Die Säbelzahnkatze Machairodus

Mit Zeichnungen von Shuhei Tamura


Fachbuch, 2011

107 Seiten


Leseprobe

Ernst Probst

Die Säbelzahnkatze Machairodus

Kein Name ist ideal:

Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze,

Dolchzahnkatze

Gleich vorweg: Die Namen Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze und Dolchzahnkatze sind allesamt mehr oder minder problematisch. Der vor allem gerne von Laien, aber auch von manchen Wissenschaftlern verwendete Ausdruck Säbelzahntiger weckt vielleicht die falsche Vorstellung, dieses Tier sei eng mit dem heutigen Tiger verwandt und immer so groß wie dieser. Auch der etwas modernere Begriff Säbelzahnkatze ist unzutreffend, weil die Eckzähne (Fangzähne) bei den verschiedenen Formen dieser Raubtiere nicht haargenau wie ein Säbel aussehen. Zudem klingt der Wortteil „katze“ bei einem bis zu tigergroßen Tier zumindest für Laien etwas merkwürdig.

Nicht nur auf Gegenliebe stößt die Aufsplitterung in Säbelzahnkatzen (englisch: saber-toothed cats, scimitar-toothed cats oder scimitar cats) und Dolchzahnkatzen (englisch: dirk-toothed cats). Säbelzahnkatzen heißen – dieser Einteilung zufolge – nur schlanke Gattungen wie Machairodus und Homotherium mit verhältnismäßig langen Beinen sowie kürzeren, breiteren, stark gebogenen, krummsäbelartigen Eckzähnen. Dolchzahnkatzen wie die Gattungen Megantereon und Smilodon dagegen waren eher robust gebaut, besaßen kurze und kräftige Beine, einen gestreckten Körper und trugen längere und schmalere Eckzähne. Verwirrend ist aber, dass die 1999 beschriebene neue Gattung Xenosmilus sowohl Merkmale von Säbelzahnkatzen als auch von Dolchzahnkatzen in sich vereint. Überdies können viele Laien mit dem Begriff Dolchzahnkatzen wenig anfangen, weil ihnen seit langer Zeit nur die Namen Säbelzahntiger oder Säbelzahnkatze vertraut sind.

In der wissenschaftlichen Systematik gehören die Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen zu den Höheren Säugetieren (Eutheria), Raubtieren (Carnivora), Katzenartigen (Feloidea), Katzen (Felidae) und Säbelzahnkatzen (Machairodontinae). Der amerikanische Zoologe Theodore Gill (1837–1914) hat die Unterfamilie der Machairodontinae 1872 erstmals beschrieben.

Echte Säbelzahnkatzen existierten vom Mittelmiozän vor etwa 15 Millionen Jahren bis zum Ende des Eiszeitalters (Pleistozän) vor etwa 11.700 Jahren. Wenn in der Literatur noch ältere Säbelzahnkatzen erwähnt werden, handelt es sich dabei um Formen, die man heute als falsche Säbelzahnkatzen oder Scheinsäbelzahnkatzen bezeichnet.

Zähne und Knochen von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen hat man in Nordamerika, Südamerika, Asien, Europa und Afrika entdeckt. Auch in Deutschland wurden Reste von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen geborgen. Nur aus Australien liegen keine Funde vor.

Die Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen werden in der Literatur oft in drei Stämme (Tribus) aufgeteilt: Metailurini, Homotheriini und Smilodontini.

Zu den Metailurini gehören folgende Gattungen:

Metailurus: Miozän in Europa und Asien

Adelphailurus: Miozän in Nordamerika

Dinofelis: Pliozän und Pleistozän in Afrika, Europa (Frankreich), Asien und Nordamerika

Ein Teil der Wissenschaftler rechnet die Metailurini heute nicht mehr zu den Säbelzahnkatzen (Machairodontinae), sondern zu den Kleinkatzen (Felinae).

Zu den Homotheriini (saber-toothed cats, scimitar-cats) gehören folgende Gattungen:

Machairodus: Miozän und Pliozän in Europa, Asien, Afrika und Nordamerika

Xenosmilus: unterstes Pleistozän in Nordamerika

Homotherium: frühes Pliozän bis spätestes Pleistozän in Europa, Asien, Afrika, Nordamerika und neuerdings auch Südamerika

Zu den Smilodontini (dirk-toothed cats) zählen folgende Gattungen:

Paramachairodus (Promegantereon): mittleres bis oberes Miozän in Europa und Asien

Megantereon: Pliozän bis Mittelpleistozän in Europa, Asien, Afrika, Nordamerika

Smilodon: oberes Pliozän bis oberstes Pleistozän in Nord- und Südamerika

In Kino- oder Fernsehfilmen werden Säbelzahnkatzen bzw. Dolchzahnkatzen oft als sehr große und furchterregende Raubtiere dargestellt. Tatsächlich besaßen nur wenige Arten ungefähr die Größe eines heutigen Löwen (Panthera leo) mit einer Höhe von einem Meter und einer Gesamtlänge bis zu 2,80 Metern oder vielleicht sogar eines Sibirischen Tigers (Panthera tigris altaica) mit einer Höhe bis zu einem Meter und einer Gesamtlänge bis zu drei Metern.

