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Entstehung des Kreuzzugsgedankens und sein heutiger Einfluss auf die Beziehung zum Westen im islamischen Denken

Título: Entstehung des Kreuzzugsgedankens und sein heutiger Einfluss auf die Beziehung zum Westen im islamischen Denken

Trabajo Escrito , 2010 , 34 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Mohammed Abdelrahem (Autor)

Orientalismo / Sinología - Estudios islámicos
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„[...] aber es ist eine ewige Erfahrung, dass jeder, der Macht hat, ihrem Mißbrauch geneigt ist: er geht
so weit, bis er auf Schranken stößt. [...] Um den Mißbrauch der Macht zu verhindern, muß vermöge
einer Ordnung der Dinge die Macht der Macht Schranken setzen.“1
Mit dieser Sentenz fasste Charles-Louis de Secondat, Baron de La Brède et de Montesquieu eine seiner
Fundamentalerkenntnisse zusammen und erhob sie dadurch zur allgemeinen Bedeutung, dass er konkret
begründete, wie Schranken der Macht innerhalb welchen Kontextes aussehen können. Nach ausführlicher
Hinterfragung der Bedingungen für politische Entwicklungen mit dem Ziel eine Erklärung
für die immanenten und jedem Gemeinwesen je eigenen geschichtlichen Faktizitäten und Abläufe zu
erkennen, formulierte er in seinem Hauptwerk Vom Geist der Gesetze eine Staats – und Gesellschaftstheorie,
welche die äußerlichen Faktoren fokussiert, die zur Unterschiedlichkeit von Gemeinwesen
beitragen. Dabei stehen die „Beziehungen, die sich aus der Natur der Dinge mit Notwendigkeit ergeben“
2, namentlich die positiven Gesetze, welche als Verfassung eines Staates gelten und welche allesamt
im Zusammenhang mit den vorangegangenen, unformulierten Rechtsbeziehungen zwischen vorgesellschaftlichen
Menschen hervorgegangen sind, im Mittelpunkt Montesquieuscher Überlegungen.3
Mittels Abstraktion von den positiven Gesetzen auf die Erkenntnisse, welche Wegbereiter des Auffindens
selbiger gewesen waren, zeigte er auf die theoretischen Grundlagen eines universell möglichen
Staatswesens hin.
Diese Arbeit beginnt damit, die politische Freiheit als Agens der Montesquieuschen Theoriebildung
aufzuzeigen. Darauf aufbauend wird gezeigt werden, inwiefern die menschliche Vernunft im Montesquieuschen
Verständnis das unauflösliche Bindeglied zwischen Naturgesetzen und positiven Gesetzen
darstellt und inwiefern Montesquieu mit dieser Ansicht erste Grundsteine für den Rechtspositivismus
legt. Weiterhin wird ein Begründungszusammenhang formuliert werden, der die Unmöglichkeit der
Deduktion des positiven Rechts aus den Naturgesetzen aufzeigt. Die politische Wirklichkeit in ihrer
jeweiligen Faktizität lässt sich nur mittels Induktion aus den positiven Gesetzen erreichen bzw. nachvollziehen.


Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1. Einleitendes Wort

1.2. Forschungsgegenstand

1.3. Methodik

2. Entstehung des Kreuzzugsgedankens

2.1. Die erste Symbolisierung des Kreuzes unter Konstantin dem Großen

2.2. Der erste Kreuzzug Richtung Orient - politischer Pragmatismus oder Heiliger Krieg?

2.2.1. Die Situation in Europa

2.2.2. Die Position der lateinischen Kirche

2.2.3. Die Lage in der islamischen Welt und die erste Wahrnehmung der Kreuzfahrer

3. Einfluss der Kreuzzugsbewegung auf die Beziehung zum Westen im heutigen islamischen Denken

3.1. Auswirkung des Kreuzzugsgedankens auf den Dialog mit den Christen im Osten (George Khodr)

3.2. Golfkrieg 1990/1991 – Amerikanischer Kreuzzug? (Bassam Tibi)

3.3. Das kreuzzüglerische Denken des Westens (Sayyid Quṭb)

4. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entstehung des Kreuzzugsgedankens im Mittelalter und analysiert, wie diese historische Erfahrung bis heute das Bewusstsein einiger muslimischer Autoren prägt und ihr Bild von der Beziehung zum Westen beeinflusst.

  • Historische Entstehung des Kreuzzugsgedankens und die Rolle von Kaiser Konstantin.
  • Die päpstliche Unterstützung und die gesellschaftspolitischen Hintergründe des ersten Kreuzzugs.
  • Rezeption und Wahrnehmung der Kreuzzüge im modernen islamischen Denken.
  • Analyse ausgewählter Denker wie George Khodr, Bassam Tibi und Sayyid Quṭb.
  • Die Deutung zeitgenössischer Konflikte, insbesondere der Golfkriege, als „neue Kreuzzüge“.

