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Körperwahrnehmung und psychische Belastungen im Kraftsport. Risikofaktoren im Kontext körperdysmorpher Symptome

Titre: Körperwahrnehmung und psychische Belastungen im Kraftsport. Risikofaktoren im Kontext körperdysmorpher Symptome

Thèse de Bachelor , 2025 , 98 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Jana Manke (Auteur)

Sciences de la santé - Psychologie de la santé
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der körperdysmorphen Störung (KDS) im Kontext des Kraftsports, mit besonderem Fokus auf die dort am meisten vorkommende Subform der Muskeldysmorphie. Ziel der Arbeit war es Risikofaktoren, für die Entstehung und Aufrechterhaltung körperdysmorpher Symptome zu identifizieren und deren Zusammenhang mit psychischen Belastungen und problematischem Essverhalten zu untersuchen.
Die theoretischen Grundlagen beinhalten eine umfassende Darstellung der Störungsbilder, deren Ätiopathogenese und deren biopsychosoziale Einflussfaktoren.
Im Rahmen einer quantitativen Umfrage wurden N=273 Kraftsportler:innen mittels Online-Fragebogen befragt. Es fanden sich signifikant positive Zusammenhänge zwischen körperdysmorphen Symptomen, psychischer Belastung und gestörtem Essverhalten. Risikofaktoren wie niedriger Selbstwert, hoher Perfektionismus, Mobbing in der Kindheit, der Konsum sozialer Medien, sozialer Druck stellten sich ebenfalls als statistisch signifikant heraus. Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der KDS-Ausprägung zwischen Bodybuilder:innen und Freizeitsportlern, sowie zwischen Personen mit und ohne Substanzgebrauch. Die Ergebnisse weisen auf eine hohe psychische Belastung in Verbindung mit körperdysmorphen Symptomen hin und unterstreichen die Relevanz gezielter Präventions- und Interventionsmaßnahmen im Kraftsportkontext.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung.
    • 1.1 Stand der Forschung
    • 1.2 Zielsetzung
    • 1.3 Forschungsfragen und Hypothesen
    • 1.4 Aufbau der Arbeit
  • 2. Theoretischer Hintergrund
    • 2.1 Motivationale soziokulturelle und evolutionsbiologische Hintergründe des Muskelideals
    • 2.2 Kraftsport in der heutigen Gesellschaft
    • 2.3 Psychische Belastungen im Kraftsport.
    • 2.4 Körperbild und Körperwahrnehmung.
    • 2.5 Körperbildstörungen
  • 3. Körperdysmorphe Störungen (KDS)
    • 3.1 Symptomatik.
    • 3.2 Diagnose und Klassifikation.
    • 3.3 Prävalenz
    • 3.4 Differenzialdiagnostik.
    • 3.5 Ätiopathogenese.
    • 3.6 Komorbiditäten
    • 3.7 Therapie
    • 3.8 Belastungen und Beeinträchtigungen
    • 3.9 Körperdysmorphe Störungen im Kraftsport.
  • 4. Muskeldysmorphie.
    • 4.1 Symptomatologie.
    • 4.2 Epidemiologie.
    • 4.3 Diagnostik.
    • 4.4 Ätiopathogenese.
      • 4.4.1 Hochrisikopopulation
      • 4.4.2 Körperbezogene Unzufriedenheit und soziale Vergleichsprozesse
      • 4.4.3 Fitnessindustrie
    • 4.5 Therapie
    • 4.6 Folgen für die psychische Gesundheit.
    • 4.7 Missbrauch leistungssteigernder Substanzen
      • 4.7.1 Risiken durch die Einnahme
  • 5. Zusammenhang der KDS mit Essstörungen
    • 5.1 Symptomatologie..
    • 5.2 Epidemiologie
    • 5.3 Gemeinsame Merkmale und Risikofaktoren
  • 6. Theoretische Modelle zur Entstehung und Aufrechterhaltung körperdysmorphen Erlebens
    • 6.1 Biopsychosoziales Modell.
    • 6.2 Theorie des sozialen Vergleichs
    • 6.3 Informationstheoretisches Modell
    • 6.4 Störungsmodell nach Veale
    • 6.5 Integratives Modell
  • 7. Zusammenfassung des Hauptteils
  • 8. Methodik.
    • 8.1 Forschungsdesign
    • 8.2 Stichprobe und Rekrutierung.
    • 8.3 Erhebungsinstrumente.
      • 8.3.1 Soziodemographische Angaben
      • 8.3.2 Trainingsverhalten
      • 8.3.3 Körperdysmorphe Symptome
      • 8.3.4 Psychische Belastung...
      • 8.3.5 Problematisches Essverhalten.
      • 8.3.6 Soziale und individuelle Risikofaktoren
    • 8.4 Datenanalyse..
      • 8.4.1 Methodische Gütekriterien
      • 8.4.2 Statistische Analysen
    • 8.5 Operationalisierung der Forschungsfragen und Hypothesen
    • 8.6 Ergebnisse
  • 9. Diskussion
    • 9.1 Limitationen
    • 9.2 Implikationen und Ausblick
  • 10. Fazit..
  • 11. Literaturverzeichnis..
  • 12. Anhang
    • 12.1 Fragebogen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die körperdysmorphe Störung (KDS) im Kontext des Kraftsports, mit speziellem Fokus auf die Muskeldysmorphie. Das Hauptziel ist die Identifizierung von Risikofaktoren für die Entstehung und Aufrechterhaltung körperdysmorpher Symptome und deren Zusammenhänge mit psychischen Belastungen und problematischem Essverhalten bei Kraftsportlern zu analysieren. Die Arbeit zielt darauf ab, ein besseres Verständnis für die psychologischen und gesundheitlichen Risiken im Kraftsport aufzuzeigen und die Rolle verschiedener Faktoren im Zusammenhang mit körperdysmorphen Symptomen zu beleuchten.

