Im Vordergrund der Valenzgrammatik steht die Valenz des Verbs (Verbvalenz). Gerade im Bereich ‚DaF – Deutsch als Fremdsprache‘ kann man die Verbvalenz sinnvoll einsetzen. Anhand von Beispielen wird erläutert, mit wie vielen Leerstellen man ein Verb besetzen muss, damit der Satz grammatikalisch korrekt ist. Da die jeweiligen Grammatiken von Land zu Land unterschiedlich sind, ist es für Nichtmuttersprachler immer schwierig, in einem grammatikalisch korrekten Deutsch zu sprechen. Die Valenzgrammatik versucht dieses Problem mittels eines kategorisierten Systems zu mindern.
Im Folgenden soll das Grundprinzip der Verbvalenz geschildert und anhand von Beispielen verdeutlicht werden. In einem ersten Schritt steht die Frage nach dem Begriff ‚Valenz‘. Hier findet sich bereits eine Vielzahl an Definitionen. Im zweiten Schritt werden die drei großen Untersuchungsbereiche der Verbvalenz ausführlich geschildert: Quantitative Valenz, qualitative Valenz und selektionale Valenz.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definition und Begriff, Valenz'
- Quantitative Valenz
- Unterscheidung: Ergänzung und Angabe
- Komplemente
- Qualitative Valenz
- Ergänzungen
- Alternative Anschlüsse
- Selektionale Valenz
- Schluss
- Literaturangaben
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Grundprinzip der Valenzgrammatik, insbesondere mit der Verbvalenz. Der Fokus liegt dabei auf der Anwendung des Konzepts im Bereich des Deutsch als Fremdsprache-Unterrichts. Ziel ist es, die Bedeutung und Funktionsweise der Verbvalenz zu erläutern und anhand von Beispielen zu verdeutlichen, wie die Valenz die grammatikalische Korrektheit von Sätzen beeinflusst.
- Definition und Bedeutung des Begriffs „Valenz“
- Quantitative Valenz: Unterscheidung zwischen Ergänzungen und Angaben
- Qualitative Valenz: Formale Eigenschaften von Ergänzungen
- Selektionale Valenz: Inhaltliche Eigenschaften von Ergänzungen
- Anwendung der Valenzgrammatik im Bereich Deutsch als Fremdsprache
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt in das Thema der Valenzgrammatik und ihrer Bedeutung für den Deutsch als Fremdsprache-Unterricht ein. Sie stellt das Grundprinzip der Verbvalenz vor und erklärt, wie es zur Analyse von Satzstrukturen eingesetzt werden kann.
Definition und Begriff, Valenz'
Dieses Kapitel definiert den Begriff „Valenz“ und beleuchtet seine verschiedenen Bedeutungen in anderen Disziplinen, wie Chemie, Psychologie und Ökologie. Es zeigt, wie der Begriff in der Linguistik verwendet wird und welche Bedeutung er für die Analyse von Satzstrukturen hat.
Quantitative Valenz
Dieses Kapitel behandelt die quantitative Valenz und erläutert, wie viele Leerstellen ein Verb eröffnet. Es unterscheidet zwischen Ergänzungen und Angaben und erklärt, wie diese Elemente die Satzstruktur beeinflussen. Anhand von Beispielen wird die Unterscheidung zwischen Komplementen und Supplementen verdeutlicht.
Qualitative Valenz
Dieses Kapitel widmet sich der qualitativen Valenz und analysiert die formalen Eigenschaften von Ergänzungen. Es beschreibt, welche Wortklassen für die Besetzung der Leerstellen eines Verbs geeignet sind und wie die Beziehungen zwischen dem Verb und seinen Ergänzungen funktionieren.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind Verbvalenz, quantitative Valenz, qualitative Valenz, selektionale Valenz, Ergänzungen, Angaben, Komplemente, Supplemente, Deutsch als Fremdsprache, Grammatik, Satzstruktur.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Verbvalenz?
Verbvalenz beschreibt die Eigenschaft eines Verbs, eine bestimmte Anzahl und Art von Leerstellen im Satz zu eröffnen, die mit Ergänzungen besetzt werden müssen, damit der Satz grammatikalisch korrekt ist.
Warum ist die Valenzgrammatik für „Deutsch als Fremdsprache“ (DaF) wichtig?
Da Verben in verschiedenen Sprachen unterschiedliche Ergänzungen fordern, hilft das kategorisierte System der Valenzgrammatik Nichtmuttersprachlern, Sätze korrekt zu strukturieren.
Was ist der Unterschied zwischen Ergänzungen und Angaben?
Ergänzungen (Komplemente) sind vom Verb gefordert und notwendig für die Grammatikalität. Angaben (Supplemente) sind optional und liefern zusätzliche Informationen (z. B. Zeit oder Ort), ohne die Struktur zu verändern.
Was untersuchen die quantitative und die qualitative Valenz?
Die quantitative Valenz bestimmt die Anzahl der Leerstellen eines Verbs. Die qualitative Valenz analysiert die formalen Eigenschaften (z. B. Kasus oder Wortklasse) dieser Ergänzungen.
Was beschreibt die selektionale Valenz?
Die selektionale Valenz befasst sich mit den inhaltlichen bzw. semantischen Bedingungen, die eine Ergänzung erfüllen muss (z. B. ob das Subjekt belebt sein muss).
- Quote paper
- Stephan Daub (Author), 2010, Grundprinzip der Valenzgrammatik - Verbvalenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169425