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Komische und tragische Elemente in "Much Ado about Nothing"

Title: Komische und tragische Elemente in "Much Ado about Nothing"

Seminar Paper , 2000 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Magistra Artium Tina Puscher (Author)

English Language and Literature Studies - Literature
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Summary Excerpt Details

Much Ado about Nothing erschien erstmals im Jahre 1600 in Form eines
Quartodrucks. Sowohl in dieser als auch in der Folioausgabe von 1623 wird das
Stück unbestritten als Komödie geführt.1 Trotz der vermeintlich kritiklosen Einteilung
von Shakespeares Dramen (in Tragödien, Komödien und Historien), wie sie seit
Erscheinen der Folioausgabe üblich geworden ist, konnten die Abgrenzungen
zwischen den einzelnen Dramenformen damals durchaus nicht so strikt gewesen
sein. Dies wird besonders anhand eines Zitats aus der knapp zwei Jahre nach Much
Ado about Nothing erschienenen Tragödie Hamlet deutlich. Shakespeare legt
Polonius die Worte: „The best actors in the world, either for tragedy, comedy,
history, pastoral, pastoral-comical, historical-pastoral, tragical-historical, tragicalcomical-
historical-pastoral, scene individable, or poem unlimited.“2 in den Mund, und
führt mit dieser überspitzten Klimax die Dramenunterteilung selbst ad absurdum. Er
wirft dadurch die Frage auf, ob eine Abgrenzung der einzelnen Dramenformen
voneinander überhaupt sinnvoll und möglich ist.
Im Folgenden soll dargelegt werden, inwiefern Much Ado about Nothing komische
und tragische Elemente vereint und welcher Dramenform das Stück am ehesten
zuordnen ist. Um das Problem der Gattungszugehörigkeit aus möglichst vielen
Perspektiven zu erhellen, sollen allerdings nicht nur Gemeinsamkeiten und
Unterschiede mit der klassischen Komödie und Tragödie betrachtet werden,
sondern auch typisch englische spätmittelalterliche und frühneuzeitliche
Dramenformen Berücksichtigung finden. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis der Arbeit

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Much Ado about Nothing und die klassische Komödie und Tragödie

2.1.1. Dramenformen im England der Renaissance

2.1.2. Abgrenzung von Komödie und Tragödie

2.1.2.1. Merkmale der klassischen Komödie

2.1.2.2. Merkmale der klassischen Tragödie

2.1.2.3. Trennung zwischen Komödie und Tragödie

2.1.3. Komödienelemente von Much Ado about Nothing

2.1.3.1. Wortwitz und Humor

2.1.3.2. Das „happy end“ unter Berücksichtigung der Dramenstruktur

2.1.3.3. Slapstick, Satire, sexuelle Anzüglichkeiten auf der Bühne

2.1.4. Tragödienelemente von Much Ado about Nothing

2.1.4.1. Die Protagonisten des Stücks

2.1.4.2. Ist Claudio die Figur eines jungen Othello?

2.1.5. Zwischenbilanz

2.2. Die Tragikomödie

2.2.1. Das Ineinandergreifen der Genres im 16. Jahrhundert

2.2.2. Merkmale der Tragikomödie

2.2.3. Möglichkeiten und Probleme der Tragikomödie

2.2.4. Ist Much Ado about Nothing eine Tragikomödie?

2.3. Typische englische bzw. mittelalterliche Einflüsse auf Shakespeare

2.3.1. Allgemeines

2.3.2. Der Einfluss der Mysterienspiele

2.3.3. Der Einfluss der Moralität

2.3.4. Der Einfluss der Interludien

2.3.5. Der Einfluss des romanesken Dramas

3. Fazit

Zielsetzung & Themen der Untersuchung

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern Shakespeares Stück "Much Ado about Nothing" komische und tragische Elemente miteinander vereint und welcher literarischen Gattung es am ehesten zuzuordnen ist. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob die traditionelle, oft starre Kategorisierung in Komödien und Tragödien für dieses Werk sinnvoll ist oder ob eine Einordnung als Tragikomödie den komplexen Strukturen des Stücks besser gerecht wird.

  • Analyse der klassischen Abgrenzung von Komödie und Tragödie im England der Renaissance.
  • Untersuchung von Humor, Wortwitz und den komischen sowie tragischen Rollenprofilen.
  • Einordnung des Werks in den Kontext der Tragikomödie und zeitgenössischer Strömungen.
  • Bewertung von Einflüssen mittelalterlicher Dramenformen wie Mysterienspielen und Moralitäten.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Gattungszuordnung anhand der Protagonisten und des Handlungsverlaufs.

