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Kann man wahres Wissen erlangen? - aufgezeigt am Beispiel des Höhlengleichnisses Platons

Titre: Kann man wahres Wissen erlangen? - aufgezeigt am Beispiel des Höhlengleichnisses Platons

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 19 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Pia Brinkkoetter (Auteur)

Théologie - Théologie systématique
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Alles, was der Mensch sehen und fühlen kann, ist veränder- und wandelbar. Ein Baum zum Beispiel ist im Winter kahl und im Sommer trägt er grüne Blätter. Woher können wir annehmen, dass die Dinge, die wir sehen, real existieren? Entspricht der Baum, den wir sehen, der Wahrheit? Können wir als Mensch überhaupt ein Wissen erlangen, sodass wir exakt sagen können, dass der Baum, den wir sehen existiert? Ist das menschliche Wissen dass wahre Wissen?

In meiner Arbeit werde ich diese Fragen am Beispiel von Platons Höhlengleichnis versuchen zu beantworten. Ich werde besonderen Wert auf den Zusammenhang zwischen dem Höhlengleichnis, Platons Ideentheorie und Platons Verständnis des Wissens legen. Hierzu gehe ich zunächst auf das Leben und die Werke Platons ein. Dieser theoretische Aspekt dient einem besseren Verständnis meiner gesamten Hausarbeit. In meinem nächsten Kapitel werde ich den Wesensbegriff des Wissens nach Platon und seine Ideenlehre beschreiben. Hierbei werde ich nur knapp im Rahmen dieser Hausarbeit auf die beiden genannten Aspekte eingehen können, da der Zusammenhang an Bedeutung verlieren könnte und die Informationen den Rahmen meiner Arbeit sprengen würden. Das Höhlengleichnis werde ich in drei Schritte gliedern und es im Hinblick auf die Ideentheorie und Platons Verständnis des Wissens erläutern. Im darauf folgenden Kapitel werde ich auf Platon kritisch eingehen, um seine Argumente besser zu durchleuchten. Hierzu habe ich das „Dritter Mensch“-Argument von Aristoteles ausgesucht. Abschließend werde ich in meinem Fazit versuchen Platons Argumente, so wie die Kritik von Aristoteles kurz und knapp wieder zu geben, um anschließend über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten diskutieren zu können. Hierbei soll deutlich werden, ob die Menschen ein wahres Wissen erlangen können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Platon

2.1. Platons Leben

2.2 Kurze Übersicht über Platons Werke

3. Das Wissen nach Platon

3.1 Platons Ideenlehre

4. Das Höhlengleichnis

4.1 Ereignisse in der Höhle

4.2 Aufstieg und Ereignisse im Freien

4.3 Abstieg zurück in die Höhle

5. Aristoteles' Kritik an Platon: das „Dritter Mensch“-Argument

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das menschliche Verständnis von Wissen und Erkenntnis anhand von Platons Höhlengleichnis zu untersuchen. Dabei wird analysiert, wie sich der Übergang von sinnlicher Wahrnehmung zur Erkenntnis der Ideen vollzieht und wie diese Position durch Aristoteles kritisch hinterfragt wird.

  • Zusammenhang zwischen Höhlengleichnis, Ideentheorie und Wissensbegriff
  • Stufenmodell der menschlichen Erkenntnisgewinnung
  • Die pädagogische und soziale Verantwortung der Aufklärung
  • Aristoteles’ „Dritter Mensch“-Argument als Kritik an der Ideenlehre

Auszug aus dem Buch

4.1 Ereignisse in der Höhle

Wir sollen uns Menschen vorstellen, die von Geburt an gefesselt worden sind und in einer Höhle leben. Die Menschen können durch die Fesseln weder ihren Körper noch ihren Kopf bewegen. Ihre Köpfe starren unentwegt auf eine Höhlenwand, die von einem hinter ihnen liegenden Feuer beleuchtet wird. Zwischen diesem Feuer und dem Höhleneingang befindet sich eine Mauer. Hinter dieser Mauer agieren Menschen, welche verschiedene Gegenstände über die Mauer halten, sodass die Gegenstände Schatten an die gegenüberliegende Wand werfen. Die Gefangenen können nur die Schatten wahrnehmen. Sie wissen jedoch, dass es mehrere Menschen in dieser Höhle gibt, da sie sich mit ihnen unterhalten. Wenn sie jedoch ein Echo der sprechenden Menschen hinter der Mauer wahrnehmen würden, würden die Gefangen sie für die Laute der Schatten halten

