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Erinnerung an die Judenverfolgung: Identität und Erinnerung in der intendierten Kinder- und Jugendliteratur

Título: Erinnerung an die Judenverfolgung: Identität und Erinnerung in der intendierten Kinder- und Jugendliteratur

Trabajo , 2009 , 19 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Gülcan Fahim (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Im Mittelpunkt der vorliegenden Hausarbeit steht die Erinnerung an die Judenverfolgung, sowie die damit verbundenen Problematiken der Identität und Erinnerung. Zunächst wird der Begriff intendierte Kinder und Jugendliteratur näher definiert. Dabei wird auf die Interaktion zwischen der individuellen und kollektiven Erinnerung eingegangen, wobei die subjektive Erinnerung gegenüber der kollektiven im Vordergrund steht. Des Weiteren wird auf strukturtechnische Erzählverfahren verwiesen, die als Hilfsmittel dazu dienen die Erinnerung darzustellen. Im Zusammenhang mit der Erinnerung bildet die Identitätsproblematik einen weiteren Schwerpunkt dieser Arbeit. Als Exempel zur Darstellung der beiden Thematiken, die im Grunde eng miteinander verwoben sind, dient der Roman „Lauf, Junge, Lauf“ von Uri Orlev.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Lauf, Junge, lauf: zeitgeschichtliches Kinder und Jugendbuch Erinnerungsliteratur?

2. Gegenstand der Erinnerung: Kollektives Erinnern gegen individuelles Erinnern?

3. Analyse der Identitätsproblematik

4. Definition der Identität

5. Station I

6. Übergangsphase

7. Station II

8. Station III

9. Station IV

9. Letzte Station : Die Phase der Reidentifikation

10. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand des Romans „Lauf, Junge, lauf“ von Uri Orlev die komplexe Wechselwirkung zwischen individueller und kollektiver Erinnerung sowie die daraus resultierende Identitätsproblematik eines jüdischen Kindes auf der Flucht während der Zeit des Nationalsozialismus.

  • Analyse der Erinnerungskultur in der Kinder- und Jugendliteratur
  • Gegenüberstellung von individuellem Erleben und kollektiven historischen Ereignissen
  • Untersuchung von Identitätswandel und -verlust unter Krisenbedingungen
  • Die Rolle von Namen, äußeren Insignien und religiöser Identität
  • Psychologische und soziologische Aspekte des Erinnerns und Vergessens

Auszug aus dem Buch

2. Gegenstand der Erinnerung: Kollektives Erinnern gegen individuelles Erinnern?

„Wohl kaum eine historische Situation der deutschen Vergangenheit scheint zur Jahrtausendwende einen bedeutsameren Stellenwert für die bundesrepublikanische Selbstwahrnehmung zu haben, als das dritte Reich und seine Opfer“ (Vgl. Holzmann 1990, S. 65). Wenn man von Erinnerung an den Holocaust spricht, denkt man an die prägnanten Ereignisse wie Judenverfolgung, Deportation, Reichskristallnacht, und vor allem Konzentrationslager. Dies sind historische Fakten, die einem zumeist aus dem Geschichtsunterricht oder Deutschunterricht geläufig sind. Was bei der Erinnerung an das Kollektiv verlorengeht ist die individuelle Erinnerung.

Die Erinnerung an das Judentum wurde soweit auf die kollektiven Ereignisse reduziert, so dass der Jude als ein menschliches Wesen mit einer Kindheit, mit seinen Stärken und Schwächen kaum im Blickpunkt des einzelnen Betrachters liegt. Das Motiv der Flucht eines Kindes vor dem Tod in Form der Nazis im Roman Orlevs verleiht dem ganzen eine Lebendigkeit und eine individuelle Gestaltung. Trotz dieser Differenzierung stimmen sowohl individuelle und kollektive Erinnerungen in manchen Punkten überein. Beide sind perspektivisch organisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Diese Einleitung stellt die zentrale Problematik der Erinnerung an die Judenverfolgung sowie die Identitätsfindung im Roman von Uri Orlev vor.

1. Lauf, Junge, lauf: zeitgeschichtliches Kinder und Jugendbuch Erinnerungsliteratur?: Dieses Kapitel definiert den Begriff der zeitgeschichtlich intendierten Kinderliteratur und beleuchtet die geschichtliche Entwicklung der Aufarbeitung des Holocausts in der Jugendliteratur.

