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Rote Haare. Fluch und Segen

Stereotypisierende Bilder am Beispiel der Rothaarigen

Title: Rote Haare. Fluch und Segen

Master's Thesis , 2011 , 49 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.Ed. Julia Steblau (Author)

Psychology - Social Psychology
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Rote Haare: ein Fluch und Segen. Das damit angesprochene Thema löst zuerst einmal Befremden beim Leser aus. Die Arbeit ist somit eine bewusste Konfrontation mit dem stereotypisierten Bild der Rothaarigen in der Gesellschaft. Das Ziel der Arbeit ist es darzulegen, dass das Anderssein der Rothaarigen durch ein positives sowie negatives Zerrbild geprägt ist. Am Ende soll sich ein schlüssiges Bild ergeben, warum nun ausgerechnet die Rothaarigen ihren Ruf weg haben. Der gewählte Titel der Arbeit Rote Haare – ein Fluch und Segen hat die Intention den Leser für die roten Haare zu sensibilisieren.
Im Vordergrund der Arbeit stehen somit die Rothaarigen, deren Position in der Gesellschaft aus verschiedenen Perspektiven vorgestellt werden soll. Es wird der Versuch unternommen, den Ursprung des Stereotyps gegenüber den Rothaarigen darzulegen. Die kritische Betrachtung dessen, soll jedoch nicht zu kurz kommen, daher die Notwendigkeit das das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wird.
Daher ist es von Wichtigkeit, die Herangehensweise an das Thema aus der historischen Sicht unternommen wird. Es werden die Bedeutung und der Einfluss von Haare in verschiedenen Kulturen betrachtet, somit soll ein Grundstein an Vorwissen gelegt werden. Es wird klar gemacht welche Faszination das Haar überhaupt auf die Menschen hat und welchen Symbolcharakter die Menschen diesen zusprechen. Ein möglicher Bezug wird zu den Rothaarigen hergestellt. In nachfolgenden Abschnitten sollen nochmals verschiedene Themenbereichen des Alltags vorgestellt werden. Unter den Teilbereichen des Alltags versteht man beispielsweise: Die Welt der Mode, die Kunst und die Literatur. Abgerundet wird das Ganze mit dem Versuch der wissenschaftlichen Studien über die Rothaarigen.
Es ist interessant zu betrachten, dass im Laufe der Jahrhunderte das Bild der Rothaarigen sich kaum verändert hat. Seit vielen Jahrhunderten bringen sie Versuchung, Tod und Angst mit sich. Sie werden als die Töchter des Teufels abgetan, als die verruchten Verführerin und Zerstörerin. Die Rothaarigen liebt man oder man lehnt sie ab, mit Abscheu und Angst. Die Rothaarigen sind das Symbol alles Negativen, das man im ewigen Weiblichen finden kann. Die Rothaarigen gefallen nur wenigen, sie sind eine Minderheit und wurden dem Hass und der Verfolgung ausgesetzt. Doch diese wenigen hegen eine besondere Beziehung zu Rothaarigen [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Haare im kulturhistorischen Kontext

2.1 Das Haar als Charakteristikum

2.1.1 Es ist mehr als nur das Haar

2.1.2 Bedeutung der Haare im Rückblick auf die Geschichte

2.2 Haare im Netz des Aberglaubens

2.2.1 Verankerung des Aberglaubens in Märchen

2.3 Symbolkraft der roten Haare und Assoziationen mit Rot

2.3.1 Zwei Pole der Assoziation

2.3.2 Auswirkung auf Rothaarige

2.4 Die Ablehnung und das Anderssein der Rothaarigen

2.4.1 Rothaarige als Opfer der gesellschaftliche Diskriminierung

2.4.2 Weiterführende Annahmen über die Folgen der Diskriminierung

2.5 Untertauchen oder Farbe bekennen

3. Die Macht des Stereotyps

3.1 Was ist ein Stereotyp? – Begriffsklärung

3.2 Stereotypenbildung über Rothaarige – durch Studien belegt?

4. Rote Haare als Merkmal des Bösen

4.1 Rothaarige im Bund mit dem Teufel

4.2 Das Image der Verführerin

5. Rothaarige und das Rampenlicht

5.1 Rothaarige als Fantasy - Figuren und Leinwandhelden

5.2 Rothaarige und ihre Präsenz auf den Titelseiten

5.3 Rothaarige in der Mode

5.4 Die Vorliebe für Blondinen - Rothaarig versus Blondinen

5.5 Die blonde Unschuld oder die rote Verführung

5.6 Blond gleich Blöd (?) oder trügt der Schien –warum die Blondine beliebter ist

5.7 Rot ist doch g’ wiß a schöne Farb’

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die hartnäckigen Stereotype, mit denen Rothaarige in der Gesellschaft konfrontiert sind, und hinterfragt die Ursprünge ihrer stigmatisierten Wahrnehmung. Durch einen kulturhistorischen und medienanalytischen Ansatz soll dargelegt werden, wie sich das Zerrbild von roten Haaren als Fluch oder Segen über Jahrhunderte manifestiert hat und warum diese Minderheit auch heute noch in der öffentlichen Wahrnehmung als Projektionsfläche für Vorurteile dient.

