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Sozialer Aufstieg durch Bildung? Eine Abhandlung der verschiedenen Faktoren der sozialen Herkunft

Soziale Ungleichheit im deutschen Bildungssystem

Título: Sozialer Aufstieg durch Bildung? Eine Abhandlung der verschiedenen Faktoren der sozialen Herkunft

Ensayo , 2023 , 8 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Sociología - Individuo, grupos, sociedad
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Während die Gleichberechtigung der Frauen und der Klimawandel beziehungsweise der Umweltschutz zentrale Themen im Jahre 2022 in Deutschland waren, wird ein Punkt immer noch nicht gesellschaftlich zentral diskutiert. Dabei handelt es sich um die Tatsache, dass auf theoretischer Basis alle Menschen in Deutschland ein Recht auf Bildung haben. Dies bedeutet im Umkehrschluss dann Bildungsgleichheit. Folglich ist demnach sozialer Aufstieg durch den hohen Grad an Bildung für alle möglich. Kommt nun der Aspekt der sozialen Herkunft ins Spiel müsste hier nun auch die Gleichberechtigung greifen, oder nicht? Unabhängig davon, ob die Eltern einer hohen sozialen Schichten oder niedrigeren sozialen Schichten angehören, müssten die Kinder jeweils dieselben Aufstiegsmöglichkeiten mithilfe der Bildung erfahren. Doch ist dies auch der Fall? Meine Vermutung ist es, dass es vielmehr ein Zusammenspiel zwischen der sozialen Herkunft und den damit gegebenen oder auch nicht gegebenen Möglichkeiten, zum Beispiel im Bereich der Bildung ist. Resultierend daraus werde ich mich nun im Folgenden mit der Frage „Ist Aufstieg durch Bildung möglich?“ und der Hypothese, dass die soziale Herkunft eine wichtige Rolle bei den Aufstiegschancen spielen würde, auseinandersetzen. Um die Frage am Ende beantworten zu können und die Hypothese zu bestätigen beziehungsweise widerlegen zu können, erfolgt zunächst eine Begriffserklärung, Verknüpfung und eine Abwägung von Argumenten. Ein weiterer zu beachtender Punkt ist dabei auch immer noch die Migration, welche man noch als weiteren möglichen Determinanten der sozialen Ungleichheit anführen kann. Bevor ein endgültiges Fazit gezogen wird, werde ich dabei auch meinen Standpunkt darlegen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
  • 2. Begriffsklärung / Theorie
  • 3. Empirische Befunde / Argumente
  • 4. Fazit
  • Quellen und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der zentralen Frage, ob sozialer Aufstieg durch Bildung grundsätzlich möglich ist, und untersucht dabei kritisch die Hypothese, dass die soziale Herkunft des Einzelnen eine weiterhin wichtige Rolle für die Aufstiegschancen spielt. Es werden die komplexen Mechanismen analysiert, die die soziale Mobilität in Abhängigkeit von der sozialen Herkunft beeinflussen.

  • Die Wechselwirkung zwischen sozialer Herkunft und Bildungsgleichheit.
  • Bildung als Schlüssel zum sozialen Aufstieg versus als Determinante sozialer Ungleichheit.
  • Die Bedeutung von Pierre Bourdieus Kapitalformen (ökonomisches, kulturelles, soziales Kapital) für die soziale Positionierung.
  • Empirische Befunde zur sozialen Mobilität über Generationen hinweg in Deutschland.
  • Der Einfluss des Migrationshintergrunds auf Bildungschancen und soziale Ungleichheit.
  • Diskussion weiterer möglicher Determinanten sozialer Ungleichheit.

