Auszug: Im Fach Deutsch findet die Leistungsbewertung anhand von Sachlichkeit, unter größtmöglicher Ausschaltung des Subjektiven, anhand von Verlässlichkeit und Rechtsgültigkeit, Übereinstimmung eines Ergebnisses mit dem tatsächlichen Sachverhalt, statt. Es kann nur die Kriterien der Überprüfbarkeit gemessen werden.
Inhaltsverzeichnis
1.) Leistungsbewertung im Fach Deutsch:
1.1) Mündlicher Sprachgebrauch
1.2) Schriftlicher Sprachgebrauch
1.3) Rechtschreibung
1.4) Lesen
2.) Gestaltendes Werken
3.) Katholische Religion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen Herausforderungen und methodischen Ansätze der Leistungsbewertung in der Grundschule für die Fächer Deutsch, Gestaltendes Werken und Katholische Religion, wobei der Fokus auf einer schülerzentrierten, individuellen und entwicklungsorientierten Notengebung liegt.
- Kriterien für eine objektive Leistungsbewertung im Deutschunterricht
- Die Bedeutung der mündlichen Sprachkompetenz und deren Bewertung
- Methoden zur Beurteilung schriftlicher Arbeiten und individueller Lernprozesse
- Herausforderungen der Notengebung im Fach Katholische Religion
- Gestaltendes Werken als ästhetische Erziehung und Prozessbewertung
Auszug aus dem Buch
1.1) Mündlicher Sprachgebrauch
Die Bewertung des Mündlichen in Fach Deutsch bezieht sich wie der Begriff schon verrät auf die Beteiligung der Kinder durch das Melden, wobei ein erheblicher Teil das Ausdrucksvermögen betrifft. So stellt sich das Problem, dass die Schüler, die von zu Hause aus einem gewandteren Sprachgebrauch kennen, bessere Chancen haben. Allerdings soll nicht die Ausdrucksweise, die die Kinder von zu Hause mitbringen bewertet werden, sondern der Sprachgebrauch, den sie in der Schule erlernen. Das Erzählen trägt eine große Rolle dazu bei, zu überprüfen, wie redegewandt die einzelnen Schüler sind. Das Erzählen soll zu planvollem Sprechen, das heißt zu einem Sprechen anregen, welches die Zuhörer als interessant und verständlich ansehen. Der Schüler soll so sprechen lernen, dass er dadurch den Mitschülern ein aktives Zuhören ermöglicht.
Während des Unterrichts sollen die Kinder lernen, dass es beim Erzählen auf den richtigen Aufbau durch verschiedene Möglichkeiten ankommt. Die Kinder sollen lernen, den Umgang miteinander zu gestalten. Auch müssen sie die Fähigkeit zu einer planvollen sachbezogenen Verständigung entwickeln. Zu diesem Unterricht gehört auch das Erlernen, bestimmte Sachen differenziert und präzise in richtiger Reihenfolge zu beschreiben.
Zusammenfassung der Kapitel
1.) Leistungsbewertung im Fach Deutsch: Dieses Kapitel erläutert die Grundprinzipien der Leistungsbewertung im Deutschunterricht, die auf Sachlichkeit und Überprüfbarkeit basieren, und geht detailliert auf die verschiedenen Teilbereiche wie mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch, Rechtschreibung sowie das Lesen ein.
2.) Gestaltendes Werken: Das Kapitel beschreibt den Wert des Gestaltenden Werkens als ästhetische Erziehung und erläutert, wie Lehrer den gesamten Arbeitsprozess – von der Planung bis zur Reflexion – anstelle des reinen Endprodukts bewerten sollten.
3.) Katholische Religion: Hier wird die Problematik der Notengebung im Religionsunterricht diskutiert, wobei betont wird, dass die individuelle Entwicklung und das Verständnis für religiöse Themen im Vordergrund stehen sollten, statt die persönliche Glaubensintensität der Kinder zu zensieren.
Schlüsselwörter
Leistungsbewertung, Grundschule, Deutschunterricht, Mündlicher Sprachgebrauch, Schriftlicher Sprachgebrauch, Rechtschreibung, Lesen, Gestaltendes Werken, Katholische Religion, Pädagogische Intentionen, Notengebung, Schülerzentrierung, Lernprozess, Ästhetische Erziehung, Individuelle Förderung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die verschiedenen Ansätze und Schwierigkeiten bei der Leistungsbewertung von Grundschülern in den spezifischen Schulfächern Deutsch, Gestaltendes Werken und Katholische Religion.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Definition von Bewertungskriterien, die Differenzierung zwischen Prozess- und Ergebnisbewertung sowie der Umgang mit individuellen Lernausgangslagen in der Schule.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie eine faire, kindgerechte und entwicklungsorientierte Leistungsbewertung gestaltet werden kann, die Schülern hilft, ihre Leistungen zu steigern, statt sie nur zu selektieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Reflexion und Analyse der fachdidaktischen Anforderungen sowie auf bestehende Literatur zur Leistungsbeurteilung und Notengebung im Grundschulkontext.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich nach den drei Fachbereichen, wobei für jedes Fach die spezifischen Herausforderungen, wie etwa die objektive Bewertung von Aufsätzen oder die heikle Notengebung im Religionsunterricht, erörtert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Leistungsbewertung, individuelle Förderung, Lernprozessbegleitung, sowie die Fachspezifika von Deutsch, Werken und Religion geprägt.
Wie unterscheidet sich die Bewertung im Fach Religion von anderen Fächern?
Im Religionsunterricht ist eine Bewertung der persönlichen Glaubenshaltung unzulässig; stattdessen steht die Fähigkeit zur Reflexion, das Verständnis für religiöse Zusammenhänge und die christliche Werteorientierung im Zentrum.
Warum spielt die Selbstorientierung des Schülers im Deutschunterricht eine Rolle?
Die Selbstorientierung ist wichtig, damit der Schüler den eigenen Schreibprozess reflektieren und aktiv am Lernfortschritt mitwirken kann, was die Motivation und die Qualität der Ergebnisse steigert.
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- Stefanie Kinast (Author), 2008, Leistungsbewertung in der Grundschule in den Fächern Deutsch, gestaltendes Werken und katholische Religion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169207