Imposante Maße hatten die Säbelzahnkatzen Machairodus giganteus (ca. 2,50 Meter Gesamtlänge, 1,20 Meter Schulterhöhe) und Homotherium crenatidens (mehr als zwei Meter Gesamtlänge, 1,10 Meter Schulterhöhe) sowie die Dolchzahnkatze Smilodon populator (etwa 2,40 Meter Gesamtlänge, 1,20 Meter Schulterhöhe), die in älterer Literatur oft als größte Art der Säbelzahntiger bezeichnet wird. Viele andere Arten waren kleiner als ein Leopard (Panthera pardus), der mit Schwanz bis zu 2,30 Meter lang ist, oder ein Ozelot (Leopardus pardalis), der insgesamt bis zu 1,45 Meter lang wird.

Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen konnten ihren Unterkiefer bis um 120 Grad nach unten aufreißen. Das versetzte sie in die Lage, ihre langen Eckzähne voll einzusetzen. Gegenwärtige Katzen können ihre Kiefer nur um 65 bis 70 Grad öffnen.

Ober- und Unterkiefer der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen waren durch ein Scharniergelenk verbunden. Ihr Gebiss hatte je nach Gattung oder Variation innerhalb derselben unterschiedlich viele Zähne. Bei Machairodus waren es 30 Zähne, bei Homotherium und Megantereon jeweils 28 Zähne und bei Smilodon 26 bis 28 Zähne. Davon abweichende Zahlenangaben beruhen darauf, dass der sehr kleine (rudimentäre) Backenzahn in beiden Oberkieferästen oft nicht in der Zahnformel erwähnt wird.

Lücken (Diastema) ermöglichten es, dass die Eckzähne beim Schließen des Maules aneinander vorbei gleiten konnten. Die Eckzähne dienten zum Packen, Festhalten und Töten der Beute, die Reißzähne zum Abbeißen von Fleischstücken, die unzerkaut geschluckt wurden. Die Reißzähne besaßen zackige Spitzen, die beim Beißen scherenartig aneinander vorbei glitten.

Über die Lebensweise der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen gab und gibt es immer noch viele Diskussionen. Heute überwiegt die Ansicht, sie seien aktive Räuber gewesen. Gelegentlich heißt es aber auch, sie könnten sich als reine Aasfresser ernährt haben. Der niederländische Experte Kees van Hooijdonk aus Rucphen vermutet, Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen könnten versucht haben, anderen Raubkatzen die Beute abzunehmen, wenn sich Gelegenheit dafür bot. In Zeiten der Knappheit hätten sie vielleicht auch Aas gefressen. Wegen des teilweise recht großen Körpers mancher Arten nimmt man an, diese hätten recht stattliche Beutetiere zur Strecke bringen können.

Umstritten ist, ob Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen auch riesige erwachsene Rüsseltiere oder zumindest deren Jungtiere angegriffen haben. Anhaltspunkte hierfür lieferten zahlreiche Mammutskelette, die neben einigen Skeletten der Säbelzahnkatze Homotherium serum in der Friesenhahn-Höhle (Bexar County) bei San Antonio in Texas entdeckt wurden.

Nicht völlig geklärt ist die Funktion der charakteristischen Eckzähne der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen, die kontinuierlich nachwuchsen. Einerseits heißt es, damit hätten diese Raubkatzen sehr großen Beutetieren tiefe Stich- und Reißwunden zufügen können, an denen die Beutetiere verblutet seien. Andererseits verweisen skeptische Experten darauf, dass die relativ weichen Eckzähne bei solch einer starken Belastung leicht brechen hätten können.

Ein Teil der Fachleute hält es für möglich, dass Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen mit ihren Eckzähnen bereits am Boden liegenden, wehrlosen Beutetieren gleichzeitig Halsschlagader und Luftröhre durchtrennten. Dabei hätten sie mit ihren kräftig ausgebildeten Vordergliedmaßen Beutetiere gegen den Boden gedrückt, um einen präzisen Todesbiss anzubringen.

