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Intrinsische versus extrinsische Motivation

Title: Intrinsische versus extrinsische Motivation

Seminar Paper , 2011 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sandra Peters (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Sollte ein Kind für das Bestehen einer Prüfung belohnt oder für das Lesen eines Buches bezahlt werden? Welche Auswirkungen haben Zielsetzung und Überwachung auf die Arbeitsmoral? Warum funktionieren Anreize in manchen Kontexten gut und erscheinen in anderen kontraproduktiv? Mithin, was motiviert Menschen?
Zur Beantwortung dieser Fragen unterscheidet die Forschung zwischen der intrinsischen Motivation – also dem Bestreben, etwas seiner selbst willen zu tun – und der extrinsi-schen Motivation – also dem Wunsch, bestimmte Leistungen zu erbringen, weil man sich davon einen Vorteil verspricht oder zumindest Nachteile vermeiden möchte.2 In-trinsische und extrinsische Motivation sind nicht getrennt voneinander zu betrachten. So zeigt das anfangs genannte Beispiel der College-Studenten, dass extrinsische Anreize (finanzielle Entlohnung) die intrinsische Motivation (die Lust am Spiel) sogar verdrän-gen können.3 Kohn bestätigt diesen Einfluss insbesondere bei längerfristigen Aufgaben (z.B. Gewicht verlieren, Rauchen aufhören, Gurtpflicht, etc.).4 Auf der anderen Seite wird jedoch auch berichtet, dass intrinsische Motivation durch die richtigen extrinsi-schen Anreize verstärkt werden könne.
Die vorliegende Schrift will das Zusammenspiel von intrinsischer und extrinsischer Motivation näher beleuchten. Hierzu seien zunächst in Kapitel zwei die Motivation an sich und die beiden Spielarten intrinsisch und extrinsisch erläutert, bevor in Kapitel drei die Wechselwirkungen dieser beiden Arten beschrieben werden. Kapitel vier schließt die Betrachtung ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen der Motivation

2.1. Intrinsische Motivation

2.2. Extrinsische Motivation

3. Intrinsische versus extrinsische Motivation

3.1. Warum intrinsische und extrinsische Motivation wichtig sind

3.2. Wechselwirkung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation

3.2.1. Verdrängungseffekt

3.2.2. Verstärkungseffekt

4. Abschließende Bemerkungen

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das komplexe Zusammenspiel zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation und analysiert, unter welchen Bedingungen extrinsische Anreize die intrinsische Motivation fördern oder verdrängen können.

  • Grundlagen und Definitionen der Motivationspsychologie
  • Differenzierung zwischen intrinsischer Freude an der Tätigkeit und extrinsischer Anreizsteuerung
  • Analyse des Verdrängungseffekts bei monetären Anreizsystemen
  • Untersuchung von Verstärkungseffekten und Verhaltensregulationen im Arbeitskontext

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Verdrängungseffekt

Eine Vielzahl an Laborexperimenten und Felduntersuchungen zeigt, dass extrinsische Motivation unter Umständen intrinsische Motivation verdrängen kann. Das in Kapitel eins beschriebene Beispiel der College-Studenten legte bereits dar, dass finanzielle Belohnung das eigentliche Interesse am Puzzle-Spielen negativ beeinflussen kann. Dieses Experiment ist seither viele Male mit zahlreichen Variationen im Aufbau wiederholt worden. So traten ähnliche Effekte bei Schülern mit Aufgaben hinsichtlich verbaler Fähigkeiten und bei Kindern im Vorschulalter bei Tätigkeiten mit Zeichnungen anhand von neuen Materialien auf. Im täglichen Leben sind Eltern beispielsweise vertraut damit, wenn Kinder, die anfangs Interesse an den Schularbeiten zeigen, dieses Interesse verlieren, sobald ihnen eine Entlohnung für die Erledigung der Arbeiten in Aussicht gestellt wird. Vergleichbar argumentiert Etzioni, dass Arbeitnehmer die Kontrolle ihres Verhaltens über Anreizsysteme als "Entfremdung" und "Entmenschlichung" empfinden. Schließlich schlussfolgern Baron & Kreps, dass die Vorteile von „Pay-for-Performance“-Anreizsystemen zweifelsfrei erheblich beeinträchtigt werden, wenn dadurch die intrinsische Motivation des Arbeitnehmers untergraben wird. Die Forschung versucht dieses Verhalten durch zwei Ansätze zu erklären: (I) die verminderte Selbstbestimmung und (II) die psychologischen Verträge.