  • Körperdysmorphe Störung (KDS) und Muskeldysmorphie im Kraftsportkontext
  • Identifikation individueller und sozialer Risikofaktoren für KDS
  • Zusammenhang zwischen KDS, psychischer Belastung und Essstörungen
  • Einfluss von Trainingsverhalten, Selbstwert und Perfektionismus
  • Auswirkungen von Körperidealen und leistungssteigernden Substanzen
  • Vergleich der KDS-Intensität zwischen Bodybuildern und anderen Kraftsportlern

Auszug aus dem Buch

Körperdysmorphe Störungen (KDS)

Menschen, welche von einer körperdysmorphen Störung betroffen sind, leiden an einer übermäßigen Sorge über einen oder mehrere Makel, welche ihren Körper betreffen. Von anderen Personen hingegen wird dieser Makel in den meisten Fällen gar nicht wahrgenommen, oder eher als unscheinbar empfunden. Betroffene hingegen empfinden sich und ihre wahrgenommenen Merkmale als „hässlich“, „abscheulich“ oder „Monster“. In der Regel bezieht sich die Sorge auf mehrere Körperteile. Die im Fokus stehenden Körperregionen können im Verlauf der Störung variieren (Hartmann et al., 2019, S. 1). Im Durschnitt stehen über den Verlauf der Störung hinweg sechs bis sieben Körperregionen im Fokus. Hierbei richtet sich die Aufmerksamkeit meist auf dem Gesicht- oder Kopfbereich (Phillips, 1993, S. 302-308). Grundsätzlich können sich die Sorgen aber auch auf andere Körperregionen, wie Beine, Arme oder die allgemeine Körperstatur beziehen. Die gedankliche Beschäftigung mit den Merkmalen ist sehr zeitintensiv und wird als unkontrollierbar empfunden (APA, 2000).