Nach einer anderen Theorie dienten die eindrucksvollen Eckzähne der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen lediglich dazu, ihren eigenen Artgenossen zu imponieren. Weil die Eckzähne bei verschiedenen Arten sehr unterschiedlich gestaltet sind, ist es auch möglich, dass sie auf unterschiedliche Art und Weise benutzt worden sind.

Laut einer weiteren Theorie könnten sich Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen von Blut, Eingeweiden und weichen, leicht abzufressenden Körperteilen ernährt haben, welche die langen Eckzähne nicht gefährdeten. Den Rest der Beute ließen sie vermutlich liegen, was oft Aasfresser anlockte. Vermutlich besaßen Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen wie heutige Katzen verhornte Papillen auf der Zunge, um ohne Gefahr für die Zähne von Knochen das Fleisch ablösen zu können.

Nach den bisherigen Funden zu schließen, stammen die ältesten Fossilien von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen aus dem Mittelmiozän vor etwa 15 Millionen Jahren. Aus dem Obermiozän vor etwa zehn Millionen Jahren kennt man Reste der Säbelzahnkatze Machairodus aphanistus und der Dolchzahnkatze Paramachairodus ogygius aus Ablagerungen des Ur-Rheins bei Eppelsheim in Rheinhessen, vom ehemaligen Vulkan Höwenegg bei Immendingen/Donau (Kreis Tuttlingen) und aus Melchingen, heute ein Stadtteil von Burladingen (Zollernalbkreis). Etwas jünger sind die auf etwa 8,5 Millionen Jahre datierte Säbelzahnkatze Machairodus cf. aphanistus sowie die Dolchzahnkatzen Paramachairodus orientalis und Paramachairodus ogygius aus Dorn-Dürkheim in Rheinhessen. Die Abkürzung „cf.“ (lateinisch: confer = vergleiche) wird benutzt, wenn eine Bestimmung unsicher ist. Sie steht vor dem unsicheren Bestandteil des Namens, im erwähnten Fall vor der Art aphanistus.

Machairodus war vielleicht der Ahne der Gattung Homotherium, die sich im frühen Pliozän entwickelte. Homotherium existierte etwa vor 5 Millionen bis 11.700 Jahren. Diese Gattung ist auch von mehreren eiszeitlichen Fundorten aus Deutschland bekannt.

Ein Zeitgenosse von Homotherium war die Dolchzahnkatze Megantereon, die vom frühen Pliozän vor etwa 4,5 Millionen Jahren bis zum mittleren Eiszeitalter vor etwa 500.000 Jahren verbreitet war. Homotherium und Megantereon kamen in der Gegend von Chilhac und Senèze (beide in Frankreich) sowie in Untermaßfeld bei Meiningen (Deutschland) zusammen vor. Megantereon ähnelte sehr seinem Nachfahren Smilodon.

Die Dolchzahnkatze Smilodon lebte vom Oberpliozän vor mehr als 2,5 Millionen Jahren bis zum späten Pleistozän und starb erst vor etwa 11.700 Jahren zu Beginn des Holozän (Heutzeit) aus. Von Smilodon wurden nur in Nord- und Südamerika fossile Reste gefunden. Besonders viele Fossilien von Smilodon sind vom Fundort Rancho La Brea im Stadtgebiet von Los Angeles in Kalifornien bekannt.

Als so genannte Scheinsäbelzahnkatzen gelten einige Arten der Nimravidae und der Barbourofelidae. Verlängerte obere Eckzähne wie bei den Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen gab es außerhalb der Raubtiere auch bei zwei anderen Ordnungen der Säugetiere. Nämlich bei den Creodonten wie Machaeroides und den zu den Beuteltieren gehörenden Thylacosmiliden wie Thylacosmilus.

Machaeroides wurde 1901 von dem aus Kanada stammenden Paläontologen William Diller Matthew (1871– 1930) beschrieben. Bei der wissenschaftlichen Untersuchung hatten ihm zwei Unterkiefer und ein Zahn aus Wyoming (USA) aus dem Eozän (etwa 53 bis 34 Millionen Jahre) vorgelegen. Der Artname Machaeroides simpsoni erinnert an den amerikanischen Paläontologen George Gaylord Simpson (1902–1984). Machaeroides hatte eine Schulterhöhe von ca. 30 Zentimetern, eine Kopfrumpflänge von etwa 60 Zentimetern und – zusammen mit dem ungefähr 30 Zentimeter langen Schwanz – eine Gesamtlänge von rund 90 Zentimetern.

