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„Der zureichende Grund“ bei Leibniz - Leben als schicksalhafter Zufall

Titre: „Der zureichende Grund“ bei Leibniz - Leben als schicksalhafter Zufall

Dossier / Travail , 2011 , 13 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Mirna Funk (Auteur)

Philosophie - Philosophie au XVIIe et XVIIIe siècle
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Die folgende Hausarbeit widmet sich Leibniz´ Satz vom zureichenden Grund (lat. principium rationis sufficientis). Für Leibniz ist der Satz vom zureichenden Grund nicht nur ein tragendes Theorem seiner Philosophie sondern gehört, neben dem Satz des Widerspruchs, zu einem der beiden Prinzipien auf die sich menschliche Vernunftsschlüsse stützen. Er findet sich neben der Monadologie auch in der Theodizee als raison déterminante wieder. Besonders der französische Begriff gibt einen Aufschluss über die Tragweite des zureichenden Grundes, der ich mich versuchen werde zu nähern. In der Monadologie beschreibt Leibniz die Bedeutung des zureichenden Grundes folgendermaßen: "Und das des zureichenden Grundes, kraft dessen wir erwägen, dass keine Tatsache [fait] als wahr oder existierend gelten kann und keine Aussage [Enonciation] als richtig, ohne dass es einen zureichenden Grund [raison suffisante] dafür gibt, dass es so und nicht anders ist, obwohl uns diese Gründe meistens nicht bekannt sein mögen“ .

In meiner Arbeit werde ich daher versuchen zu beweisen, dass eine Zufälligkeit trotz der Existenz eines zureichenden Grundes nicht ausgeschlossen ist. Für Leibniz´ gibt es nur die Determination von Indeterminiertem. Zufall ist für ihn vielmehr Kontingenz. Die Möglichkeit von Indeterminiertem neben Determiniertem soll Gegenstand dieser Hausarbeit sein. Sie wird sich mit dem zureichenden Grunde beschäftigen, der allgemeinen Vorstellung von Determinismus und Indeterminismus sowie den Begriffen Kontingenz, Zufall und Schicksal widmen. Ich werde für die Begründung meiner Vermutung auf die Theorie des objektiven Zufalls eingehen, um abschließend in meinem Fazit darzulegen, dass Determinismus und Indeterminismus nicht zwangsläufig als Gegenpaar, sondern vielmehr als Zusammenspiel betrachtet werden sollten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der zureichende Grund bei Leibniz

2.1 Gott - Der Grund aller Gründe

2.2 Der zureichende Grund als deterministische Grundlage

2.3 Zufall als Kontingenz

3. Determinismus

3.1 Kausalitätsprinzip

3.2 Kausaler Determinismus

3.3 Determinismus als deterministisches Gesetz

4. Indeterminismus

4.1 Die Zukunft ist offen

4.2 Grundgesetzlichkeit oder Zustandsbeschreibung

4.3 Indeterminismus – das Stiefkind der Philosophie

5. Zufall

5.1 Subjektiver Zufall

5.2 Objektiver Zufall

5.3 Würfelt Gott?

6. Schicksal

6.1 Vorstellungen vom Schicksal

6.2 Das Schicksal bei Leibniz

6.3 Schicksal als Schicksalszufälligkeit

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Determinismus und Indeterminismus mit Fokus auf Leibniz' „Satz vom zureichenden Grund“ und beabsichtigt zu beweisen, dass Zufälligkeit trotz existierender Kausalität nicht ausgeschlossen ist, sondern als komplementäres Zusammenspiel verstanden werden sollte.

  • Leibniz' Philosophie des zureichenden Grundes und die Rolle Gottes
  • Differenzierung zwischen Determinismus und Indeterminismus
  • Analyse der Begriffe Zufall, Kontingenz und Schicksal
  • Wissenschaftstheoretische Einordnung von Kausalitätsprinzipien
  • Die Perspektive auf das Schicksal als „Schicksalszufälligkeit“

Auszug aus dem Buch

3.1 Kausalitätsprinzip

Kausalitätsverfechter gehen, trotz der Erkenntnisse zur Quantenmechanik, weiterhin davon aus, dass lediglich die Messinstrumente und Verifikationsmöglichkeiten einer Begrenzung erliegen. Betrachtet man das Kausalprinzip, so wird aus heutiger Wissenschaftstheorie vor allem eines klar, nämlich das es weiterhin, wenn auch widerwillig, als eine Grundvoraussetzung wissenschaftlichen Forschens angesehen wird. „{...}In Hinblick auf den Tatbestand, dass im Falle kausal unerklärbarer Naturvorkommnisse nicht angenommen wird, dass es dafür keine Kausalgesetze gibt, sondern dass diese bisher nur nicht gefunden werden konnten.“ Das heißt, dass die fehlende Voraussagbarkeit in der Quantenmechanik und Wahrscheinlichkeitstheorie lediglich einem unzureichenden Wissenschaftsstand geschuldet ist. Das Kausalitätsprinzip an sich wird nicht in Frage gestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in Leibniz' Satz vom zureichenden Grund und Darstellung der Zielsetzung, das Spannungsfeld zwischen Determinismus und Indeterminismus neu zu bewerten.

