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Die bilanzielle Behandlung von Leasingverträgen. Ein ökonomischer Vergleich zwischen Leasing und Kreditkauf

Title: Die bilanzielle Behandlung von Leasingverträgen. Ein ökonomischer Vergleich zwischen Leasing und Kreditkauf

Term Paper , 2001 , 32 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Britta Beck (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Bereits im vierten Jahrhundert v.Chr. stellte Aristoteles fest, dass Reichtum vielmehr im Gebrauch als im Eigentum liegt. Die eigentumslose Nutzung von Gütern als Kerngedanke des Leasings ist schon seit vielen Jahrhunderten im Wirtschaftsleben anzutreffen. Die Regierung Athens vergab beispielsweise Erzminen an ihre Bürger. Es waren dem Leasing entsprechende Vertragsverhältnisse mit Gewinnbeteiligung.

Leasing hat sich im Laufe der Zeit stets weiterentwickelt und ist zu einer anerkannten Finanzierungsform geworden. In Deutschland wurden im Jahr 2000 rund 15% der gesamtwirtschaftlichen Investitionen geleast. Es stellt sich die Frage, warum diese Entwicklung in solch einem Maße stattfand. Die Leasingbranche wirbt mit einer Vielzahl von Vorteilen dieses Finanzierungsinstrumentes. Besonders hervorgehoben wird dabei der Off-Balance-Charakter und die damit verbundenen steuerlichen und bilanzpolitischen Effekte.

Um genau diese Auswirkungen geht es auch hauptsächlich in folgender Arbeit. Ziel ist es, Leasing vorzustellen und zu prüfen, ob die "Lobesgesänge" der Leasinggesellschaften gerechtfertigt sind. Im Kapital zwei wird zunächst einmal der Begriff "Leasing" definiert. Der nächste Abschnitt konzentriert sich auf das Finanzierungs-Leasing und seine Ausprägungen, wobei verschiedene Vertragsvarianten vorgestellt werden. Anschließend werden die Auswirkungen in den Bilanzen der Beteiligten betrachtet. Kapitel vier beleuchtet die Frage "Leasing oder Kreditkauf" näher. Hierin liegt der Schwerpunkt der Arbeit, da positive Effekte nur als reale Vorteile gelten, wenn andere Finanzierungsinstrumente diese nicht auch aufweisen. Neben der Bilanzneutralität, der Gewinnsituation, der steuerlichen Lage und der Liquidität werden auch Argumente wie Flexibilität, Risiko und Dienstleistungen betrachtet. Auf aktuelle Veränderungen durch neue Gesetzesentwürfe und deren Einfluss auf das Leasing als Finanzierungsinstrument wird im fünften Abschnitt eingegangen. Im Fazit werden die gewonnenen Erkenntnisse kurz zusammengefasst und es wird geprüft, ob es möglich ist, eine generelle Aussage über die Vorteilhaftigkeit des Leasings zu treffen bzw. ob diese auf die Bilanzierungsbesonderheiten zurückzuführen ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

3. Finanzierungs-Leasing

3.1 Definition

3.2 Vereinbarungen nach der Grundmietzeit

3.2.1 Vollamortisation

3.2.2 Teilamortisation

3.3 Auswirkungen in der Bilanz

3.3.1 Hinzurechnung des Leasinggutes beim Leasingnehmer

3.3.2 Hinzurechnung des Leasinggutes beim Leasinggeber

4. Kreditkauf oder Leasing – betriebswirtschaftliche Aspekte aus Leasingnehmersicht

4.1 Quantitative Aspekte

4.1.1 Kosten

4.1.2 Steuerkomponente

4.1.3 Liquidität

4.1.4 Dienstleistungskomponente

4.2 Qualitative Aspekte

4.2.1 Bilanzstruktureffekt

4.2.2 Flexibilität

4.2.3 Risiken

5. Ausblick

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Frage, ob Leasing aufgrund seiner spezifischen Bilanzierungsbesonderheiten im Vergleich zum herkömmlichen Kreditkauf eine vorteilhaftere Finanzierungsalternative darstellt. Es wird analysiert, unter welchen Bedingungen Leasing für Unternehmen ökonomisch sinnvoll ist und welche nicht-monetären Faktoren die Entscheidung beeinflussen.

  • Analyse der bilanziellen Auswirkungen von Leasing (Off-Balance-Effekt)
  • Gegenüberstellung von Leasing und Kreditkauf anhand quantitativer Kriterien (Kosten, Steuer, Liquidität)
  • Untersuchung qualitativer Aspekte wie Flexibilität, Bilanzstruktur und Risikoverteilung
  • Einfluss von Unternehmensbonität und Rating auf die Finanzierungswahl
  • Diskussion zukünftiger Entwicklungen und regulatorischer Rahmenbedingungen

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Bilanzstruktureffekt

Ohne Zweifel lassen sich durch die Bilanzneutralität des Leasings einige Bilanzkennziffern positiv beeinflussen. Wichtig für viele Unternehmen ist, dass dadurch die Kapitalvergabebereitschaft potentieller Gläubiger erhöht werden kann. Des Weiteren werden bestehende Kreditlinien nicht belastet und stehen dadurch weiterhin für Investitionen oder kurzfristige Liquiditätsengpässe zur Verfügung. Durch Leasing werden außerdem, im Gegensatz zum Kreditkauf, weniger dingliche Sicherheiten gebunden. Dem LG genügt im Regelfall das Investitionsgut. Kreditinstitute hingegen verlangen weitere Sicherheiten. Da dadurch die sonstigen Sicherheiten nicht voll ausgeschöpft werden, besteht noch Spielraum für eine weitere Kreditaufnahme. All diese Vorteile bauen auf dem Off-Balance-Effekt auf.