Die erste Beschreibung von Thylacosmilus atrox erfolgte 1934 durch den amerikanischen Paläontologen Elmer Riggs (1869–1963). Sie erfolgte auf der Basis von zwei Teilskeletten aus dem Pliozän von Argentinien. Diese Funde gelten als die am komplettesten erhaltenen Fossilien jener Art. Thylacosmilus atrox hatte etwa die Größe eines südamerikanischen Jaguars. Er erreichte eine Schulterhöhe von ca. 60 Zentimetern, eine Kopfrumpflänge von etwa 1,20 Meter, wozu noch ein schätzungsweise 45 Zentimeter langer Schwanz kam.

Unter Kryptozoologen, die weltweit nach verborgenen Tierarten suchen, kursieren Berichte über angebliche Sichtungen von Großkatzen aus Südamerika und Afrika, bei denen es sich um Säbelzahnkatzen handeln soll. Der verhältnismäßig junge Forschungszweig der Kryptozoologie wurde um 1950 von dem belgischen Zoologen und Publizisten Bernard Heuvelmans (1916–2001) gegründet und bewegt sich zwischen seriöser Wissenschaft und purer Phantasie.

Eingeborene in der Zentralafrikanischen Republik und aus dem Tschad berichteten über mysteriöse „Tiger der Berge“ in ihrer Heimat. Spekulationen zufolge könnte es sich um überlebende Tiere der Gattungen Machairodus oder Meganteron handeln, die aus Afrika durch Fossilien belegt sind. Als an ein Leben im Wasser angepasste Säbelzahnkatzen werden so genannte „Wasserlöwen“ oder „Panther des Wassers“ gedeutet, die in der Zentralafrikanischen Republik existieren sollen.

Machairodus:

Die Säbelzahnkatze am Ur-Rhein

In Europa, Asien, Afrika und Nordamerika lebten vom Mittelmiozän vor ca. 15 Millionen Jahren bis zum Ende des Pliozäns vor etwa 2,6 Millionen Jahren verschiedene Arten der Säbelzahnkatze Machairodus. Sie hat also rund zwölf Millionen Jahre und somit länger existiert als alle anderen Gattungen der echten Säbelzahnkatzen. Die geologisch jüngsten Funde von Machairodus kamen in Nordafrika (Tunesien) zum Vorschein.

Die Gattung Machairodus wurde 1833 von dem Zoologen und Paläontologen Johann Jakob Kaup (1803–1873), der am großherzoglichen Naturalienkabinett in Darmstadt arbeitete, wissenschaftlich untersucht und erstmals beschrieben. Ihm hatte dabei ein oberer Eckzahn (Fangzahn bzw. Caninus) aus Eppelsheim bei Alzey in Rheinhessen vorgelegen.

Der Gattungsname Machairodus beruht auf dem griechischen Wort „máchaira“ für ein schwertähnliches, im klassischen Griechenland als Schlachtmesser eingesetztes Gerät und dem Begriff „odon“ (Nebenform von „odoús“) für Zahn. Damit heißt Machairodus zu deutsch etwa so viel wie „Schlachtmesserzahn“.

Für die Gattung Machairodus sind krummsäbelige Eckzähne mit fein gezähnelten Kanten charakteristisch. Diese Kanten nutzten sich bereits innerhalb weniger Jahre ab. Die Eckzähne von Machairodus im Oberkiefer waren merklich länger als diejenigen im Unterkiefer. Im Gegensatz zur später auftretenden Dolchzahnkatze Smilodon trug Machairodus kürzere Eckzähne, die aber länger waren als bei heutigen Raubkatzen. Machairodus wird – wie erwähnt – zu den Säbelzahnkatzen („scimitar cats“ oder „saber-toothed cats“) gerechnet.

Kaup hat 1832 die Säbelzahnkatzen Machairodus aphanistus und Machairodus cultridens sowie die Dolchzahnkatze Paramachairodus ogygius nach Funden aus etwa zehn Millionen Jahre alten Ablagerungen des Ur-Rheins bei Eppelsheim (Kreis Alzey-Worms) in Rheinhessen beschrieben. Die dort durch Fossilien überlieferte Tierwelt gehört in das Vallesium (etwa 11,1 bis 8,7 Millionen Jahre), einen Zeitabschnitt des Obermiozäns, der nach einer typischen Säugetierfauna im Valles Penedés bei Barcelona in Katalonien (Spanien) bezeichnet ist. Die Stufe Vallesium wurde 1950 von dem spanischen Paläontologen Miguel Crusafont-Pairó (1910–1983) vorgeschlagen.