Auszug aus dem Buch

3. Empirische Befunde / Argumente

Im Folgenden erfolgt eine Wiedergabe von Argumenten, welche bestätigen, dass Aufstieg durch Bildung möglich ist beziehungsweise dass die soziale Herkunft weiterhin eine wichtige Rolle spielt. Dabei wird auch der Aspekt des Migrationshintergrundes als Determinante sozialer Ungleichheit hinsichtlich der Bildung argumentativ veranschaulicht. In einer repräsentativen Bevölkerungsfrage wurde die soziale Mobilität und deren Abhängigkeit vom Bildungserwerb in Relation zu dem Geburtsjahr der Befragten untersucht (vgl. Müller und Pollak, Bildung und soziale Mobilität in Deutschland S.5). Dabei wurde festgestellt, dass bei Personen, welche in einem „späteren" Kalenderjahr geboren sind, die Klassenzugehörigkeit weniger von der Klassenzugehörigkeit der Eltern abhängt (ebd.). Bei den Befragten, die hingegen in einem „früheren" Jahr geboren wurden, ist die Klassenposition im Erwachsenenalter stärker abhängig von der Klassenposition der Eltern (ebd.). Zudem ist die soziale Mobilität zwischen Eltern und Kindern durch „zwei bildungsbezogene Entwicklungen zustande gekommen"(ebd.). Zum einen hängt der Bildungserwerb bei den jüngeren Befragten weniger von der Klassenzugehörigkeit der Eltern ab, da eine starke Relation zwischen der Bildung und dem Job besteht (vgl. Müller und Pollak, Bildung und soziale Mobilität in Deutschland S.5, 6). Folglich ist die selbsterreichte Klassenposition nur vermindert an die Eltern gebunden (ebd. S.6). Hinzuzufügen ist, dass der Positionserwerb der Kinder durch weitere direkte Einflussprozesse von der Position der Eltern beeinflusst wird (ebd.).

Resultierend daraus ist jener Aspekt bei Personen mit einem niedrigeren Bildungsgrad stärker ausgeprägt als bei Individuen mit einem höheren Bildungsgrad (ebd.). Dies wird jedoch bei den jüngeren Befragten mithilfe des Phänomens der Bildungsexpansion in Form der Zunahme eines höheren Bildungsgrades als gegenläufig beschrieben (ebd.). So sorgt die veränderte Bildungsverteilung dafür, dass die direkten Aspekte der sozialen Herkunft und der Bildungsungleichheit schwächer geworden sind, wodurch eine Erhöhung sozialer Mobilität zwischen den Generationen auftritt (vgl. Müller und Pollak, Bildung und soziale Mobilität in Deutschland S.6). Des Weiteren wird das zuvor genannte Argument vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung bestätigt (vgl. Thomas Hofinger, Aufstieg durch Bildung?). Demnach „kam 2016 fast jeder zweite Studienanfänger aus einem Nichtakademikerhaushalt“ (ebd.) Außerdem stellten Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft fest „im Durchschnitt bringt ein Fortbildungsabschluss etwa zum Meister oder Techniker einen Einkommensvorsprung von 24 Prozent im Vergleich zur Fachkraft" (ebd.), wodurch ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Können in Form von Bildung und dem ökonomischen Kapital nach Bourdieu besteht. Dementsprechend lässt sich das ökonomische Kapital, das von enormer Bedeutung für die soziale Positionierung ist mithilfe des Bildungsgrades erhöhen. Jene Argumente bekräftigen zusammenfassend die These, dass sozialer Aufstieg durch Bildung möglich ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der sozialen Ungleichheit und Bildungsgleichheit ein, formuliert die zentrale Forschungsfrage zum Aufstieg durch Bildung und die Hypothese zur Rolle der sozialen Herkunft.

2. Begriffsklärung / Theorie: Hier werden grundlegende Begriffe wie soziale Ungleichheit, Bildung, soziale Mobilität und soziale Herkunft definiert und die Kapitaltheorie von Pierre Bourdieu als theoretischer Rahmen der Analyse vorgestellt.

3. Empirische Befunde / Argumente: Das Kapitel präsentiert die Kernargumente und empirische Studien, die sowohl die Möglichkeit des sozialen Aufstiegs durch Bildung als auch den fortwährenden Einfluss der sozialen Herkunft und des Migrationshintergrunds auf die Aufstiegschancen beleuchten.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Annahmen und Hypothesen unter Berücksichtigung des Zusammenspiels von Bildung und sozialer Herkunft und fügt eine persönliche Reflexion über die Rolle der Motivation hinzu.

