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Inwieweit ist der Freie Welthandel für die Entwicklung Brasiliens verantwortlich?

Title: Inwieweit ist der Freie Welthandel für die Entwicklung  Brasiliens verantwortlich?

Seminar Paper , 2010 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts Esther Schuch (Author)

Sociology - Economy and Industry
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Denken wir an Brasilien, so assoziieren wir häufig bestimmte Bilder mit diesem Land. Der Strand Ipanema’s, Karneval, Samba, Fußball, aber auch Armut, favelas, Unterentwicklung und die Abholzung des Regenwaldes. Selten sehen wir jedoch, wie sich Brasilien entwickelt hat, welche Potenziale es hat und auch bietet. Um mit dem stereotypen Bild Brasiliens aufzuräumen, befasst sich diese Arbeit mit der wirtschaftlichen, und daran gekoppelt der sozialen Entwicklung. Internationale Organisationen, wie zum Beispiel die Welthandelsorganisation, gehen von der These aus, dass Freier Handel zu einem Wohlstandsgewinn aller führt. Daher lautet die Fragestellung dieser Arbeit wie folgt:
In wieweit ist der Freie Handel für die Entwicklung Brasiliens verantwortlich?
Die Theorie des Freien Handels geht auf die Theorien von Adam Smith und David Ricardo zurück. Daher beginnt diese Arbeit mit einer Erläuterung der Hauptprinzipien der beiden Ökonomen. Es folgt eine Operationalisierung von Entwicklung, da dieser Term häufig ohne Definition gebraucht wird. Auch gibt es äußerst unterschiedliche Interpretationen, was genau als Entwicklung gilt.
Die Betrachtung Brasiliens beginnt mit der Zeit der Unabhängigkeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Gezeigt wird die Struktur der damaligen Wirtschaft und mit welchen Problemen sie zu kämpfen hatte. Es wird Bezug genommen auf die internen, sowie externen Schwierigkeiten und wie diese die Umstrukturierung der Wirtschaft beeinflussten. Der nächste einschneidende Kurswechsel fand mit dem Beginn der Militärdiktatur statt, da diese eine Liberalisierung nach eigenen Regeln betrieb. Es folgte eine Zeit der Inflation und der Maßnahmen zur Bekämpfung eben jener, die alle unwirksam waren. Der nächste Teil der Arbeit befasst sich mit dem Plano Real, welcher die wirtschaftliche Stabilisierung brachte. Der Aufbau und die Auswirkungen des Plano Real werden ausführlich behandelt. Im letzten Teil dieser Arbeit wird die wirtschaftliche und soziale Lage Brasiliens im 21. Jahrhundert dargestellt. Es werden Indikatoren für Entwicklung verglichen und erläutert. Es wird dargelegt, wieso sich Brasilien wirtschaftlich als auch sozial positiv entwickelt hat. Insbesondere unter der Tatsache, dass es eine der schwersten Weltwirtschaftskrisen im Jahr 2008 gab.
Die Arbeit schließt mit einem Fazit und einem Ausblick auf zukünftige Felder, in denen Entwicklung notwendig sein wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE PRINZIPIEN DES FREIEN HANDELS NACH SMITH UND RICARDO

3. DEFINITION VON ENTWICKLUNG

4. BRASILIENS WIRTSCHAFTLICHE MAßNAHMEN BIS 1994

5. DER PLANO REAL UND SEINE AUSWIRKUNGEN

6. BRASILIENS WIRTSCHAFTLICHE UND SOZIALE LAGE IM 21. JAHRHUNDERT

7. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Freien Handels für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Brasiliens. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Integration in den Weltmarkt tatsächlich zu Wohlstandsgewinnen für die Bevölkerung geführt hat oder ob interne Faktoren wie Binnenmarktentwicklung und sozialpolitische Maßnahmen eine bedeutendere Rolle spielten.

  • Wirtschaftstheoretische Grundlagen von Adam Smith und David Ricardo
  • Historische Analyse der brasilianischen Wirtschaftspolitik im 20. Jahrhundert
  • Analyse des Plano Real und dessen Auswirkungen auf Inflation und Konsum
  • Die Bedeutung von Sozialprogrammen wie Bolsa Família für die soziale Gerechtigkeit
  • Der Einfluss des Binnenmarktes auf die Krisenresistenz der brasilianischen Ökonomie

Auszug aus dem Buch

2. Die Prinzipien des Freien Handels nach Smith und Ricardo

Spricht man von freiem Handel, so ist es beinahe unmöglich, sich nicht mit Adam Smith und seinem Werk „The Wealth of Nations“ von 1776 zu befassen. Hier werden nur die grundlegenden Überlegungen von Smith dargestellt. Smith beschäftigte sich mit der Frage, wie es möglich sei, dass eine Gesellschaft von Individuen, die alle auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind, als eine Einheit funktioniert. Er beantwortete diese Frage mit dem Konzept der „invisible hand“ (Heilbronner 1999: 54). Smith geht davon aus, dass Angebot und Nachfrage sich selbst regulieren, solange sich niemand in den Marktmechanismus einmischt. Die treibende Kraft des Marktes ist „the self-interest“ des Individuums, das so bestimmt wird, wofür eine Gesellschaft zu zahlen bereit ist.

