Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der körperdysmorphen Störung (KDS) im Kontext des Kraftsports, mit besonderem Fokus auf die dort am meisten vorkommende Subform der Muskeldysmorphie. Ziel der Arbeit war es Risikofaktoren, für die Entstehung und Aufrechterhaltung körperdysmorpher Symptome zu identifizieren und deren Zusammenhang mit psychischen Belastungen und problematischem Essverhalten zu untersuchen.
Die theoretischen Grundlagen beinhalten eine umfassende Darstellung der Störungsbilder, deren Ätiopathogenese und deren biopsychosoziale Einflussfaktoren.
Im Rahmen einer quantitativen Umfrage wurden N=273 Kraftsportler:innen mittels Online-Fragebogen befragt. Es fanden sich signifikant positive Zusammenhänge zwischen körperdysmorphen Symptomen, psychischer Belastung und gestörtem Essverhalten. Risikofaktoren wie niedriger Selbstwert, hoher Perfektionismus, Mobbing in der Kindheit, der Konsum sozialer Medien, sozialer Druck stellten sich ebenfalls als statistisch signifikant heraus. Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der KDS-Ausprägung zwischen Bodybuilder:innen und Freizeitsportlern, sowie zwischen Personen mit und ohne Substanzgebrauch. Die Ergebnisse weisen auf eine hohe psychische Belastung in Verbindung mit körperdysmorphen Symptomen hin und unterstreichen die Relevanz gezielter Präventions- und Interventionsmaßnahmen im Kraftsportkontext.
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- Jana Manke (Author), 2025, Körperwahrnehmung und psychische Belastungen im Kraftsport. Risikofaktoren im Kontext körperdysmorpher Symptome, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1690460