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Sexueller Missbrauch an Kindern: Folgen, Handlungsmöglichkeiten für Erwachsene und Hilfestellungen für Kinder, Vorschläge zur Prävention

Título: Sexueller Missbrauch an Kindern: Folgen, Handlungsmöglichkeiten für Erwachsene und Hilfestellungen für Kinder, Vorschläge zur Prävention

Trabajo , 2011 , 20 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: BA Christoph Staufenbiel (Autor)

Psicología - Psicología social
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Aus einem Tabuthema ist ein Thema geworden, das nahezu jeden erreicht hat, ähnlich dem Wissen um die Übertragung von Aids. Bis in die 80er Jahre wurde der Straftatbestand des sexuellen Kindesmissbrauchs mit Ausnahme von spektakulären und somit medienwirksamen Einzelfällen, die dann im Detail in das Wohnzimmer übertragen wurden, möglichst vor der Öffentlichkeit verborgen.
Jedoch: Nicht das Delikt an sich, sondern das Reden darüber war ein Tabu. Die sexuelle Ausbeutung von Kindern hat eine lange Tradition, und die Untersuchung des sozialpsychologischen Hintergrundes, verbunden mit einem Kulturvergleich, wäre eine interessante und wichtige Aufgabe, die aber den Rahmen der vorliegenden Arbeit sprengen würde.
Seit Jahren wird von Seiten der Fachwelt, insbesondere der Frauenbewegung, nachdrücklich auf die Problematik hingewiesen. Zunächst ungehört und vor allem nicht ernst genommen, ist letztlich hauptsächlich Frauen – die meisten Opfer sexuellen Missbrauchs sind Mädchen – der heutige Fundus an Fachwissen mit Hilfs- und Präventionsvorschlägen zu verdanken.
Dennoch ist eine Minimierung oder gar Lösung des Problems bei weitem nicht abzusehen. Im Gegenteil: Solange allein in Deutschland von einer geschätzten Dunkelziffer von ca. 150.000 bis 300.000 sexuellen Übergriffen auf Kinder pro Jahr gesprochen wird, sind die derzeit vorhandenen Hilfsangebote noch lange nicht ausreichend.
Es gilt sich und andere zu sensibilisieren, die Aufmerksamkeit gegenüber Kindern zu erhöhen und deren Signale deuten zu lernen. Das Wissen und die Fähigkeit zum Erkennen muss verbreitet und verstärkt werden. Die Furcht vor Grenzverletzung gegenüber Erwachsenen muss zugunsten eventuell in jedem Wortsinn schon verletzter Grenzen von Kindern bekämpft und überwunden werden. Jeder Erwachsene sollte sich in die Pflicht genommen fühlen, seine Verantwortung gegenüber Kindern und Heranwachsenden neu zu überdenken und allen Anzeichen von sexueller Ausbeutung nachzugehen. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Begründung und Eingrenzung des Themas

A. Was ist sexueller Missbrauch?

1. Versuch einer Definition

2. Auch sublimer Missbrauch ist Gewalt

3. Missbrauch als Ausdruck der herrschenden Verhältnisse in unserer Gesellschaft

B. Folgen des Missbrauchs.

C. Handlungsmöglichkeiten für LehrerInnen und Hilfestellungen für Kinder

D. Vorschläge zur Prävention

III. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein tieferes Verständnis für die Strukturen des sexuellen Missbrauchs an Kindern zu entwickeln, Warnsignale bei betroffenen Kindern frühzeitig zu erkennen und konkrete Präventionsmöglichkeiten für den schulischen Kontext aufzuzeigen.

  • Strukturelle Analyse und Definition von sexuellem Missbrauch
  • Die psychologische Dimension der Gewalt und die Rolle von Machtstrukturen
  • Erkennung von nonverbalen Symptomen bei missbrauchten Kindern
  • Handlungsstrategien und Interventionsmöglichkeiten für Lehrkräfte
  • Präventionsansätze zur Stärkung der Selbstbehauptung bei Kindern

Auszug aus dem Buch

2. Auch sublimer Missbrauch ist Gewalt

Nach dem vorangegangenen Versuch, den Tatbestand des sexuellen Missbrauchs herauszuarbeiten, soll nun eine besondere Facette zur Diskussion gestellt werden, nämlich die sublime Gewalt als Ausdrucksform des sexuellen Missbrauchs. Tatsache ist, dass es nicht immer einfach ist zu erkennen, wann und womit der sexuelle Missbrauch beginnt. Und noch schwieriger ist es, den schädigenden sublimen Missbrauch zu erkennen und dessen Einwirkungen zurückzuverfolgen und nachzuweisen. Sicher ist dies die verantwortungsvollste Aufgabe spezialisierter TherapeutInnen.