Das Vallesium umfasst in der Unterteilung des Neogen (etwa 23 bis 2,6 Millionen Jahre) mittels Säugetierresten in 17 Zonen durch Pierre Mein von 1975 die Zonen MN 9 und MN 10. Der Fundort Eppelsheim zählt zur Zone MN 9 (MN = Mammals Neogen). MN 9 ist durch das Erstauftreten („First appearance date“ = FAD) des Kleinsäugetieres Cricetulodon (Mäuseartiger) sowie der Großsäugetiere Hippotherium (Ur-Pferd), Decennatherium (Giraffe) und Machairodus (Säbelzahnkatze) definiert.

Die Fossilien von Machairodus aphanistus und Paramachairodus ogygius aus der Gegend von Eppelsheim werden heute noch im Hessischen Landesmuseum Darmstadt aufbewahrt. Von Machairodus aphanistus liegen in Darmstadt das Fragment eines linken Unterkieferastes mit Zähnen (Inventarnummer HLMD-Din 1132) und der Rest eines Eckzahns (HLMD-Din 1140) vor, von dem rund 8,5 Zentimeter erhalten geblieben sind. Bei den Fossilien von Paramachairodus ogygius handelt es sich um das Fragment eines rechten Unterkieferastes mit Eckzahn und zwei Vorderbackenzähnen (HLMD-Din 1141) sowie um das Fragment eines linken Unterkieferastes mit zwei Vorderbackenzähnen (HLMD-Din 1167).

Machairodus aphanistus wurde in Deutschland außer in Eppelsheim in Rheinhessen auch am ehemaligen Vulkan Höwenegg bei Immendingen/Donau (Kreis Tuttlingen) im Hegau und in Melchingen, heute ein Stadtteil von Burladingen (Zollernalbkreis), entdeckt. Diese Funde gehören alle in das Obermiozän.

Weitere Funde der Säbelzahnkatze Machairodus aphanistus kennt man aus Spanien (Cerro Batallones, Fuentidueña, Can Ponsich, Santiga, Can Llobateres), Frankreich (Soblay, Montredon), der Schweiz (Charmoille), Griechenland (Pikermi, Saloniki), der Türkei (Denizi, Cal, Kemiklitepe, Mahmutgazi) und China.

Nach Europa ist die Säbelzahnkatze Machairodus aphanistus im frühen Vallesium vor mehr als elf Millionen Jahren gelangt. Sie kam mit einer Einwanderungswelle aus dem Osten stammender Säugetiere hierher. Diese Einwanderungswelle wird als so genanntes „Hipparion datum“ bezeichnet. Hipparion hieß früher ein dreihufiges Ur-Pferd, das heute als Hippotherium bezeichnet wird.

Am Fundort Batallones 1 bei Torrejón de Velasco, etwa 25 Kilometer südlich der spanischen Hauptstadt entfernt, kamen bei Grabungen unter Leitung des Paläontologen Jorge Morales aus Madrid ungewöhnlich viele und besonders gut erhaltene Reste von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen zum Vorschein. Sie stammen aus dem Obermiozän vor etwa neun Millionen Jahren und gehören somit ebenso wie diejenigen von Eppelsheim in Rheinhessen ins Vallesium und in die Zone MN 9.

In der Gegend von Cerra Batallones gab es Hohlräume, die sich für viele Säugetiere als tödliche Fallen erwiesen. Wenn ein Tier in einen solchen Hohlraum geriet, kam es oft nicht mehr heraus, weil der Rand glitschig wie heutige Schmierseife war. Dort gefangene potenzielle Beutetiere lockten naturgemäß auch Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen an, die ebenfalls nicht mehr herausklettern konnten.

Kurioserweise werden in Cerro Batallones die fossilhaltigen Schichten, in denen sich auch Reste prähistorischer Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen befinden, abgebaut, um Material für Katzenstreu zu gewinnen. Bisher wurde von den dort bekannten sechs Fundstellen lediglich eine, nämlich Batallones 1, systematisch untersucht. Zum Fundgut gehören die Säbelzahnkatze Machairodus aphanistus und die Dolchzahnkatze Paramachairodus ogygius (später Promegantereon ogygia genannt).

Batallones 1 gilt als eine der fossilreichsten Fundstellen aus dem Obermiozän in Europa. Dort hat man Reste von Fischen, Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetieren geborgen. Ungewöhnlich hoch ist der Anteil von Raubtierknochen, der sage und schreibe 98 Prozent erreicht. Normal sind durchschnittlich elf Prozent Raubtierreste.

