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Die internationale Regulierung des Arzneimittelsektors zwischen gewerblichem Rechtsschutz und öffentlichem Gesundheitsschutz

Titel: Die internationale Regulierung des Arzneimittelsektors zwischen gewerblichem Rechtsschutz und öffentlichem Gesundheitsschutz

Seminararbeit , 2008 , 43 Seiten , Note: 13 Punkte

Autor:in: Tobias Witte (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit befasst sich mit dem Wechselspiel zwischen notwendigen Investitionen in neue, effizientere Arzneimittel und teilweise langen Patentlaufzeiten. Während die Patentlaufzeiten notwendig für die Kostenamortisierung der Pharmafirmen sind, führen sie auch gleichzeitig dazu, dass günstige - und somit auch für Entwicklungsländer erschwingliche - Arzneimittel, vor allem Generika, erst Jahre später zugänglich sind, was nicht unerhebliche gesundheitliche Risiken birgt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einführung

I. Problemdarstellung

II. Gang der Untersuchung

III. Themenabgrenzung

IV. Grundbegriffe des Arzneimittelrechts

1. Überblick und Rechtsquellen

a. Deutschland

b. EG

c. Internationale Ebene

2. Arzneimittelbegriff

a. Deutschland

b. EG

B. Internationale Regulierungsbereiche

I. Arzneimittelsicherheit und öffentlicher Gesundheitsschutz

1. Notwendigkeit von Regulierungen

2. Öffentlicher Gesundheitsschutz in Deutschland

3. Öffentlicher Gesundheitsschutz auf Gemeinschaftsebene

4. Internationaler öffentlicher Gesundheitsschutz

a. WHO

b. International Conference on Harmonisation

II. Arzneimittel vor dem Vertrieb

1. Arzneimittelherstellung

a. Europäische Regelungen

b. USA

2. Arzneimittelzulassung

a. Überblick

b. Europäisches Zulassungssystem

aa. Zulassungsverfahren

bb. Rolle der EMEA

III. Internationaler gewerblicher Arzneimittelschutz

1. Gewerblicher Arzneimittelschutz im Überblick

2. Patentschutz, Innovationen und Gesundheitsschutz

a. Europa

aa. Vorraussetzungen des Patentschutzes nach dem EPÜ

bb. Sonderregelung für Arzneimittelpatente

cc. Entwicklung vom europäischen Patent zum EG-Patent

b. USA

aa. Patentrecht der USA im Überblick

bb. PTO, FDA und Arzneimittelpatente

c. Asien

aa. Überblick

bb. Einzelregelungen im Vergleich

d. Internationale Ebene

aa. Überblick

bb. Rechtsquellen

cc. Das TRIPS-Übereinkommen der WTO

dd. TRIPS, Patente und öffentlicher Gesundheitsschutz

(1) Allgemeine Bestimmungen

(2) Arzneimittel und Entwicklungsländer

(i) Zwangslizenzen

(ii) Parallelimporte

C. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen dem internationalen gewerblichen Rechtsschutz im Pharmabereich – insbesondere durch Patente – und der Notwendigkeit des öffentlichen Gesundheitsschutzes. Dabei wird analysiert, wie diese widerstreitenden Interessen im Rahmen des TRIPS-Abkommens und durch Mechanismen wie Zwangslizenzen und Parallelimporte in Einklang gebracht werden können, um insbesondere die Versorgungssituation in Entwicklungsländern zu verbessern.

  • Regulierung des internationalen Arzneimittelsektors
  • Staatliche Schutzpflicht und öffentlicher Gesundheitsschutz
  • Internationaler Patentschutz und dessen Auswirkungen auf Innovation
  • Spannungsfeld zwischen Arzneimittelpreisen und globalem Zugang
  • Rolle internationaler Organisationen wie WHO und WTO/TRIPS

Auszug aus dem Buch

dd. TRIPS, Patente und öffentlicher Gesundheitsschutz

Die Patentlaufzeit beträgt auch nach dem TRIPS gem. Art. 33 TRIPS 20 Jahre ab Patentanmeldung. In Art. 27 I TRIPS ist verbürgt, dass alle Mitgliedstaaten die grundsätzliche Möglichkeit bieten müssen, Patente in allen technologischen Bereichen anzumelden, und zwar sowohl für das Produkt an sich (also im Arzneimittelbereich für den pharmazeutisch wirksamen Stoff) als auch für das Verfahren zu dessen Herstellung. Der zuvor teilweise gängigen Praxis einzelner Staaten, Patente auf gewissen Gebieten, wie etwa dem Gesundheits- bzw. Pharmasektor, zu verbieten, wird damit eine Absage erteilt. Diese Grundsatzregelung findet jedoch, was beispielsweise therapeutische Behandlungsverfahren bei Menschen oder Tieren angeht, Ausnahmen dahingehend, dass Mitgliedstaaten in diesem Bereich die Patentierbarkeit ausschließen können (Art. 27 III lit. a TRIPS). Diese Ausschlussmöglichkeit ist Kritik ausgesetzt. Beachtet man jedoch den Umstand, dass das hohe Schutzniveau des TRIPS viele Entwicklungsländer ohnehin aufgrund der notwendigen umfangreichen gesetzlichen Anpassungen vor enorme Probleme stellt, so lässt sich diese Ausnahmeregelung gewiss rechtfertigen, die gerade Entwicklungsländern die Möglichkeit, neue Behandlungsmethoden günstiger zu verbreiten, zumindest erleichtert. Der Gesundheitsschutz bildet als Teil des auch im TRIPS niedergelegten ordre-public Prinzips gem. Art. 27 II TRIPS eine weitere mögliche Ausnahme vom umfassenden Patentschutz auf dem technologischen Sektor, sofern neben das Patentverbot ein Vermarktungsverbot tritt. Hiermit ist ein Kernproblem des TRIPS angesprochen, nämlich dessen Verhältnis zum öffentlichen Gesundheitsschutz.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der Arzneimittelversorgung und stellt den Konflikt zwischen gewerblichen Schutzrechten und dem öffentlichen Gesundheitsschutz vor.

