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Hörfunk im jugendlichen Medienensemble

Ein Forschungsüberblick zur Rezeption und Bedeutung des Radios und aktuellen Entwicklungstendenzen

Título: Hörfunk im jugendlichen Medienensemble

Tesis (Bachelor) , 2010 , 65 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Stefan Heinrich (Autor)

Pedagogía - Pedagogía de los medios
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Das Radio kann als erstes elektronisches Massenmedium auf eine lange Tradition als Tagesbegleiter in deutschen Haushalten zurückblicken. In seiner Bedeutung für Jugendliche nahm es eine erstaunliche Entwicklung; so war der Hörfunk unmittelbar an der jugendkulturellen Verbreitung des Rock'n'Roll beteiligt oder trug mit speziellen Jugendsendungen in den späten 1960er Jahren zur adoleszenten Identitätsbildung bei. Dennoch wurde dem Radio – spätestens seit Etablierung des audiovisuellen Rundfunkpendants – sowohl in wissenschaftlichen Publikationen als auch von außerakademischen Forschungsinstanzen nur in geringem Maße Beachtung geschenkt.
Der Hörfunk, quasi-zyklisch totgesagt, ist auch heute nicht von der medialen Bildfläche verschwunden; für Heranwachsende bietet er – nicht erst seit der verstärkten Etablierung von Jugendprogrammen in den 1990er Jahren – vielfältige Möglichkeiten. In einer Zeit facettenreicher medialer Alternativen gewinnt allerdings die Frage nach seiner Konstitution wieder an Bedeutung. Im neuen Jahrtausend sehen sich die jungen Rezipienten mit einer immer größeren Angebotsvielfalt konfrontiert, die Anbieter einem härteren intermedialen Wettbewerb ausgesetzt. Wie diese Arbeit herausstellen wird, ist das Radio für Heranwachsende vor allem als Musikmedium von Bedeutung; in dieser Funktion hat es jedoch in den letzten Jahren zahlreiche Konkurrenten hinzugewonnen. In einer immer stärker konvergenten Medienwelt bieten multifunktionale Endgeräte neue Alternativen, Musik zu hören, doch auch die Angebote selbst dehnen sich aus und lassen junge Hörer aus einer Fülle von Möglichkeiten schöpfen. Computer, MP3-Player und Internet sind für Jugendliche zu wichtigen Abspieloptionen geworden und auch das Radio macht vor dieser Entwicklung nicht Halt: mit dem Konvergenzmedium schlechthin, dem Internet, können und müssen dem Hörfunk neue Wege erschlossen werden. Doch gelingt es ihm, im Verhältnis zu neuen Musikmedien im jugendlichen Medienensemble zu bestehen? Welche Position nimmt das Radio in Zeiten eines sich kulminierend ausdifferenzierenden Marktes und zenitaler Zeitbudgets jugendlicher Medienrezeption ein?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemdarstellung

