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Auswirkungen der Ökonomisierung auf die Professionsdiskussion der Sozialen Arbeit

Titre: Auswirkungen der Ökonomisierung auf die Professionsdiskussion der Sozialen Arbeit

Dossier / Travail , 2011 , 22 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Burkhard Schröter (Auteur)

Travail Social
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Die anhaltende Tendenz zu mehr Markt, Wettbewerb und überprüfbaren Leistungen auch im Non-Profit-Sektor hat in den letzten Jahren eine heftige Diskussion über die Ökonomisierung der Sozialen Arbeit ausgelöst. Die Soziale Arbeit steht heute mehr als je zuvor unter Legitimations- u. Rechtfertigungsdruck bezüglich der Wirksamkeit u. Wirtschaftlichkeit ihrer Handlungsweise.
Die letzten Jahre waren durch einen demografischen Wandel, einem Umbau des Sozialstaates und die damit zusammenhängende Ökonomisierung der Sozialen Arbeit gekennzeichnet. Dies führte zu gravierenden Veränderungen. Die Anerkennung der Profession der Sozialen Arbeit gewinnt zunehmend an Bedeutung. Dabei läuft sie Gefahr, als Dienstleister im Auftrag des Staates einen Markt zu bedienen, der durch eine Reihe selbst verschuldeter politischer Entscheidungen erst von ihm geschaffen wurde. Kritiker werfen den Managementsystemen vor, zu einer Deprofessionalisierung und Entindividualisierung sozialer Dienstleistungserbringung beizutragen. Befürworter betonen dagegen, dass nur mit solchen Systemen ein effizienter und effektiver Mitteleinsatz sicherzustellen und nachzuweisen ist.
In der vorliegenden Arbeit soll untersucht werden, inwieweit die Soziale Arbeit bei der Manifestation ihrer Profession als Fachwissenschaft erfolgreich war. Wie stark greift die zunehmende Ökonomisierung in diesen Ablauf ein? Besteht eine Ambiguität oder determiniert sich beides?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

2.1 Professionalisierung

2.2 Professionalisierungsbedürfnis

2.3 Profession

2.3.1 Das strukturtheoretische Modell

2.3.2 Das systemtheoretische Modell

2.3.3 Der interaktionstheoretische Ansatz

3. Die Suche nach einem professionellen Status – kurzer historischer Abriss

4. Rückschritt Deprofessionalisierung

5. Die aktuelle Professionsdiskussion

6. Ökonomisierung der Sozialen Arbeit

6.1 Begriffbestimmung Ökonomisierung

6.2 Auswirkung der Ökonomisierung auf die aktuelle Professionsdiskussion

6.3 Chancen und Risiken der Ökonomisierung für die Zukunft der Sozialen Arbeit

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der zunehmenden Ökonomisierung auf die Professionsentwicklung der Sozialen Arbeit. Dabei wird analysiert, ob Soziale Arbeit als wissenschaftlich fundierte Profession in der Lage ist, ihre Eigenständigkeit gegenüber ökonomischen Steuerungsmechanismen zu behaupten, oder ob sie durch marktlogische Anpassungszwänge in ihrer Qualität gefährdet wird.

  • Grundlagen der Professionalisierung und historische Einordnung
  • Analyse unterschiedlicher Professionstheorien (struktur-, system- und interaktionstheoretisch)
  • Diskussion über das Spannungsfeld zwischen Sozialstaat und Marktlogik
  • Kritische Beleuchtung der "Neuen Steuerung" in sozialen Dienstleistungen
  • Reflexion über Chancen und Risiken für die zukünftige Fachlichkeit

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Das strukturtheoretische Modell

Die Strukturtheorie der Professionen geht vor allem auf Ulrich Oevermann zurück. Dieses Modell ist auf den Vermittlungsaspekt konzentriert und interpretiert professionelles Handeln als stellvertretende Deutung von Problemlagen und Krisen, aus der dann Problembearbeitungsmöglichkeiten entwickelt werden können. Diese Professionstheorie orientiert sich an drei zentralen Problemen moderner Gesellschaften:

1. Die gesellschaftliche Ordnung wird unter dem Gesichtspunkt der Gerechtigkeit begründet.

2. Die Schwierigkeit der Prüfung von Weltbildern, Werten und Normen, Normalitätsentwürfen und Theorien auf ihre Geltungsansprüche innerhalb der Gesellschaft.

