Adäquat zum "Paradigmenwechsel" in der Kindeserziehung steht auch die Sportpädagogik vor der Herausforderung, Kindertraining altersgerecht und den individuellen Bedürfnissen entsprechend anzubieten.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit eben jenen neuen Ansätzen und bezieht diese konkret auf das Praxisfeld Kinderfußball für Vier- bis Siebenjährige am Beispiel eines Sportvereins.
Hierbei soll vor allem auf den Übungsleiter eingegangen werden: Voraussetzungen, praktische Hilfestellungen und Vorschläge sollen einen Einblick in die Thematik bieten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Pädagogische Aspekte
2.1 Paradigmenwechsel in Kindererziehung
2.2 Die Kindesperspektive
3 Didaktische Aspekte
3.1 Anforderungen an den Übungsleiter
3.2 Sicherheit
3.3 „Do’s“ & „Don’ts“
4 Elternarbeit
5 Training
5.1 Organisation
5.2 Beginn
5.3 Trainer vs. Kinder
5.4 Hauptteil
5.5 Abschluss
6 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen theoretisch fundierten Leitfaden für ein kindgerechtes und spielorientiertes Fußballtraining für Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren zu erstellen, um den Spagat zwischen kindlichen Bedürfnissen und sportpädagogischem Anspruch zu meistern.
- Pädagogische Grundlagen der frühen Kindesentwicklung im Sport
- Didaktische Anforderungen und Sicherheitsaspekte im Kindertraining
- Konstruktive Einbindung der Eltern in den Trainingsalltag
- Praktische Organisations- und Methodenempfehlungen für Trainer
- Methoden zur spielerischen Vermittlung von motorischen und sozialen Kompetenzen
Auszug aus dem Buch
3.1 Anforderungen an den Übungsleiter
„Dieser Trainer kann nicht mit Kindern umgehen! Bei ihm laufen die wild im Raum herum und etwas Richtiges, so wie Rolle vorwärts, können immer noch nicht alle.“
Mit diese beispielhaften Worten wird von Außen immer noch negativ artikuliert, wenn die Sinnhaftigkeit und das Charakterwesens des Kindersports noch auf althergebrachten Vorstellungen des „Bewegen auf Befehls“ fußen.
Kinder stehen nicht an oder sitzen nicht auf der Bank! Dürfen über Spiele selbst bestimmen und kommen so nicht zur Vorwärtsrolle – gemessen an dem Sportverständnis des Erwachsenen und in Mangel an einer Vorstellung, was bei Kindersport dann auch noch anders sein soll, hat ein Sportlehrer die Kinder nicht im Griff und auch keine Ahnung von dem was er da tut, geht es einmal wild zu.
Dies ist Mitnichten so: in den oben genannten Wertevorstellungen einer Übungseinheit ist der kindliche Bewegungsdrang nicht berücksichtigt, das reaktionäre Argument, man könne die Teilnehmer sonst nicht kontrollieren, ist schon in der Artikulationsweise auf die falsche Richtung zielend: Kinder sollen nicht kontrolliert werden! Ihr Bewegungsdrang, ihre Kreativität, ihr Spielbedürfnis, das Verlangen nach Neuem: all dass kann und soll in einer Übungseinheit eingebunden werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Kontrast zwischen kindlichem Bewegungsdrang und den oft zu leistungsorientierten Erwartungen im Fußballtraining.
2 Pädagogische Aspekte: Dieses Kapitel erörtert den Wandel in der Kindeserziehung hin zu einer eigenständigen Persönlichkeit und die Notwendigkeit, das Kind in seiner Perspektive als zentralen Akteur wahrzunehmen.
3 Didaktische Aspekte: Hier werden die Rolle des Trainers, notwendige Sicherheitsvorkehrungen sowie praktische Verhaltensregeln für eine kindgerechte Trainingsgestaltung definiert.
4 Elternarbeit: Der Abschnitt erläutert, wie eine partnerschaftliche Beziehung zwischen Trainern und Eltern zu einem positiven Trainingsklima beitragen kann.
5 Training: Dieses Kapitel bietet konkrete organisatorische und methodische Empfehlungen für den Trainingsablauf, von der Struktur bis zur Auswahl spielerischer Inhalte.
6 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die Notwendigkeit, fachliches Wissen mit pädagogischem Geschick zu verbinden, um den Anforderungen an ein altersgerechtes Fußballtraining gerecht zu werden.
Schlüsselwörter
Kindertraining, Fußball, Sportpädagogik, Didaktik, Elternarbeit, SV Pfefferwerk, Bewegungsdrang, Spielorientierung, Kindesperspektive, Trainingsgestaltung, Übungsleiter, Frühkindliche Entwicklung, Methodik, Kleinkindförderung, Sportverein
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines pädagogisch wertvollen und altersgerechten Fußballtrainings für Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen umfassen pädagogische Grundlagen, didaktische Prinzipien, sicherheitstechnische Aspekte, die Einbindung der Eltern sowie praktische Methoden für das Fußballtraining.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, einen Leitfaden für Übungsleiter zu schaffen, der aufzeigt, wie Kindertraining kindgerecht gestaltet werden kann, ohne den spielerischen Aspekt zu verlieren.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und der praktischen Evaluation des kindorientierten Trainingskonzepts des SV Pfefferwerk e.V.
Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die pädagogische Haltung des Trainers, die praktische Organisation des Trainings und die Vermittlung von Übungsformen, die den Bewegungsdrang der Kinder fördern.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Kindertraining, spielorientierte Fußballvermittlung, pädagogische Qualität und altersgerechte Förderung.
Warum betont der Autor die Bedeutung der Elternarbeit?
Der Autor sieht Eltern als wichtige Partner; ihr Einbezug in den Trainingsprozess kann die Qualität des Trainings steigern und das gegenseitige Verständnis fördern.
Welche Rolle spielt die Sicherheit im Konzept des SV Pfefferwerk?
Sicherheit wird als essenzielle Voraussetzung verstanden, weshalb klare Regeln für Aufsicht, Gerätesicherung und die Anwesenheit von Co-Trainern aufgestellt wurden.
- Arbeit zitieren
- Dipl. Sportw. Thomas Letzian (Autor:in), 2011, Fußballorientiertes Kindertraining im Alter von 4 bis 7, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168979