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Adorno Gewalttheorien. Die Gewalt des Begriffs

Título: Adorno Gewalttheorien. Die Gewalt des Begriffs

Resumen , 2021 , 6 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Zu Beginn des Seminars werden organisatorische Fragen zur Funktionsfähigkeit des Tons und der Anwesenheit der Protokollanten geklärt. Der thematische Einstieg erfolgt durch die Nachfrage darüber, wer sich bereits mit Adorno beschäftigt habe. Teilnehmer berichten von Kontakten mit dem Philosophen im Kontext von Theater-, Musik-, und Kulturtheorie, wie auch in einem Genderseminar.

Adorno war einer der bekanntesten deutschen Philosophen und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Kritischen Theorie neben Max Horkheimer und Herbert Marcuse. Die drei bildeten ein Kollektiv aus männlichen Theoretikern mit sozialwissenschaftlichem Augenmerk und bildeten in den 1920ern das Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main. Im Wesentlichen haben sie versucht, Karl Marx‘ Analyse in Kombination mit Freuds Psychoanalyse aufzugreifen, mit der Intention, die Gegenwart zu verstehen und zu begreifen, aber vor allem, um auf sie einzuwirken und sie zu verändern. Der Faschismus zwang das Kollektiv zur Emigration, was sie zur Untersuchung und Erforschung dieses Herrschaftssystems verleitete.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

  • Einstieg in die Kritische Theorie
    • Konventionalismus
    • Autoritäre Unterwürfigkeit
    • Autoritäre Aggression
    • Anti-Intrazeption
    • Machtdenken und Robustheit
    • Aberglaube und Stereotypie
    • Destruktivität und Zynismus
    • Projektivität
    • Sexualität
  • Einstiegsfragen für die Diskussionsbasis zur Begriffskritik von Demmerling
  • Diskussion zur Begriffskritik von Demmerling
    • Die grobe Version
    • Die Feine Version (S. 161-166)

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit Adornos Konzept der "Gewalt des Begriffs" im Kontext der Kritischen Theorie, wobei insbesondere Demmerlings Interpretation zur Unterscheidung einer "groben" und "feinen" Version dieser Begriffskritik beleuchtet wird. Ein übergeordnetes Ziel ist es, die Relevanz der Kritischen Theorie für das Verständnis und die Kritik gesellschaftlicher Herrschaftssysteme, wie des Faschismus, aufzuzeigen und die Aufgabe der Wissenschaft als kritische Instanz neu zu definieren.

  • Adornos Kritische Theorie und ihre historischen Ursprünge
  • Das Verhältnis von Sprache, Begriff und Erfahrung
  • Die Analyse des autoritären Charakters und Faschismusbereitschaft
  • Demmerlings Unterscheidung zwischen "grober" und "feiner" Begriffskritik
  • Identitätslogik vs. dialektisches Denken in der Philosophie
  • Die ethische Dimension des Begriffsgebrauchs und wissenschaftlicher Neutralität

Auszug aus dem Buch

Diskussion zur Begriffskritik von Demmerling

Demmerling stellt zwei Versionen der Begriffskritik bei Adorno fest. Dabei wird zwischen der groben Version und der feinen Version differenziert. Die grobe Version zeichnet sich unter anderem durch die Kritik am identifizierenden Denken aus. Begriffe sind in diesem Zusammenhang immer Gewalt, da die Gegenstände so komplex sind, dass der Begriff nicht alle Facetten erfassen kann. Hierzu lässt sich das folgende Zitat nach Nietzsche nennen: „Man soll die Nötigung, Begriffe, Gattungen, Formen, Gesetze zu bilden (eine Welt der identischen Fälle) nicht so verstehen, als ob wir damit die wahre Welt zu fixieren im Stande wären; sondern als Nötigung, uns eine Welt zurecht zu machen, bei der unsere Existenz ermöglicht wird: - wir schaffen damit eine Welt, die berechenbar, vereinfacht, verständlich usw. für uns selbst ist“ (S.159). Hierbei handelt es sich um Begriffe, damit wir die Welt vereinfachen können. Wird hinterfragt wie es möglich ist, die wahre Welt zu schaffen, lässt sich diese Fragestellung folgendermaßen beantworten: Wir klassifizieren sie! Dabei ist die Verwendung von Begriffen eine Art und Weise, die Welt verständlicher zu machen, wobei die Wahrheit dabei unerreichbar bleibt (Konstrukt). Der eben skizzierten Sichtweise lässt sich entgegenhalten: „Schließlich sind Begriffe nicht einfach als Mittel anzusehen, sich der Welt auf aggressive Weise zu bemächtigen und die Vielfalt der Phänomene einebnen. Vielmehr gewinnen Erfahrungen häufig erst durch Begriffe eine Artikuliertheit, die es erlaubt, die Nuancen eines Sachverhalts in differenzierter Weise zu erschließen” (S.161). Anhand dieses Zitates wird deutlich, dass Adorno nicht die grobe Version verfolgt. „Adornos Rhetorik legt zuweilen nahe, jeder Form der Subsumption würde ein Unrecht innewohnen. Das ist nicht eben überzeugend. Wer ein Brot als bloßen Fall eines Lebensmittels begreift, der wird dem Brot kein Unrecht tun“ (S. 160). Dieses Zitat zeigt die Absurdität der groben Version. Adorno stimmt der groben Version, nach den oben genannten Angaben, nicht zu. Dem Brot wird keine Gewalt angetan, nur weil es als Lebensmittel bezeichnet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

Einstieg in die Kritische Theorie: Dieses Kapitel führt in die Kritische Theorie ein, beleuchtet Adornos Rolle, die Einflüsse von Marx und Freud sowie die Entstehung des Instituts für Sozialforschung und thematisiert Adornos Faschismusforschung, inklusive eines Katalogs von neun Themenkomplexen zur Faschismusbereitschaft.