Grenzverletzungen am Kind, die mit seiner Körperlichkeit zu tun haben und mit der (sexuellen) Körperlichkeit Erwachsener in Verbindung gebracht werden, sind bereits unter sexuellem Missbrauch zu subsumieren. „Oftmals werfen Eltern die Frage nach dem Alter des Kindes auf und vertreten den Standpunkt, dass es bei den Kleinen doch wohl nichts ausmache, wenn z.B. der Vater im Bad bleibe auch wenn das Mädchen (der Junge) sich schäme. Man dürfte Kinder doch nicht zu falscher Prüderie erziehen! Eine solche Argumentation übersieht, dass das Verhalten des Mannes die Grenzen des Kindes verletzt. Diese werden immer dann überschritten, wenn es Erwachsenen um die Befriedigung der eigenen sexuellen und Machtbedürfnissen geht.“ 10

Der sublime Missbrauch, der auf subtile Weisen begangen wird, ist wohl die verbreitetste Form des sexuellen Übergriffs, und er ist gleichzeitig am schwersten nachzuweisen. Die sog. „komischen Berührungen“ sind eine klare Beschreibung der kindlichen Intuition bei Zärtlichkeiten mit Erwachsenen, die nicht in Ordnung sind. Kinder haben ein sehr genaues Gespür für „richtiges“ und „falsches“ Ansinnen Erwachsener. Letzteres können sie jedoch nicht verstehen, einordnen oder gar verbalisieren. Die natürliche Reaktion ist oft Abwehr, die jedoch in den meisten Fällen von Seiten der Erwachsenen nicht ernst genommen oder als unangebrachtes Verhalten getadelt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert den Wandel des sexuellen Kindesmissbrauchs vom Tabuthema zur öffentlichen Debatte und unterstreicht die Notwendigkeit der Sensibilisierung sowie des Handelns.

II. Begründung und Eingrenzung des Themas: In diesem Kapitel werden Definitionen des Missbrauchs beleuchtet, die Gewalt als Machtausübung entlarvt, Folgen für Kinder aufgelistet und Handlungsmöglichkeiten für das pädagogische Umfeld sowie Ansätze zur Prävention dargelegt.

III. Schluss: Der Schluss fasst zusammen, dass das Thema aufgrund steigender Fallzahlen weiterhin hochaktuell ist und ruft zu persönlichem Mut und gesellschaftlicher Verantwortung im Umgang mit betroffenen Kindern auf.

Schlüsselwörter

Sexueller Missbrauch, Kinderschutz, Prävention, Machtmissbrauch, Pädagogik, Grenzverletzung, Trauma, Überlebensstrategien, LehrerInnen, Erziehung, Selbstbewusstsein, Opferhilfe, Täterstrategien, Machtstrukturen, Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem komplexen Thema des sexuellen Missbrauchs an Kindern, untersucht dessen Strukturen und Dynamiken und leitet daraus notwendige pädagogische Maßnahmen ab.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Missbrauch, der Identifikation von Warnzeichen, den Folgen für betroffene Kinder sowie präventiven Ansätzen in Schulen und im Elternhaus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, ein besseres Verständnis für das Phänomen Missbrauch zu schaffen, um Lehrkräfte und Erwachsene zur Intervention zu befähigen und Kinder durch Stärkung ihres Selbstbewusstseins präventiv zu schützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die sich auf fachwissenschaftliche Literatur, bestehende Studien und klinische Beobachtungen zur Analyse der Missbrauchsproblematik stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, was sexueller Missbrauch ist, beleuchtet die Rolle von Macht und Gewalt, diskutiert psychische sowie physische Folgen und erarbeitet konkrete Handlungsoptionen für LehrerInnen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Prävention, Machtmissbrauch, Kinderschutz, pädagogische Intervention und die Stärkung kindlicher Widerstandskräfte.

Warum ist das Erkennen von „sublimem Missbrauch“ so schwierig?

Sublimer Missbrauch findet oft subtil statt und ist schwer nachzuweisen, da betroffene Kinder ihre intuitiven Wahrnehmungen über "komische Berührungen" oft nicht verbalisieren können oder von Erwachsenen nicht ernst genommen werden.

Wie sollten LehrerInnen reagieren, wenn sie Anzeichen von Missbrauch bemerken?

Lehrkräfte sollten durch Beobachtung sensibilisiert sein, das Kind ernst nehmen, Vertrauen aufbauen und, sofern notwendig, im Rahmen eines professionellen und besonnenen Vorgehens bei Verdachtsfällen intervenieren.

Inwiefern ist Missbrauch ein Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse?

Der Autor argumentiert, dass sexueller Missbrauch meist ein Machtmissbrauch innerhalb einer patriarchalisch geprägten Gesellschaft ist, in der Kinder als schwächstes Glied in der Kette der Macht instrumentalisiert werden.

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Detalles

Título
Sexueller Missbrauch an Kindern: Folgen, Handlungsmöglichkeiten für Erwachsene und Hilfestellungen für Kinder, Vorschläge zur Prävention
Universidad
University of Potsdam
Calificación
1,3
Autor
BA Christoph Staufenbiel (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
20
No. de catálogo
V169788
ISBN (Ebook)
9783640882366
ISBN (Libro)
9783640882533
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sexueller Missbrauch Kindern Sex Kinder Kinder sex Missbrauch Kinder
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
BA Christoph Staufenbiel (Autor), 2011, Sexueller Missbrauch an Kindern: Folgen, Handlungsmöglichkeiten für Erwachsene und Hilfestellungen für Kinder, Vorschläge zur Prävention, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169788
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