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Linkshändigkeit. Ursprung, Bewertung, Umschulung

Titel: Linkshändigkeit. Ursprung, Bewertung, Umschulung

Seminararbeit , 2001 , 25 Seiten , Note: 2

Autor:in: Sandra Schmidt (Autor:in)

Psychologie - Entwicklungspsychologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Warum?
(Marie Stübner, Mai 1999)
Ich kann Dir helfen mit links
Ich kann Dich trösten mit links
Ich kann Dich streicheln mit links
Ich kann Dich pflegen mit links
Ich kann Dich heilen mit links
Ich kann Dir beistehen mit links
Warum ist dann meine Linke
schlechter als Deine Rechte?
(Quelle: www.linkshaenderseite.de)

Linkshändigkeit - Fluch oder Segen? Woher kommt Linkshändigkeit? Wie geht man damit um? Was passiert, wenn Kinder umgeschult werden? Ändert sich die Hirnorganisation bei Linkshändern? Wie erkenne ich, dass mein Kind links schreibt? Mein Kind schreibt mit links, soll ich es umerziehen? Fragen über Fragen zum Thema Linkshändigkeit.
In dieser kurzen Abhandlung zum Thema Linkshändigkeit werden sie Informationen zu folgenden Bereichen finden:

1. Bewertung der Händigkeit - gestern und heute
2. Händigkeit und funktionelle Asymmetrie
3. Schwierigkeiten in der Händigkeitsbestimmung
4. Mögliche Theorien zur Händigkeit
5. Umschulung der angeborenen Händigkeit

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0 VORÜBERLEGUNGEN

1 BEWERTUNG DER HÄNDIGKEIT – GESTERN UND HEUTE

1.1 ETYMOLOGISCHE BETRACHTUNG VON „RECHTS“ UND „LINKS“

1.2 DAS SCHMUTZIGE HANDELN MIT DER LINKEN HAND

1.3 DIE ÜBERLIEFERTE SYMBOLIK

1.4 DAS GESELLSCHAFTLICHE BILD DES LINKSHÄNDERS

1.5 GEFÜHLSWELT EINES LINKSHÄNDERS

2 HÄNDIGKEIT UND FUNKTIONELLE ASYMMETRIE

2.1 DAS MENSCHLICHE GEHIRN - SEINE LATERALITÄT

2.2 HÄNDIGKEIT DES MENSCHEN

2.3 FAZIT

3 SCHWIERIGKEITEN IN DER HÄNDIGKEITSBESTIMMUNG

3.1 ALLTAGSBEOBACHTUNGEN

3.2 BESTIMMUNGSMÖGLICHKEITEN ZUR HÄNDIGKEIT

4 MÖGLICHE THEORIEN ZUR HÄNDIGKEIT

4.1 DIE UMWELTTHEORIEN

4.1.1 Schwert-und-Schild-Hypothese

4.1.2 Theorie nach Robert Collins

4.2 FRÜHKINDLICHE HIRNSCHÄDEN

4.3 GENETISCHE MODELLE

4.4 ZWILLINGE UND HÄNDIGKEIT

4.5 HORMONTHEORIE NACH GESCHWIND UND GALABURDA

4.6 ZUSAMMENFASSUNG

5 UMSCHULUNG DER ANGEBORENEN HÄNDIGKEIT

5.1 PRIMÄRFOLGEN

5.1.1 Gedächtnisstörungen

5.1.2 Konzentrationsstörungen

5.1.3 Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten

5.1.4 Links-Rechts-Unsicherheit

5.1.5 Feinmotorische Störungen

5.1.6 Sprachstörungen

5.2 SEKUNDÄRFOLGEN

5.3 RÜCKSCHULUNG ALS HILFE!?

6 SCHLUSSGEDANKEN

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der Thematik der Linkshändigkeit, untersucht deren neuropsychologische Hintergründe sowie die massiven negativen Auswirkungen einer erzwungenen Umschulung auf die angeborene Händigkeit und beleuchtet Möglichkeiten der Rückschulung.

  • Historische und kulturelle Bewertung der Linkshändigkeit
  • Neuropsychologische Grundlagen und Theorien zur Händigkeitsentwicklung
  • Problematiken und diagnostische Verfahren zur Händigkeitsbestimmung
  • Folgen der Umschulung (Primär- und Sekundärfolgen)
  • Rückschulung als pädagogisch-therapeutische Maßnahme

Auszug aus dem Buch

1.1 Etymologische Betrachtung von „Rechts“ und „Links“

Bereits beim Betrachten der Wörter zeigt sich die unterschiedliche Bewertung von „rechts“ und „links“. Mit „rechts“ verbinden wir Worte wie Recht, richtig, stark und gut. Im Gegensatz dazu kommt es bei dem Begriff „links“ zu Assoziationen wie linkisch, unbeholfen und falsch. Wirft man einen Blick auf das Lateinische, so finden sich bei dem Wort „sinistra“ (links) Übersetzungsmöglichkeiten wie ungeschickt; unheilvoll; böse und unbeholfen. Das Wort „dextra“ (rechts) wird mit Treue; Mut und Tapferkeit übersetzt. Der Begriff „sinistra“ wird den Worten linkisch oder teuflisch gleichgesetzt, obwohl er dem lateinischen Ursprung nach „links“ bedeutet. Auch im Englischen macht sich die positive Behaftung des Wortes rechts (right) ebenso bemerkbar. „Right“ wird mit Gesetzmäßigkeit, Korrektheit und Männlichkeit übersetzt. Die Aufwertung des Wortes „rechts“ und die Abwertung des Wortes „links“ wird also in verschiedenen Sprachen deutlich.

