Die Bachelorarbeit untersucht die Bedeutung und Ausgestaltung des Spannungsverhältnisses von Nähe und Distanz im pädagogischen Alltag der Heimerziehung. Im Fokus steht die Frage, wie pädagogische Fachkräfte in der Arbeit mit Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren dieses Verhältnis erleben, gestalten und reflektieren und welche Auswirkungen dies auf die Gruppendynamik in einer Wohngruppe hat. Auf Grundlage theoretischer Konzepte zur professionellen Beziehungsgestaltung sowie zu Nähe und Distanz in der Sozialen Arbeit wird die Heimerziehung als spezifisches Arbeitsfeld betrachtet. Ergänzend werden praxisnahe Einblicke durch ethnografische Beobachtungen in einer Kleinkindwohngruppe gewonnen und kasuistisch ausgewertet. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass eine reflektierte Balance von Nähe und Distanz eine zentrale Voraussetzung für gelingende pädagogische Beziehungen und professionelle Handlungssicherheit in der Heimerziehung darstellt.
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- Paula Keller (Auteur), 2021, Heimerziehung und die Gruppendynamik im pädagogischen Alltag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1695438