Auszug aus dem Buch

Wortwitz und Humor

Much Ado about Nothing wird heutzutage als „heitere Komödie“ geführt. Doch was macht diese „Heiterkeit“ aus? Im Wesentlichen wird der Humor des Stückes wohl durch unfreiwillige und freiwillige Komik erzeugt. Beispiele dafür sind einerseits die vor Malapropismen strotzenden Aussprüche Dogberrys, andererseits die schlagfertigen Dialoge zwischen Benedick und Beatrice. Allgemein kann man davon ausgehen, dass der Sprache in Much Ado about Nothing eine besondere Bedeutung zukommt, da das Hauptleitmotiv des Stückes das Belauschen aller Art ist.

Bei Dogberry, dem „master constable“, besteht offensichtlich eine Diskrepanz zwischen seinem Selbstbild und dem, was er wirklich ist. Wenn er spricht, verwendet er häufig die sogenannten „hard words“. Er tut dies scheinbar um seinen sozialen Rang aufzuwerten, scheitert aber bei diesem Versuch kläglich, da er die Wörter verwechselt und dadurch immer genau das Gegenteil von dem sagt, was er zu sagen beabsichtigt. So fragt er in III, iii, 7f. einen der Wachmänner: „(...) who think you the most desartless man to be constable?“, dabei sollte es anstelle von „desartless“ eigentlich „desertful“ lauten. Doch nicht nur der Zuschauer durchschaut Dogberrys Mangel an Bildung. Auch innerhalb des Stückes macht man sich über ihn lustig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Problematik der gattungsspezifischen Einteilung von Shakespeares Dramen dar und führt die Zielsetzung der Arbeit ein.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Gattungsmerkmale, unterscheidet zwischen komischen und tragischen Elementen und prüft Einflüsse durch das mittelalterliche und zeitgenössische Drama.

2.1. Much Ado about Nothing und die klassische Komödie und Tragödie: Dieses Kapitel vergleicht formale Kriterien der klassischen Gattungen mit der Struktur des Stücks.

2.1.1. Dramenformen im England der Renaissance: Hier werden die historischen Rahmenbedingungen der Dramenentwicklung im England der Renaissance erläutert.

2.1.2. Abgrenzung von Komödie und Tragödie: Eine theoretische Differenzierung der beiden Hauptgattungen nach formalen und wirkungsästhetischen Gesichtspunkten.

2.1.2.1. Merkmale der klassischen Komödie: Definition der Komödie als Mittel zur Kritik durch Satire und Spott mit meist glücklichem Ausgang.

2.1.2.2. Merkmale der klassischen Tragödie: Beschreibung der Tragödie als Darstellung ungelöster Konflikte, die zum Fall oder Tod des Helden führen.

2.1.2.3. Trennung zwischen Komödie und Tragödie: Erörterung der Ansätze zur Gattungstrennung über den Aufbau oder die Wirkung auf den Zuschauer.

2.1.3. Komödienelemente von Much Ado about Nothing: Untersuchung der spezifischen Merkmale, die das Stück als Komödie ausweisen, wie etwa Sprachwitz.

2.1.3.1. Wortwitz und Humor: Analyse der Sprachkomik, insbesondere durch die Figuren Dogberry, Benedick und Beatrice.

2.1.3.2. Das „happy end“ unter Berücksichtigung der Dramenstruktur: Diskussion der dramaturgischen Gewissheit des Publikums bezüglich der Auflösung der Intrigen.

2.1.3.3. Slapstick, Satire, sexuelle Anzüglichkeiten auf der Bühne: Untersuchung der inszenatorischen Elemente, die zur komischen Wirkung beitragen.

2.1.4. Tragödienelemente von Much Ado about Nothing: Identifikation jener Aspekte im Stück, die über klassische komödiantische Züge hinausgehen.

2.1.4.1. Die Protagonisten des Stücks: Untersuchung der Rollenverteilung zwischen den Handlungssträngen von Benedick/Beatrice und Hero/Claudio.

2.1.4.2. Ist Claudio die Figur eines jungen Othello?: Kritische Überprüfung der gängigen Vergleichsinterpretation der Claudio-Figur.

