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Die Säbelzahnkatze Machairodus

Mit Zeichnungen von Shuhei Tamura

Título: Die Säbelzahnkatze Machairodus

Libro Especializado , 2011 , 107 Páginas

Autor:in: Ernst Probst (Autor)

Biología - Zoología
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So groß wie ein heutiger Löwe oder sogar wie ein jetziger Tiger waren manche Arten der Säbelzahnkatzen-Gattung Machairodus – zu deutsch „Schlachtmesserzahn“, die 1833 von dem Darmstädter Zoologen und Paläontologen Johann Jakob Kaup (1803–1873) erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde. Der auch in Deutschland durch Funde nachgewiesene Machairodus aphanistus beispielsweise erreichte eine Schulterhöhe von 1,10 Meter und eine Kopfrumpflänge (ohne Schwanz) von zwei Metern. Noch stattlicher wirkte Machairodus giganteus mit einer Schulterhöhe von ca. 1,20 Meter und einer Kopfrumpflänge von schätzungsweise bis zu 2,40 Metern. Zum Vergleich: Ein heutiger Sibirischer Tiger bringt es auf eine Schulterhöhe von rund einem Meter und eine Kopfrumpflänge von mehr als zwei Metern. Verschiedene Arten der Säbelzahnkatze Machairodus lebten vom Mittelmiozän vor ca. 15 Millionen Jahren bis zum Ende des Pliozäns vor etwa 2,6 Millionen Jahren in Europa, Asien, Afrika und Nordamerika. Diese Raubkatze mit krummsäbeligen Eckzähnen steht im Mittelpunkt des Taschenbuches „Die Säbelzahnkatze Machairodus“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst, der mehrere Werke über prähistorische Raubkatzen veröffentlicht hat. Das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ ist Shuhei Tamura aus Kanagawa
in Japan gewidmet, der den Autor bei mehreren Buchprojekten unterstützt hat.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Kein Name ist ideal: Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze, Dolchzahnkatze

Machairodus: Die Säbelzahnkatze am Ur-Rhein

Funde von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen aus aller Welt

Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen in Museen

Der Autor

Zielsetzung & Themen

Dieses Buch bietet einen fundierten Überblick über die prähistorische Raubkatzengattung Machairodus sowie verwandte Säbelzahn- und Dolchzahnkatzen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den paläontologischen Funden in der rheinhessischen Region liegt. Das Hauptziel der Arbeit ist es, die wissenschaftliche Einordnung, die Lebensweise sowie die geografische Verbreitung dieser faszinierenden Tiere anhand von fossilen Belegen und aktuellen Forschungserkenntnissen verständlich aufzuarbeiten.

  • Wissenschaftliche Klassifikation und Problematik der Namensgebung (Säbelzahntiger vs. Säbelzahnkatze).
  • Anatomische Merkmale und Anpassungen der Raubtiere an ihre Umwelt.
  • Die Bedeutung der Funde im Ur-Rhein (Dinotheriensande) und deren historischer Kontext.
  • Regionale und internationale Fundorte von Säbelzahnkatzen-Fossilien.
  • Kryptozoologische Aspekte im Vergleich zur seriösen Paläontologie.

Auszug aus dem Buch

Kein Name ist ideal: Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze, Dolchzahnkatze

Gleich vorweg: Die Namen Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze und Dolchzahnkatze sind allesamt mehr oder minder problematisch. Der vor allem gerne von Laien, aber auch von manchen Wissenschaftlern verwendete Ausdruck Säbelzahntiger weckt vielleicht die falsche Vorstellung, dieses Tier sei eng mit dem heutigen Tiger verwandt und immer so groß wie dieser. Auch der etwas modernere Begriff Säbelzahnkatze ist unzutreffend, weil die Eckzähne (Fangzähne) bei den verschiedenen Formen dieser Raubtiere nicht haargenau wie ein Säbel aussehen. Zudem klingt der Wortteil „katze“ bei einem bis zu tigergroßen Tier zumindest für Laien etwas merkwürdig.