Einige der Betroffenen leiden an wahnhaften Überzeugungen bzgl. ihres Aussehens und haben Schwierigkeiten zu erkennen, dass sie in der Realität nicht entstellt oder makelhaft aussehen. Teilweise leiden Betroffene auch an Beziehungsideen, also an der Überzeugung, dass andere hinter ihrem Rücken aufgrund ihres Aussehens negativ über sie sprechen oder sie auslachen. Während des Verlaufs der Störung kann sich das Ausmaß der Einsicht einer Person auch verändern (Hartmann et al., 2019, S. 19). Zudem kommt es zu einem klinisch relevanten Leidensdruck in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Lebensbereichen. Patient:innen verbringen sehr viel Zeit damit, sich Gedanken über den vermeintlichen Makel zu machen, oftmals mehrere Stunden pro Tag, diese Gedanken sind wiederkehrend intrusiv und schwer zu kontrollieren. Zudem zeigt sich ein ausgeprägtes Sicherheits- und Kontrollverhalten (Kontrolle des Aussehens im Spiegel oder anderen reflektierenden Gegenstände). Oft wird durch gezieltes Fragen nach Rückbestätigung gefordert und die Betroffenen vergleichen das eigene Aussehen mit dem ihrer Mitmenschen. Viele Stunden werden für die Tarnung des vermeintlichen Defekts aufgewendet. Häufig kommt es auch zu Berührungen des Defekts und Zupfen an der Haut. Charakteristisch ist ebenso ein sozial beeinträchtigendes Vermeidungsverhalten (Lahousen, et al, 2017, S. 1). Dieses kann Spiegel aber auch tägliche Aktivitäten wie Einkaufen, oder Situationen, in welche es zu einer potenziellen Exposition des Merkmals kommen könnte betreffen. Die Vermeidung kann so gravierende Folgen haben, dass Betroffene aufgrund der Angst vor negativer Bewertung ihr Zuhause nicht mehr verlassen und nicht mehr zur Arbeit oder zur Schule gehen können (Hartmann, 2019, S. 3). Es zeigen sich Geschlechterunterschiede hinsichtlich der im Fokus stehenden Körperregionen. Während sich Frauen eher um ihre Haut, den Bauch, Gewicht, Brust, Po, Hüften, Beine und Zehen- sowie Körperbehaarung sorgen, steht bei Männern die Sorge um ihre Genitalien, Körperstatur und dünner werdendes Haar im Vordergrund. Generell scheinen sich Frauen über deutlich mehr Körperbereiche als Männer Sorgen zu machen (Hartmann, 2019, S. 3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Relevanz des Themas, die Zielsetzung und die Forschungsfragen der Arbeit vor.

2. Theoretischer Hintergrund: Hier werden motivationale, soziokulturelle und evolutionsbiologische Hintergründe des Muskelideals, psychische Belastungen im Kraftsport, Körperbild und Körperwahrnehmung sowie Körperbildstörungen erläutert.

3. Körperdysmorphe Störungen (KDS): Das Kapitel behandelt die Symptomatik, Diagnose, Prävalenz, Ätiopathogenese, Komorbiditäten, Therapieansätze sowie Belastungen und Beeinträchtigungen von KDS im Kraftsportkontext.

4. Muskeldysmorphie: Dieser Abschnitt widmet sich detailliert der Symptomatik, Epidemiologie, Diagnostik, Ätiopathogenese und den Folgen der Muskeldysmorphie, einschließlich des Missbrauchs leistungssteigernder Substanzen.

5. Zusammenhang der KDS mit Essstörungen: Es werden Symptomatologie, Epidemiologie und gemeinsame Merkmale bzw. Risikofaktoren von KDS und Essstörungen beleuchtet.

6. Theoretische Modelle zur Entstehung und Aufrechterhaltung körperdysmorphen Erlebens: Das Kapitel erörtert zentrale Erklärungsmodelle wie das biopsychosoziale Modell, die Theorie des sozialen Vergleichs, das informationstheoretische, das Störungsmodell nach Veale und das integrative Modell.

7. Zusammenfassung des Hauptteils: Dieser Abschnitt fasst die wesentlichen theoretischen Grundlagen und Modelle zur körperdysmorphen Störung und Muskeldysmorphie zusammen.

8. Methodik: Hier werden das Forschungsdesign, die Stichprobe und Rekrutierung, die verwendeten Erhebungsinstrumente sowie die Datenanalyse der quantitativen Online-Befragung detailliert beschrieben.

