Diese Masterarbeit untersucht die Umsetzung des ATA-OTA-Gesetzes und der zugehörigen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung an beruflichen Schulen in Baden-Württemberg. Ziel ist es, auf Basis qualitativer Experteninterviews mit Schulleitungen zu analysieren, wie die gesetzlichen Vorgaben in der Praxis umgesetzt sind. Zudem stehen wirksame institutionellen Anpassungsmechanismen im Fokus. Auch fließen die Herausforderungen sowie Reformbedarfe aus Sicht der Praktiker*innen ein. Die Arbeit stützt sich auf den organisationssoziologischen Neo-Institutionalismus und fokussiert die Konzepte Legitimität und Isomorphie. Damit lassen sich die Reaktionen der Schulen im Spannungsfeld zwischen externen Erwartungen, internen Routinen und dem organisationalen Feld erklären. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schulen die gesetzlichen Vorgaben überwiegend regelkonform umsetzen. Sie entwickeln dabei jedoch vielfältige Strategien, um sowohl externe Legitimität zu sichern als auch interne Handlungsfähigkeit zu bewahren. Neben Anpassungsdruck und Standardisierung eröffnen sich ebenso Spielräume für Innovationen und lokale Lösungen. Die Studie identifiziert zentrale Herausforderungen wie Ressourcenengpässe, widersprüchliche Anforderungen und die Notwendigkeit flexibler Regelungen. Abschließend leitet die Arbeit praxisorientierte Reformvorschläge ab, die zur Weiterentwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und zur Stärkung der Ausbildungsqualität beitragen können.
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- Magdalena Schellnast (Autor), 2025, Assessment des bundeseinheitlichen Gesetzes der Ausbildung zur Anästhesietechnischen und Operationstechnischen Assistenz und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1686334