Innerhalb des Gleichnisses wohnen die Menschen in einer Höhle und sehen Tag ein Tag aus nur Schatten. Die Wohnstätte der Höhlenbewohner steht im übertragenen Sinn für unser Alltagsleben. In Platons Werk Phaidon 82e-83a beschreibt er, dass das Gefängnis der Seele unser Körper sei. Somit könnte die Höhle auch sinnbildlich für unseren Körper stehen. Die Gefangenen leben in einer Schattenwelt, wobei sie nicht wissen können, ob es etwas anderes gibt außer Schatten. Sie haben weder klare Sicht auf die Schatten noch Einsicht. Ihre starre Haltung und ihre stets einseitige Sichtweise verkörpert den Zustand des naiven Bewußtseins. Denn die Menschen sehen nur die Schatten und sind dadurch in ihrer Erkenntnis eingeschränkt. Den Gefangenen fehlt die Alternative des Vergleichs. Daraufhin schreibt der Wissenschaftler Peter Kauder: „Das Wissen muss geführt, verbessert und in seinem Irrtum aufgebrochen werden.“ So sollen wir uns anschließend vorstellen, dass einer der Gefangenen von den Fesseln befreit und genötigt wird und plötzlich aufsteht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung nach der Möglichkeit wahren Wissens ein und erläutert den Aufbau der Untersuchung entlang des Höhlengleichnisses.

2. Platon: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über Platons Leben und sein umfangreiches Werk im Kontext der griechischen Klassik.

3. Das Wissen nach Platon: Hier wird der platonische Wissensbegriff eingeführt, der über rein erfahrungsbasiertes Wissen hinausgeht und die Welt der Ideen voraussetzt.

4. Das Höhlengleichnis: Dieses Kapitel gliedert das zentrale Gleichnis in drei Phasen, um den Erkenntnisprozess vom naiven Bewusstsein zur Aufklärung zu veranschaulichen.

5. Aristoteles' Kritik an Platon: das „Dritter Mensch“-Argument: Das Kapitel stellt die philosophische Gegenposition des Aristoteles dar, der die Trennung zwischen Ideen und sinnlicher Welt kritisiert.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Argumentation zusammen und diskutiert die Anwendbarkeit der platonischen Erkenntnistheorie auf die heutige Zeit.

Schlüsselwörter

Platon, Höhlengleichnis, Ideenlehre, Erkenntnistheorie, Aristoteles, Dritter Mensch, Wissen, Wahrheit, Philosophie, Dialektik, Aufklärung, Sinnlichkeit, Dualismus, Politeia, Bildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Wesen von wahrem Wissen und Erkenntnis auf Basis von Platons Philosophie, insbesondere unter Verwendung seines Höhlengleichnisses.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die platonische Ideenlehre, der Prozess der Erkenntnisgewinnung und die kritische Auseinandersetzung mit diesen Thesen durch Aristoteles.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage ist, ob der Mensch wahres Wissen erlangen kann und wie Platon diesen Prozess sowie die damit verbundene soziale Verantwortung beschreibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine textanalytische Methode, indem sie Primärquellen (Dialoge) und fachwissenschaftliche Sekundärliteratur vergleicht und in einen argumentativen Zusammenhang bringt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Lebens und Werks Platons, die Erläuterung der Ideenlehre, eine detaillierte Analyse des Höhlengleichnisses sowie die Kritik des Aristoteles am Ideen-Konzept.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Platon, Höhlengleichnis, Ideenlehre, Erkenntnistheorie, Aristoteles und der „Dritte Mensch“.

Warum spielt das „Dritter Mensch“-Argument eine so wichtige Rolle?

Es dient als bedeutendes Beispiel für die Kritik an Platons Ideenlehre, da es die logische Konsequenz eines unendlichen Regresses aufzeigt, falls man die Ideen als eigenständige Entitäten betrachtet.

Wie deutet die Autorin das Ende des Höhlengleichnisses?

Die Rückkehr des Befreiten in die Höhle wird als soziale Verantwortung interpretiert, andere Menschen zum Wissen zu führen, auch wenn dies mit Gefahren verbunden ist.

Welche Bedeutung hat das Feuer in der Höhle?

Das Feuer steht für die Lichtquelle in der Schattenwelt und ermöglicht das Erkennen der Schatten, fungiert also als Vorstufe für die spätere Erkenntnis durch das Sonnenlicht.

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Résumé des informations

Titre
Kann man wahres Wissen erlangen? - aufgezeigt am Beispiel des Höhlengleichnisses Platons
Université
University of Münster
Note
1,7
Auteur
Pia Brinkkoetter (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
19
N° de catalogue
V169555
ISBN (ebook)
9783640879588
ISBN (Livre)
9783640879854
Langue
allemand
mots-clé
kann wissen beispiel höhlengleichnisses platons
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Pia Brinkkoetter (Auteur), 2009, Kann man wahres Wissen erlangen? - aufgezeigt am Beispiel des Höhlengleichnisses Platons, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169555
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Extrait de  19  pages
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