2. Gegenstand der Erinnerung: Kollektives Erinnern gegen individuelles Erinnern?: Hier wird die Differenz zwischen historisch-kollektiven Fakten und dem individuellen, lebendigen Erleben der Flucht durch den Protagonisten analysiert.

3. Analyse der Identitätsproblematik: Das Kapitel führt in die wissenschaftliche Diskussion um Identität als Dauerthema ein und leitet zur spezifischen Krisensituation des Protagonisten über.

4. Definition der Identität: Basierend auf soziologischen Theorien wird hier geklärt, wie Identität durch Bewusstsein und soziales Handeln konstituiert wird.

5. Station I: Dieses Kapitel betrachtet die Ausgangssituation und die fragmentarischen Kindheitserinnerungen Sruliks vor Beginn der akuten Identitätskrise.

6. Übergangsphase: Es wird analysiert, wie äußere Merkmale und der Zwang zum Überleben den Jungen dazu zwingen, seine Identität aktiv zu wechseln.

7. Station II: Der Fokus liegt auf dem Verleugnen der jüdischen Identität und der Annahme einer neuen, christlichen Identität unter Anleitung des Vaters.

8. Station III: Hier wird der traumatische Verlust des Armes als tiefer Einschnitt in die Identitätsbildung und als Auslöser einer Erinnerungskrise untersucht.

9. Station IV: Dieses Kapitel beleuchtet den psychologischen Schutzmechanismus des Vergessens und den Widerstand des Jungen gegen eine erzwungene Adoption.

9. Letzte Station : Die Phase der Reidentifikation: Das Kapitel schildert den schmerzhaften Prozess der Wiedererinnerung und die schließliche Integration der alten Identität.

10. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Herkunft und das kollektive Gedächtnis trotz aller Versuche der Verleugnung essenzielle Bestandteile für die Zukunftssicherung des Individuums sind.

Schlüsselwörter

Judenverfolgung, Identität, Erinnerungsliteratur, Holocaust, Kindheit, Flucht, Individuelles Erinnern, Kollektives Erinnern, Uri Orlev, Lauf Junge lauf, Identitätskrise, Reidentifikation, Traumatisierung, Verdrängung, Nationalsozialismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung von individueller und kollektiver Erinnerung sowie die Identitätsentwicklung eines jüdischen Kindes im Roman „Lauf, Junge, lauf“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören Erinnerungskultur in der Literatur, Identitätsverlust unter Verfolgung, psychologische Mechanismen des Vergessens und die Bedeutung der eigenen Herkunft.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie der Protagonist durch das Verweben von subjektiven Erlebnissen und kollektiven historischen Ereignissen seine Identität trotz extremer Krisen konstruiert und bewahrt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die durch soziologische und psychoanalytische Konzepte (z.B. von Assmann, Abels, Neumann) gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert den Fluchtweg des Protagonisten in verschiedene Stationen, an denen jeweils spezifische Identitätskrisen und Strategien der Reidentifikation analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Erinnerungsliteratur, Holocaust, Identitätskrise, individuelles versus kollektives Gedächtnis und die Reidentifikation im Roman.

Warum spielt der Name des Protagonisten eine so zentrale Rolle?

Der Name steht laut der Analyse für eine symbolische Identität und muss im Verlauf der Flucht gelöscht werden, um eine neue, "sichere" Identität anzunehmen.

Welche Bedeutung hat der Verlust des Arms für die Identitätsbildung?

Der Verlust wird als traumatisches Ereignis gewertet, das die bisher mühsam aufgebaute neue Identität destabilisiert und zu einer Rückkehr verdrängter Erinnerungen an die jüdische Herkunft führt.

Wie bewertet der Autor den Prozess des „aggressiven Vergessens“?

Es wird als notwendiger Schutzmechanismus zur Verteidigung einer neuen, überlebenswichtigen Identität interpretiert, der jedoch die psychische Integrität des Individuums stark belastet.

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Detalles

Título
Erinnerung an die Judenverfolgung: Identität und Erinnerung in der intendierten Kinder- und Jugendliteratur
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Calificación
1,7
Autor
Gülcan Fahim (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
19
No. de catálogo
V169210
ISBN (Ebook)
9783640874293
ISBN (Libro)
9783640874439
Idioma
Alemán
Etiqueta
erinnerung judenverfolgung identität erinnerung kinder- jugendliteratur
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Gülcan Fahim (Autor), 2009, Erinnerung an die Judenverfolgung: Identität und Erinnerung in der intendierten Kinder- und Jugendliteratur, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169210
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