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The Man Of Feeling

Die in diesem Roman dargestellte Männlichkeit und ihre Einordnung in den historischen Kontext

Titre: The Man Of Feeling

Dossier / Travail de Séminaire , 2011 , 17 Pages , Note: 2,7

Autor:in: Anke Rehder (Auteur)

Didactique de l'Anglais - Histoire littéraire, Epoques
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Résumé Extrait Résumé des informations

Der Empfindsame Roman The Man Of Feeling1, welcher 1771, vorerst anonym, von Henry
MacKenzie (1745-1831) veröffentlich wurde, ist einer der bedeutendsten Romane seiner Zeit.
Der Schottische Autor war einer der Ersten, der seine dramatis personae, aber vor allem
seinen Protagonisten Harley, mit den Tugenden der Empathie und des Mitleides ausstattete.
Die Epoche der Empfindsamkeit ging davon aus, dass der Mensch von Natur aus gut sei und
auch nicht die Vernunft die maßgebende Qualität des Menschen sei, sondern dass gerade die
bereits erwähnte Empathie und das Mitleid diese Qualitäten ausmache.2 Nach Auffassung der
Empfindsamkeit, welche vorwiegend von 1740- 1790 ihren Ausdruck hatte, hatten Gefühle
einen großen Anteil an den ethischen Entscheidungen. Das Gefühl war nicht mehr länger ein
Makel des Menschen, sondern zeichnete ihn als sittlichen Mitbürger aus.
Auch Henry Mackenzie nimmt diesen Eindruck in seinem Roman auf, indem er den
Protagonisten Harley, den „man of feeling“, als sehr sensiblen, wohltätigen und verletzlichen
Mann darstellt. Harley wird als ein Subjekt vorgestellt, welches starkes Mitgefühl mit seinen
Mitmenschen hat und dadurch oft in für ihn schwierige Situationen gerät. Es ist nicht
verwunderlich, dass der Roman sofort erfolgreich war, da er die Bedürfnisse der Menschen in
dieser Zeit aufgriff und ihnen einen Einblick in die neue Humanität ermöglichte. Dies tat
Mackenzie jedoch nicht, indem er den Lesern eine neue Lebens- und Denkweise präsentierte,
die ein besseres Leben versprach, sondern er wollte eher einen Wandel im Denken
hervorrufen. Da der Protagonist in TMOF mit seiner Wesensart vielmehr droht in der
Gesellschaft zu scheitern, regt Mackenzie so das Überdenken und Abwägen, das kritische
Hinterfragen und das subjektive Empfinden des Lesers an und präsentiert ihm, dem Leser,
keine Patentlösung des richtigen menschlichen Verhaltens in der Gesellschaft. In der folgenden Arbeit möchte ich versuchen, das von Henry MacKenzie präsentierte
Männlichkeitsbild darzustellen. Um dieses in Abgrenzung zum traditionellen Bild zu
verdeutlichen, möchte ich in Punkt Zwei sowohl die herkömmliche Rolle des Mannes des 18.
Jahrhunderts als auch die heutigen Rollenklischees kurz anreißen, um Parallelen und Schlüsse
ziehen zu können.

===
1 Im Verlauf der Arbeit werde ich den Titel des Romans häufig durch die Abkürzung TMOF abkürzen.
2 http://www.leinstein.de/media/2432/erzaehlliteratur%201700-1830.pdf. Zugriff am 15.01.2011.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Männlichkeitsbilder

2.1 Die männlichen Ideale der damaligen und heutigen Zeit

3. Männlichkeitsbilder in The Man Of Feeling

3.1 Der sensible Mann und das Scheitern des fühlenden Mannes in der Gesellschaft

4. Fazit

5. Quellenverweise und benutzte Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das in Henry MacKenzies Roman "The Man Of Feeling" dargestellte Männlichkeitsbild und analysiert, wie sich der sensible Protagonist Harley in einer gefühllosen Gesellschaft behauptet bzw. an ihr scheitert, während sie gleichzeitig eine Brücke zu den Rollenklischees des 18. Jahrhunderts und der Moderne schlägt.

  • Darstellung des neuen Männlichkeitsbildes durch Harley in "The Man Of Feeling"
  • Konfrontation mit gesellschaftlichen Erwartungen an den Mann
  • Historischer Kontext und Wandel der Männlichkeitsideale
  • Analyse des Scheiterns sensibler Männlichkeit im sozialen Gefüge

Auszug aus dem Buch

3.1 Der sensible Mann und das Scheitern des fühlenden Mannes in der Gesellschaft

Bereits der Titel verrät dem Leser, auf was er sich beim Lesen des Werkes einstellen darf. Es geht ganz offensichtlich um einen Mann, der fühlt und verschiedene Emotionen in sich trägt. Der Titel verrät allerdings noch nicht, ob die Hauptfigur diese Empfindungen auch in der Öffentlichkeit präsentiert, von was für einer Art diese sind und wie die Gesellschaft darauf reagiert. Im folgenden Abschnitt möchte ich die dargebotene gefühlvolle Seite des Protagonisten und die Auswirkungen anhand des Textes aufzeigen.