B. Internationale Regulierungsbereiche: Dieses Hauptkapitel untersucht die rechtlichen Grundlagen, Zulassungsverfahren, den Patentschutz sowie die Rolle der WTO/TRIPS und dessen Auswirkungen auf Entwicklungsländer.

C. Schlusswort: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit einer menschenrechtskonformen Auslegung des TRIPS, um eine gerechte Interessenharmonisierung im Welthandel zu erreichen.

Schlüsselwörter

Arzneimittelrecht, Patentrecht, TRIPS-Abkommen, öffentlicher Gesundheitsschutz, Arzneimittelzulassung, Entwicklungsländer, Zwangslizenzen, Parallelimporte, Pharmaindustrie, geistiges Eigentum, Welthandel, WHO, Innovationsschutz, Arzneimittelsicherheit, Rechtsvergleichung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis zwischen dem Schutz geistigen Eigentums durch Patente im Pharmabereich und dem staatlichen Auftrag zur Sicherstellung eines effektiven öffentlichen Gesundheitsschutzes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen der Arzneimittelherstellung und -zulassung, das internationale Patentrecht (insbesondere TRIPS) sowie die Auswirkungen dieser Regelungen auf die medizinische Versorgung in Entwicklungsländern.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie ein bestmöglicher Ausgleich zwischen den widerstreitenden Interessen des gewerblichen Rechtsschutzes und der globalen Arzneimittelversorgung gefunden werden kann, um eine zukunftsfähige Gestaltung des Welthandelssystems zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine rechtswissenschaftliche Untersuchung vorgenommen, die durch eine rechtsvergleichende Perspektive und die Analyse internationaler Übereinkommen (z.B. TRIPS, EPÜ) sowie die Auswertung relevanter Fachliteratur geprägt ist.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Regulierungsbereiche (Qualität, Sicherheit), die Anforderungen an die Arzneimittelherstellung und Zulassung sowie eine detaillierte Betrachtung des gewerblichen Arzneimittelschutzes auf europäischer, US-amerikanischer und internationaler Ebene.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Arzneimittelpatente, TRIPS, Zwangslizenzen, Parallelimporte, Gesundheitsschutz, WHO und Harmonisierung des Rechts.

Wie bewertet der Autor die Rolle des TRIPS-Abkommens für Entwicklungsländer?

Der Autor ordnet das TRIPS-Abkommen als ein Instrument ein, das hohe Anforderungen an Entwicklungsländer stellt, jedoch durch die Doha-Erklärung und die Möglichkeit von Zwangslizenzen Spielräume für eine menschenrechtskonforme Gesundheitsvorsorge eröffnet.

Welche Bedeutung kommt der Doha-Erklärung zu?

Die Doha-Erklärung wird als wichtiger Erfolg für Entwicklungsländer gewertet, da sie den Vorrang des Gesundheitsschutzes bei der Auslegung des TRIPS-Abkommens explizit unterstreicht und die Anwendung von Ausnahmeregelungen erleichtert.

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Details

Titel
Die internationale Regulierung des Arzneimittelsektors zwischen gewerblichem Rechtsschutz und öffentlichem Gesundheitsschutz
Hochschule
Universität Münster  (Lehrstuhl für Öffentliches Recht einschließlich Völker- und Europarecht)
Veranstaltung
Seminar im Wirtschaftsvölkerrecht
Note
13 Punkte
Autor
Tobias Witte (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
43
Katalognummer
V170195
ISBN (eBook)
9783640889143
ISBN (Buch)
9783640889471
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arzneimittel Arzneimittelrecht Völkerrecht Patent gewerblicher Rechtsschutz Entwicklungsländer Gesundheit Medizin Medizinrecht Pharma
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Witte (Autor:in), 2008, Die internationale Regulierung des Arzneimittelsektors zwischen gewerblichem Rechtsschutz und öffentlichem Gesundheitsschutz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170195
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Leseprobe aus  43  Seiten
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