Guillermo de Toros Film „Pans Labyrinth“ konstruiert, eingebettet in den historischen Kontext des faschistischen Regimes Francisco Francos, ein „Modell von Welt“, das auf zwei oppositionellen semantischen Räumen basiert: Der realen Welt und der Phantasiewelt. Ein einführender Text zu Beginn des Films verweist auf das Jahr 1944, in welchem der Spanische Bürgerkrieg zwar zu Ende, Spanien jedoch vom Franco-Regime geprägt ist. Die heterodiegetische voice over Stimme, welche ebenfalls zu Beginn und am Ende des Films zu hören ist, erinnert an die Erzählstruktur eines Märchens. Diese Struktur nimmt die Protagonistin Ofélia im Laufe des Films auf, indem sie aus ihrem Buch vorliest oder ihrem ungeborenen Bruder erzählt.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
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Das „Modell von Welt“ mit den semantischen Räumen der Realwelt und der Phantasiewelt
- Grenzziehung und Zuordnung der Akteure
- Grenzüberschreitungen, Extremräume und Ereignistilgung
- Parallelen der realen und fiktiven Welt
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Der Filmausschnitt (00:29:39 - 00:36:48) vor dem Hintergrund des Gesamtfilms
- Point of View
- Alternierende Montage
- Die Bedeutung der Prüfungen Ofélias im Kontext des „Modells von Welt“
- Referenzen und Auffälligkeiten
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Die Hausarbeit analysiert den Film „Pans Labyrinth“ von Guillermo del Toro im Hinblick auf die Konstruktion eines „Modells von Welt“, das auf der Opposition zwischen realer und phantastischer Welt basiert. Dabei wird die Rolle der Protagonistin Ofélia und ihrer Grenzüberschreitungen zwischen den beiden Welten untersucht, sowie die Bedeutung der Prüfungen, die sie zu bestehen hat.
- Die Konstruktion von Realität und Phantasie im Film
- Die Bedeutung der Grenzüberschreitungen zwischen realer und phantastischer Welt
- Die Rolle der Prüfungen in Ofélias Entwicklung
- Der historische Kontext des Franco-Regimes
- Der Einfluss der Märchenstruktur auf die Handlung
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
Das erste Kapitel untersucht die Konstruktion des „Modells von Welt“ im Film. Es werden die semantischen Räume der realen und der phantastischen Welt sowie die Akteure in diesen Räumen vorgestellt. Die Grenzziehung zwischen den beiden Welten wird anhand von Ofélias Grenzüberschreitungen erläutert.
Das zweite Kapitel konzentriert sich auf einen bestimmten Filmausschnitt und analysiert diesen im Hinblick auf den Einsatz von Point of View und alternierender Montage.
Das dritte Kapitel beleuchtet die Bedeutung der Prüfungen, die Ofélia bestehen muss, um in die phantastische Welt zurückzukehren. Dabei wird der Bezug zum „Modell von Welt“ hergestellt.
Schlüsselwörter (Keywords)
Die Arbeit befasst sich mit den Themen "Modell von Welt", "semantische Räume", "Grenzüberschreitungen", "Phantasie", "Realität", "Prüfungen", "Märchenstruktur", "Franco-Regime", "Filmanalyse", "Guillermo del Toro".
Häufig gestellte Fragen
Welche zwei Welten werden in „Pans Labyrinth“ gegenübergestellt?
Der Film konstruiert ein Modell aus zwei oppositionellen Räumen: der grausamen realen Welt des Franco-Regimes und einer phantastischen Märchenwelt.
In welchem historischen Kontext spielt der Film?
Die Handlung ist im Jahr 1944 angesiedelt, kurz nach dem Spanischen Bürgerkrieg, während der repressiven Herrschaft von Francisco Franco.
Welche Bedeutung haben die Prüfungen für die Protagonistin Ofélia?
Die Prüfungen dienen als Initiationsriten. Ofélia muss sie bestehen, um ihre wahre Identität zu beweisen und in die phantastische Welt (ihr eigentliches Königreich) zurückkehren zu können.
Welche filmischen Mittel werden in der Analyse besonders untersucht?
Die Arbeit analysiert den Einsatz des Point of View (Sichtweise), die alternierende Montage zwischen den Welten und die Bedeutung der Voice-over-Stimme zu Beginn und Ende des Films.
Inwiefern nutzt der Film die Struktur eines Märchens?
Die Märchenstruktur zeigt sich in der Erzählweise (Voice-over), den archetypischen Prüfungen und der moralischen Grenzziehung zwischen Gut und Böse in beiden Welten.
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- Melanie Strauß (Autor), 2009, Eine Filmanalyse zu „Pans Labyrinth“ von Guillermo del Toro, Spanien 2006, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168834