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Orte der Erinnerung - Erinnerungskultur & Gedächtnis

Fallbeispiel Burg Finstergrün

Titre: Orte der Erinnerung - Erinnerungskultur & Gedächtnis

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2010 , 23 Pages , Note: 1,0

Autor:in: MMag. Catrin Neumayer (Auteur)

Études Culturelles - Généralités et définitions
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Ziel dieser Arbeit ist es, die Burg Finstergrün als historisches Gebäude und als Ort
der Erinnerung zu bearbeiten. Hierbei soll die Geschichte der Burg mit den
unterschiedlichen Formen von Gedächtnis und dabei v.a. der kollektiven Erinnerung
in Zusammenhang gebracht werden und die Frage nach den Formen der Erinnerung
auf Burg Finstergrün gestellt werden. Gefragt wird folglich nach den (medialen) Trägern der Erinnerung wie Schriften, Bildern und dem Ort selbst neben Formen
von Erinnerung wie die Art des alltäglichen Gebrauchs der Erinnerung insofern, dass
die Frage nach der Art der Bewahrung des Wissens sowie der dem Ort
innewohnenden Besonderheiten gestellt wird.
Zu Beginn soll ein theoretischer Teil zum Thema Erinnerungskultur hinführen, bevor
die Geschichte der Burg ihrer Ausführlichkeit nach, der Länge der Arbeit
entsprechend prägnant dargestellt werden soll, wobei mehr auf die für die
Erinnerungskultur relevanten Aspekte, denn auf spezifische geschichtliche
Gegebenheiten eingegangen wird. Im Weiteren werden die verschiedenen
Bestimmungszwecke der Burg im Laufe ihrer Zeit im Kontext der Erinnerungskultur
angeführt. Zum Ende der Arbeit hin sollen spezifische Fragen geklärt werden bevor
abschließend ein Fazit über die Erinnerungskultur auf Burg Finstergrün gezogen
werden soll. Für die Arbeit wurden mehrere Lokalaugenscheine auf Burg
Finstergrün durchgeführt, mit den zentralen Personen der Burgverwaltung, einigen
Angestellten der Burg sowie einigen Einwohnern des Ortes Ramingstein gesprochen
und die Burg im Hinblick Zeichen und Indizien von Erinnerungskultur besichtigt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hinwendung zur Thematik

2.1. Definitionen

2.1.1. Definition Erinnerungsort

2.2. Gedächtnisarten

2.2.1. Soziales Gedächtnis

2.2.2. Individuelles Gedächtnis

2.2.3. Kollektives Gedächtnis

2.2.4. Kulturelles Gedächtnis

3. Geschichte der Burg

3.1. Besitzer der Burg

3.2. 17. - 18. Jahrhundert: Niedergang & Verfall der Burg

3.3. 18. – 20. Jahrhundert

4. Die Burg als Erinnerungs- & Gedächtnisort

4.1. Die Burg als historisches Gebäude

4.2. Die Burg als Denkmal (des Ortes Ramingstein)

4.2.1. Ortsbeschreibung Ramingstein

4.3. Die Burg im Besitzt der Nationalsozialisten

4.4. Die Burg als belebte Jugendherberge

4.5. Die Burg als Museum

4.5.1. Definition Museum

4.5.2. Definition Ausstellung

4.5.3. Kurzüberblick „Die Gräfin vom Lungau“

4.5.3.1. Rahmenbedingungen& Zeiträume der Ausstellung

4.5.4. Die Bedeutung der Burg als Museum

5. Konklusion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Burg Finstergrün als historischen Gebäudekomplex und als aktiven Ort der Erinnerung. Ziel ist es, die wechselvolle Geschichte der Burg in einen theoretischen Kontext von individuellen, sozialen und kollektiven Gedächtnisformen zu setzen und die Bedeutung der (medialen) Erinnerungsarbeit am Beispiel der Ausstellung „Die Gräfin vom Lungau“ zu analysieren.

  • Grundlagen der Erinnerungskultur und Gedächtnistheorien
  • Historische Entwicklung der Burg Finstergrün und ihrer Besitzer
  • Die Rolle der Burg als Denkmal und Erinnerungsort
  • Aufarbeitung der NS-Vergangenheit und Formen des Vergessens
  • Museumspädagogik und regionale Identitätsbildung

Auszug aus dem Buch

4.3. Die Burg im Besitz der Nationalsozialisten

Im bzw. aufgrund des 2. Weltkrieges erfuhr die Burg Finstergrün zahlreiche Veränderungen, die sich hauptsächlich aus dem politischen Gegenruf von Margit Gräfin Szápáry gegen das nationalsozialistische Regime ergaben. Folglich wurde die Gräfin in der NS Zeit von einer öffentlichen Person zur gejagten Frau, die zurückgezogen lebte und sich hauptsächlich bei Freunden und Bekannten außer Landes aufhielt. Ihr Besitz wurde und damit die Burg Finstergrün galten als Begierdeobjekt der Nazis. Durch die finanziellen Schwierigkeiten der Gräfin, die sie dazu zwangen einen Kredit bei der Reichshypothekenbank aufzunehmen und die Burg mit einer Hypothek zu belasten war es ein Leichtes für die Nationalsozialisten in den gewollten Besitzt der Burg zu kommen. Folglich wurde die Burg (gegen den Willen der Gräfin) im Jahr 1941 von Anhängern der nationalsozialistischen Partei bewohnt.