Einstiegsfragen für die Diskussionsbasis zur Begriffskritik von Demmerling: Hier werden zentrale Diskussionspunkte zu Demmerlings Interpretation von Adornos Begriffskritik aufgeworfen, insbesondere das Verhältnis von Begriff und Erfahrung, die Kritik der Identitätslogik und die Verbindung von Sprache und Gewalt.

Diskussion zur Begriffskritik von Demmerling: Das Kapitel differenziert Adornos Begriffskritik in eine "grobe" und eine "feine" Version, wobei die Implikationen eines identifizierenden gegenüber einem dialektischen Begriffsgebrauchs diskutiert werden.

Die grobe Version: Erklärt die grobe Version der Begriffskritik, die Begriffe grundsätzlich als gewalttätig ansieht, da sie die Komplexität der Gegenstände reduzieren, und zeigt ihre Plausibilität in Kontexten auf, wo Kategorisierungen zu Denkzwängen führen.

Die Feine Version (S. 161-166): Beschreibt die feine Version der Begriffskritik, die einen dialektischen, reichhaltigen Begriffsgebrauch als Heilmittel gegen die identifizierende Gewalt vorschlägt und die Notwendigkeit der Offenheit für multiple Beschreibungen betont.

Schlüsselwörter

Kritische Theorie, Adorno, Sprachliche Gewalt, Begriffskritik, Identitätslogik, Dialektisches Denken, Faschismus, Autoritäter Charakter, Frankfurter Schule, Marxismus, Psychoanalyse, Begriffsgebrauch, Philosophie, Demmerling, Semantik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt Adornos Konzept der sprachlichen Gewalt im Rahmen der Kritischen Theorie, insbesondere die Kritik am identifizierenden Denken und die Unterscheidung zwischen einem gewaltsamen und einem dialektischen Begriffsgebrauch, basierend auf Demmerlings Interpretation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Kritische Theorie, die Philosophie Adornos, die Begriffskritik, die Rolle von Sprache und Begriffsbildung, die Untersuchung des autoritären Charakters im Kontext des Faschismus sowie das dialektische Denken.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, Adornos "Gewalt des Begriffs" zu analysieren, insbesondere durch die Darstellung von Demmerlings Differenzierung in eine "grobe" und "feine" Version, und damit die Aufgabe der Wissenschaft als kritische Instanz neu zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine kritisch-analytische Methode, die sich auf die Interpretation philosophischer Konzepte (Adorno, Nietzsche), sozialwissenschaftliche Theorien (Kritische Theorie, Psychoanalyse) und die Darstellung und Diskussion von Sekundärliteratur (Demmerling) stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung der Kritischen Theorie, Adornos Studien zum autoritären Charakter, und detailliert Demmerlings Begriffskritik, indem er die "grobe" und "feine" Version des Begriffsgebrauchs gegenüberstellt und diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Kritische Theorie, Adorno, Sprachliche Gewalt, Begriffskritik, Identitätslogik, Dialektisches Denken, Faschismus, Autoritäter Charakter, Begriffsgebrauch und Philosophie.

Wie unterscheiden sich die "grobe" und die "feine" Version der Begriffskritik bei Adorno nach Demmerling?

Die "grobe Version" versteht Begriffe grundsätzlich als gewalttätig, da sie die Komplexität der Gegenstände reduzieren. Die "feine Version" hingegen sieht Gewalt in groben Charakterisierungen, die andere Beschreibungen ausschließen, und plädiert für einen dialektischen, reichhaltigeren Begriffsgebrauch, der die Vielfalt der Phänomene erschließt.

Welche Rolle spielt der "autoritäre Charakter" im Kontext der Faschismusforschung nach Adorno?

Im Kontext der Faschismusforschung führten Adorno und sein Team Studien zum autoritären Charakter durch, um die Entstehung und Verbreitung von Faschismusbereitschaft im Volk zu erklären. Dabei wurden neun Themenkomplexe identifiziert, die die psychologischen und sozialen Mechanismen hinter autoritärem Verhalten beleuchten.

Inwiefern kann Sprache nach Adorno gewalttätig sein?

Nach Adorno kann Sprache gewalttätig sein, wenn ein unangemessener Begriffsgebrauch stattfindet, der die Vielfältigkeit von Dingen einem Identitätszwang unterwirft. Dies geschieht, wenn Begriffe als Gleichmacher fungieren und dadurch Gegenstände oder Personen in ihrer Einzigartigkeit missachten oder auf Stereotypen reduzieren.

Was versteht Adorno unter der Aufgabe der Wissenschaft im Sinne der Kritischen Theorie?

Adorno versteht die Aufgabe der Wissenschaft als eine nicht-neutrale Instanz, die den Status Quo nicht affirmativ aufrechterhält, sondern kritisch auf die Welt wirken und sie verändern soll. Sie soll die Gegenwart verstehen, begreifen und auf Missstände einwirken, um ein "gutes Leben" zu ermöglichen.

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Detalles

Título
Adorno Gewalttheorien. Die Gewalt des Begriffs
Universidad
University of Osnabrück
Curso
Sprachliche Gewalt: Sprachtheoretische Grundpositionen
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
6
No. de catálogo
V1691538
ISBN (PDF)
9783389176412
Idioma
Alemán
Etiqueta
Adorno Sprachliche Gewalt Gewalttheorien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2021, Adorno Gewalttheorien. Die Gewalt des Begriffs, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1691538
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