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Prozesskostenrechnung als Instrument des operativen Controlling

Title: Prozesskostenrechnung als Instrument des operativen Controlling

Project Report , 2010 , 43 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Marianne Virnau (Author), Katharina Platonow (Author)

Business economics - Controlling
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Infolge des technischen Fortschritts sowie neuer Marktentwicklungen hat sich in den letzten Jahrzehnten der Anteil der Gemeinkosten an den Gesamtkosten und damit die Kostenstruktur stark verändert. Der Wandel von einem Verkäufer- in einen Käufermarkt zieht ein heterogenes Produktprogramm nach sich.
Größere Variantenvielfalt im Zusammenhang mit differenzierten Kundenwünschen, kürzere Produktlebenszyklen sowie gestiegene Qualitätsanforderungen sind nur ein Teil der Ursachen für diese Entwicklung.
Demzufolge haben planende, steuernde und überwachende Tätigkeiten, wie z.B. im Bereich Forschung und Entwicklung oder Qualitätssicherung, immer mehr an Bedeutung gewonnen.
Vor allem jene Gemeinkosten verursachenden indirekten Leistungsbereiche stellen für die Unternehmen ein Problem dar, denn diese Kosten können weder verursachungsgerecht erfasst noch verrechnet werden. Die Aussagefähigkeit traditioneller Kostenrechnungssysteme gerät dadurch stark in die Kritik.
Die Prozesskostenrechnung als Instrument des operativen Controlling versucht diesem Problem auf den Grund zu gehen. Sie soll strategische Fehlentscheidungen vermeiden, indem sie statt primär über Kostenstellen und zweifelhaften Zuschlagssätze über kostenstellenübergreifende Prozesse verrechnet.
Dieser Ansatz soll im Rahmen dieser Projektarbeit näher erläutert und kritisch hinterfragt werden. Dementsprechend werden zu Beginn im zweiten Kapitel die Grundlagen der Prozesskostenrechnung dargelegt. Das dritte Kapitel soll einen Überblick über den Aufbau einer Prozesskostenrechnung verschaffen. Dabei werden die einzelnen Verfahrensschritte zur Vorgehensweise anschaulich erklärt. Im vierten Kapitel sollen durch eine Gegenüberstellung der prozessorientierten und der klassischen Kalkulation die Informationsvorteile im Zusammenhang mit den Effekten der Prozesskostenrechnung herausgestellt werden. Darüber hinaus sollen im fünften Kapitel die Schwachstellen hervorgehoben werden, bevor das Fazit schließlich den inhaltlichen Abschluss dieser Projektarbeit bildet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen der Prozesskostenrechnung

2.1 Definition

2.2 Historische Entwicklung

2.3 Aufgaben und Ziele

2.4 Anwendungsbereiche und Einsatzmöglichkeiten

3. Aufbau einer Prozesskostenrechnung

3.1 Tätigkeitsanalyse und Aufstellung einer Prozesshierarchie

3.2 Bestimmung der Kostentreiber

3.3 Bestimmung der lmi-Teilprozessmengen

3.4 Kostenzuordnung zu Teilprozessen

3.5 Berechnung von Teilprozesskostensätzen

3.6 Aggregation von Teilprozessen zu Hauptprozessen

3.7 Kalkulation mit Prozesskosten

4. Klassische Zuschlagskalkulation und prozessorientierte Kalkulation im Vergleich

4.1 Grundkonzept der traditionellen Vollkostenrechnung

4.2 Schwächen der Zuschlagskalkulation

4.3 Informationsvorteile der Prozesskostenrechnung und ihre Effekte

4.3.1 Allokationseffekt

4.3.2 Komplexitätseffekt

4.3.3 Degressionseffekt

5. Schwachstellen der Prozesskostenrechnung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Projektarbeit untersucht die Prozesskostenrechnung als Instrument des operativen Controllings, um die Transparenz in indirekten Leistungsbereichen zu erhöhen und die verursachungsgerechte Verrechnung von Gemeinkosten gegenüber traditionellen Zuschlagskalkulationen zu verbessern.

  • Grundlagen und historische Entwicklung der Prozesskostenrechnung
  • Methodik des Aufbaus: Von der Tätigkeitsanalyse bis zum Prozesskostensatz
  • Gegenüberstellung von klassischer Zuschlagskalkulation und prozessorientierter Kalkulation
  • Analyse der Effekte (Allokation, Komplexität, Degression)
  • Kritische Würdigung der Grenzen und Schwachstellen

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition

Der Begriff „Prozesskostenrechnung“ ist ein Oberbegriff für die Kostenrechnungssysteme „Prozesskostenmanagement“, „Vorgangs- oder Aktivitätsorientierte Kostenrechnung“ oder „Prozessorientierte Kostenrechnung“. Weiterhin stellt es ein Äquivalent zum amerikanischen Begriff „Activity Based Costing“ dar, der neben „Transaction-related Costing System“ und „Cost Driver Accounting System“ am häufigsten im amerikanischen Sprachgebrauch verwendet wird.