An einem kleinen Beispiel soll nun dargestellt werden, inwieweit sich Bilanzkennzahlen wirklich beeinflussen lassen. Ausgegangen wird von in Abbildung 1 aufgezeigtem Bilanzverhältnis, welches dem eines repräsentativen Durchschnittunternehmens entspricht. Anhand der deutschen Leasingquote kann man davon ausgehen, dass etwa 15% des genutzten Anlagevermögens geleast werden. Betrachtet man nur das Mobiliengeschäft, sind es fast 20%, die auch für Rechnung zugrunde gelegt wurde. Dementsprechend erhöhen sich beim Kreditkäufer das Anlagevermögen und das Fremdkapital folgendermaßen:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der eigentumslosen Nutzung von Gütern und die Bedeutung des Leasings als anerkannte Finanzierungsform in der modernen Wirtschaft.

2. Begriffsbestimmung: Klärung der Definition von Leasing unter Berücksichtigung der fehlenden legalen Definition und der Bedeutung des wirtschaftlichen Eigentums.

3. Finanzierungs-Leasing: Detaillierte Darstellung der Formen des Finanzierungsleasings, insbesondere der Unterscheidung von Voll- und Teilamortisationsverträgen sowie deren bilanzielle Auswirkungen.

4. Kreditkauf oder Leasing – betriebswirtschaftliche Aspekte aus Leasingnehmersicht: Umfassende Analyse der quantitativen und qualitativen Vor- und Nachteile von Leasing gegenüber einem Bankkredit unter Einbeziehung von Kosten, Steueraspekten, Liquidität und Bilanzkennzahlen.

5. Ausblick: Diskussion aktueller Trends wie neuer AfA-Tabellen, geplanter Steueränderungen und internationaler Rechnungslegungsvorschriften (IAS/US-GAAP), die die Attraktivität von Leasing beeinflussen könnten.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Vorteilhaftigkeit von Leasing, die verdeutlicht, dass die Entscheidung stark von der individuellen Unternehmenssituation und den Prämissen der Entscheidungsträger abhängt.

Schlüsselwörter

Leasing, Kreditkauf, Finanzierung, Bilanzierung, Off-Balance-Effekt, wirtschaftliches Eigentum, Investition, Liquidität, Rentabilität, Steuerersparnis, Leasingnehmer, Leasinggeber, Basel II, Bonität, Eigenkapitalquote.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob Leasing aufgrund seiner spezifischen Bilanzierungsbesonderheiten eine betriebswirtschaftlich vorteilhaftere Finanzierungsalternative zum klassischen Kreditkauf darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die Begriffsdefinition von Leasing, die verschiedenen Vertragsformen des Finanzierungsleasings, bilanzielle Auswirkungen (Off-Balance), sowie quantitative und qualitative Entscheidungskriterien ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu prüfen, ob die von Leasinggesellschaften hervorgehobenen Vorteile, wie Bilanzneutralität und steuerliche Effekte, bei einem kritischen betriebswirtschaftlichen Vergleich mit dem Bankkredit tatsächlich realisierbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und einen betriebswirtschaftlichen Vergleich anhand von Bilanzkennzahlen und Ratingkriterien, ergänzt durch eine Fallbeispiel-Untersuchung im Anhang.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Leasingformen, die Analyse der Auswirkungen in der Bilanz sowie die detaillierte Untersuchung quantitativer (Kosten, Liquidität) und qualitativer (Flexibilität, Risiken) Aspekte aus der Sicht des Leasingnehmers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Leasing, Kreditkauf, Bilanzneutralität, Off-Balance-Effekt, wirtschaftliches Eigentum, Investitionsentscheidung und Bonität.

Wie beeinflusst die Bonität eines Unternehmens die Entscheidung für Leasing?

Die Analyse zeigt, dass Unternehmen mit einem schlechteren Rating von Leasing profitieren können, da Leasinggesellschaften oft noch keine bonitätsabhängige Konditionsgestaltung anwenden, wie sie bei Bankkrediten durch Basel II üblich ist.

Welche Rolle spielt die "Investitionszulage" im Kontext von Leasing?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Investitionszulagen zumeist dem wirtschaftlichen Eigentümer zustehen. Wird die Zulage an den Leasingnehmer weitergereicht, kann dies zu einer steuerpflichtigen Ertragsbelastung führen, was den direkten Liquiditätsvorteil schmälert.

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Details

Title
Die bilanzielle Behandlung von Leasingverträgen. Ein ökonomischer Vergleich zwischen Leasing und Kreditkauf
College
University of Cooperative Education Berlin  (Fachbereich Wirtschaft)
Grade
1,7
Author
Britta Beck (Author)
Publication Year
2001
Pages
32
Catalog Number
V1691
ISBN (eBook)
9783638110457
ISBN (Book)
9783668104778
Language
German
Tags
Leasing Bilanzierung Kredit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Britta Beck (Author), 2001, Die bilanzielle Behandlung von Leasingverträgen. Ein ökonomischer Vergleich zwischen Leasing und Kreditkauf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1691
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