Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Political Systems - Germany

Direkte Demokratie auf Bundesländer- und Kommunalebene

Title: Direkte Demokratie auf Bundesländer- und Kommunalebene

Essay , 2007 , 5 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: stud. pol. Gerrit Achenbach (Author)

Politics - Political Systems - Germany
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die folgenden Antworten behandeln die Entwicklung der Direkten Demokratie auf Bundesländer- und Kommunalebene in Deutschland, ihre Auswirkungen und einen Vergleich der unterschiedlichen Wirkungen der Direktdemokratie in der Schweiz und Deutschland.

Die Fragen werden anhand der Texte von Theo Schiller „Direkte Demokratie auf Bundesländer- und Kommunalebene“ und Raphael Magin und Christina Eder „Direkte Demokratie in den Bundesländern: Grundlagen, Institutionen, Anwendungen“ in Wagschal/Freitag beantwortet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Entwicklung der Direkten Demokratie in den Bundesländern

2. Wirkungen auf Bundesländerebene

3. Gründe für die geringe Wirkung im Vergleich zur Schweiz

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Entwicklungsstand und die praktische Wirksamkeit direktdemokratischer Verfahren auf der Landes- und Kommunalebene in Deutschland. Dabei wird analysiert, inwiefern diese Instrumente zur politischen Partizipation beitragen, welche institutionellen Hürden ihre Wirkung begrenzen und warum sich im Vergleich zum Schweizer Modell nur eine geringe Systemintegration feststellen lässt.

  • Historische Entwicklung direktdemokratischer Elemente in den Bundesländern
  • Analyse der Partizipationswirkung und des „Responsiveffekts“
  • Untersuchung von Barrieren wie Quoren, Themenbeschränkungen und Fristen
  • Vergleich der Systemintegration von Direkter Demokratie in Deutschland und der Schweiz

Auszug aus dem Buch

Wirkungen auf Bundesländerebene

Im Sinne der Auswirkungen der Direkten Demokratie können verschiedene Effekte betrachtet werden. Unstrittig ist die Tatsache, dass die politischen Teilhaberechte durch die direktdemokratischen Verfahrenselemente erweitert werden. Außerdem können Einflüsse auf die Entscheidungsprozesse und die Politikergebnisse beobachtet werden. Ob tatsächlich und wie stark diese Einflüsse sind ist zu erörtern. Als letztes wird untersucht, ob sich die Direkte Demokratie auf das vorhandene Institutionensystem auswirkt und Strukturveränderungen hervorruft.

Der wichtigste und elementarste Effekt von Direkter Demokratie ist die Teilhabe- respektive Partizipationswirkung, welche unter anderem in Bayern und Hamburg auf Landes- sowie Kommunalebene und in Hessen und Nordrhein-Westfalen nur auf Kommunalebene verbreitet ist. Vorteil der Teilhabe durch Direkte Demokratie ist die politische Artikulationsmöglichkeit für die Bürger, was dazu führt, dass die politische Themenstruktur im Sinne von Agendasetting erweitert wird oder einzelne Bürger, die unter Umständen neu in der Politik sein können, aktiv werden und als Oppositionsersatz eine Gegenposition einnehmen. Die Direktdemokratie besitzt weiterhin die Fähigkeit, Themen in die Öffentlichkeit zu tragen und dort diskutieren zu lassen. So sei als Beispiel die Sparkassenorganisation in Sachsen 2001 genannt. Erkennbar wird bei Betrachtung der Direktdemokratie auf der Länder- und Kommunalebene, dass es möglich ist, regional und thematisch breite Differenzierungen nach Interessen und Motivation der ansässigen Bürger vorzunehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

Entwicklung der Direkten Demokratie in den Bundesländern: Das Kapitel zeichnet die uneinheitliche historische Entwicklung direktdemokratischer Verfahren nach, die von frühen Initiativen nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur verstärkten Reformbewegung um die Zeit der Wiedervereinigung reicht.

Wirkungen auf Bundesländerebene: Hier werden die Effekte auf die politische Partizipation sowie die Kontroll- und Gestaltungsmöglichkeiten durch Volksinitiativen analysiert, wobei insbesondere der „Responsiveffekt“ und die Schwierigkeiten bei der Messung qualitativer Auswirkungen hervorgehoben werden.

Gründe für die geringe Wirkung im Vergleich zur Schweiz: Dieses Kapitel identifiziert strukturelle Barrieren wie das Finanztabu, hohe Quoren, kurze Sammlungsfristen und die fehlende Akzeptanz durch Parlamentarier als Hauptursachen für die begrenzte Wirksamkeit im deutschen Kontext.

Schlüsselwörter

Direkte Demokratie, Bundesländer, Kommunalebene, Volksbegehren, Bürgerentscheid, Partizipation, Quoren, Systemintegration, Agendasetting, Responsiveffekt, Finanztabu, politische Teilhabe, Deutschland, Schweiz, politische Institutionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Stand und der Wirkung direktdemokratischer Instrumente innerhalb der deutschen Bundesländer und auf der kommunalen Ebene.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die historische Entwicklung, die Möglichkeiten der politischen Teilhabe für Bürger sowie die institutionellen Hindernisse, die eine effektive Anwendung dieser Instrumente erschweren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Einfluss von Volksinitiativen und Bürgerentscheiden zu bewerten und zu erklären, warum diese im Gegensatz zur Schweiz in Deutschland bisher kaum eine tiefe Systemintegration erreicht haben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse zentraler Texte, darunter Arbeiten von Theo Schiller sowie Raphael Magin und Christina Eder, um einen fundierten Überblick über Institutionen und Anwendungen zu geben.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Partizipationswirkungen, den „Responsiveffekt“ auf die Politik sowie spezifische Hürden wie das Finanztabu und restriktive Quoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Direkte Demokratie, Partizipation, Volksbegehren, Systemintegration und politisches Agendasetting definiert.

Warum spielt das sogenannte „Finanztabu“ eine Rolle?

Das Finanztabu schließt Gesetze mit erheblichen Auswirkungen auf den Haushalt von direktdemokratischen Verfahren aus, was die Themenwahl für Initiatoren stark einschränkt und Verfahren oft unattraktiv macht.

Wie unterscheiden sich die deutschen Bundesländer in ihrer Praxis?

Es gibt große Unterschiede zwischen den Bundesländern bezüglich der Quoren, der Zulässigkeit von Themen und der Offenheit der politischen Entscheidungskultur, wobei Bayern und Brandenburg als positive Beispiele für eine stärkere Systemintegration hervorgehoben werden.

Excerpt out of 5 pages  - scroll top

Details

Title
Direkte Demokratie auf Bundesländer- und Kommunalebene
College
University of Heidelberg  (Institut für Politische Wissenschaften)
Course
Direkte Demokratie – Bestandsaufnahme und Wirkungen im internationalen Vergleich
Grade
1,7
Author
stud. pol. Gerrit Achenbach (Author)
Publication Year
2007
Pages
5
Catalog Number
V169468
ISBN (eBook)
9783640879540
ISBN (Book)
9783640879953
Language
German
Tags
direkte demokratie bundesländer- kommunalebene
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
stud. pol. Gerrit Achenbach (Author), 2007, Direkte Demokratie auf Bundesländer- und Kommunalebene, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169468
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  5  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint