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Peter Bieri und sein Beitrag zur Neurophilosophie. Eine Synopse seiner Schriften zur Leib-Seele-Problematik

Título: Peter Bieri und sein Beitrag zur Neurophilosophie. Eine Synopse seiner Schriften zur Leib-Seele-Problematik

Trabajo Escrito , 2000 , 41 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Frank Findeiß (Autor)

Filosofía - Otras
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Die Arbeit gibt einen Überblick über die verschiedenen Positionen auf dem Gebiet der "Philosophie des Geistes" und der "Neurophilosophie" und ordnet dabei die Texte des Schweizer Philosophen und Schriftstellers Peter Bieri zu diesem Thema ein. Die Arbeit ist das Resultat eines Oberseminars und hat den Umfang einer Abschlussarbeit im Fach Philosophie.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • I. Theorien zur „Lösung“ des Leib-Seele-Problems
    • a) Das traditionelle Leib-Seele-Problem
    • b) Das moderne Leib-Seele-Problem
    • Exkurs: Der Unterschied zwischen Analytischer Philosophie des Geistes und Philosophie des Geistes
  • II. Bewußtsein – der aktuelle Streitpunkt in der Leib-Seele-Problematik
    • a) Was ist Bewußtsein?
    • b) Erleben – ein Rätsel?
    • c) Ausführungen zum Text „Nominalismus und innere Erfahrung"
    • d) Ausführungen zum Text „Sein und Aussehen von Gegenständen“
  • III. Schmerz – eine Facette des Leib-Seele-Problems im Bereich des phänomenalen Bewußtseins
  • IV. Schlußbemerkung
  • V. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der vielschichtigen Problematik des Leib-Seele-Problems (LSP) und dessen Lösungsmöglichkeiten für den Menschen. Sie beleuchtet, wie traditionelle philosophische Disziplinen wie Ontologie, Metaphysik und Erkenntnistheorie sowie neuere Forschungsfelder wie Hirn- und Kognitionswissenschaften zur Komplexität des Themas beitragen. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie das Bewusstsein, insbesondere das phänomenale Bewusstsein, innerhalb dieser vielfältigen Ansätze verstanden und erklärt werden kann.

  • Das Leib-Seele-Problem (LSP) und seine Relevanz für das menschliche Sein
  • Die Rolle des Bewusstseins als zentraler Streitpunkt in der Philosophie des Geistes
  • Vergleich dualistischer und monistischer Theorien zur Erklärung des LSP, insbesondere Materialismus und Funktionalismus
  • Die Bedeutung der Sprachanalyse für die begriffliche Klarheit im Diskurs über mentale Phänomene
  • Das Konzept des phänomenalen Bewusstseins und die Herausforderung seiner Objektivierbarkeit
  • Schmerz als Fallstudie zur Veranschaulichung der Schwierigkeiten bei der kausalen Erklärung subjektiven Erlebens

Auszug aus dem Buch

Das traditionelle Leib-Seele-Problem

Bieri betrachtet nun im folgenden das LSP in zwei Ausrichtungen: einmal als traditionelles Problem der Dualisten und einmal als Problem der Neueren Forschung in der Richtung der Materialisten. Er versucht zu beiden Positionen eine Begründung für oder gegen deren Argumente zu finden. Dabei ist etwas herausgekommen, was z.T. in der Literatur als „Bieri-Trilemma“ erwähnt wird und was sich in einer formalen Struktur auch bei der Explikation anderer Probleme seiner weiteren Schriften immer wieder als eine Methode herausstellt, um ein Problem „aufzulösen“. Um dem traditionellen LSP auf die Spur zu kommen, stellt er folgende drei Sätze voran: 1. mentale Phänomene sind nicht-physische Phänomene 2. mentale Phänomene sind im Bereich physischer Phänomene kausal wirksam 3. der Bereich physischer Phänomene ist kausal geschlossen

Der erste Satz wird aus materialistischer Sicht geleugnet und stellt zugleich das Prinzip des ontologischen Dualismus dar. Der zweite Satz behauptet, daß seelisch-geistige Prozesse oder Zustände physisch-körperliche Zustandsveränderungen verursachen. Diese Position, die in der psychosomatischen Medizin vertreten wird, steht im krassen Gegensatz zum Epiphänomenalismus oder Parallelismus, also zweier dualistischer Theorien. Der dritte Satz wiederum stellt das Grundprinzip der modernen Wissenschaften dar, in denen alles durch Naturgesetze erklärbar erscheint. Es handelt sich dabei um das Postulat eines „methodologischen Physikalismus“.