Die Frage, die sich Smith nun stellt, ist, wie wird dafür gesorgt, dass habgierige Einzelpersonen nicht übermäßig hohe Preise für ihre Güter verlangen. Hier kommt der Wettbewerb als regulative Kraft ins Spiel. Die einzelnen Anbieter stehen in Konkurrenz zueinander. Dies hat den Effekt, dass einzelne Anbieter nicht exorbitant hohe Preise für ihre Güter verlangen können, da die Konkurrenz diese Preise unterbieten wird, was zur Folge hat, dass ersterer nichts mehr verkauft. So ist es zu erklären, dass die Preise sich an die Nachfrage anpassen, obwohl der Eigennutz der Verkäufer einen nachfrageunabhängigen Preis vermuten lassen würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik und Darlegung der Fragestellung zur Rolle des Freien Handels für Brasiliens Entwicklung.

2. DIE PRINZIPIEN DES FREIEN HANDELS NACH SMITH UND RICARDO: Erläuterung der klassischen ökonomischen Theorien zum Freihandel und komparativen Vorteil.

3. DEFINITION VON ENTWICKLUNG: Auseinandersetzung mit verschiedenen Begriffen und Messgrößen von Entwicklung, einschließlich HDI und Einkommensverteilung.

4. BRASILIENS WIRTSCHAFTLICHE MAßNAHMEN BIS 1994: Historischer Rückblick auf die brasilianische Wirtschaftsentwicklung von der Kaffee-Ära über die Militärdiktatur bis zur Inflationskrise.

5. DER PLANO REAL UND SEINE AUSWIRKUNGEN: Detaillierte Analyse der Stabilisierungsmaßnahmen und deren ökonomischen sowie sozialen Folgen.

6. BRASILIENS WIRTSCHAFTLICHE UND SOZIALE LAGE IM 21. JAHRHUNDERT: Betrachtung der aktuellen sozialen Ungleichheit und der Wirksamkeit von Sozialprogrammen unter der Regierung Lula da Silva.

7. FAZIT: Synthese der Ergebnisse mit der Schlussfolgerung, dass nationale Binnenmarktfaktoren und gezielte Sozialpolitik wichtiger waren als der reine Freihandel.

Schlüsselwörter

Brasilien, Freier Handel, Wirtschaftsentwicklung, Plano Real, Inflation, Soziale Ungleichheit, Binnenmarkt, Bolsa Família, Globalisierung, Adam Smith, David Ricardo, Industrieförderung, Schwellenland, Weltwirtschaft, Konsum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische und moderne wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens und hinterfragt die These, dass Freier Handel der alleinige Motor für den Wohlstand des Landes war.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Neben den klassischen Freihandelstheorien stehen die brasilianische Wirtschaftsgeschichte, der Kampf gegen die Inflation durch den Plano Real sowie die Bedeutung sozialer Ungleichheit im Vordergrund.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, inwieweit der Freie Welthandel tatsächlich für die Entwicklung Brasiliens verantwortlich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet einen historisch-analytischen Ansatz unter Rückgriff auf wirtschaftssoziologische Theorien und statistische Entwicklungsindikatoren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die historische Entwicklung Brasiliens bis 1994, die Implementierung des Plano Real sowie eine Untersuchung der sozioökonomischen Situation im 21. Jahrhundert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Brasilien, Wirtschaftsentwicklung, Plano Real, Freier Handel und soziale Ungleichheit.

Warum war der Binnenmarkt für Brasilien so entscheidend?

Der Binnenmarkt fungierte als stabile Einkommensquelle und Puffer, der Brasilien half, durch globale Krisen, wie etwa 2008, weniger stark beeinträchtigt zu werden als andere stark exportabhängige Länder.

Welche Bedeutung hatte das Programm Bolsa Família?

Bolsa Família war ein entscheidendes Sozialinstrument der Regierung Lula da Silva, das durch gezielte Transfers an Mütter zur direkten Verringerung der Einkommensschere und Armut beigetragen hat.

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Details

Title
Inwieweit ist der Freie Welthandel für die Entwicklung Brasiliens verantwortlich?
College
University of Trier
Course
Proseminar
Grade
1,3
Author
Bachelor of Arts Esther Schuch (Author)
Publication Year
2010
Pages
19
Catalog Number
V169467
ISBN (eBook)
9783640878208
ISBN (Book)
9783640878758
Language
German
Tags
freie welthandel entwicklung brasiliens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Esther Schuch (Author), 2010, Inwieweit ist der Freie Welthandel für die Entwicklung Brasiliens verantwortlich?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169467
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