1.2. Ziel der Arbeit

1.3. Fragestellungen

1.4. Untersuchungsmethode

1.5. Erläuterungen

2. Institutionelle Grundlagen des Themenkomplexes

2.1. Parameter Hörfunk – Rundfunkforschung und Jugend

2.2. Parameter Jugend – Jugendforschung und Medien

2.3. Medienpädagogik – Zwischen den Stühlen

2.4. Zusammenfassung

3. Jugend und Hörfunk – Der gegenwärtige Forschungsstand

3.1. Ein Forschungsdesiderat?

3.1.1. Exkurs: Gewaltforschung in Bezug auf Medien und Jugendliche

3.1.2. Historische Einbettung der Forschungslage

3.2. Dauerhafte Forschungsinstanzen

3.2.1. Parameter Hörfunk

3.2.2. Parameter Jugend

3.2.3. Exkurs: Internetstudien

3.3. Charakteristika jugendlichen Hörfunkverhaltens

3.3.1. Aufmerksamkeit

3.3.2. Empfundene Glaubwürdigkeit

3.3.3. Information und Wortbeiträge

3.3.4. Bindung

3.4. Hörfunk in der Entwicklung Heranwachsender

3.4.1. Hörfunk im Übergang zum Jugendalter

3.4.2. Hörfunk in der Frühadoleszenz

3.4.3. Hörfunk in der mittleren und späten Adoleszenz

3.5. Jugendliche, Radio und Musik

3.5.1. Die Bearbeitung jugendlichen Entwicklungsbedarfs

3.5.2. Musik und Gefühl

3.6. Fazit

3.6.1. Teil I: Der Hörfunk als Jugendmedium

3.6.2. Teil II: Der Forschungsstand zum Komplex Hörfunk und Jugendliche

4. Jugend und Hörfunk – Entwicklungen und Trends

4.1. Jugendliche Hörfunknutzung – Aktuelle Tendenzen im geschichtlichen Vergleich

4.2. Das Radio als Musikmedium und die neuen Konkurrenten

4.2.1. Webradio

4.2.2. Personalisierte Online-Musikangebote

4.3. Fazit

5. Zusammenfassung und Folgerung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit zielt darauf ab, den aktuellen Forschungsstand zur Rolle des Hörfunks im jugendlichen Medienensemble zu beleuchten. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Jugendliche das Medium Radio in Zeiten zunehmender medialer Konvergenz nutzen, welche Bedeutung Musik in diesem Kontext einnimmt und wie sich die Marktsituation für den Hörfunk angesichts neuer digitaler Wettbewerber verändert hat.

  • Forschungsstand und Entwicklungstendenzen des Hörfunks bei Jugendlichen
  • Die Bedeutung von Musik als zentrales Bindeglied zwischen Radio und jugendlicher Lebenswelt
  • Herausforderungen durch Konvergenzmedien und neue digitale Abspieloptionen
  • Funktionen des Radios bei der Bewältigung jugendlicher Entwicklungsaufgaben

Auszug aus dem Buch

3.3.1. Aufmerksamkeit

Entsprechend des vorherrschenden Rezeptionscharakteristikums der Nebenbei-Nutzung beziehungsweise des begleiteten Hörens ist auch die jugendliche Zuwendung zum Radio mitunter von schwacher Aufmerksamkeit gekennzeichnet, allerdings belegen Six' Berechnungen, einen geringeren Anteil des Nebenbei-Hörens gegenüber allen anderen Bevölkerungsgruppen – 65 Prozent der Nutzungsdauer bei den 14- bis 19-Jährigen gegenüber 79 Prozent in der Gesamtbevölkerung.

Für die kindliche und präadoleszente Radionutzung ist zuletzt keine signifikant erhöhte Aufmerksamkeit in der Zuwendung belegt, jedoch ist sie höher, je jünger die Kinder sind, was auf die vergleichsweise geringe Medienerfahrung, den weniger routinierten Umgang mit dem Medium und den geringen Habituationsgrad zurückzuführen ist. Die dem Medium entgegengebrachte Aufmerksamkeit verhält sich vermutlich tendenziell reziprok proportional zum Grad an Gewöhnung, wenn auch eine dezidierte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem angenommenen Zusammenhang bislang ausblieb.

Insgesamt betonen die Mehrzahl der Aussagen die vorherrschende Eigenschaft des Nebenbei-Hörens mit geringer Aufmerksamkeit in Parallelität zu anderen Altersgruppen; auch für Jugendliche steht das Radio, entsprechend der Habitualisierungsprozesse infolge der Allgegenwärtigkeit der Medien, die sich speziell in der medialen Musikwahrnehmung niederschlagen, selten im Wahrnehmungsfokus, wenn auch der Grad an Konzentration entsprechend inhaltlicher Präferenzen alterniert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Problematik und Zielsetzung der Untersuchung, die den Fokus auf das Beziehungsgeflecht zwischen Jugend, Hörfunk und Musik legt.

2. Institutionelle Grundlagen des Themenkomplexes: Charakterisierung der beteiligten Forschungsfelder Hörfunkforschung, Jugendforschung und Medienpädagogik, die das Spannungsfeld bilden.

