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KORA_kos. Analyse und Erweiterung des Kompetenzrasters KORA für die Ausbildung von Kosmetiker:innen

Title: KORA_kos. Analyse und Erweiterung des Kompetenzrasters KORA für die Ausbildung von Kosmetiker:innen

Master's Thesis , 2024 , 85 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Olcay Karausta (Author)

Didactics
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Für das Berufsfeld Körperpflege wurde im Rahmen einer fachdidaktischen Auseinandersetzung anhand der Friseurausbildung im Jahr 2016 das Projekt ‚KORA‘ erarbeitet.

Die vorliegende Arbeit „KORA_kos: Analyse und Erweiterung des Kompetenzrasters 'KORA‘ für die Ausbildung von Kosmetiker:innen“ stellt sich nun die Frage: Wie kann ein solches Kompetenzraster für die Ausbildung von Kosmetiker:innen aussehen? Welche überfachlichen Kompetenzen sind für den Kosmetikberuf wichtig? Gibt es Überschneidungen zum Friseurberuf im Rahmen des Berufsfeldes der Körperpflege? Welche Kompetenzen sind vielleicht sogar ein Alleinstellungsmerkmal für den Ausbildungsberuf des/der Kosmetiker*in? Können diese auch über das Berufsfeld Körperpflege hinausgehen?

An diesem interdisziplinären Projekt waren Akteur*innen aus dem Bildungsbereich, wie dem Berufsverband der Lehrerinnen und Lehrer im Berufsfeld Körperpflege und die Hessische Lehrkräfteakademie, und der Wissenschaft, wie der Arbeitsbereich Mode und Ästhetik der Technischen Universität Darmstadt, beteiligt. Das Ziel des Forschungsprojekts KORA war es, sich mit dem Kompetenzerwerb in der Friseurausbildung, und im Sinne des lebenslangen Lernens auch darüber hinaus auseinanderzusetzen und somit einer neuen, subjektzentrierten, individualisierten und kompetenzorientierten Lernkultur gerecht zu werden.

Das Interesse an kosmetischen Behandlungen ist dabei bei Jugendlichen sehr hoch, sodass sich vorrangig junge Frauen, für den Ausbildungsberuf zum/zur Kosmetiker*in entscheiden. Mit rund 579 Auszubildenden im Jahr 2022 hat dieser neben der Friseurausbildung als Teilbereich des Berufsfeldes Körperpflege einen festen Platz an berufsbildenden Schulen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kompetenzerwerb und Kompetenzerfassung in der beruflichen Bildung

2.1 Das Cognitive Apprenticeship als Ansatz handlungstheoretischen Lernens

2.2 Die Taxonomiestufen nach Bloom zur Operationalisierung von Lernzielen

3 Das Kompetenzraster als Instrument kompetenzorientierten Lernens

4 Zur Geschichte der Kosmetik und des Kosmetikberufs

4.1 Der Kosmetikberuf – ein Gesundheitsberuf?

5 Gesetze und Verordnungen als Rechtsgrundlage des Kosmetikberufs

6 Analyse der Ausbildung zum/zur Kosmetiker*in

6.1 Einordnung der Ausbildung in den Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR)

6.2 Analyse der Ausbildungsverordnung und des Rahmenlehrplans

7 KORA_kos: Das Kompetenzraster für die Ausbildung von Kosmetiker*innen

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die bestehende Ausbildung von Kosmetiker*innen im Kontext der beruflichen Bildung und erweitert das bestehende Kompetenzraster ‚KORA‘ zum neuen Modell ‚KORA_kos‘, um eine kompetenzorientierte Ausbildung zu ermöglichen, die den Anforderungen der Branche und rechtlichen Rahmenbedingungen gerecht wird.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen kompetenzorientierter beruflicher Bildung (Cognitive Apprenticeship, Taxonomie nach Bloom).
  • Untersuchung der historischen Genese und des aktuellen Berufsstandes der Kosmetiker*innen zwischen Wellness und Gesundheitsberuf.
  • Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Abgrenzung von kosmetischen zu medizinischen Dienstleistungen.
  • Entwicklung und Strukturierung des Kompetenzrasters KORA_kos als zentrales Instrument für die Ausbildung.

