Was will dieser Essay? Worin besteht sein Plan, seine Intention? Dieser Essay ist kein Spaziergang, sondern die Rekonstruktion einer Gratwanderung, die sich von der durch praktische und ethische Verwirklichung der Philosophie geprägten Gegenwart retrospektiv zurückbegibt in die theoretischen Anfänge des philosophischen Ringens um Sinn- und Selbstkonstitution.
Es wird darum gehen, meinen Frieden mit der Philosophie zu schließen, ihre große Bedeutung, die sie für mich in meinem Leben eingenommen hat und die nicht immer unumstritten war, zu demonstrieren und hervorzuheben, die Demonstration und Vorführung einer Spieldramaturgie, die vielleicht auch andere Menschen zu tangieren mag.
Ich schreibe hier nicht als Philosoph, sondern als nachdenklicher Mensch, erhebe und verbinde mit meinen Gedanken und Reflexionen keinerlei allgemeingültigen Wahrheitsanspruch, denn es geht mir in dieser Schrift darum darzustellen und zu erzählen, wie ich mit und in der Philosophie mein Leben und die Welt, mich selbst und die anderen zu finden und zu verstehen getrachtet habe, zu explizieren, was ich ihr verdanke und wie ich nach den durchs philosophische Denken vermittelten Erfahrungen, Bedeutung, Geltung und Berechtigung der Philosophie für mich selber erlebte und im Resultat heute aktuell beurteile.
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- Hans Hubert Schings (Author), 2026, Das schlimme Spiel spielen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1695823