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Länderneugliederung nach dem Zweiten Weltkrieg - Von der SBZ zur DDR

Titre: Länderneugliederung nach dem Zweiten Weltkrieg - Von der SBZ zur DDR

Dossier / Travail de Séminaire , 2006 , 35 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Kerstin Wendt (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - Après-guerre, La Guerre froide
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Gründung der DDR und die Auflösung und Neugestaltung der Länder verdeutlichten nach der Konstituierung der Bundesrepublik Deutschland die staatsrechtliche Spaltung Deutschlands. Diese Entwicklung hatte sich schrittweise vollzogen, sie kann als Begleiterscheinung des Kalten Krieges seit 1947 aufgefasst werden. Während die Bundesrepublik zunehmend an die westlichen Demokratien gebunden wurde, orientierte sich die DDR am sowjetischen Staatsmodell. Die Etappen, die diese Entzweiung in der SBZ beziehungsweise der späteren DDR markierten, waren die Gründung der SED am 22. April 1946, die Berliner Luftbrücke vom Juni 1948 bis zum Mai 1949, die Konstituierung der DDR am 7. Oktober 1949 und die Länderauflösung im Jahr 1952.
Die entscheidendste Voraussetzung für die Konsolidierung und Etablierung der sowjetischen Diktatur war die Herrschaft der SED, deren Vormachtstellung sogar in der zweiten Verfassung vom April 1968 festgelegt wurde. Mit der Verfassung vom 6. April 1968 in der Fassung vom 7. Oktober 1974 bekannte sich die DDR fortan als ein zentralisierter Einheitsstaat. Die 1952 geschaffenen Bezirke und Kreise stellten vielmehr nur noch regionale und lokale Verwaltungsgebiete der Zentralmacht dar. Bis zum Jahr 1990 blieb diese Gliederung unverändert erhalten, erst mit dem Zusammenbruch des DDR-Systems 1989 wurde der Ruf nach der Wiederherstellung der alten Länder in den Grenzen von 1946/47 laut.
Im Rahmen dieser Arbeit soll den Entwicklungen in der sowjetischen Besatzungszone Beachtung geschenkt werden. Es soll der Frage nachgegangen werden, welche Etappen nachgezeichnet werden können, die der Entwicklung des zentralistisch aufgebauten Staates Antrieb gaben und die schlussendlich mit der Auflösung der Länder der DDR im Jahr 1952 ihren Höhepunkt fanden. Dabei werden die Entwicklungstendenzen in den westlich besetzten Gebieten beziehungsweise der späteren Bundesrepublik Deutschland nur insofern in die Betrachtungen einbezogen, wie sie Aufschluss über Entscheidungen und Maßnahmen in der SBZ oder der DDR geben können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Die Kriegsziele der Alliierten

1.1 Konferenzen von Jalta und Potsdam

1.2 Errichtung der Besatzungszonen

2. Der Ost-West-Konflikt und der Beginn der deutschen Teilung

2.1 Scheitern der alliierten Konferenzen

2.2 Berliner Blockade

3. Die sowjetische Besatzungszone

3.1 Länder der SBZ

3.2 Entwicklungen in der SBZ

3.3 Gründung der DDR

3.3 Auflösung der Länder

Ausblick und Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die politischen und territorialen Entwicklungen in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ), die schrittweise zur Etablierung eines zentralistischen Einheitsstaates führten und mit der Auflösung der Länder im Jahr 1952 ihren Höhepunkt fanden.

  • Die alliierten Kriegsziele und die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen.
  • Die Ursachen und Auswirkungen des Ost-West-Konflikts auf die Deutschlandpolitik.
  • Der strukturelle Aufbau und die politische Entwicklung der sowjetischen Besatzungszone.
  • Der Prozess der Staatsgründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).
  • Die systematische Umgestaltung der Verwaltungsstruktur durch die Auflösung der Länder.

Auszug aus dem Buch

3.1 Länder der SBZ

Mit der Übernahme der Westteile Mecklenburgs, Thüringens und Sachsen durch die Rote Armee am 1. Juli 1945 lagen die Grenzen der SBZ und der späteren DDR fest. Die neuen Gebietseinteilungen waren das Resultat der Aufteilung der ehemaligen preußischen Provinzen durch die Oder/Neiße-Grenze im Osten und der Grenzen der westalliierten Zonen im Westen. Bei der Länderbildung unterschied die sowjetische Militäradministration noch bis zum Juli 1947 zwischen Ländern und Provinzen, erst dann wurden die ehemals preußischen Provinzen Brandenburg und Sachsen-Anhalt formal zu Ländern erhoben. Sie hatten allerdings bereits zuvor die gleiche Stellung wie die übrigen Länder der SBZ.