Kapitel XI

In diesem ersten Kapitel des Buches wird dem Leser sowohl der erste Gefühlsausbruch Harleys als auch eine Abhandlung über die Schüchternheit präsentiert. Harley erfährt bei seinem Besuch in Silton Hall, dass der Besitzer Ben Silton nicht mehr am Leben ist. Der Verstorbene wird uns vom Autor nicht beschrieben, dafür allerdings die Reaktion von Harley:

„I sat on my old friend’s seat; I heard the roar of mirth und gaiety around me: poor Ben Silton! I gave thee a tear then: accept of one cordial drop that falls to thy memory now. “.11

Harley trauert sehr um seinen Freund und schämt sich nicht, diesem Gefühl durch Tränen Ausdruck zu verleihen, obwohl eine Dame im Raum ist. Im Zuge seiner Trauer erinnert sich Harley an ein Gespräch mit Mr. Silton, welches sich mit dem Thema der Schüchternheit befasste. Ben Silton sagt, dass es zwei Arten der Schüchternheit gebe:

„…there are too distinct sorts of what we call bashfulness; this, the aukwardness of a booby, which a few steps into the world will convert into the pertness of a coxcomb; that, a consciousness, which the most delicate feelings produce, and the most extensive knowledge cannot always remove.”12

Der Erzähler erlaubt sich die Bemerkung Harley der zweiten Form der Schüchternheit zuzuschreiben, womit dem Leser ein weiterer Charakterzug zugesprochen wird, der dem damaligen Ideal nicht entsprach, da der Mann mutig und forsch zu sein hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Bedeutung von MacKenzies Roman im Kontext der Epoche der Empfindsamkeit und definiert das Ziel der Arbeit, das Männlichkeitsbild Harleys kritisch zu hinterfragen.

2. Männlichkeitsbilder: Hier wird der Einfluss gesellschaftlicher Ideale auf das Männlichkeitsbild von der Steinzeit bis zur Moderne beleuchtet und das Dilemma zwischen beruflichem Erfolg und emotionaler Sensibilität thematisiert.

2.1 Die männlichen Ideale der damaligen und heutigen Zeit: Dieser Abschnitt analysiert die widersprüchlichen Anforderungen an Männer, zwischen Karrierezwang und der Erwartung von Einfühlsamkeit in privaten Beziehungen zu navigieren.

3. Männlichkeitsbilder in The Man Of Feeling: Dieser Teil betrachtet, wie MacKenzie mit Harley einen neuen Typus des Helden einführt, der seine Gefühle offen zeigt, und diskutiert die Resonanz des Romans bei den Zeitgenossen.

3.1 Der sensible Mann und das Scheitern des fühlenden Mannes in der Gesellschaft: Eine detaillierte Untersuchung spezifischer Kapitel, die Harleys wiederholtes Scheitern an gesellschaftlichen Normen und seine Unfähigkeit, eigene Emotionen zielführend zu steuern, belegt.

4. Fazit: Die abschließende Zusammenfassung konstatiert, dass ein Ausbrechen aus traditionellen Rollenbildern weiterhin mit einem hohen sozialen Risiko verbunden ist und plädiert für eine individuellere Freiheit jenseits starrer Konventionen.

5. Quellenverweise und benutzte Literatur: Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie Internetquellen.

Schlüsselwörter

The Man Of Feeling, Henry Mackenzie, Männlichkeit, Empfindsamkeit, Rollenklischees, Emotionen, Gesellschaftskritik, Identitätskrise, Literaturanalyse, Harley, Geschlechterrollen, Sentimentalität, Humanität, Rollenbild, Sozialgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Männlichkeitsbild in Henry MacKenzies Roman "The Man Of Feeling" und vergleicht dieses mit historischen sowie modernen Rollenerwartungen an den Mann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Männlichkeit, die Bedeutung von Emotionen und Empfindsamkeit im 18. Jahrhundert sowie der Konflikt zwischen individueller Wesensart und gesellschaftlichen Erwartungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, inwiefern der Protagonist Harley ein neues Männlichkeitsbild verkörpert und weshalb sein Versuch, dieses in einer gefühllosen Welt zu leben, unweigerlich zum sozialen Scheitern führen muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse des Romans im Kontext von Primär- und Sekundärquellen zur Geschlechter- und Affektenlehre.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Männlichkeitsideale und eine detaillierte textbasierte Untersuchung der verschiedenen Kapitel von "The Man Of Feeling", um Harleys Handeln und das Scheitern seiner sensiblen Natur aufzuzeigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Männlichkeit, Empfindsamkeit, gesellschaftliche Rollenbilder, Literaturanalyse und die spezifische Charakteristik des Protagonisten Harley.

Warum scheitert Harley nach Ansicht der Autorin?

Harley scheitert, weil er seine Zeit und Energie mit dem Mitgefühl für seine Mitmenschen verbringt, statt die von der Gesellschaft geforderten materiellen Statussymbole zu verfolgen, und weil ihm der Mut fehlt, seine eigenen Gefühle konsequent und rechtzeitig zu kommunizieren.

Welche Rolle spielt die "Schüchternheit" im Roman?

Die Schüchternheit wird als ein Ausdruck extremer Sensibilität interpretiert, der Harley zwar als edlen Charakter kennzeichnet, ihm jedoch im sozialen Umgang und bei der Verfolgung seiner Ziele als hinderlich im Weg steht.

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Résumé des informations

Titre
The Man Of Feeling
Sous-titre
Die in diesem Roman dargestellte Männlichkeit und ihre Einordnung in den historischen Kontext
Université
Christian-Albrechts-University of Kiel
Note
2,7
Auteur
Anke Rehder (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
17
N° de catalogue
V169993
ISBN (ebook)
9783640885206
ISBN (Livre)
9783640885268
Langue
allemand
mots-clé
feeling roman männlichkeit einordnung kontext
Sécurité des produits
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Citation du texte
Anke Rehder (Auteur), 2011, The Man Of Feeling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/169993
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