Auszug aus dem Buch

2.1. Die erste Symbolisierung des Kreuzes unter Konstantin dem Großen

Bis zur Zeit Kaiser Konstantins des Großen erlebte das Christentum im Römischen Reich die schwerste Phase seiner Geschichte, die in der Kirchengeschichte als ‚Zeit der Christenverfolgung‘ bekannt ist und die Form einer Reihe gesamtstaatlicher Maßnahmen zur Unterdrückung des wachsenden Christentums im ganzen Reich annahm. Erst unter Konstantin, genauer durch die Mailänder Edikt 313, erlebten die Christen eine neue Wende. Das Idealbild Konstantins als erstem christlichen Kaiser geht auf den Bischof Eusebius von Caesarea, Zeitgenossen und ersten Verfasser einer Kirchengeschichte, zurück, der über die Hintergründe der Hinwendung des Kaisers zum Christentum berichtet.

Konstantin wurde 280 als Sohn des Heerführers und späteren Kaisers Konstantius I geboren. Sein Vater starb 306 in einer Schlacht gegen die Pikten in Eboracum, dem heutigen York in England. Der 33-jährige Konstantin ließ sich von den Truppen zum Kaiser ausrufen und wurde neben Severus II. zum Mitherrscher im Westen des römischen Reiches. Er ernannte sich im Jahre 307 zum einzigen rechtmäßigen Kaiser des Westens. Er beseitigte die Selbstverwaltung der Städte und Provinzen und eroberte 310 die Provinzen Spaniens. Doch er wusste, dass er nur dann eine stabile Macht aufbauen konnte, wenn er Rom in seiner Macht hatte. Im Oktober 312 erreichte er die Milvische Brücke, den damaligen Haupteingang in die römische Metropole, wo er gegen seinen Schwager und Konkurrenten Maxentius kämpfte und einen unerwartet schnellen Sieg über ihn errang. Der Sieg war erstaunlich, weil Rom zum Schutz von hohen aurelianischen Mauern umgeben war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Definition des Forschungsgegenstandes und der angewandten analytischen Methode zur Untersuchung des Einflusses der Kreuzzüge auf das heutige muslimische Denken.

2. Entstehung des Kreuzzugsgedankens: Darstellung der historischen Wurzeln des Kreuzes als Symbol sowie der sozio-ökonomischen und religiösen Bedingungen für den Beginn der Kreuzzüge.

3. Einfluss der Kreuzzugsbewegung auf die Beziehung zum Westen im heutigen islamischen Denken: Untersuchung der Rezeption der Kreuzzüge bei den Autoren George Khodr, Bassam Tibi und Sayyid Quṭb im Kontext moderner westlich-islamischer Konflikte.

4. Schlusswort: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse über die negative Wirkkraft des Kreuzzugsbildes auf das zeitgenössische Zusammenleben und den interreligiösen Dialog.

Schlüsselwörter

Kreuzzüge, Heiliger Krieg, Islam, Christentum, Westen, George Khodr, Bassam Tibi, Sayyid Quṭb, Golfkrieg, Djihad, Islamismus, Mittelalter, Ost-West-Verhältnis, Religionsgeschichte, Identitätskonflikt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die historische Entstehung der Kreuzzugsideologie im Mittelalter und ihre fortwährende Präsenz sowie Instrumentalisierung im zeitgenössischen islamischen Denken bei der Bewertung westlicher Politik.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören die konstantinische Wende, die Bedingungen des ersten Kreuzzugs, die Rolle der Kirche und die moderne muslimische Rezeption der Kreuzzüge als Feindbild.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie historische Ereignisse des Mittelalters als religiöse Deutungsmuster für heutige politische Auseinandersetzungen zwischen der muslimischen Welt und dem Westen genutzt werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor verwendet eine analytische Methode, die historische Fakten mit der diskursiven Analyse ausgewählter muslimischer und christlicher Denker kombiniert.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Fundierung des Kreuzzugsbegriffs und die spezifische Fallanalyse dreier Autoren (Khodr, Tibi, Quṭb) bezüglich ihrer Sicht auf diese Thematik.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind der Kreuzzugsgedanke, der interreligiöse Dialog, Islamismus, Fundamentalismus, westliche Vorherrschaft und die ideologische Konstruktion von Glaubenskriegen.

Wie bewertet George Khodr das Verhältnis zwischen Muslimen und Christen?

Khodr betont als östlicher Christ die Distanz zur lateinischen Kreuzzugstradition und plädiert für einen Dialog, der frei von historischen Belastungen ist.

Welche Rolle spielt die Deutung des Golfkrieges in der Untersuchung?

Der Golfkrieg wird von vielen Akteuren als aktuelles Beispiel für einen „neuen Kreuzzug“ instrumentalisiert, um Widerstand gegen westliche politische und militärische Einflüsse zu legitimieren.

Final del extracto de 34 páginas  - subir

Detalles

Título
Entstehung des Kreuzzugsgedankens und sein heutiger Einfluss auf die Beziehung zum Westen im islamischen Denken
Universidad
University of Münster  (Institut für Arabistik und Islamwissenschaft)
Calificación
2
Autor
Mohammed Abdelrahem (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
34
No. de catálogo
V168774
ISBN (Ebook)
9783640866816
ISBN (Libro)
9783640866359
Idioma
Alemán
Etiqueta
entstehung einfluss westen denken Kreuzzüge Kreuzzug
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mohammed Abdelrahem (Autor), 2010, Entstehung des Kreuzzugsgedankens und sein heutiger Einfluss auf die Beziehung zum Westen im islamischen Denken, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168774
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Extracto de  34  Páginas
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