Die Prozesskostenrechnung ist ein Kostenrechnungsverfahren für die Gemeinkostenverrechnung in den indirekten Bereichen eines Unternehmens, d. h. jenen Leistungsbereichen außerhalb der direkten Fertigung. Diese Bereiche gewinnen durch Marktentwicklungen und den technischen Fortschritt sowie die damit verbundenen veränderten Kostenstrukturen immer mehr an Bedeutung.

Die in den indirekten Leistungsbereichen verstärkt anfallenden und immer weiter steigenden Gemeinkosten gilt es nun zu analysieren und den Produkten verursachungsgerecht zuzurechnen.

Hierbei ist maßgebend, dass die Verrechnung der Gemeinkosten nicht über Kostenstellen bzw. Einzelkosten stattfindet, sondern leistungsorientiert auf Basis der in Anspruch genommenen Prozesse durchgeführt wird.

Unter einem Prozess versteht man die Abfolge logisch zusammenhängender Arbeitsschritte bzw. Tätigkeiten, die einen speziellen Input in einen speziellen Output umwandeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit erläutert den Wandel in der Kostenstruktur durch zunehmende Gemeinkosten und stellt die Prozesskostenrechnung als Instrument zur Verbesserung der Kostentransparenz vor.

2. Grundlagen der Prozesskostenrechnung: Dieses Kapitel definiert den Begriff, betrachtet die historische Genese und skizziert die Aufgaben sowie Einsatzgebiete des Verfahrens.

3. Aufbau einer Prozesskostenrechnung: Hier werden die sieben notwendigen Verfahrensschritte von der Tätigkeitsanalyse bis zur Kalkulation detailliert dargelegt.

4. Klassische Zuschlagskalkulation und prozessorientierte Kalkulation im Vergleich: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der traditionellen Vollkostenrechnung und der prozessorientierten Kalkulation unter besonderer Betrachtung der Allokations-, Komplexitäts- und Degressionseffekte.

5. Schwachstellen der Prozesskostenrechnung: Die Grenzen des Verfahrens, insbesondere in Bezug auf den hohen Implementierungsaufwand und die weiterhin bestehende Schlüsselungsproblematik, werden kritisch beleuchtet.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, die die Prozesskostenrechnung als sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Controlling-System hervorhebt.

Schlüsselwörter

Prozesskostenrechnung, Operatives Controlling, Gemeinkosten, Kostentreiber, Prozesshierarchie, Allokationseffekt, Komplexitätseffekt, Degressionseffekt, Prozesskostensatz, Zuschlagskalkulation, Vollkostenrechnung, Indirekte Leistungsbereiche, Kostenmanagement, Produktkalkulation, Prozessorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Prozesskostenrechnung als einem modernen Instrument des operativen Controllings, das entwickelt wurde, um die Aussagekraft der Kostenrechnung bei steigenden Gemeinkosten in indirekten Unternehmensbereichen zu erhöhen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die methodischen Grundlagen des Prozesskostenmanagements, den detaillierten Aufbau einer Prozesskostenrechnung, den Vergleich zu klassischen Kalkulationsmethoden sowie die Analyse der spezifischen Kosteneffekte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Vorteile der Prozesskostenrechnung gegenüber der klassischen Zuschlagskalkulation darzustellen, insbesondere im Hinblick auf eine verursachungsgerechte Verrechnung von Gemeinkosten und die Schaffung von Kostentransparenz.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen eine literaturgestützte Analyse, um das Konzept der Prozesskostenrechnung theoretisch herzuleiten, die Vorgehensweise anhand von Verfahrensschritten zu strukturieren und eine kritische Würdigung der Vor- und Nachteile vorzunehmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Einführung, die Erläuterung der Prozesshierarchie, die mathematische Herleitung von Prozesskostensätzen sowie die vergleichende Analyse der Kalkulationsergebnisse zwischen traditionellen und prozessorientierten Modellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Prozesskostenrechnung, Kostentreiber, Gemeinkostenmanagement, Allokationseffekt, Komplexitätseffekt und Degressionseffekt.

Warum wird die Prozesskostenrechnung nicht für innovative Prozesse empfohlen?

Da die Methode auf repetitiven, standardisierten Tätigkeiten basiert, fehlen bei innovativen Prozessen die für eine Mengenmessung notwendige Wiederholbarkeit und das stabile Gefüge von Kostentreibern.

Wie mildert die Prozesskostenrechnung die Probleme der Fixkostenproportionalisierung?

Obwohl sie das Problem nicht vollständig löst, verfeinert sie die Verrechnung durch die leistungsgerechte Zuordnung auf Prozesse, wodurch eine pauschale, ungenaue Umlage über rein wertorientierte Zuschläge reduziert wird.

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Details

Title
Prozesskostenrechnung als Instrument des operativen Controlling
College
Verwaltungs- und Wirtschafts- Akademie VWA gemeinnützige GmbH, Kassel
Grade
1,3
Authors
Marianne Virnau (Author), Katharina Platonow (Author)
Publication Year
2010
Pages
43
Catalog Number
V169158
ISBN (eBook)
9783640872633
ISBN (Book)
9783640872213
Language
German
Tags
Prozesskostenrechnung Kostenrechnung Controllinginstrument
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marianne Virnau (Author), Katharina Platonow (Author), 2010, Prozesskostenrechnung als Instrument des operativen Controlling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169158
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