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Heideggers Wahrheit in "Sein und Zeit"

Titre: Heideggers Wahrheit in "Sein und Zeit"

Dossier / Travail de Séminaire , 2011 , 23 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Martin Böse (Auteur)

Philosophie - Philosophie du XXe siècle
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1. Einleitung
In dieser Arbeit soll der Wahrheitsbegriff Heideggers dargestellt werde. Die Hauptpunkte der Untersuchung sollen die §§43 „Dasein, Weltlichkeit und Realität“ und 44 „Dasein, Erschlossenheit und Wahrheit“ sein. Um diese Paragraphen durchdringen zu können ist es aber nötig einige vorgängige Paragraphen aus „Sein und Zeit“ näher zu beleuchten. Denn Heidegger entwickelt in diesen das Fundament seiner Untersuchung zur Wahrheit. Das Verständnis der zu untersuchenden Abschnitte hängt so stark mit den vorgängig untersuchten Begrifflichkeiten zusammen, dass dieses Vorgehen unbedingt angezeigt ist.
So werden nacheinander die Paragraphen zwölf „Die Vorzeichnung des In-der-Welt-seins aus der Orientierung am In-Sein als solchem“, dreizehn „Die Exemplifizierung des In-Seins an einem fundiertem Modus. Das Welterkennen.“, §27 „Das alltägliche Selbstsein und das Man“, §29 „Das Da-sein als Befindlichkeit“, §31. „Das Da-sein als Verstehen“, §32. „Verstehen und Auslegung“, §33. „Die Aussage als abkünftiger Modus der Auslegung“ §34. „Da-sein und Rede. Die Sprache“, §35. „Das Gerede“, §36. „Die Neugier“, §37. „Die Zweideutigkeit“, §38. „Das Verfallen und die Geworfenheit“, §41. „Das Sein des Daseins als Sorge“ dargestellt. Die Grundbegriffe, ‚In-der-Welt-sein’, ‚Befindlichkeit’, ‚Verstehen’, ‚Auslegung’ und ‚Aussage’ scheinen zunächst nicht erklärungsbedürftig, jedoch erhalten sie in der heideggerschen Verwendung andere Konnotationen und Bedeutungen, die den Leser zu einer näheren Betrachtung ‚zwingen’. Ebenso verhält es sich mit den uneigentlichen Seinsweisen dem ‚Gerede’, der ‚Neugier’ und der ‚Zweideutigkeit’.
Wenn diese erste Aufgabe abgeschlossen ist, kann mit der Darstellung der Paragraphen §43 „Dasein, Weltlichkeit und Realität“ und §44. „Dasein, Erschlossenheit und Wahrheit“ fortgefahren werden. Am Ende soll eine kurze Zusammenfassung des Ergebnisses stehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundbegriffe

2.1 Das In-der-Welt-sein

2.2 Das Welterkennen

2.3 Das alltägliche Selbstsein und das Man

2.4 Die Befindlichkeit

2.5 Das Verstehen

2.6 Die Auslegung

2.7 Die Aussage als abkünftiger Modus der Auslegung

2.8 Da-sein und Rede. Die Sprache

2.9 Die Sorge

3. Die uneigentlichen Seinsformen des Daseins

3.1 Das Gerede

3.2 Die Neugier

3.3 Die Zweideutigkeit

3.4 Das Verfallen und die Geworfenheit

4. Wahrheit und Realität

4.1 §43 Dasein, Weltlichkeit und Realität

4.2 §44. Dasein, Erschlossenheit und Wahrheit

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, Heideggers Wahrheitsbegriff innerhalb seines Hauptwerks „Sein und Zeit“ zu analysieren, wobei der Schwerpunkt auf den Paragraphen 43 und 44 liegt. Durch eine Untersuchung fundamentaler Grundbegriffe soll dargelegt werden, wie Heidegger das traditionelle Verständnis von Wahrheit als Übereinstimmung transformiert und in die ontologische Analytik des Daseins einbettet.