Von den zahlreichen Raubtierfossilien in Batallones 1 entfallen rund 29 Prozent auf die erwähnte Säbelzahnkatzen- und Dolchkatzen-Art. Die Reste von Machairodus aphanistus stammen von zwölf erwachsenen und zwei jungen Tieren. Bei Paramachairodus ogygius (Promegantereon ogygia) sind es 17 erwachsene Tiere und ein Jungtier. Bisher wurden in Batallones 1 also insgesamt 32 Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen nachgewiesen. Zur Tierwelt von Batallones 1 zählten auch Bärenhunde (Amphicyon), schakalähnliche Hyänen (Protictitherium), Katzenbären (Simocyon), Rüsseltiere (Tetralophodon), dreihufige Ur-Pferde (Hippotherium), hornlose Nashörner (Aceratherium) und Wildschweine (Microstonyx).

Ein Schädel mit Unterkiefer aus der oberen Schicht des westtürkischen Fundortes Kemiklitepe gehört zu den vollständigsten Exemplaren der Säbelzahnkatze Machairodus. Dieses Fossil ist merklich höher entwickelt als die Funde aus der unteren Schicht. Aus der unteren Schicht kamen Fragmente eines Schädels und eines Unterkiefers von Machairodus zum Vorschein.

Bei den Funden von Machairodus aphanistus aus Charmoille bei Porrentruy (Pruntrut) im schweizerischen Kanton Jura handelt es sich um einen rechten Unterkieferast mit einem Backenzahn und einem Vorderbackenzahn sowie um das Fragment eines oberen Eckzahns. Diese beiden Fossilien stammen aus den obermiozänen Hipparionsanden, die nach dem Ur-Pferd Hippotherum (früher Hipparion) benannt sind. Man bezeichnet diese Ablagerungen wegen ihrer nördlichen Herkunft auch als Vogesenschotter und Vogesensande. Der Fundort Charmoille wird in die Zone MN 9 datiert.

Das Straßendorf Charmoille gehört inzwischen zur Gemeinde La Baroche. In Charmoille wurden in der heute verlassenen Grube von Vielle Tuilerie, etwa 470 Meter nördlich der Kirche des Dorfes, mehr als drei Jahrzehnte lang Vogesensande abgebaut, wobei immer wieder Reste fossiler Säugetiere ans Tageslicht kamen. Durch Schenkungen und Kauf gelangten die Fossilien zum größten Teil in das Naturhistorische Museum Basel.

Zur obermiozänen Tierwelt von Charmoille zählten Biber (Monosaulax minutus), Säbelzahnkatzen (Machairodus aphanistus), Bärenhunde (Agnotherium cf. antiquum), Waldantilopen (Miotragocerus pannoniae), kleinwüchsige Hirsche (Dorcatherium naui, Euprox dicranocerus), Schweine (Hyotherium paleochoerus, Conohyus simorrensis), krallentragende Huftiere (Chalicotherium goldfussi), Ur-Pferde (Hippotherium primigenium), Nashörner (Aceratherium cf. incisivum, Dihoplus cf. schleiermacheri), Tapire (Tapirus priscus), Rüsseltiere (Deinotherium giganteum, Tetralophodon longirostris). Diese Fauna entspricht derjenigen von Eppelsheim und vom Höwenegg in Deutschland.

Die Säbelzahnkatze Machairodus aphanistus ist auch durch einen Fund aus Zillingdorf (Bezirk Wiener Neustadt-Land) in Niederösterreich belegt. In der Literatur findet man teilweise auch die falsche Schreibweise Zillingsdorf. Bei dem Fossil von dort handelt es sich um einen linken zweiten Backenzahn des Unterkiefers. Der Originalfund mit der Inventarnummer „NHWM 1864 I 667“ ist im Naturhistorischen Museum Wien ausgestellt. Die auf einem Etikett lesbare Inventarnummer deutet darauf hin, dass dieser Zahn um 1864 gefunden wurde. Fundjahr und Archivierung sind auf alten Etiketten nicht immer identisch.

Nach Ansicht des schweizerischen Paläontologen Gérard de Beaumont aus Genf existierten nur zwei Arten von Machairodus: die 1832 von Johann Jakob Kaup aus Eppelsheim in Deutschland beschriebene ältere und kleinere Art Machairodus aphanistus und die 1848 von dem Münchner Paläontologen Andreas Wagner (1797–1861) aus Pikermi in Griechenland beschriebene jüngere und größere Art Machairodus giganteus.

Mit der Säbelzahnkatze Machairodus aphanistus ist – wie man heute weiß – Machaidorus cultridens identisch. Als einzigen Fundort von Machairodus cultridens in Rheinhessen nennt der Geologe und Paläontologe Jens Sommer in seiner Doktorarbeit über die Dinotheriensande von 2007 die Lokalität Eppelsheim.