Im Deutschen manifestiert sich die „negative“ Bewertung von „links“ durch folgende Redewendungen: „link sein“; „linkisch“, „jemanden linken“, „das mache ich doch mit links“, „jemanden links liegen lassen“, „zwei linke Hände haben“. Dies zeigt sich auch im Umgang zwischen Erwachsenen und Kindern, denn wenn Erwachsene von „der schönen Hand“ sprechen, möchten sie die rechte Hand des Kindes bekommen.

Zusammenfassung der Kapitel

0 VORÜBERLEGUNGEN: Die Einleitung thematisiert die persönliche Motivation der Autorin und die Relevanz des Themas Linkshändigkeit im schulischen sowie alltäglichen Kontext.

1 BEWERTUNG DER HÄNDIGKEIT – GESTERN UND HEUTE: Dieses Kapitel untersucht die etymologische, symbolische und gesellschaftliche Abwertung der linken Seite und der Linkshändigkeit über die Zeit.

2 HÄNDIGKEIT UND FUNKTIONELLE ASYMMETRIE: Es werden die neurologischen Grundlagen der Gehirnorganisation, die Lateralität und die Spezialisierung der Hemisphären erläutert.

3 SCHWIERIGKEITEN IN DER HÄNDIGKEITSBESTIMMUNG: Das Kapitel befasst sich mit den methodischen Hürden bei der Identifikation von Linkshändigkeit, insbesondere durch verfälschende Umschulungsversuche.

4 MÖGLICHE THEORIEN ZUR HÄNDIGKEIT: Hier werden verschiedene Erklärungsmodelle – von Umwelttheorien über genetische Modelle bis hin zur Hormontheorie – kritisch diskutiert.

5 UMSCHULUNG DER ANGEBORENEN HÄNDIGKEIT: Dieses zentrale Kapitel analysiert die schwerwiegenden neurologischen und psychischen Primär- und Sekundärfolgen bei Kindern, die auf die rechte Hand umgeschult wurden.

6 SCHLUSSGEDANKEN: Den Abschluss bildet ein eindrückliches Fallbeispiel eines rückgeschulten Linkshänders, das die positiven Auswirkungen der Rückschulung auf die Persönlichkeitsentfaltung verdeutlicht.

Schlüsselwörter

Linkshändigkeit, Händigkeit, Umschulung, Lateralität, Gehirnorganisation, Handpräferenz, Rechtshändigkeit, Neuropsychologie, Hirnschädigung, Rückschulung, Lernstörungen, motorische Dominanz, Hemisphäre, Handdominanztest, Feinmotorik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Phänomen der Linkshändigkeit, ihre neuropsychologischen Grundlagen sowie die folgenschwere Praxis der erzwungenen Umschulung von Linkshändern auf die rechte Hand.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Bewertung von Links und Rechts, die neurobiologischen Zusammenhänge der Lateralität, Diagnosemethoden der Händigkeit und die klinischen Folgen der Umschulung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für das Phänomen der Linkshändigkeit zu schaffen und aufzuzeigen, warum eine Umschulung zu massiven psychischen und neurologischen Störungen führen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Neuropsychologie sowie auf die Auswertung klinischer Beobachtungen und Fallbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Theorien zur Entstehung von Händigkeit, methodische Schwierigkeiten bei der Bestimmung der Handpräferenz sowie detailliert die Primär- und Sekundärfolgen einer Umschulung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Linkshändigkeit, Lateralität, Umschulungsfolgen, neuropsychologische Aspekte und Handpräferenz charakterisiert.

Welche Bedeutung hat der „Ente-Hase-Test“ im Kontext der Arbeit?

Der Test dient als einfaches Beispiel, um die unterschiedliche Wahrnehmung von Links- und Rechtshändern zu illustrieren, ist jedoch keine hinreichende Methode zur Bestimmung der Händigkeit.

Wie bewertet die Autorin die Rückschulung als Maßnahme?

Die Autorin sieht in der Rückschulung eine wichtige Hilfe für betroffene Personen, betont jedoch, dass diese unter fachlicher Anleitung, ohne Erfolgsdruck und individuell angepasst erfolgen sollte.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Linkshändigkeit. Ursprung, Bewertung, Umschulung
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Philosophische Fakultät III Lehrstuhl Sonderpädagogik I)
Veranstaltung
Neuropsychologische Aspekte von Lernstörungen
Note
2
Autor
Sandra Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
25
Katalognummer
V16865
ISBN (eBook)
9783638215848
ISBN (Buch)
9783638644754
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Linkshändigkeit Ursprung Bewertung Umschulung Neuropsychologische Aspekte Lernstörungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Schmidt (Autor:in), 2001, Linkshändigkeit. Ursprung, Bewertung, Umschulung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16865
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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