Quellen und Literaturverzeichnis: Dieses Kapitel listet alle zitierten wissenschaftlichen Quellen und Literatur auf, die zur Untermauerung der Argumentation und der Befunde herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Bildung, Soziale Herkunft, Soziale Mobilität, Aufstieg, Chancengleichheit, Pierre Bourdieu, Kapital, Migrationshintergrund, Bildungsgrad, Generationsmobilität, Determinanten, Deutschland, Klassenzugehörigkeit, Qualifikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob Bildung ein effektiver Weg für sozialen Aufstieg ist und inwieweit die soziale Herkunft diesen Prozess beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die soziale Ungleichheit, die Dynamik der sozialen Mobilität, der Einfluss von Bildung und die Rolle der sozialen Herkunft sowie Bourdieus Theorie der Kapitalformen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage „Ist Aufstieg durch Bildung möglich?" zu beantworten und die Hypothese zu überprüfen, ob die soziale Herkunft eine entscheidende Rolle bei den Aufstiegschancen spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit bedient sich einer theoretischen Erläuterung von Begriffen und Konzepten, gefolgt von einer Analyse empirischer Befunde und Argumente aus wissenschaftlichen Studien und repräsentativen Umfragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil (Kapitel 3) präsentiert empirische Belege und Argumente, die sowohl die These des Aufstiegs durch Bildung unterstützen als auch den nachhaltigen Einfluss der sozialen Herkunft und des Migrationshintergrunds auf die soziale Mobilität beleuchten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie soziale Ungleichheit, Bildung, soziale Herkunft, soziale Mobilität, Aufstieg, Bourdieu, Kapital und Migrationshintergrund charakterisiert.

Welche Rolle spielen die Kapitalformen Bourdieus im Kontext der sozialen Ungleichheit?

Bourdieu unterscheidet zwischen ökonomischem, kulturellem und sozialem Kapital, deren ungleiche Verteilung die Positionierung im sozialen Raum bestimmt und somit maßgeblich die Möglichkeiten für sozialen Aufstieg oder Verbleib in einer sozialen Schicht beeinflusst.

Wie beeinflusst der Migrationshintergrund die Bildungschancen in Deutschland?

Der Migrationshintergrund wird als eine Determinante sozialer Ungleichheit betrachtet, da Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund im Durchschnitt häufig niedrigere Bildungsabschlüsse aufweisen und in bestimmten Schulformen überrepräsentiert sind, was ihre Bildungschancen beeinträchtigen kann.

Gibt es einen Wandel in der Bedeutung der sozialen Herkunft für die soziale Mobilität über Generationen hinweg?

Ja, Studien zeigen, dass bei jüngeren Generationen die Abhängigkeit der Klassenzugehörigkeit von der Herkunft der Eltern abnimmt, während bei älteren Generationen ein stärkerer Zusammenhang besteht, was auf eine erhöhte soziale Mobilität zwischen den Generationen hindeutet.

Welche Kritik übt der Autor an der bisherigen Forschung zur sozialen Mobilität?

Der Autor kritisiert, dass in den analysierten Studien der Aspekt der freiwilligen Motivation und des persönlichen Wunsches zum sozialen Aufstieg oft unbeachtet bleibt, obwohl diese Faktoren für die Beurteilung der sozialen Mobilität entscheidend sein könnten.

Final del extracto de 8 páginas  - subir

Detalles

Título
Sozialer Aufstieg durch Bildung? Eine Abhandlung der verschiedenen Faktoren der sozialen Herkunft
Subtítulo
Soziale Ungleichheit im deutschen Bildungssystem
Universidad
University of Münster
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2023
Páginas
8
No. de catálogo
V1699602
ISBN (PDF)
9783389178072
Idioma
Alemán
Etiqueta
Soziale Herkunft Aufstiegschancen Bildung Mobilität
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2023, Sozialer Aufstieg durch Bildung? Eine Abhandlung der verschiedenen Faktoren der sozialen Herkunft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1699602
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