9. Diskussion: Die Studienergebnisse werden interpretiert, Limitationen der Untersuchung aufgezeigt und Implikationen für die Praxis und zukünftige Forschung abgeleitet.

10. Fazit: Das Abschlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit präventiver und interventioneller Maßnahmen im Kontext des Kraftsports.

Schlüsselwörter

Körperdysmorphe Störung, Muskeldysmorphie, Kraftsport, psychische Belastung, Essstörungen, Risikofaktoren, Körperbild, Selbstwert, Perfektionismus, soziale Medien, Anabolika, Prävention, Interventionsmaßnahmen, Bodybuilding, Körperwahrnehmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die körperdysmorphe Störung (KDS) und insbesondere die Muskeldysmorphie im Kontext des Kraftsports, um deren Risikofaktoren, psychische Begleiterscheinungen und Unterschiede zwischen verschiedenen Kraftsportlergruppen zu analysieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind Körperwahrnehmung, psychische Belastung, Essstörungen, Risikofaktoren (individuell, sozial, trainingsbezogen) sowie die spezifische Ausprägung der Muskeldysmorphie bei Kraftsportlern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen Körperwahrnehmung, psychischen Belastungen und körperdysmorphen Symptomen bei Kraftsportlern zu untersuchen und Risikofaktoren für deren Entstehung und Aufrechterhaltung zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine quantitative Online-Befragung mit einem querschnittlichen Forschungsdesign durchgeführt, um Daten zu erheben und statistische Zusammenhänge zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Hintergründe zum Muskelideal und Körperbildstörungen, die körperdysmorphe Störung und Muskeldysmorphie detailliert, den Zusammenhang mit Essstörungen und stellt verschiedene theoretische Modelle zur Erklärung körperdysmorphen Erlebens vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Körperdysmorphe Störung, Muskeldysmorphie, Kraftsport, psychische Belastung, Essstörungen, Risikofaktoren und Körperbild.

Inwiefern unterscheidet sich die Muskeldysmorphie von anderen Körperbildstörungen?

Die Muskeldysmorphie ist eine spezifische Form der körperdysmorphen Störung, bei der Betroffene trotz starker Muskulatur die Befürchtung haben, nicht muskulös oder definiert genug zu sein, was zu exzessivem Training und rigiden Diäten führt.

Welche Rolle spielen soziale Medien bei der Entstehung von körperdysmorphen Symptomen im Kraftsport?

Soziale Medien tragen durch die Verbreitung idealisierter, oft unrealistischer Körperbilder zur Internalisierung von Schönheitsidealen und zu sozialen Vergleichen bei, was die Entstehung und Aufrechterhaltung körperdysmorpher Symptome verstärken kann.

Welche psychischen Komorbiditäten treten häufig zusammen mit körperdysmorphen Störungen auf?

Häufige Komorbiditäten bei KDS sind depressive Störungen, soziale Angststörungen, Zwangsstörungen, Substanzmissbrauch und Essstörungen.

Welche Implikationen ergeben sich aus der Studie für die Praxis?

Für die Praxis ist es wichtig, Fitnessstudios, Trainer:innen und Coaches für Symptome körperdysmorpher Störungen zu sensibilisieren, über unrealistische Körperideale aufzuklären und Präventionsprogramme zu entwickeln, die Selbst- und Körperbewusstsein stärken, insbesondere bei männlichen Kraftsportlern.

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Résumé des informations

Titre
Körperwahrnehmung und psychische Belastungen im Kraftsport. Risikofaktoren im Kontext körperdysmorpher Symptome
Note
1,7
Auteur
Jana Manke (Auteur)
Année de publication
2025
Pages
98
N° de catalogue
V1690460
ISBN (PDF)
9783389175965
ISBN (Livre)
9783389175972
Langue
allemand
mots-clé
Kraftsport psychische Gesundheit Körperdysmorphie Körperdysmorphe Störung Essstörungen Gesundheit Psychologie Sport Körperwahrnehmung Körperbild
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jana Manke (Auteur), 2025, Körperwahrnehmung und psychische Belastungen im Kraftsport. Risikofaktoren im Kontext körperdysmorpher Symptome, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1690460
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Extrait de  98  pages
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