Die Diskrepanz, die sich hier auftut ist, daß die drei Sätze nicht miteinander kompatibel sind. Ein Satz muß aufgegeben werden, aber welcher? Die Beantwortung dieser Frage führt zum Materialismus und damit zu den monistischen Positionen. Die Begründung lautet: im psychophysischen Parallelismus wäre Satz zwei nur unter zufälligen Bedingungen und nicht generell gültig, da in ihm von einem psychischen und davon unterschieden physischen System ausgegangen wird, die beide voneinander kausal geschlossen sind. Im Epiphänomenalismus besteht die Kausalität nur einseitig vom physischen auf das psychische System und dies bedeutete, daß der Mensch tun und lassen könnte, was er wollte, es wäre sowieso nur die Reaktion auf einen körperlich verursachten Impuls. Daraus folgt: „Unser Leben würde auch ohne mentale Zustände und ohne Bewußtsein genauso verlaufen, wie es faktisch verläuft“. Trotzdem kann Satz zwei gehalten werden, wenn nämlich mentale Phänomene als in Wahrheit physische Phänomene verstanden werden. Daraufhin ist es eine Leichtigkeit auch Satz drei zu behalten, der die kausale Geschlossenheit aller physischen Prozesse betont und somit müßte Satz eins aufgegeben werden, der die generelle Teilung von Leib und Seele in zwei Substanzen vertritt. „Die einzig mögliche Auflösung unseres Problems scheint nun der Materialismus zu sein: der Gedanke, daß mentale Phänomene in Wirklichkeit eine Art von physischen Phänomenen sind“. Diese Aussage wird an einer anderen Stelle in der Sekundärliteratur unterstützt, in der es heißt: „Die Position des methodologischen Physikalismus wird in den Neurowissenschaften praktisch ausnahmslos und in der Philosophie des Geistes – jener Richtung innerhalb der Gegenwartsphilosophie, die sich u.a. mit Fragen des Hirn/ Leib-Seele-Problems beschäftigt – mehrheitlich vertreten“. Dies erhebt den Materialismus zur einzigen Alternative und zeigt, daß mentale Phänomene als physische- angesehen werden müssen, will man der Auflösung des LSPs ein Stück näher kommen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt das Leib-Seele-Problem (LSP) als eine komplexe Herausforderung dar, die verschiedene philosophische und wissenschaftliche Disziplinen berührt und eine eindeutige Begrifflichkeit vermissen lässt.

I. Theorien zur „Lösung“ des Leib-Seele-Problems: Dieses Kapitel untersucht traditionelle dualistische Ansätze und moderne monistische Erklärungsmodelle des LSP, wobei Peter Bieri's Analyse herangezogen wird, um die Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit mentaler und physischer Phänomene aufzuzeigen.

II. Bewußtsein – der aktuelle Streitpunkt in der Leib-Seele-Problematik: Hier werden verschiedene Arten von Bewusstsein, wie Wachbewusstsein, kognitives und phänomenales Bewusstsein, differenziert, wobei das phänomenale Bewusstsein als das eigentliche Rätsel des LSP hervorgehoben und die Rolle der Sprachanalyse bei der Beschreibung innerer Erfahrung diskutiert wird.

III. Schmerz – eine Facette des Leib-Seele-Problems im Bereich des phänomenalen Bewußtseins: Am Beispiel des Schmerzes wird die Problematik des phänomenalen Bewusstseins vertieft, indem zwischen personalen und subpersonalen Beschreibungsebenen unterschieden und die Schwierigkeit einer kausalen Verknüpfung von subjektivem Erleben und neurophysiologischen Prozessen erörtert wird.

IV. Schlußbemerkung: Das Fazit unterstreicht die zentrale Bedeutung der Sprache für die Vermittlung subjektiven Erlebens und die Unmöglichkeit einer vollständigen Objektivierung des Bewusstseins, was die Einzigartigkeit menschlicher Individualität und Freiheit untermauert.

