Ist die Rede von Deutschrap, haben Außenstehende oft die idiomatische Vorstellung von einem Gangster-Rapper, der von Ghettos und Kriminalität rappt, mehrfach vorbestraft ist und dessen primitiver Sprachgebrauch zwischen pejorativen Ausdrücken alterniert. Zweifelsohne gibt es Rapper, die genau dieses Erscheinungsbild darstellen und sogar bewusst pflegen, doch stimmt der Vorwurf des primitiven Sprachgebrauchs keineswegs. Zudem ist Gangster-Rap nur eine Subkultur eines immer breiter werdenden Spektrums von Sprechgesang, bzw. der Hip-Hop-Kultur. Was etablierte Rapper, wie Kollegah, Fler, Bushido, Azad, Sido oder Sun Diego vereint, ist weniger die visuelle Präsentation oder das künstlerische Selbstbild (auch „Image“ genannt), sondern vielmehr die Härte im Sprachgebrauch. Gewaltverherrlichender Sprachgebrauch hat sich als Stilmittel etabliert. Dabei werden Kriminalität, Sexismus, Provokationen, Gewaltandrohung und Beleidigungen gezielt verwendet, um ein Gegenüber abzuwerten und die eigene Figur zu erhöhen. Battle-Rap ist eine kompetitive Form des Sprechgesangs, wobei Trennlinien zu verwandten Genres oft recht unscharf sind. Gerade weil die Sprache der primäre Inhalt und so gesehen das Instrument des Wettkampfes in Disstracks zwischen Sprechgesangskünstlern darstellt, soll in der vorliegenden Arbeit eine Untersuchung der pragmatischen Realisation jener unternommen werden. Da es beim Dissen (vom engl. „Dissrespect“) auf das Herabwürdigen des Gegenübers ankommt, soll dessen verbale Umsetzung im Hinblick auf die Sprechakte untersucht werden.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Fragen, wie eine Eingliederung ausgewählter Texte aussehen kann und welche Sprechakte die Disstracks im deutschen Sprechgesang prägen. Die Diskursanalyse soll zeigen, ob bestimmte Sprechakttypen dominant sind und ob sich eine Entwicklung auf Ebene der Sprechakte konstituiert. Ebenfalls sollen die verbalen Angriffe und Selbsterhöhungen in Kategorien eingegliedert werden, um Diskurstendenzen herauszustellen. Desweitern wird gefragt, inwiefern sich Dissen und Boasten (engl. to boast, übersetzt „prahlen“) wechselseitig beeinflusst.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung und Forschungsfrage
- 2. Korpus und Methode
- 2.1 Erstellung und Beschreibung des Korpus
- 2.2 Methodisches Vorgehen
- 3. Theorie
- 3.1 Einführung in die Sprechakttheorie
- 3.2 Dissing im Hip-Hop
- 3.3 Boasting im Hip-Hop
- 4. Analyse
- 4.1 Sprechakttheoretische Einordnung
- 4.1.1 Respräsentiva
- 4.1.2 Expressiva
- 4.1.3 Direktiva
- 4.1.4 Kommissiva
- 4.2. Diskursstränge in Disstracks
- 4.1 Sprechakttheoretische Einordnung
- 5. Kultureller Rückbezug
- 6. Zusammenfassung und Fazit
- Anhang A – Tabellarische Darstellung des Korpus
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die pragmatische Realisation von Sprechakten im deutschen kompetitiven Sprechgesang, insbesondere in Disstracks. Das Hauptziel ist es, die verbale Umsetzung der Herabwürdigung des Gegenübers (Dissen) im Hinblick auf Sprechakte zu analysieren und zu verstehen, welche Sprechakttypen diese Disstracks prägen und wie sie sich über die Zeit entwickeln.
- Analyse der Sprechakttypen (Repräsentativa, Expressiva, Direktiva, Kommissiva) in Disstracks.
- Untersuchung von Dissing und Boasting als zentrale sprachliche Praktiken im Hip-Hop.
- Identifikation und Kategorisierung verbaler Angriffe und Selbsterhöhungen.
- Diskursanalyse zur Aufdeckung von Entwicklungstendenzen und Dominanzen bestimmter Sprechakttypen.
- Kultureller Rückbezug der Ergebnisse in den Kontext der Hip-Hop-Kultur und deren gesellschaftliche Rezeption.
- Erstellung und Beschreibung eines repräsentativen Korpus deutscher Disstracks von 2001 bis 2023.
Auszug aus dem Buch
3. Theorie
Im Folgenden wird deine kurze Einführung in die Sprechakttheorie nach John R. Searle mit Rückbezug auf John L. Austin, den Begründer jener. Nach der Vorstellung der Sprechakttypen, welche zentral für diese Arbeit sind, soll mit einem Abriss von den Begriffen Dissing und Boasting eine Überleitung zum Themenkomplex des Hip-Hops hergestellt werden.
Die Grundlagen der Sprechakttheorie gehen auf John L. Austin zurück. In seiner Vorlesungsreihe, erschienen unter dem Titel How to do things with words, zeigt er auf, dass Sprache nicht allein der Beschreibung von Wirklichkeit dient, sondern dass mit sprachlichen Äußerungen selbst Handlungen vollzogen werden. Unter dem Begriff des Akt des Sprechens versteht John L. Austin, Begründer der Sprechakttheorie, dass „wir etwas tun, indem wir etwas sagen“ (Austin 1972, S. 35) In einem ersten Schritt führte Austin eine Unterscheidung zwischen konstativen und performativen Äußerungen ein. konstative Sätzte beschreiben Sachverhalte und lassen sich am Wahrheitswert fassen. (Austin 1972, S. 26) So ist die aufgestellte Behauptung: „Der Himmel ist über Passau ist heute wolkenlos“ recht simpel überprüfbar und entweder wahr oder falsch. Performative Äußerungen hingegen entfalten ihre Funktion bereits im Vollzug des Sprechens selbst. Bei der Aussage: „Ich verspreche dir, dass ich...“ wird keine Handlung an sich beschrieben, sondern, in der Auferlegung jener an das Selbst, vollzogen. Problematisch werde es, wenn dieser performative Akt nicht mit der Absicht ausgesprochen wird, diese Handlung auch tatsächlich auszuführen. (Austin 1972, S. 46) Er fokussierte weiter den Akt der Äußerung und Unterschied (1) „die Handlung gewisse Geräusche zu äußern“, welche „als Konstruktion zu einer gewissen Grammatik gehören“ (3) „und mehr oder weniger genau etwas festliegt, wovon die Rede ist“. (Austin 1972, S. 110f) Dies wird gemeinhin als lokutionärer Akt bezeichnet. So gesehen umfasst diese Handlung etwas zu Sagen den illokutionären Akt, den Teil der Äußerung, der die kommunikative Absicht beinhaltet, wie ein Versprechen oder einen Befehl. Der perlokutionäre Akt schließlich bezieht sich auf die tatsächliche Wirkung, die eine Äußerung beim Rezipienten entfaltet, beispielsweise das Überzeugen, Einschüchtern oder Motivieren. (vgl. Austin 1972, S. 116–119) Diese Freiteilung machte deutlich, dass sprachliche Kommunikation nicht auf den Austausch von Informationen reduziert werden kann, sondern immer auch handlungsorientierte Dimensionen umfasst.
John R. Searle, ein Schüler Austins, griff diese Überlegungen auf und entwickelte sie zu einem systematischen Modell weiter. Während Austin innerhalb des lokutionären Aktes noch (1) phonetische, (2) phatische und (3) rhetische Teilakte unterschied, schlug Searle eine präzisere Differenzierung vor. Er reduzierte die Analyse zunächst auf den Äußerungsakt (das Hervorbringen sprachlicher Ausdrücke) und ergänzte ihn um den propositionalen Akt, der auf Referenz und Prädikation beruht. Damit wird deutlich, dass sich jede sprachliche Handlung auf bestimmte Objekte und Sachverhalte in der Welt bezieht und diese durch Prädikationen näher bestimmt. Von besonderer Bedeutung ist bei Searle die Einsicht, dass ein und derselbe propositionale Gehalt in unterschiedlichen illokutionären Akten realisiert werden kann. (vgl. Hindelang 2011, S. 44f) Diese lässt sich an folgendem Beispiel illustrieren:
- „Tom spielt Fußball.“ (Aussage, assertiver Akt)
- „Tom, spiel Fußball!“ (Aufforderung, direktiver Akt)
- „Tom, bitte spiel doch Fußball!“ (Wunsch, expressiver Akt)
Obwohl alle Sätze denselben propositionalen Gehalt besitzen, entfalten sie auf illokutionärer Ebene sehr unterschiedliche Funktionen. Searle übernahm Austins Unterscheidung von illokutionärem und perlokutionärem Akt, betonte jedoch, dass der illokutionäre Akt untrennbar mit Äußerungs- und propositionellem Akt verbunden ist und daher keine isolierte Einheit bildet. Der perlokutionäre Akt kann zwar ebenfalls im Vollzug einer Äußerung eintreten, ist aber nicht zwingend gegeben. (vgl. Hindelang 2011, S. 43) Darüber hinaus führe Searle eine systematische Klassifikation illokutionärer Akte ein, die sich an drei Kriterien orientiert: Dem Zweck, der Ausrichtung des Sprechers und dessen psychischer Zustand. (Hindelang 2011, S. 44) Bei assertiven Akten verpflichtet sich der Sprecher auf die Wahrheit einer Proposition. Er behauptet oder beschreibt etwas oder stellt etwas fest. Die Ausrichtung ist hier „Wort-an-Welt“, da die sprachliche Formulierung mit den Tatsachen übereinstimmen soll. Der psychische Zustand des Sprechers besteht in der Überzeugung, dass die geäußerte Proposition zutrifft. Direktive Akte dagegen haben die Ausrichtung „Welt-an-Wort“. Der Sprecher versucht den Adressaten dazu zu bewegen, eine Handlung zu vollziehen, sodass sich die Welt den sprachlichen geäußerten Worten anpasst. Dazu gehören Befehle, Ratschläge oder Aufforderungen. Mit kommissiven Sprechakten verpflichtet sich der Sprecher selbst zu einem zukünftigen Handeln. Typische Beispiele sind Versprechen, Drohungen oder Angebote. Die Ausrichtung des Sprechers ist ebenfalls „Welt-an-Wort“. Der psychische Zustand besteht in der Absicht, die angekündigte Handlung tatsächlich auszuführen. Der Ausdruck innerer Haltung oder Gefühle gegenüber einem bestimmten Sachverhalt wird als expressiver Akt benannt. Dazu zählen etwa das Bedanken, Entschuldigen, Klagen oder im weitesten Sinne auch Beleidigungen. Die Ausrichtung des Sprechers ist hier nicht eindeutig zu beschreiben, da der Sprecher primär seine Einstellung offenlegt. Der psychische Zustand besteht in der empfundenen Emotion oder Haltung selbst. Schließlich gibt es deklarative Sprechakte, mit denen durch das Aussprechen selbst ein neuer sozialer oder institutioneller Zustand geschaffen wird. Beispiele sind Eheschließungen, Ernennungen oder die Verurteilung durch ein Gericht. In diesen Fällen Sprache und Handlung vollständig zusammen; die Realität wird durch die Äußerung unmittelbar geändert. (vgl. Hindelang 2011, S. 45f) Die Sprechakttheorie ermöglicht es, Sprache über die bloße Informationsvermittlung hinaus zu greifen, wodurch diese zu einem grundlegenden Instrument der pragmatischen Sprachwissenschaft wurde.
Das Dissen stellt im Rap-Kontext eine zentrale Form aggressiver Sprachhandlung dar. Darunter werden Sprechakte des Beleidigens und Drohens verstanden, die der gezielten Herabsetzung des Gegenübers dienen. Wolbring (2015, S. 393) beschreibt das Dissen als Praxis der „Herabsetzung und Schmähung des Gegenübers“. Auch der Duden definiert „dissen“ als „verächtlichmachen, schähen“ und verweist explizit auf seine Verbreitung in der Rappersprache. (Duden 2018a) Damit handelt es sich um einen stark szenespezifischen Begriff, der sowohl in der Alltagssprache als auch in der wissenschaftlichen Analyse eng mit dem Rap-Diskurs verbunden ist. Disses fordern nach gängiger Konvention eine Reaktion oder Antwort des Adressaten ein. Besonders deutlich sei dies in Disstracks, in denen die Adressatenrolle fest besetzt ist. (vgl. Wolbring 2015, S. 394) Fehlt ein konkreter Adressat, verliere die Sprechhandlung an pragmatischer Wirkung und diene vielmehr dem Boasten (emotive Komponente), anstatt dem Dissen. Im Kontext des Battle-Rap, respektive Disstracks, wird das Dissen in besonderer Weise inszeniert. Hier besitzt der Sprecher ein ausgeprägtes Redeprivileg: Er steht im Mittelpunkt und thematisiert das Verhältnis zu seinem Gegenüber explizit. (vgl. Wolbring 2015, S. 387) Das Dissen ist in diesem Rahmen nicht nur Mittel der Schmähung, sondern fungiert zugleich als konstitutives Element des Wettbewerbs. Die performative Dimension von Sprache tritt damit klar hervor, da sich Macht, Überlegenheit, Authentizität und soziale Positionierung wesentlich über sprachliche Herabsetzung herstellen.
Im Zentrum dieser Arbeit steht das Phänomen des Dissens, das im Kontext des Battle- und Gangstarrap eine zentrale sprachliche Praxis darstellt. Vorangestellt sei jedoch ein kurzer Hinweis auf das eng verwandte Boasting, das als Anglizismus die „Sprachakte des Angebens, Prahlens und Selbstpreisens“ bezeichnet. (Wolbring 2015, S. 389) Ziel des Boasting ist es, sich in vorteilhafter Weise darzustellen und dadurch die eigene Position aufzuwerten. In der Terminologie der Sprechakttheorie lässt sich Boasting primär als Assertiva zuordnen. Indem dass eine Tatsache festgestellt wird, wie „Ich hab 100.000 Fans [...]“ (Samy Deluxe 2001), handelt es sich um konstative Äußerungen. Sekundär wird damit aber auch ein Gefühl, hier des Stolzes über den eigenen Status transportiert, was eine Einordnung in die Expressiva begründen könnte. Ob die geäußerten Behauptungen zutreffen, bleibt zumeist ungeklärt, wodurch Fragen der Authentizität in den Vordergrund treten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Forschungsfrage: Dieses Kapitel führt in das Thema des deutschen kompetitiven Sprechgesangs ein, beleuchtet die Rolle von Sprache in Disstracks und formuliert die zentralen Forschungsfragen zur pragmatischen Realisation von Sprechakten.
2. Korpus und Methode: Hier wird die Erstellung und Beschreibung des Korpus von 15 ausgewählten Disstracks erläutert, zusammen mit dem methodischen Vorgehen der Diskursanalyse und der Textbereinigung.
3. Theorie: Das Kapitel bietet eine Einführung in die Sprechakttheorie nach Austin und Searle und definiert die für die Arbeit relevanten Konzepte des Dissing und Boasting im Hip-Hop-Kontext.
4. Analyse: In diesem Hauptteil erfolgt die sprechakttheoretische Einordnung der Disstracks, wobei verschiedene Sprechakttypen identifiziert und Diskursstränge sowie Dissmuster anhand konkreter Beispiele analysiert werden.
5. Kultureller Rückbezug: Das Kapitel diskutiert Disstracks im breiteren kulturellen Kontext des Hip-Hops, reflektiert deren gesellschaftliche Rezeption, insbesondere bei Jugendlichen, und problematisiert Themen wie Männlichkeitsbilder und Geschlechterrollen.
6. Zusammenfassung und Fazit: Die abschließenden Ergebnisse der Analyse werden präsentiert, die die Dominanz bestimmter Sprechakttypen und Dissmuster aufzeigen, und ein persönliches Fazit zur gewonnenen Einsicht in das Genre gegeben.
Schlüsselwörter
Disstracks, Sprechakte, Hip-Hop, Deutschrap, Battle-Rap, Dissing, Boasting, Diskursanalyse, Pragmatik, John L. Austin, John R. Searle, Männlichkeit, Authentizität, Gewaltandrohung, Selbstinszenierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse von Sprechakten in deutschen kompetitiven Sprechgesang (Disstracks), um zu verstehen, wie verbale Herabwürdigungen und Selbstdarstellungen sprachlich realisiert werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder sind die Sprechakttheorie (nach Austin und Searle), die Phänomene des Dissing und Boasting im Hip-Hop, die Diskursanalyse von verbaler Aggression sowie der kulturelle und soziale Kontext des Deutschrap.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, die pragmatische Realisation von Disses in Disstracks zu untersuchen und herauszufinden, welche Sprechakte diese prägen, ob bestimmte Typen dominant sind und wie sich Dissen und Boasten wechselseitig beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Diskursanalyse, die auf der Sprechakttheorie basiert, um verbale Angriffe und Selbsterhöhungen in den analysierten Rap-Texten systematisch zu erfassen und zu kategorisieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die sprechakttheoretische Einordnung der Disstracks, die Analyse verschiedener Dissmuster wie Angriffe auf Persönlichkeit und Authentizität sowie die Untersuchung von Diskurssträngen und kulturellen Rückbezügen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind Disstracks, Sprechakte, Hip-Hop, Deutschrap, Dissing, Boasting, Diskursanalyse, Pragmatik, John L. Austin, John R. Searle, Männlichkeit, Authentizität, Gewaltandrohung, Selbstinszenierung.
Warum konzentriert sich die Analyse hauptsächlich auf männliche Künstler?
Die Arbeit fokussiert auf männliche Künstler, da diese im untersuchten Zeitraum und Genre dominieren und das Bild des "Gangster-Rappers" prototypisch männlich geprägt ist, obwohl der Anteil weiblicher Künstlerinnen sukzessive ansteigt.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen lokutionärem, illokutionärem und perlokutionärem Akt in Sprechakten?
Der lokutionäre Akt bezieht sich auf die Äußerung selbst (das Sagen von etwas), der illokutionäre Akt auf die kommunikative Absicht (das Sagen als Handlung, z.B. Versprechen), und der perlokutionäre Akt auf die tatsächliche Wirkung der Äußerung auf den Rezipienten (z.B. Überzeugen).
- Citation du texte
- Martin Kreis (Auteur), 2025, Sprechakte im deutschen kompetitiven Sprechgesang, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1691325