3. Jugend und Hörfunk – Der gegenwärtige Forschungsstand: Umfassende Analyse des bisherigen Wissensstandes inklusive der Rolle von Musik und den Funktionen des Radios für die jugendliche Entwicklung.

4. Jugend und Hörfunk – Entwicklungen und Trends: Untersuchung der Auswirkungen technischer Konvergenz und neuer musikbasierter Konkurrenzangebote auf die Radionutzung.

5. Zusammenfassung und Folgerung: Synthese der wesentlichen Ergebnisse zur Bedeutung des Radios als Musikmedium und Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Hörfunk, Jugendforschung, Medienpädagogik, Mediennutzung, Musik, Konvergenz, Radio, Adoleszenz, Nebenbei-Hören, Digitalisierung, Webradio, Mediensozialisation, Nutzungsdaten, Unterhaltung, Musikmedien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den aktuellen Forschungsstand zur Rolle des Radios im Alltag von Heranwachsenden und analysiert, wie sich das Medium Radio in einem sich wandelnden Medienensemble behauptet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die medienpädagogische Bedeutung des Radios, die spezifische Funktion von Musik für Jugendliche sowie der Einfluss von neuen digitalen Konkurrenzangeboten wie Webradio und personalisierten Musikdiensten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Forschungsstand zur Jugendhörfunkforschung zu erhellen und aufzuzeigen, wie Jugendliche das Medium heute nutzen und welchen Stellenwert es für ihre Entwicklung hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer Literaturanalyse beziehungsweise Sekundäranalyse bestehender empirischer Studien und Forschungsprojekte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird der Forschungsstand zu jugendlichem Hörfunkverhalten detailliert analysiert, inklusive der psychologischen Bedeutung von Musik und der Auswirkungen des sogenannten „Nebenbei-Hörens“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Hörfunk, Mediennutzung, Jugendliche, Musik, Konvergenz, Medienpädagogik und Sozialisation.

Warum wird das Radio heute oft als „totgesagt“ bezeichnet?

Aufgrund der Zunahme von alternativen Medienangeboten wie Internet, MP3-Playern und Handys, die in Konkurrenz zur klassischen Radionutzung stehen, gewinnt die Frage nach der Konstitution und Relevanz des Radios für junge Hörer neu an Bedeutung.

Welche Rolle spielt Musik in der jugendlichen Radionutzung?

Musik ist der wichtigste Grund für die Radionutzung. Sie dient Jugendlichen als „Stimmungsregulativ“ und hilft ihnen bei der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben, indem sie beispielsweise als subkultureller Türöffner fungiert.

Wie verändert sich die Radionutzung im Laufe des Jugendalters?

Mit zunehmendem Alter differenziert sich das Nutzungsverhalten. Während das Radio in der Schwellenphase zur Jugend eine hohe Bedeutung hat, gewinnen im späteren Jugendalter individuell steuerbare Medien (wie MP3 oder Internet) an Bedeutung.

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse zum Thema „Konvergenz“?

Durch technische Novitäten wie Webradio und personalisierte Musikdienste wird das Radio zunehmend in andere Endgeräte integriert, was für Radiosender die Notwendigkeit schafft, sich durch innovative Begleitangebote zu profilieren.

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Detalles

Título
Hörfunk im jugendlichen Medienensemble
Subtítulo
Ein Forschungsüberblick zur Rezeption und Bedeutung des Radios und aktuellen Entwicklungstendenzen
Universidad
University of Leipzig  (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Calificación
1,7
Autor
Stefan Heinrich (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
65
No. de catálogo
V169422
ISBN (Ebook)
9783640877713
ISBN (Libro)
9783640877829
Idioma
Alemán
Etiqueta
Radio Hörfunk Medien Heranwachsende Jugend Internetradio Medienforschung Musik Jugendforschung Hörfunkforschung Adoleszenz Medienkonvergenz Hybridmedien Medienhybrid
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefan Heinrich (Autor), 2010, Hörfunk im jugendlichen Medienensemble, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169422
Leer eBook
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Extracto de  65  Páginas
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