2. Der zureichende Grund bei Leibniz: Analyse der Rolle Gottes als letzter Grund der Welt und die Einbettung von Kontingenz in ein deterministisches System.

3. Determinismus: Erörterung der kausalen Grundlagen, des Kausalitätsprinzips und der Entwicklung des Determinismusbegriffs zu einem gesetzgebenden Prinzip.

4. Indeterminismus: Betrachtung der physikalischen Widerlegung des klassischen Determinismus und der philosophischen Randstellung des Indeterminismus.

5. Zufall: Unterscheidung zwischen subjektivem und objektivem Zufall sowie Diskussion über die statistische Natur von Ereignissen.

6. Schicksal: Historische und philosophische Betrachtung des Schicksalsbegriffs mit Fokus auf theologische Konzepte und die „Schicksalszufälligkeit“ bei Odo Marquard.

7. Fazit: Zusammenfassung der These, dass Determinismus und Indeterminismus als ein ausbalanciertes Zusammenspiel statt als exklusive Gegensätze zu betrachten sind.

Schlüsselwörter

Zureichender Grund, Leibniz, Determinismus, Indeterminismus, Kausalität, Zufall, Kontingenz, Schicksal, Schicksalszufälligkeit, Quantenmechanik, Gottesbeweis, Naturgesetze, Freiheit, Philosophie, Wissenschaftstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Untersuchung von Kausalität und Zufall, wobei die Position von G.W. Leibniz kritisch hinterfragt und in den Kontext der modernen Wissenschaftstheorie gestellt wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit behandelt die Begriffe Determinismus, Indeterminismus, Zufall (subjektiv und objektiv), Kontingenz sowie das Schicksal im theologischen und philosophischen Diskurs.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es zu beweisen, dass Zufälligkeit trotz der Annahme eines zureichenden Grundes existieren kann und dass sich deterministische und indeterministische Sichtweisen sinnvoll ergänzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Analyse, die auf der Auswertung klassischer Texte (Leibniz, Thomas von Aquin) und zeitgenössischer wissenschaftstheoretischer Literatur zur Kausalität und Quantenphysik basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen des Determinismus bei Leibniz, die wissenschaftstheoretische Debatte über Kausalität nach der Quantenmechanik und eine differenzierte Definition von Zufall und Schicksal detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen den zureichenden Grund, Determinismus, Indeterminismus, Kontingenz und das Zusammenspiel von Zufall und notwendiger Ordnung.

Wie unterscheidet Leibniz zwischen Zufall und notwendiger Grundstruktur?

Für Leibniz sind Ereignisse, die wir als zufällig wahrnehmen, „kontingent“, aber dennoch durch Gottes Vorsehung und den zureichenden Grund auf eine tiefere, determinierte Ursachenkette zurückführbar.

Was ist unter der „Schicksalszufälligkeit“ bei Odo Marquard zu verstehen?

Der Begriff beschreibt ein unentrinnbares Zusammenspiel von deterministischen Faktoren und indeterministischen Ereignissen, bei denen der Mensch trotz eigener Handlungsspielräume schicksalhaften Bedingungen unterworfen ist.

Wie positioniert sich die Arbeit zur Quantenmechanik?

Die Arbeit nutzt die Erkenntnisse der Quantenmechanik, um die Grenzen eines rein kausalen Weltbildes aufzuzeigen und Raum für eine indeterministische Ergänzung im philosophischen Weltverständnis zu schaffen.

Welchen Stellenwert nimmt die Theodizee in der Argumentation ein?

Die Theodizee dient dazu, das Leid in der Welt mit Leibniz' deterministischer Weltsicht zu versöhnen, indem das Schlechte als Begleiterscheinung oder Notwendigkeit innerhalb der bestmöglichen aller Welten verstanden wird.

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Résumé des informations

Titre
„Der zureichende Grund“ bei Leibniz - Leben als schicksalhafter Zufall
Université
Humboldt-University of Berlin
Note
2,0
Auteur
Mirna Funk (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
13
N° de catalogue
V169364
ISBN (ebook)
9783640876723
ISBN (Livre)
9783640876976
Langue
allemand
mots-clé
Leibniz Der zureichende Grund Determinismus Indeterminismus Schicksal Zufall
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mirna Funk (Auteur), 2011, „Der zureichende Grund“ bei Leibniz - Leben als schicksalhafter Zufall, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169364
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Extrait de  13  pages
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