Mit dem Einzug der Nazis ging der Verkauf der gesamten wertvollen Inneneinrichtung der Burg einher. Die Möbel wurden von den Nationalsozialisten ausgeräumt und in einem Münchner Auktionshaus zu Spottpreisen innerhalb der eigenen Reihen verkauft. Dadurch wurde versucht die Erinnerung an die Bewohner der Burg zu löschen. Darauffolgend wurde die Burg durch den NS-Reichsminister Ludwig Eberbach zum Zentrum für „Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung“ gemacht, wodurch auf der Burg Kurse für die Ausbildung nationalsozialistischer Lehrerinnen durchgeführt wurden (vgl. Thaller 2008: S.65). Des Weiteren wurde die Burg auch von anderen NSDAP Gliederungen bewohnt und genutzt. Nach dem Kriegsende wurde die Burg kurzzeitig als Lazarett genutzt, bis sie im Jahr 1945 wieder in den Besitz der Kinder der Gräfin überging.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert die theoretische Grundlage, dass Orte selbst Träger von Gedächtnis sind, und erläutert die Zielsetzung der Arbeit sowie die methodische Vorgehensweise anhand des Fallbeispiels Burg Finstergrün.

2. Hinwendung zur Thematik: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Gedächtnisforschung und differenziert zwischen sozialen, individuellen, kollektiven und kulturellen Gedächtnisformen.

3. Geschichte der Burg: Es erfolgt eine historische Aufarbeitung der Burg von der Erbauung im 12. Jahrhundert über die verschiedenen Adelsgeschlechter bis hin zu den baulichen Veränderungen und Verfallsphasen.

4. Die Burg als Erinnerungs- & Gedächtnisort: Das Hauptkapitel analysiert die verschiedenen Funktionen der Burg als historisches Gebäude, Denkmal, Ort der NS-Vergangenheit, Jugendherberge und Museum.

5. Konklusion: Die Konklusion fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die persönliche Erkenntniserweiterung der Autorin durch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Erinnerungskultur.

Schlüsselwörter

Erinnerungskultur, Gedächtnisort, Burg Finstergrün, Kollektives Gedächtnis, Ramingstein, Margit Gräfin Szapary, Denkmalpflege, Nationalsozialismus, Regionalentwicklung, Identitätsbildung, Geschichtskultur, Museumsarbeit, Erinnerungsträger, Verdrängung, Historisches Gebäude.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Burg Finstergrün über die Zeit von einem Wehrbau zu einem Ort der Erinnerung entwickelt hat und wie diese Orte zur Konstruktion von Identität beitragen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Schnittmenge von Architektur, Geschichte, kollektivem Gedächtnis und regionaler Identität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die theoretische und praktische Analyse der Burg Finstergrün als Träger von Erinnerungskultur sowie die Untersuchung der verschiedenen Funktionen, die der Ort im Wandel der Zeit eingenommen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer Kombination aus Literaturanalyse zu Gedächtnistheorien und einer empirischen Vor-Ort-Analyse, die Lokalaugenscheine sowie Gespräche mit der Burgverwaltung und Ortsansässigen umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die historische Genese der Burg, ihre Rolle als Denkmal, die schwierige Phase der NS-Besetzung und die Transformation zu einer modernen Bildungs- und Kultureinrichtung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Erinnerungskultur, kollektives Gedächtnis, Burg Finstergrün, Denkmalpflege und regionale Identität.

Welchen Stellenwert nimmt die NS-Zeit für die Burg Finstergrün ein?

Das Dokument betont, dass die NS-Zeit aufgrund der bewussten Tilgung von Spuren durch die Nationalsozialisten lange Zeit einer „Kultur des Vergessens“ unterlag und erst durch museale Aufarbeitung wieder ins Bewusstsein gerückt wurde.

Wie verändert die Nutzung als Museum die Wahrnehmung der Burg?

Die Nutzung als Museum fungiert als Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart; sie macht die Burg zum offiziellen Ort sozialer Erinnerung und ermöglicht den Besuchern eine stärkere emotionale und identitätsstiftende Bindung zum Ort.

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Résumé des informations

Titre
Orte der Erinnerung - Erinnerungskultur & Gedächtnis
Sous-titre
Fallbeispiel Burg Finstergrün
Université
Klagenfurt University  (Kultur)
Note
1,0
Auteur
MMag. Catrin Neumayer (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
23
N° de catalogue
V169538
ISBN (ebook)
9783640879373
ISBN (Livre)
9783640879281
Langue
allemand
mots-clé
Erinnerungskultur Orte als Gedächtnis Erinnerungsort Gedächtnisformen soziales Gedächtnis individuelles Gedächtnis kollektives Gedächtnis kulturelles Gedächtnis historische Gebäube Definition Gedächtnis Gedächtnisort Formen Erinnerung Museum Definition Museum Definition AUsstellung Bedeutung Erinnerung Assmann Definition Ort Gedenkensorte Denkmal Bedeutung Museum Denkmalpflege
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Citation du texte
MMag. Catrin Neumayer (Auteur), 2010, Orte der Erinnerung - Erinnerungskultur & Gedächtnis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169538
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Extrait de  23  pages
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