Auszug aus dem Buch

Das Kompetenzraster als Instrument kompetenzorientierten Lernens

Ein Kompetenzraster ist ein pädagogisches Instrument zur strukturierten Darstellung von Kompetenzen, die für bestimmte Tätigkeiten oder Aufgaben erforderlich sind. Dabei werden die verschiedenen Kompetenzen in einer Matrix visualisiert und das Wissen, Fähigkeiten und Verhalten aufsteigenden Kriterien stufenweise formuliert:

„Innerhalb dieser Darstellung sind Kriterien aufgeführt, was gelernt werden soll und welche Qualifikationsstufen ausgewiesen werden, das heißt wie etwas beherrscht wird. Kompetenzraster sind demnach geeignet, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ein sich jemand ausweisen kann, offenzulegen und finden im Rahmen verschiedener Kontexte Verwendung.“

Für die berufliche Bildung können Kompetenzraster eingesetzt werden, um Kompetenzen darzustellen und zu messen, die überfachlich für den jeweiligen Ausbildungsberuf benötigt werden, dabei steht die Handlungskompetenz im Mittelpunkt.

Das Kompetenzraster kann im Sinne der Lernortkooperation im dualen Ausbildungssystem sowohl von den ausbildenden Betrieben als auch von den berufsbildenden Schulen angewendet werden: „Kurz gesagt bilden Kompetenzraster ein Curriculum in Form einer Matrix ab.“ Das Raster kann dabei helfen, den aktuellen Kompetenzstand, der individuell von den Lernenden ausgeht, zu erfassen, um dann zu erörtern, welches Kompetenzniveau über den Lernprozess entwickelt und erreicht werden soll:

„Ziel ist es, für jede Kompetenzdimension das bei dem Schüler ausgeprägt ist, das Niveau als ‚eine Art Startlinie‘ zu bestimmen. Dies soll Schüler und Lehrer in die Lage versetzen, die jeweils nächsten Schritte zu bestimmen. Es ist dann auch möglich im Kompetenzraster zu vermerken, welches Niveau als Lernziel angestrebt wird. Zwischen Start- und Zielpunkt ist dann ‚Handlungsbedarf‘.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Kosmetikberufs ein und definiert die Zielsetzung, ein Kompetenzraster für diese spezifische Ausbildung zu entwickeln.

2 Kompetenzerwerb und Kompetenzerfassung in der beruflichen Bildung: Kapitel 2 erläutert theoretische Modelle wie Cognitive Apprenticeship und Bloom'sche Taxonomiestufen, die als Grundlage für kompetenzorientiertes Lernen dienen.

3 Das Kompetenzraster als Instrument kompetenzorientierten Lernens: Hier wird der theoretische Nutzen von Kompetenzrastern als Matrix für die Ausbildung und zur Messung von Handlungskompetenz dargestellt.

4 Zur Geschichte der Kosmetik und des Kosmetikberufs: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Körperpflege von der Antike bis heute nach und diskutiert die Einordnung als Gesundheitsberuf.

5 Gesetze und Verordnungen als Rechtsgrundlage des Kosmetikberufs: Eine Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere der Abgrenzung von kosmetischen Behandlungen zu medizinischen Eingriffen.

6 Analyse der Ausbildung zum/zur Kosmetiker*in: Untersuchung der aktuellen Ausbildungsstruktur und deren Verortung innerhalb der deutschen Bildungslandschaft sowie Analyse der Lehrpläne.

7 KORA_kos: Das Kompetenzraster für die Ausbildung von Kosmetiker*innen: Das Kernkapitel präsentiert das entwickelte Modell KORA_kos, welches Kompetenzbereiche und Niveaustufen für die Ausbildung strukturiert.

