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Augustinus als Seelsorger

In der Zeit als Priester und Bischof

Título: Augustinus als Seelsorger

Trabajo de Seminario , 2010 , 15 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Samuel-Kim Nguyen (Autor)

Teología - Teología histórica, historia eclesiástica
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„Vobis enim sum episcopus, vobiscum sum Christianus.” (AUGUSTINUS, Sermones 340, 1 (PL 38, 1483)), so beschreibt Bischof Augustinus von Hippo in einer Predigt das Bischofsamt. Dieses Zitat eröffnet eine Spannung zwischen dem einfachen „Christ sein“ und der verantwortungsvollen, seelsorgerischen Aufgabe für die Menschen da zu sein, sie zu leiten und zu begleiten.
Da die Forschung über das Leben und Wirken des Augustinus ausgebildet ist, ist es relativ leicht Übersichten und Biographien zu finden. Schwieriger ist es, die Tätigkeit nur unter einem bestimmten Gesichtspunkt, der Seelsorge, zu untersuchen.
Nachdem im ersten Schritt eine Übersicht über den Empfang der Weihen gegeben werden soll, wird in einem zweiten Schritt die Frage, wie Seelsorge überhaupt beschrieben werden kann eine Rolle spielen. Dabei soll auf die zeitliche Veränderung, Entwicklung und Bedeutung des Begriffes eingegangen und eine mögliche Bedeutung für eine Einschätzung zu Augustinus geklärt werden
In einem ausführlicheren Teil werden die Aufgabenfelder und Tätigkeiten des Augustinus in seiner seelsorgerischen Funktion beschrieben und analysiert. Im Überblick soll die Richterfunktion, die „audientia episcopalis“, des Augustinus als ein Bestand der Seelsorge untersucht werden.
Als Literatur und Quellen dienen unter anderem die Standardwerke von van der Meer und Brown sowie verschiedene Briefe, Predigten und Werke Augustinus‘. Die Schwierigkeit liegt dabei in der Fülle der unterschiedlichen Quellen, da sich Augustinus zur Seelsorge in vielen seiner Werke äußert. In dieser Hausarbeit wird versucht werden, wichtige und grundlegende Ansichten und Verhaltensgrundzüge des Kirchenlehrers darzustellen.
Wichtig ist bei der Untersuchung stets die Unterscheidung zwischen den Ansichten und Gedanken Augustinus‘, die er in seinen Werken beschreibt und dem historischen Verhalten, wie wir es aus anderen Quellen, aber auch in Augustins eigenen Schriften finden.
Frederik van der Meer, einer der bekanntesten Augustinus-Biografen, überschreibt sein Werk mit dem Titel „Augustinus der Seelsorger“. Wie Augustinus sein Seelsorger-Sein umsetzte, welche Schwerpunkte er setzte und wie er selber darüber dachte sind zentrale Fragestellungen dieser Arbeit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Weihen

2.1 Die Priesterweihe

2.2 Die Bischofsweihe

3 Der Seelsorgebegriff

3.1 Philosophischer Hintergrund

3.2 Kirchengeschichtlicher Hintergrund

3.3 Gegenwart

4 Seelsorge und Verkündigung bei Augustinus

4.1 Situation in der Kirche von Hippo Regius

4.2 Die Antworten Augustinus’

4.2.1 Predigt-, Katechese- und Verkündigungsdienst

4.2.2 Kampf gegen die Manichäer und Donatisten

4.2.3 Verhalten zu den Armen

4.2.4 Organisation der Gemeinde und der Diözese

5 Richterfunktion

5.1 Audientia episcopalis

5.2 Richtertätigkeit

5.3 Befähigung Augustinus’

5.4 Ansichten Augustinus’

5.4.1 Gesetz

5.4.2 Gerechtigkeit

5.4.3 Richteramt

5.4.4 Wahrheitsfindung

5.4.5 Urteilen

5.5 Beispiel aus der Tätigkeit Augustinus’

6 Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken des Kirchenvaters Augustinus von Hippo unter dem spezifischen Gesichtspunkt der Seelsorge, insbesondere während seiner Zeit als Priester und Bischof, um ein tieferes Verständnis seiner priesterlichen und bischöflichen Aufgabenfelder zu gewinnen.

  • Die Berufungsgeschichte Augustinus’ und der Empfang der Weihen.
  • Die begriffliche und historische Entwicklung der Seelsorge im Kontext des 4. Jahrhunderts.
  • Augustinus’ pastoraler Verkündigungsdienst und sein Umgang mit zeitgenössischen Glaubenskonflikten.
  • Die Ausübung der bischöflichen Richterfunktion (Audientia episcopalis) und deren theologische Begründung.
  • Die Synthese aus geistlicher Fürsorge und praktischer Gemeindeverwaltung.

Auszug aus dem Buch

4.2.2 KAMPF GEGEN DIE MANICHÄER UND DONATISTEN

Aus der Situationsbeschreibung in 4.1 geht hervor, dass die Bewegungen der Donatisten und Manichäer wesentlich die Umstände der Gläubigen geprägt haben. Interessant ist die Feststellung, dass Augustinus bei seinem Vorgehen gegen Kontrahenten oft ihre eigenen Stärken gegen sie ausnutzte. Zwei Beispiele sollen es exemplarisch verdeutlichen.