2.1.5. Zwischenbilanz: Zusammenführende Betrachtung der Analyseergebnisse des ersten Hauptteilabschnitts.

2.2. Die Tragikomödie: Erläuterung der Tragikomödie als alternative Gattungskategorie.

2.2.1. Das Ineinandergreifen der Genres im 16. Jahrhundert: Historischer Rückblick auf die literarischen Strömungen in Italien und deren Einfluss.

2.2.2. Merkmale der Tragikomödie: Definition der Verschränkung von Tragik und Komik in einer Dramenform.

2.2.3. Möglichkeiten und Probleme der Tragikomödie: Bewertung der Vor- und Nachteile dieser Gattungsbezeichnung.

2.2.4. Ist Much Ado about Nothing eine Tragikomödie?: Anwendung der Kriterien auf das untersuchte Werk.

2.3. Typische englische bzw. mittelalterliche Einflüsse auf Shakespeare: Untersuchung weiterführender dramengeschichtlicher Einflüsse.

2.3.1. Allgemeines: Einführung in die Vielfalt der dramatischen Einflüsse zur Zeit Shakespeares.

2.3.2. Der Einfluss der Mysterienspiele: Bewertung der religiös geprägten Dramen hinsichtlich ihres Einflusses auf das weltliche Theater.

2.3.3. Der Einfluss der Moralität: Analyse der allegorischen Darstellung von Lastern und Tugenden.

2.3.4. Der Einfluss der Interludien: Untersuchung der Rolle von Interludien bei der Entwicklung von Satire und Charakterindividualisierung.

2.3.5. Der Einfluss des romanesken Dramas: Analyse der Bedeutung der Thematik der Liebe und phantastischer Elemente.

3. Fazit: Abschließende Einschätzung zur Problematik der gattungsmäßigen Einordnung des Stücks.

Schlüsselwörter

Much Ado about Nothing, William Shakespeare, Komödie, Tragödie, Tragikomödie, Renaissancedrama, Dramenstruktur, Gattungszugehörigkeit, Humor, Sprachwitz, Dogberry, Claudio, Hero, Benedick, Beatrice, Literaturgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Gattungszugehörigkeit von Shakespeares "Much Ado about Nothing" und untersucht, wie komische und tragische Elemente das Werk prägen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Gattungspoetik des elisabethanischen Zeitalters, die Analyse von Charakteren und Sprache sowie Einflüsse früherer Dramenformen wie Moralitäten oder Mysterienspiele.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob das Stück streng als Komödie klassifiziert werden kann oder ob die Bezeichnung als Tragikomödie aufgrund der inhaltlichen Komplexität angemessener ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die formale Kriterien der Dramentheorie mit einer inhaltlichen Untersuchung der Handlungsstränge und des zeitgenössischen Kontexts verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung klassischer Genre-Merkmale, die Analyse spezifischer komischer und tragischer Elemente sowie die Auseinandersetzung mit historisch-englischen Drameneinflüssen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Much Ado about Nothing, Gattungszugehörigkeit, Komödie, Tragödie, Tragikomödie, Renaissancedrama und Dramenstruktur.

Inwiefern beeinflussen die Figuren Dogberry und Verges die Gattungsdebatte?

Sie dienen als komisches Gegengewicht und werden als Mittel der Satire analysiert, um die "heitere" Ebene des Stücks zu untermauern und das Publikum zu belustigen.

Warum wird Claudio im Kontext des Othello-Vergleichs diskutiert?

Die Arbeit prüft, ob Claudio als tragische Figur analog zu Othello verstanden werden kann, kommt jedoch zu dem Schluss, dass ihm die charakterliche Tiefe und die Eifersuchtsmotivation des Othello fehlen.

Welche Bedeutung wird dem "happy end" zugeschrieben?

Das "happy end" wird als entscheidendes strukturelles Merkmal der Komödie gewertet, wobei das Publikum durch "dramatic irony" bereits vorab weiß, dass sich die Intrigen auflösen werden.

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Details

Title
Komische und tragische Elemente in "Much Ado about Nothing"
College
University of Augsburg  (Philologie II)
Course
Shakespeares Komödien
Grade
1,0
Author
Magistra Artium Tina Puscher (Author)
Publication Year
2000
Pages
15
Catalog Number
V169864
ISBN (eBook)
9783640883189
ISBN (Book)
9783640883295
Language
German
Tags
komische elemente much nothing
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Artium Tina Puscher (Author), 2000, Komische und tragische Elemente in "Much Ado about Nothing", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169864
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