Die im Vergleich zur Säbelzahnkatze Machairodus aphanistus merklich kleinere Dolchzahnkatze Paramachairodus ogygius hat man außer in Eppelsheim auch in den Dinotheriensanden von Esselborn und am Wissberg bei Gau-Weinheim in Rheinhessen nachgewiesen.

Die Ablagerungen des Ur-Rheins bei Eppelsheim und an etlichen anderen Fundorten in Rheinhessen werden Dinotheriensande genannt, weil sie oft Zähne und Knochen des Rüsseltieres Deinotherium giganteum („Riesiges Schreckenstier“) enthalten. Der Ur-Rhein hatte im Obermiozän einen ganz anderen Verlauf als der heutige Rhein. Er strömte – weiter westlich als heute – ab dem Raum Worms quer durch Rheinhessen über Westhofen, Eppelsheim, Esselborn, Bermersheim, den Wissberg bei Gau-Weinheim und den Steinberg (Napoleonshöhe) bei Sprendlingen (Rheinland-Pfalz) auf die Binger Pforte zu. Der damalige Strom berührte nicht – wie heute – die Gegend von Oppenheim, Nierstein, Nackenheim, Mainz, Wiesbaden und Ingelheim. Das geschah erst später.

Am Ufer des Ur-Rheins existierte eine exotische Tierwelt, wie man vor allem durch Fossilien aus Eppelsheim südlich von Alzey weiß. Allein von dort sind mindestens 35 Säugetier-Arten durch Funde nachgewiesen, von denen 25 erstmals von Eppelsheim beschrieben wurden.

In der Gegend von Eppelsheim lebten meterlange Schildkröten, Maulwürfe (Talpa vallesensis), spitzmausähnliche Insektenfresser (Plesiosorex roosi, Crusafontina kormosi), Menschenaffen (Dryopithecus sp., Paidopithex rhenanus, Rhenopithecus eppelsheimensis), Säbelzahnkatzen (Machairodus aphanistus), Dolchzahnkatzen (Paramachairodus ogygius), Bärenhunde (Agnotherium antiquum, Amphicyon eppelsheimensis), Katzenbären (Simocyon diaphorus), schakalähnliche Hyänen (Ictitherium robustum), Biber (Palaeomys ogygius), Rüsseltiere (die Rhein-Elefanten Prodeinotherium bavaricum und Deinotherium giganteum sowie die

Ur-Elefanten Gomphotherium angustidens, Tetralophodon longirostris, Stegotetrabelodon gigantorostris), Tapire (Tapirus priscus, Tapirus antiquus), Nashörner (Aceratherium incisivum, Brachypotherium goldfussi, Dihoplus schleiermacheri), krallenfüßige Huftiere (Chalicotherium goldfussi), Ur-Pferde (Hippotherium primigenium), Schweine (Propotamochoerus palaeochoerus, Conohyus simorrensis, Microstonyx antiquus), das geweihlose Zwergböckchen Dorcatherium naui, die muntjakähnlichen Gabelhirsche Euprox furcatus und Euprox dicranocerus, der Gabelhirsch Amphiprox anocerus, der Zwerghirsch „Cervus“ nanus und Waldantilopen (Miotragocerus cf. pannoniae).

Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst sowie im Museumsführer „Das Dinotherium-Museum in Eppelsheim“ von Jens Lorenz Franzen, Heiner Roos und Ernst Probst, die beide 2009 erschienen sind. Franzen ist der Wiederentdecker der Dinotheriensand-Fundstelle und Begründer der ersten wissenschaftlichen Grabungen bei Eppelsheim. Roos ist Altbürgermeister von Eppelsheim und „geistiger Vater“ des Dinotherium-Museums in Eppelsheim.

Die in den Dinotheriensanden nachgewiesene Säbelzahnkatze Machairodus aphanistus hatte etwa die Größe eines heutigen Löwen, der es auf eine Schulterhöhe von rund einem Meter und eine Kopfrumpflänge von ungefähr 1,90 Meter bringt. Dagegen erreichte die Dolchzahnkatze

Paramachairodus ogygius nur etwa die Maße eines jetzigen Pumas, der eine Schulterhöhe von rund 70 Zentimetern und eine Kopfrumpflänge von durchschnittlich 1,30 Meter erreicht. Die Säbelzahnkatze Machairodus und die Dolchzahnkatze Paramachairodus wirkten aber viel muskulöser als Löwe oder Puma.

In älterer Literatur heißt es, die extrem kräftigen Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen aus dem Obermiozän hätten mit flinken Raubkatzen, die ihre Beute über längere Distanz hinweg verfolgen und einholen können, wenig gemein. Für Verfolgungsjagden, wie sie etwa Tiger, Löwen oder Leoparden betreiben, seien die kurzen Unterschenkelknochen der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen nicht geeignet gewesen. Ihre Eckzähne hätten wie „Brieföffner“ beim Aufschlitzen von Kadavern gewirkt.

