thesen

1. Mitteleuropaidee und Septemberdenkschrift

2. Deutscher Anteil am Ausbruch des Krieges

3. Kriegszielpolitik während des Krieges

II. Bewertung

1. Vorüberlegungen

2. Historische Ausgangssituation

3. Wollte Deutschland den Krieg?

a) Aktenvermerk Wilhelms II.

b) Die „Blankovollmacht“

c) Gesamtbewertung

III. III. Eigene Bewertung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kontroverse Debatte zwischen Fritz Fischer und Egmont Zechlin hinsichtlich der deutschen Kriegsschuld am Ersten Weltkrieg, mit einem besonderen Fokus auf die Frage, ob Deutschland bewusst einen Expansionskrieg zur Erlangung der Weltmachtstellung entfesselte oder aus sicherheitspolitischen Bedrohungsgefühlen handelte.

  • Analyse der Fischer-These zur Kontinuität der deutschen Kriegszielpolitik
  • Gegenüberstellung mit der Position Zechlins zur defensiven Selbstbehauptung
  • Untersuchung der Julikrise 1914 und der sogenannten „Blankovollmacht“
  • Bewertung des imperialistischen Kontextes und der europäischen Bündnispolitik
  • Kritische Reflexion über Handlungsspielräume und Motive der deutschen Reichsleitung

Auszug aus dem Buch

3. Wollte Deutschland den Krieg?

Im Folgenden sollen im Hinblick auf die Frage nach der eingangs umschriebenen Kriegswilligkeit Deutschlands einzelne Äußerungen und Geschehnissen herausgestellt und bewertet werden.

a) Aktenvermerk Wilhelms II.

Als wesentlichen Beleg für seine These und Bewertung stellt Fischer auf den Aktenvermerk Wilhelms II vom 9. Juni 1914 ab. Es soll „Klarheit im Verhältnis zu England (ge-)schaffen“ werden. Dies deute, so Fischers Ansatz, auf eine Niederwerfung Frankreichs und Heraushalten Englands aus dem Konflikt hin; Deutschland habe bewusst die Konfrontation mit Frankreich und Russland gesucht. Fernliegend war das nicht. Denn nach dem – von Moltke 1913 umgearbeiteten – bereits vorhandenen sogenannten Schlieffenplan, der einen Zweifrontenkrieg gegen Frankreich und Russland vorsah, sollte die Truppenbewegung über das neutrale Belgien erfolgen und zunächst die Niederwerfung Frankreichs in rund 6 Wochen erfolgen.

Der Sachzusammenhang des eingangs angeführten Vermerks war aber die Gefahr eines dritten Balkankonflikts und der Möglichkeit der Aufteilung der Türkei unter Frankreich, Russland. Es ging in der Sache um die Wahrung der Interessen Deutschlands und eben Englands in der Türkeifrage.

Ferner kam es im November/Dezember 1912 („Adriakrise“) trotz eines drohenden Einmarsches der Österreicher, denen gegenüber das Deutsche Reich sich auch seinerzeit zur Bündnistreue bekannt hatte, nicht zum Krieg, was angesichts der noch nicht weit fortgeschrittenen Aufrüstung insbesondere Russlands nahegelegen hätte. Es wurde eine diplomatische Lösung des Konflikts angestrebt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Zusammenfassung der zentralen Thesen: Das Kapitel kontrastiert die gegensätzlichen Forschungsansätze von Fischer, der eine gezielte deutsche Kriegszielpolitik sieht, und Zechlin, der die Politik als defensive Reaktion deutet.

II. Bewertung: Dieser Abschnitt analysiert die historische Ausgangslage und die Ereignisse der Julikrise, um die Vorwerfbarkeit deutschen Handelns kritisch zu hinterfragen.

III. III. Eigene Bewertung: Der Autor schließt sich im Fazit weitgehend der Einschätzung Zechlins an und betont, dass das deutsche Handeln eher von Unsicherheit und dilettantischer Außenpolitik als von einem langfristigen, zielgerichteten Griff nach der Weltmacht geprägt war.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Kriegsschuldfrage, Fritz Fischer, Egmont Zechlin, Blankovollmacht, Juli-Krise, Mitteleuropaidee, Septemberdenkschrift, Bethmann Hollweg, Weltmachtstellung, Imperialismus, Außenpolitik, Schlieffenplan, Selbstbehauptung, Bündnispolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die wissenschaftliche Kontroverse zwischen den Historikern Fritz Fischer und Egmont Zechlin über die deutsche Mitverantwortung am Ausbruch des Ersten Weltkriegs.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Kriegszielpolitik des Kaiserreichs, die Bedeutung der Julikrise 1914, der deutsche Imperialismus und die Frage nach defensiven oder offensiven Motiven der Reichsleitung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Thesen Fischers (bewusste Expansionspolitik) gegen die Argumente Zechlins (Zwangs- und Bedrohungslage) abzuwägen und eine eigene Bewertung der Kriegsschuldfrage vorzunehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literatur- und Dokumentenanalyse, bei der historische Primärquellen (wie Aktenvermerke) und die Interpretationen der genannten Historiker gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die „Mitteleuropaidee“, die Septemberdenkschrift, das Verhalten während der Julikrise sowie die Rolle des Aktenvermerks von Kaiser Wilhelm II. und der „Blankovollmacht“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kriegsschuld, Kontinuitätsthese, defensive Selbstbehauptung, Weltmachtpolitik, Schlieffenplan und die Rolle der Entente-Mächte.

Welche Rolle spielte der Schlieffenplan in der Argumentation?

Der Schlieffenplan dient als Beleg für die militärische Fixierung auf einen Zweifrontenkrieg, was für Fischer als Indiz für einen geplanten Konflikt gewertet wird, während es den Akteuren aus taktischer Notwendigkeit geschuldet war.

Wie bewertet der Autor die „Blankovollmacht“?

Die „Blankovollmacht“ wird als unüberlegtes und kaum zielgerichtetes Handeln des Kaisers eingeordnet, das weniger ein bewusstes Losschlagen einleitete, als vielmehr eine diplomatische Eskalation herbeiführte.

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Résumé des informations

Titre
Wollte Deutschland den Ersten Weltkrieg?
Sous-titre
Die Kontroverse zwischen Fritz Fischer und Egmont Zechlin zur Kriegsschuldfrage
Université
University of Hildesheim  (Geschichte)
Note
1,0
Auteur
Jörn Fritsche (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
13
N° de catalogue
V168537
ISBN (ebook)
9783640857425
ISBN (Livre)
9783640856176
Langue
allemand
mots-clé
Im Friedensvertrag von Versailles Bismarcks
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jörn Fritsche (Auteur), 2009, Wollte Deutschland den Ersten Weltkrieg?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168537
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Extrait de  13  pages
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