Schlüsselwörter

Leib-Seele-Problem, Bewusstsein, Analytische Philosophie des Geistes, Phänomenales Bewusstsein, Qualia, Materialismus, Physikalismus, Dualismus, Funktionalismus, Sprachanalyse, Erkenntnistheorie, Ontologie, Subjektives Erleben, Schmerz, Wissenschaftstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich grundsätzlich mit dem Leib-Seele-Problem (LSP), der Frage nach dem Verhältnis von Geist und Körper, und den verschiedenen philosophischen sowie wissenschaftlichen Ansätzen zu dessen Verständnis und möglicher Lösung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Philosophie des Geistes, Ontologie, Metaphysik, Erkenntnistheorie, Neurowissenschaften, die Natur des Bewusstseins, insbesondere das phänomenale Bewusstsein, und die Rolle der Sprache bei der Beschreibung mentaler Zustände.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Bedeutung des Leib-Seele-Problems und seiner Lösung für den Menschen zu erfassen, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, wie das Bewusstsein in seinen verschiedenen Facetten innerhalb der diskutierten Theorien erklärt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet vorwiegend eine sprachanalytische Methode, insbesondere durch die Bezugnahme auf Peter Bieris eklektische Vorgehensweise, um begriffliche Klarheit im philosophischen Diskurs über das Leib-Seele-Problem zu schaffen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Theorien zur Lösung des Leib-Seele-Problems (traditionell und modern), Bewusstsein als aktueller Streitpunkt (Definition, Erleben als Rätsel, Nominalismus, Sein und Aussehen von Gegenständen) sowie Schmerz als Facette des phänomenalen Bewusstseins tiefgehend analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Leib-Seele-Problem, Bewusstsein, Analytische Philosophie des Geistes, Phänomenales Bewusstsein, Materialismus, Funktionalismus und Sprachanalyse.

Warum gilt Bewusstsein als der aktuelle Streitpunkt im Leib-Seele-Problem?

Bewusstsein gilt als Streitpunkt, weil es trotz seiner zentralen Rolle im LSP an einer allgemein anerkannten, eindeutigen Begrifflichkeit mangelt und diverse Theorien mit Lücken existieren, die seine Funktion im Zusammenhang mit dem menschlichen Körper nicht vollständig erklären können.

Wie unterscheidet Peter Bieri zwischen Analytischer Philosophie des Geistes und Philosophie des Geistes?

Peter Bieri betont, dass die Analytische Philosophie des Geistes sich durch eine intensive Sprachanalyse auszeichnet, die auf begriffliche Klarheit abzielt, während die allgemeine Philosophie des Geistes sich breiter mit dem Verhältnis von Geist und Materie befasst, auch wenn grundlegende Begriffe noch unzureichend definiert sind.

Welche Rolle spielt Schmerz als Fallstudie für das phänomenale Bewusstsein?

Schmerz dient als "Paradebeispiel" und Fallstudie, um die Schwierigkeiten bei der Beschreibung und Erklärung des phänomenalen Bewusstseins zu veranschaulichen, da er die Diskrepanz zwischen subjektivem Erleben und objektiver neurophysiologischer Beschreibung besonders deutlich macht.

Was ist die Bedeutung des "linguistic turn" im Kontext der Arbeit?

Der "linguistic turn" (bzw. "semantic ascent") steht für eine neue Ära in der Behandlung des LSP, die die sprachanalytische Komponente betont. Er unterstreicht, dass die Klärung mentalistischer Begriffe entscheidend für ein tieferes Verständnis des Verhältnisses von Geist und Materie ist.

Final del extracto de 41 páginas  - subir

Detalles

Título
Peter Bieri und sein Beitrag zur Neurophilosophie. Eine Synopse seiner Schriften zur Leib-Seele-Problematik
Universidad
University of Bonn  (Philosophische Fakultät A)
Curso
Hegels "Phänomenologie des Geistes" - zur Geist-Gehirn-Problematik
Calificación
1,0
Autor
Frank Findeiß (Autor)
Año de publicación
2000
Páginas
41
No. de catálogo
V1690540
ISBN (PDF)
9783389174012
ISBN (Libro)
9783389174029
Idioma
Alemán
Etiqueta
Peter Bieri, Neurophilosophie, Philosophie des Geistes, Leib-Seele-Problematik, Dualismus, Monismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Frank Findeiß (Autor), 2000, Peter Bieri und sein Beitrag zur Neurophilosophie. Eine Synopse seiner Schriften zur Leib-Seele-Problematik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1690540
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