Dank der Entdeckung komplett erhaltener Skelette von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen ab 1991 an der spanischen Fundstelle Batallones 1 bei Madrid kam man zu neuen Erkenntnissen. Nach der wissenschaftlichen Untersuchung der Skelettfunde von Batallones 1 vertritt man die Auffassung, die Säbelzahnkatze Machairodus aphanistus und die Dolchzahnkatze Paramachairodus ogygius (jetzt Promegantereon ogygia) aus dem Obermiozän seien agile Springer und Jäger gewesen. Sie hätten potentielle Beutetiere rasch über kurze Strecken gescheucht und nicht einfach angesprungen.

Heutige Tiger lauern – gut getarnt durch das kontrastreiche Fellmuster – oft stundenlang im hohen Gras oder in Nähe einer Wasserstelle auf Beutetiere. Sie schleichen so dicht wie möglich an ihre Opfer heran, bis sie diese mit wenigen Sprüngen angreifen können. Häufig greifen sie den Hals ihrer Beutetiere an. Mit Hilfe ihrer enormen Beißkraft werden dem Beutetier Halswirbel und Rückenmark durchtrennt.

Bevorzugte Beutetiere von Machairodus aphanistus könnten die Waldantilope Miotragocerus pannoniae und das Ur-Pferd Hippotherium primigenium gewesen sein. Diese beiden Tiere gehörten – wie erwähnt – zur Tierwelt am Ur-Rhein in Rheinhessen. Die Hufstruktur der Waldantilope deutet darauf hin, dass sie ein langsamerer Läufer, aber ein besserer Schwimmer als das Ur-Pferd war. Beim Angriff einer Säbelzahnkatze könnte die Waldantilope also – wenn möglich – ins Wasser geflüchtet sein.

Machairodus aphanistus wird – wie erwähnt – zum Stamm der Homotheriini gerechnet, Paramachairodus ogygius (Promegantereon ogygia) dagegen zum Stamm der Smilodontini. Zu letzterem Stamm zählt auch die Gattung Smilodon in Nord- und Südamerika, deren größte Art Smilodon populator eine Schulterhöhe von etwa 1,20 Metern hatte und bis zu 28 Zentimeter lange Eckzähne trug.

Die Säbelzahnkatze Machairodus aphanistus von Eppelsheim erreichte eine Schulterhöhe von ca. 1,10 Meter und eine Kopfrumpflänge von etwa zwei Metern. Auf einer Zeichnung in dem Buch „The big cats and their fossil relatives“ (1997) von Alan Turner und Mauricio Antón trägt diese Raubkatze einen schätzungsweise 70 Zentimeter langen Schwanz.

Anhand von sechs Schädeln mit einer Länge zwischen 23,7 und 31,3 Zentimetern von der spanischen Fundstelle Batallones 1 hat man das Lebendgewicht der Säbelzahnkatze Machairodus aphanistus errechnet. Demnach wog diese Raubkatze zu Lebzeiten zwischen 100 und 240 Kilogramm, was etwa einem heutigen Tiger oder Löwen entspricht. Sie war viel größer und schwerer als ihr Zeitgenosse Paramachairodus ogygius (Promegantereon ogygia) mit einem Gewicht von nur 28 bis 65 Kilogramm.

Machairodus hatte insgesamt 30 Zähne, von denen sich 16 im Oberkiefer und 14 im Unterkiefer befanden. Jeder der beiden Oberkieferäste trug acht Zähne: drei Schneidezähne (Incisiven), einen Eckzahn (Caninus), drei Vorderbackenzähne (Prämolaren P2, P3, P4) und einen Backenzahn (Molar). In den beiden Unterkieferästen saßen drei Schneidezähne, ein Eckzahn, zwei Vorderbackenzähne (P3, P4) und ein Backenzahn.

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Details

Titel
Die Säbelzahnkatze Machairodus
Untertitel
Mit Zeichnungen von Shuhei Tamura
Veranstaltung
-
Autor
Jahr
2011
Seiten
107
Katalognummer
V169359
ISBN (eBook)
9783640877157
ISBN (Buch)
9783640877263
Dateigröße
19862 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
säbelzahnkatze, machairodus, zeichnungen, shuhei, tamura
Arbeit zitieren
Ernst Probst (Autor), 2011, Die Säbelzahnkatze Machairodus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169359

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Titel: Die Säbelzahnkatze Machairodus



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