Die Gebiete der Provinz Brandenburg und des Landes Sachsen entsprachen im Grunde den Territorien der früheren preußischen Provinz beziehungsweise des Freistaates, die anderen Länder und die Provinz Sachsen-Anhalt dahingegen waren neue administrative Einheiten. Ihnen wurden bisher getrennte Verwaltungsgebiete ehemaliger preußischer Provinzen und kleinerer Länder hinzugefügt. Die sowjetische Besatzungsmacht bemühte sich indessen um die Errichtung territorial geschlossener Einheiten und bezog sich dabei auch auf die seit der Weimarer Republik diskutierten Bestrebungen zu einer Reichsreform. Nichtsdestotrotz blieben bei der Länderneubildung die alten Traditionsgrenzen weitestgehend erhalten. Mit Brandenburg und Pommern lagen die Kernstücke Preußens auf dem Gebiet der SBZ. Die Provinz beziehungsweise das spätere Land Brandenburg umfasste dabei das Gebiet der preußischen Provinz westlich von Oder und Neiße unter Ausschluss Berlins, das unter der Verwaltung der vier Siegermächte stand. Obwohl es sehr dünn besiedelt war, stellte Brandenburg das größte Land der SBZ dar. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hingegen wurde von der sowjetischen Besatzungsmacht komplett neu geschaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Kriegsziele der Alliierten: Dieses Kapitel erläutert die alliierten Absichten nach 1945, die durch Konferenzen wie Jalta und Potsdam geprägt waren und zur Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen führten.

2. Der Ost-West-Konflikt und der Beginn der deutschen Teilung: Das Kapitel beleuchtet das Auseinanderdriften der Interessen von USA und Sowjetunion, was zum Scheitern gemeinsamer Verwaltung und zur Berliner Blockade führte.

3. Die sowjetische Besatzungszone: Hier wird der Aufbau der SMAD, die wirtschaftliche Umgestaltung durch die Bodenreform und die politische Gleichschaltung der Parteien analysiert.

3.1 Länder der SBZ: Es wird die administrative Einteilung der SBZ und die Neuschaffung bzw. Zusammenlegung der Länder unter Berücksichtigung historischer preußischer Strukturen beschrieben.

3.2 Entwicklungen in der SBZ: Dieses Kapitel beschreibt die zentralistische Machtausübung der SMAD und die Lenkung der Wirtschaft durch die Deutsche Wirtschaftskommission.

3.3 Gründung der DDR: Das Kapitel dokumentiert den formalen Staatsgründungsprozess und die Verfassungsgebung im Oktober 1949.

3.3 Auflösung der Länder: Die administrative Verwaltungsreform von 1952 wird behandelt, durch die Länder in Bezirke umgewandelt wurden, um den Zentralstaat zu vollenden.

Ausblick und Schlussbetrachtungen: Eine abschließende Einordnung der Ereignisse bis zur Wiedervereinigung und eine Reflexion über die Diskussionen zur Länderneugliederung.

Schlüsselwörter

SBZ, DDR, Sowjetische Besatzungszone, SMAD, Deutsche Teilung, Länderneugliederung, Berliner Blockade, Zentralismus, SED, Bodenreform, Verwaltungsreform, Besatzungszonen, Einheitsstaat, Potsdamer Konferenz, Kalter Krieg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die politische und administrative Entwicklung der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) von 1945 bis zur Auflösung der Länder in der DDR im Jahr 1952.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Besatzungspolitik der Alliierten, den Aufbau des sowjetisch geprägten Verwaltungssystems sowie die schrittweise Etablierung eines zentralistischen Staates.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Etappen nachzuzeichnen, die zur Entwicklung eines zentralistisch organisierten Staates führten und die schlussendlich in der Auflösung der Länder ihren Höhepunkt fanden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Auswertung von Dokumenten, Quellenmaterialien und wissenschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die alliierten Kriegsziele, den eskalierenden Ost-West-Konflikt, den Aufbau der SBZ, die Gründung der DDR und die anschließende Verwaltungsreform zur Auflösung der Länder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind SBZ, DDR, SED, Länderneugliederung, Besatzungszonen und Zentralismus.

Welche Bedeutung hatte die SMAD für die Länder der SBZ?

Die SMAD war das höchste exekutive, legislative und judikative Organ, das die Länder in ihrer politischen Autonomie massiv einschränkte und den Übergang zum zentralistischen System lenkte.

Warum wurde die Länderauflösung 1952 als notwendiger Schritt erachtet?

Die Auflösung diente dazu, die letzten föderalen Strukturen in der DDR zu beseitigen und die Machtinteressen der Regierung durch eine engmaschige Verwaltungsstruktur in neuen Bezirken effektiver durchzusetzen.

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Résumé des informations

Titre
Länderneugliederung nach dem Zweiten Weltkrieg - Von der SBZ zur DDR
Université
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Historisches Institut)
Note
1,7
Auteur
Kerstin Wendt (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
35
N° de catalogue
V169346
ISBN (ebook)
9783640876648
ISBN (Livre)
9783640877058
Langue
allemand
mots-clé
länderneugliederung zweiten weltkrieg
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kerstin Wendt (Auteur), 2006, Länderneugliederung nach dem Zweiten Weltkrieg - Von der SBZ zur DDR, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169346
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Extrait de  35  pages
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