In der Stadt Hippo Regius gab es den Manichäer Fortunatus, der sehr missionarisch wirkte. Das Volk wollte Fortunatus zu einer öffentlichen Debatte drängen, zu einem Streitgespräch mit Augustinus. Erst als Fortunatus keine andere Wahl hatte, ließ er sich auf diese Auseinandersetzung ein. Er kannte Augustinus, der in Karthago selbst dem Manichäismus anhing, und wusste, dass Augustinus ein wortgewandter Redner war. Nachdem der Austausch von Argumenten am 28. August 392 begann erstreckte er sich über mehrere Tage und endetet schließlich damit, dass Fortunatus gedemütigt die Stadt verließ. Ursprünglich war es ein Mittel der Manichäer, die Leute durch große Reden und Debatten von sich zu überzeugen.

Zwei Jahre später fand Augustinus auch eine Möglichkeit den Donatisten, die sich von öffentlichen Debatten fernhielten, zu begegnen. Die Donatisten nutzten für ihre Bewegung einen einfachen Gesang, der sich schnell merken und singen ließ. Dadurch konnten sie eine breite Masse erreichen und überzeugen. Augustinus nutzte dieselbe Methode und schrieb einen Gesang. Dabei orientierte er sich am Alphabet und betitelte es mit „ABC gegen die Donatisten“. Zu jedem Buchstaben schrieb er einen Vers mit einer Aussage über die Irrlehre der Donatisten und gestaltete einen sehr geschickten Refrain. Indem er das Volk aufrief, anhand seiner Feststellungen in den Verszeilen jetzt den eigenen Verstand zu benutzen und zu beurteilen was wirklich wahr ist, überzeugte Augustinus das Volk von seinen Ansichten gegen die Donatisten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Spannung zwischen der einfachen Existenz als Christ und dem verantwortungsvollen Bischofsamt bei Augustinus ein und steckt das Forschungsziel ab.

2 Die Weihen: Dieses Kapitel behandelt die überraschenden Berufungswege des Augustinus zur Priester- und Bischofsweihe in Hippo Regius.

3 Der Seelsorgebegriff: Hier wird die historische und philosophische Entstehung des Seelsorgebegriffs von der Antike bis zum 4. Jahrhundert analysiert.

4 Seelsorge und Verkündigung bei Augustinus: Das Kapitel untersucht Augustinus’ pastorale Antworten auf die schwierige religiöse Situation in Hippo durch Verkündigung, den Umgang mit Häresien und soziale Fürsorge.

5 Richterfunktion: Dieser Abschnitt analysiert die bischöfliche Rechtsprechung (Audientia episcopalis), die methodische Richtertätigkeit und Augustinus’ theologische Reflexionen dazu.

6 Schlussbemerkungen: Hier werden die Ergebnisse zusammengeführt und Augustinus als Mann der Seelsorge gewürdigt, der seine Ämter als Dienst vor Gott verstand.

Schlüsselwörter

Augustinus von Hippo, Seelsorge, Bischofsamt, Priesterweihe, Audientia episcopalis, Manichäer, Donatisten, Verkündigungsdienst, Kirchenvater, Hippo Regius, Richterfunktion, Theologie, pastorale Sorge, christliche Lebensführung, Kirchengeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht das Wirken und Selbstverständnis des Kirchenvaters Augustinus von Hippo in seiner Rolle als Priester und Bischof mit einem speziellen Fokus auf seelsorgerische Aufgaben.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Berufungsgeschichte, der pastorale Dienst durch Predigt und Katechese, der Umgang mit abweichenden religiösen Strömungen sowie die Ausübung einer bischöflichen Schiedsrichterfunktion.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Augustinus’ seelsorgerisches Wirken zu analysieren und aufzuzeigen, wie er theoretische Ideale und praktische Herausforderungen in der Diözese Hippo Regius miteinander in Einklang brachte.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse der Schriften des Augustinus (Briefe, Predigten, Werke) sowie der Auswertung relevanter Standardliteratur und Biografien.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Augustinus’ Amtsverständnis (Weihen), seiner praktischen Seelsorge (Predigt, Armenfürsorge) und seiner Rolle als bischöflicher Richter.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit besonders?

Wichtige Begriffe sind Seelsorge, Audientia episcopalis, Kirchengeschichte, bischöfliches Handeln und der Umgang mit zeitgenössischen Glaubenskonflikten wie dem Manichäismus.

Wie ging Augustinus mit dem Widerstand gegen seine Priesterweihe um?

Augustinus lehnte die Weihe zunächst aus Sorge ab, den Leitungsaufgaben nicht gerecht werden zu können, erkannte jedoch schließlich in der Bitte von Bischof und Volk den Willen Gottes.

Welche Rolle spielte die Richterfunktion für Augustinus als Bischof?

Er sah das Richteramt als einen notwendigen, aber auch belastenden Dienst an, bei dem er Streitigkeiten im Geiste christlicher Barmherzigkeit und Versöhnung zu schlichten versuchte, um ein geordnetes Zusammenleben zu fördern.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Augustinus als Seelsorger
Subtítulo
In der Zeit als Priester und Bischof
Universidad
University of Erfurt  (Katholisch-Theologische Fakultät)
Curso
Seminar: Augustinus von Hippo. Christwerden in pluralistischer Gesellschaft
Calificación
1,0
Autor
Samuel-Kim Nguyen (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
15
No. de catálogo
V170236
ISBN (Ebook)
9783640890088
ISBN (Libro)
9783640889709
Idioma
Alemán
Etiqueta
Augustinus Aurelius Augustinus Alter Kirchengeschichte Kirchengeschichte Seelsorge
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Samuel-Kim Nguyen (Autor), 2010, Augustinus als Seelsorger, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170236
Leer eBook
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