Der Ansatz der verminderten Selbstbestimmung besagt, dass die Reaktion auf ein Ereignis davon abhängig ist, „ob man das Ergebnis sich selbst (internale Kontrollüberzeugung) oder den äußeren Umständen zurechnet (externale Kontrollüberzeugung)“. Eine internale Kontrollüberzeugung tritt dann auf, wenn die Belohnung eher einen informierenden Charakter hat (z.B. ein Sportler erhält eine Gold-Medaille und ein Preisgeld). Eine externale Kontrollüberzeugung entsteht dann, wenn die Belohnung als eher kontrollierend empfunden wird (z.B. ein Umsatzbonus bei Vertriebsmitarbeitern). Die intrinsische Motivation wird dann verdrängt, wenn der kontrollierende Effekt der Belohnung als stärker empfunden wird als der informierende.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der intrinsischen und extrinsischen Motivation ein und verdeutlicht anhand klassischer Experimente die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung von Anreizsystemen.

2. Grundlagen der Motivation: Dieses Kapitel definiert den Motivationsbegriff über drei Kernkomponenten und unterscheidet grundlegend zwischen der intrinsischen Motivation und den materiellen sowie immateriellen Formen der extrinsischen Motivation.

3. Intrinsische versus extrinsische Motivation: Der Hauptteil beleuchtet die Bedeutung beider Motivationsarten für Unternehmen, analysiert das Auftreten von Verdrängungs- sowie Verstärkungseffekten und diskutiert psychologische Regulationsmechanismen.

4. Abschließende Bemerkungen: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass keine allgemeingültige Antwort auf Motivationsfragen existiert, da die Wirkung von Anreizen stark vom Individuum und dem Arbeitsumfeld abhängt.

5. Literaturverzeichnis: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Studien auf, die der Untersuchung zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Anreizsysteme, Verdrängungseffekt, Verstärkungseffekt, Selbstbestimmung, Leistungsanreize, Motivationspsychologie, Arbeitsmoral, Arbeitspsychologie, Flow-Erlebnis, Psychologische Verträge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation und hinterfragt, wie externe Anreize wie Belohnungen die innere Leistungsbereitschaft von Menschen beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die Definition von Motivation, die Abgrenzung verschiedener Motivationstypen sowie die Analyse von Wirkmechanismen wie dem Verdrängungs- und Verstärkungseffekt in Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu schaffen, warum Anreize in manchen Kontexten kontraproduktiv wirken und wie Unternehmen Motivation erfolgreich steuern können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Studien, Laborexperimente und Felduntersuchungen aus der Motivationspsychologie und dem Personalmanagement.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Bedeutung intrinsischer und extrinsischer Motivation für Unternehmen, das multiple-tasking- sowie fuzzy-tasking-Problem und die Dynamiken zwischen Anreizen und individueller Selbstbestimmung diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Verdrängungseffekt, Selbstbestimmung, Anreizsysteme und die Differenzierung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation.

Was besagt der Verdrängungseffekt konkret?

Der Verdrängungseffekt beschreibt das Phänomen, dass extrinsische Anreize die ursprünglich vorhandene intrinsische Freude an einer Tätigkeit mindern können, wenn die Person die Belohnung als kontrollierend empfindet.

Wie lässt sich ein Verstärkungseffekt erzielen?

Ein Verstärkungseffekt tritt ein, wenn extrinsische Ziele mit dem eigenen Wertesystem der Person integriert werden, sodass externe Anreize die intrinsische Motivation unterstützen statt sie zu untergraben.

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Details

Title
Intrinsische versus extrinsische Motivation
College
The FOM University of Applied Sciences, Hamburg
Grade
1,0
Author
Sandra Peters (Author)
Publication Year
2011
Pages
16
Catalog Number
V168783
ISBN (eBook)
9783640865864
ISBN (Book)
9783640866076
Language
German
Tags
Intrinsisch extrinsisch Motivation Verdrängungseffekt Verstärkungseffekt Anreiz Motivationstypen Motivationsbegriff Ansporn Mensch Arbeit Ziel Entscheidung Richtung Ausdauer Handlung handeln motiviert Verhalten Antrieb Stärke Tätigkeit Ereignisse Aktivität selbst willen Bedürfnisbefriedigung Spaß Interesse Herausforderung Freude Langeweile Boreout-Syndrom Stress unfair Entlohnung Normen Fairness Glück direkt indirekt materiell immateriell finanziell Effekt Einfluss Wirkung Beförderung Anreizsystem messbar Problem Mitarbeiter Belohnung Aufgabe belohnt Emotion monetär Konflikt Leistung Ergebnis Qualität verstärkt verdrängt Arbeitsmoral Zusammenspiel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Peters (Author), 2011, Intrinsische versus extrinsische Motivation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168783
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