8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das neue Modell KORA_kos als pädagogisches Instrument für eine modernere, kompetenzorientierte Kosmetikausbildung.

Schlüsselwörter

Kompetenzraster, KORA_kos, berufliche Bildung, Kosmetikberuf, Handlungskompetenz, Cognitive Apprenticeship, Taxonomie nach Bloom, Rahmenlehrplan, Kompetenzerfassung, Körperpflege, Gesundheitsberuf, Ausbildungsverordnung, Berufsgeschichte, Lernfeldkonzept, pädagogische Instrumente

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und systematischen Erweiterung der Kompetenzerfassung in der Ausbildung von Kosmetiker*innen durch die Entwicklung eines spezifischen Kompetenzrasters namens KORA_kos.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die berufspädagogische Theorie zur Kompetenzentwicklung, die historische Entwicklung und Einordnung des Kosmetikberufs, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Berufsausübung sowie die praktische Modellierung von Ausbildungsinhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, ein transparentes und strukturiertes Instrument (KORA_kos) zu schaffen, das die Ausbildung von Kosmetiker*innen kompetenzorientiert und handlungstheoretisch fundiert abbildet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie eine systematische Analyse von Ausbildungsordnungen, Rahmenlehrplänen und rechtlichen Verordnungen, um darauf aufbauend ein neues Kompetenzraster zu modellieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Kompetenzerwerbs, einen historischen Abriss des Berufs, eine tiefgehende rechtliche Analyse zur Abgrenzung von Kosmetik und Medizin sowie die konkrete Strukturierung des Modells KORA_kos.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Kompetenzraster, Handlungskompetenz, berufliche Bildung, Kosmetikausbildung und Berufsrecht.

Warum ist eine Abgrenzung des Kosmetikberufs zur Medizin so wichtig?

Eine Abgrenzung ist aufgrund strenger rechtlicher Vorgaben (wie NiSV, Heilpraktikergesetz) essenziell, da Kosmetiker*innen nur an gesunder Haut arbeiten dürfen und medizinische Eingriffe Ärzten oder Heilpraktikern vorbehalten sind.

Wie unterscheidet sich KORA_kos von bestehenden Modellen?

KORA_kos adaptiert das bestehende Modell KORA speziell für die Anforderungen der Kosmetikausbildung und ergänzt den spezifischen Bereich der gesundheitserhaltenden Maßnahmen, der für das Berufsprofil der Kosmetiker*innen entscheidend ist.

Welche Rolle spielen die Taxonomiestufen nach Bloom?

Sie dienen dazu, Lernziele in aufsteigender kognitiver Komplexität zu operationalisieren, wodurch eine stufenweise Entwicklung der Kompetenzen im KORA_kos-Modell erst messbar gemacht wird.

Ist der Kosmetikberuf ein medizinischer Beruf?

Nein, der Kosmetikberuf ist kein medizinischer Beruf, bewegt sich jedoch an einer Schnittstelle, da er gesundheitserhaltende präventive Aspekte beinhaltet, was eine ständige rechtliche und inhaltliche Abgrenzung erforderlich macht.

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Details

Title
KORA_kos. Analyse und Erweiterung des Kompetenzrasters KORA für die Ausbildung von Kosmetiker:innen
College
Technical University of Darmstadt  (Mode und Ästhetik)
Course
Fachdidaktik Körperpflege
Grade
1,3
Author
Olcay Karausta (Author)
Publication Year
2024
Pages
85
Catalog Number
V1702350
ISBN (PDF)
9783389186268
ISBN (Book)
9783389186275
Language
German
Tags
Körperpflege Fachdidaktik Kompetenzraster Kosmetik Kosmetikausbildung Pädagogik Berufspädagogik Berufsschule Berufliche Schule Kompentenz Kompetenzerwerb Lebenslanges Lernen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Olcay Karausta (Author), 2024, KORA_kos. Analyse und Erweiterung des Kompetenzrasters KORA für die Ausbildung von Kosmetiker:innen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1702350
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