3. Der Wiederbeschaffung von leiblicher und psychosozialer Integrität.

Die professionelle Praxis ist eine gesteigerte Praxisform, da sie im hohen Maß verantwortlich auf die Stärkung von Autonomiepotentialen der Lebenspraxis anderer zielt. Damit sind Personen gemeint, die entweder lebenspraktische Autonomie noch nicht erreicht haben, oder Personen, die vorübergehend, situativ oder irreversibel darin beeinträchtigt sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der zunehmenden Ökonomisierung im Non-Profit-Sektor ein und hinterfragt den Legitimationsdruck auf die Soziale Arbeit.

2. Begriffsklärung: Hier werden zentrale Fachbegriffe wie Professionalisierung und Profession definiert und verschiedene theoretische Modelle für die Soziale Arbeit erläutert.

3. Die Suche nach einem professionellen Status – kurzer historischer Abriss: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Professionssuche seit den 1970er Jahren und die damit verbundenen Transformationen nach.

4. Rückschritt Deprofessionalisierung: Der Autor beschreibt hier das Ende der Reformperiode und die darauf folgende Ernüchterung, die zu einer Deprofessionalisierungsdebatte führte.

5. Die aktuelle Professionsdiskussion: Hier wird der Status quo der Sozialen Arbeit als "semiprofessionell" oder "organisationelles System" im Kontext aktueller gesellschaftlicher Bedingungen analysiert.

6. Ökonomisierung der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel widmet sich der Definition der Ökonomisierung, deren Auswirkungen auf die Fachlichkeit und den Chancen sowie Risiken durch neue Steuerungsmodelle.

7. Resümee: Das Resümee fordert eine offensivere fachliche Identitätsbildung und einen bewussten Umgang mit ökonomischen Managementkonzepten, um die Professionalität der Sozialen Arbeit zu sichern.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Professionalisierung, Ökonomisierung, Professionsdiskussion, Sozialstaat, Neue Steuerung, Dienstleistungsorientierung, Strukturtheorie, Systemtheorie, Interaktionstheorie, Qualitätssicherung, Fachlichkeit, Mandat, Lizenz, Handlungskompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie die Soziale Arbeit ihren Status als Profession bewahren kann, während sie zunehmend unter den Druck ökonomischer Sparzwänge und betriebswirtschaftlicher Steuerungsmechanismen gerät.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Professionalität, die historischen Etappen der Sozialarbeit, die Auswirkungen der "Neuen Steuerung" und das Verhältnis von Sozialstaat und Marktlogik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu untersuchen, inwieweit die Soziale Arbeit als Fachwissenschaft erfolgreich ist und ob die Ökonomisierung diese Identität eher gefährdet oder neue Impulse für die Qualitätssicherung bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der kritischen Auseinandersetzung mit verschiedenen soziologischen Professionstheorien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Begriffsdefinitionen, historische Rückblicke, die aktuelle Professionsdebatte sowie eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Ökonomisierung und deren betriebswirtschaftlichen Auswirkungen auf die Praxis diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Professionalisierung, Ökonomisierung, Neue Steuerung, doppeltes Mandat und Qualitätssicherung sind die Begriffe, die den Kern der Arbeit prägen.

Was bedeutet das "doppelte Mandat" im Kontext der Ökonomisierung?

Das doppelte Mandat beschreibt den Konflikt der Sozialen Arbeit, sowohl den Anforderungen des Staates und der Gesellschaft (als Finanzgeber/Auftraggeber) als auch den Interessen der Klienten (Hilfe und Unterstützung) gerecht zu werden, was unter Sparzwängen zunehmend schwieriger wird.

Warum bezeichnet der Autor manche Probleme der Sozialarbeit als "wilde Probleme"?

In Anlehnung an Andreas Strunk sind "wilde Probleme" dadurch gekennzeichnet, dass sie schwer definierbar und nicht endgültig lösbar sind, was der starren, standardisierten Produktlogik der modernen Ökonomisierung diametral entgegensteht.

Wie bewertet der Autor die Einführung von Qualitätsmanagement?

Er sieht darin ein zweischneidiges Schwert: Einerseits ermöglicht es einen notwendigen "Professionalisierungsschub" durch bessere Methodenreflexion, andererseits besteht bei starrer Anwendung die Gefahr der Entmündigung und Standardabsenkung.

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Résumé des informations

Titre
Auswirkungen der Ökonomisierung auf die Professionsdiskussion der Sozialen Arbeit
Université
University of Applied Sciences Koblenz
Note
1,0
Auteur
Burkhard Schröter (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
22
N° de catalogue
V169785
ISBN (ebook)
9783640882359
ISBN (Livre)
9783640882489
Langue
allemand
mots-clé
auswirkungen professionsdiskussion sozialen arbeit
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GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Burkhard Schröter (Auteur), 2011, Auswirkungen der Ökonomisierung auf die Professionsdiskussion der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169785
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Extrait de  22  pages
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