  • Kulturgeschichte und Symbolik der Haarfarbe Rot
  • Die psychologische Macht und Entstehung von Stereotypen
  • Die historische und mediale Stigmatisierung als "das Böse" oder "die Verführerin"
  • Vergleichende Analyse der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Rothaarigen gegenüber Blondinen

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Zwei Pole der Assoziation

Wie mit der roten Farbe werden auch mit der roten Haarfarbe zwei Pole assoziiert, ein negativer und ein positiver. Das bedeutet, dass das Rot eine widersprüchliche und zweideutige Farbe an sich ist und somit etwas Besonderes. Überhaupt haben Assoziationen einen kulturellen und symbolischen Charakter.

Positive Assoziationen, die die Menschen mit Rot in Verbindung setzen, wären daher: Der Bezug zum Leben, also die Lebenskraft, denn das Blut das uns Menschen am Leben erhält, ist erwiesenermaßen rot. Auch die Gefühle und Leidenschaft sowie die Liebe, werden durch die rote Farbe dargestellt und mit Rot assoziiert. Ebenso verbinden die Menschen die Sonne und die dadurch entstehende, lebenspendende Wärme mit der roten Farbe. Überwiegend in Ländern, wo die Sommermonate kurz sind und der Winter sehr kalt, ist die rote Farbe sehr beliebt. Besonders für die Russen ist die Farbe Rot eine teure und wertvolle Farbe. Der Rote Platz in Moskau ist bekanntlich rot sowie die legendäre russische Rote Armee. Auch werden die jungen, hübschen Mädchen красная девица - rotes Mädchen gerufen. Desgleichen bezeichnen die Russen die Sonne als красное солнышко – die rote Sonne – und sagen der Sonne daher eine magische Kraft nach.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert das Thema der Arbeit als bewusste Konfrontation mit den stereotypisierten Bildern von Rothaarigen in der Gesellschaft und skizziert die methodische Herangehensweise über verschiedene historische und kulturelle Blickwinkel.

2. Haare im kulturhistorischen Kontext: Dieses Kapitel legt einen Grundstein an Vorwissen über die Bedeutung von Haaren als Charakteristikum, Symbol für Macht und Aberglauben in verschiedenen Epochen und Märchen.

3. Die Macht des Stereotyps: Hier wird der theoretische Rahmen zur Begriffsklärung des Stereotyps geliefert und mittels Studien untersucht, ob und wie diese Vorurteile wissenschaftlich belegbar sind.

4. Rote Haare als Merkmal des Bösen: Dieser Abschnitt behandelt die historische Kriminalisierung rothaariger Menschen, insbesondere die Verbindung zur Hexerei und das Image als "verführerische Frau" oder "Teufelsbündner".

5. Rothaarige und das Rampenlicht: Dieses Kapitel analysiert die Darstellung von Rothaarigen in modernen Medien wie Fantasy-Literatur, Comics, Zeitschriften und Mode, oft im direkten Vergleich zur vermeintlich "unschuldigen" Blondine.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die anhaltende Antipathie gegenüber dieser Minderheit und reflektiert die persönlichen Erfahrungen der Autorin als rothaarige Frau.

Schlüsselwörter

Rothaarige, Stereotype, Diskriminierung, Haarfarbe, Symbolik, Kulturgeschichte, Hexenverfolgung, Medienanalyse, Vorurteile, Minderheiten, Symbolcharakter, Identität, Sozialisation, Andersartigkeit, Gender.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit?

Die Arbeit untersucht das ambivalente gesellschaftliche Bild von rothaarigen Menschen, das zwischen Bewunderung und tief verwurzelter Diskriminierung schwankt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese von Stereotypen, der Verbindung von Haarfarbe zu Aberglauben und Moral sowie der modernen Darstellung rothaariger Menschen in Medien und Mode.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es darzulegen, warum Rothaarige als Minderheit einem starken, stereotyp geprägten Zerrbild ausgesetzt sind und wie dieses Bild historisch gewachsen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert kulturhistorische Analysen, Literaturrecherche und die Auswertung von medienbezogenen Studien, ergänzt durch soziologische Erklärungsmodelle zur Stereotypenbildung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Haaren im kulturhistorischen Kontext, die Macht der Stereotypisierung, die dämonisierende Darstellung rothaariger Frauen sowie deren Abgrenzung gegenüber dem Idealbild der Blondine in den Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Stereotypisierung, Diskriminierung, Symbolkraft und die historische Verknüpfung von roten Haaren mit dem "Bösen" charakterisiert.

Welche Rolle spielt der Aberglaube bei der Stigmatisierung?

Der Aberglaube diente historisch dazu, rothaarige Menschen als Hexen oder Verbündete des Teufels zu markieren, was ihre soziale Ausgrenzung und Verfolgung rechtfertigte.

Warum wird im Vergleich oft das Ideal der "Blondine" herangezogen?

Das Blond-Ideal dient als Kontrastfolie für Reinheit, Jugend und gesellschaftliche Akzeptanz, um die abwertende Behandlung der "roten Verführerin" im Vergleich dazu deutlicher herauszuarbeiten.

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Details

Title
Rote Haare. Fluch und Segen
Subtitle
Stereotypisierende Bilder am Beispiel der Rothaarigen
College
University of Potsdam
Grade
1,0
Author
M.Ed. Julia Steblau (Author)
Publication Year
2011
Pages
49
Catalog Number
V169793
ISBN (eBook)
9783640882786
ISBN (Book)
9783640882724
Language
German
Tags
Stereotyp Stereotype Stereotypen rothaarig rote Haare Vorurteile
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.Ed. Julia Steblau (Author), 2011, Rote Haare. Fluch und Segen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169793
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