Nicht nur auf Gegenliebe stößt die Aufsplitterung in Säbelzahnkatzen (englisch: saber-toothed cats, scimitar-toothed cats oder scimitar cats) und Dolchzahnkatzen (englisch: dirk-toothed cats). Säbelzahnkatzen heißen – dieser Einteilung zufolge – nur schlanke Gattungen wie Machairodus und Homotherium mit verhältnismäßig langen Beinen sowie kürzeren, breiteren, stark gebogenen, krummsäbelartigen Eckzähnen. Dolchzahnkatzen wie die Gattungen Megantereon und Smilodon dagegen waren eher robust gebaut, besaßen kurze und kräftige Beine, einen gestreckten Körper und trugen längere und schmalere Eckzähne. Verwirrend ist aber, dass die 1999 beschriebene neue Gattung Xenosmilus sowohl Merkmale von Säbelzahnkatzen als auch von Dolchzahnkatzen in sich vereint. Überdies können viele Laien mit dem Begriff Dolchzahnkatzen wenig anfangen, weil ihnen seit langer Zeit nur die Namen Säbelzahntiger oder Säbelzahnkatze vertraut sind.

Zusammenfassung der Kapitel

Kein Name ist ideal: Säbelzahntiger, Säbelzahnkatze, Dolchzahnkatze: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen Schwierigkeiten bei der Benennung dieser Raubtiere und differenziert zwischen den verschiedenen wissenschaftlichen Bezeichnungen.

Machairodus: Die Säbelzahnkatze am Ur-Rhein: Hier steht die Gattung Machairodus im Fokus, insbesondere die historische Erforschung der Fossilien in den rheinhessischen Dinotheriensanden.

Funde von Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen aus aller Welt: Eine systematische Auflistung zahlreicher weltweiter Fundorte, die belegen, wie weit verbreitet diese Raubkatzen in prähistorischer Zeit waren.

Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen in Museen: Ein Überblick über Institutionen weltweit, die bedeutende Fossilien oder Rekonstruktionen dieser Tiere in ihren Ausstellungen präsentieren.

Der Autor: Eine kurze biographische Skizze zum Werdegang und der publizistischen Tätigkeit von Ernst Probst.

Schlüsselwörter

Machairodus, Säbelzahnkatze, Dolchzahnkatze, Fossilien, Ur-Rhein, Dinotheriensande, Paläontologie, Obermiozän, Homotherium, Megantereon, Smilodon, Raubtiere, Evolutionsgeschichte, Fundorte, Säugetierfauna.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Buch im Kern?

Das Buch bietet eine umfassende Einführung in die Welt der prähistorischen Säbelzahn- und Dolchzahnkatzen mit einem besonderen Fokus auf die Gattung Machairodus.

Welche zentralen Themen werden behandelt?

Die Themen umfassen die Systematik, die anatomischen Besonderheiten, die Verbreitung sowie die Entdeckung und Dokumentation von Fossilien dieser Raubtiere.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die wissenschaftliche Aufarbeitung und Verbreitung von Wissen über diese ausgestorbenen Raubtiere für ein breiteres Publikum, inklusive einer detaillierten regionalen Funddokumentation.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es handelt sich primär um eine paläontologische Literatur- und Fundstellenanalyse, ergänzt durch historische Grabungsberichte.

Was steht im Hauptteil des Buches im Fokus?

Neben der Beschreibung der Tiere bildet die detaillierte Darstellung der Fundgeschichte in Rheinhessen, insbesondere um Eppelsheim, den inhaltlichen Kern.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Begriffe Säbelzahnkatze, Machairodus, Paläontologie, Fossilien und Ur-Rhein stehen für den inhaltlichen Schwerpunkt.

Warum wird der Name "Säbelzahntiger" als problematisch angesehen?

Er suggeriert eine enge Verwandtschaft mit dem heutigen Tiger und eine bestimmte Körpergröße, die auf die prähistorischen Arten so nicht zutrifft.

Was macht die Fundstätte Batallones 1 so bedeutsam?

Sie gilt als eine der fossilreichsten Fundstellen Europas, da dort ungewöhnlich gut erhaltene Skelette von Säbelzahn- und Dolchzahnkatzen entdeckt wurden, die unser Bild von deren Lebensweise maßgeblich verändert haben.

Wie unterschieden sich Säbelzahnkatzen von Dolchzahnkatzen?

Die Einteilung erfolgt primär nach dem Körperbau und der Form der Eckzähne: Säbelzahnkatzen waren eher schlank, Dolchzahnkatzen hingegen robuster gebaut.

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Detalles

Título
Die Säbelzahnkatze Machairodus
Subtítulo
Mit Zeichnungen von Shuhei Tamura
Curso
-
Autor
Ernst Probst (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
107
No. de catálogo
V169359
ISBN (Ebook)
9783640877157
ISBN (Libro)
9783640877263
Idioma
Alemán
Etiqueta
säbelzahnkatze machairodus zeichnungen shuhei tamura
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ernst Probst (Autor), 2011, Die Säbelzahnkatze Machairodus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169359
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