  • Grundbegriffe des Daseins (In-der-Welt-sein, Verstehen, Auslegung)
  • Die Seinsstruktur der Sorge als ontologisches Fundament
  • Analyse uneigentlicher Seinsweisen des Daseins
  • Dekonstruktion des traditionellen Wahrheitsbegriffs als Korrespondenztheorie
  • Wahrheit als Erschlossenheit und Entdecktheit

Auszug aus dem Buch

2.4 Die Befindlichkeit

Die Befindlichkeit sei die Stimmung, die ein Da-sein haben könne. Dabei sei egal, ob es sich um eine gute oder schlechte Stimmung handele, auch das Wechseln einer Stimmung ändere nichts daran, dass es sich um ein Existenzial des Daseins handele. Denn der Umschlag zeige nur, dass das Dasein gar nicht anders sein kann als gestimmt. So könne auch jede Lustlosigkeit als ‚lustlos gestimmt’ charakterisiert werden. Durch die Stimmung erkenne nun das Dasein, dass es seinem „…Sein überantwortet wurde, als dem Sein, das es existierend zu sein hat.“ Der Grund für dieses Sein, das es zu Sein hat, bleibt dabei aber völlig ungeklärt. Dem Dasein komme aber ins Bewusstsein, dass sein Sein in einem Da ist. Diesen Punkt nennt Heidegger ‚Geworfenheit’, ein Faktum, dem das Dasein nicht ausweichen kann. Die Geworfenheit ist also das Erkennen des Daseins, das es immer ein in-der-Welt Seiendes sein wird.

Dies wird ausdrücklich in der Möglichkeit des Rückzuges, die sich beim Phänomen des In-der-Welt-seins nicht gibt. Die Befindlichkeit sei aber nicht als ein seelischer Zustand zu begreifen, sie erschließe und verschließe das Da des Daseins. Als Beispiel bringt Heidegger die Verstimmung, bei der sich die besorgte Umwelt verschließe und das Besorgen fehlgeleitet wird. Dieses Verhalten sei nicht reflektiert, sondern die Befindlichkeit ‚überfalle’ das Dasein, sie ist eine „…Weise des In-der-Welt-seins…“.

Erst durch die Befindlichkeit könne ein Dasein von etwas innerweltlichem angegangen, also betroffen werden. Die „…primäre Entdeckung der Welt…“ vollziehe sich nur mit Hilfe der „…bloßen Stimmung…“, da ein reines Anschauen dem Dasein niemals den Eindruck von erfreulichem oder bedrohlichem geben könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Zielsetzung der Arbeit, die zentralen Paragraphen aus „Sein und Zeit“ zu beleuchten, um Heideggers Wahrheitsbegriff zu explizieren.

2. Grundbegriffe: Darstellung der für die Untersuchung notwendigen ontologischen Voraussetzungen, einschließlich des In-der-Welt-seins, der Befindlichkeit, des Verstehens und der Sorge.

3. Die uneigentlichen Seinsformen des Daseins: Untersuchung der modi des Geredes, der Neugier und der Zweideutigkeit, die als strukturelle Bestandteile des Verfallens das Dasein prägen.

4. Wahrheit und Realität: Kritische Analyse des traditionellen Wahrheitsbegriffs und Entwicklung einer ontologischen Interpretation von Wahrheit als Erschlossenheit des Daseins.

5. Fazit: Zusammenfassende Darstellung der Erkenntnis, dass Wahrheit als entdeckendes Sein untrennbar mit dem Dasein verbunden ist und die Übereinstimmungstheorie als abkünftig erweist.

Schlüsselwörter

Heidegger, Sein und Zeit, Wahrheit, Dasein, In-der-Welt-sein, Sorge, Erschlossenheit, Entdecktheit, Befindlichkeit, Verstehen, Auslegung, Übereinstimmung, Ontologie, Existenzialien, Verfallen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Untersuchung von Heideggers Wahrheitsbegriff, wie er in seinem Hauptwerk „Sein und Zeit“ entwickelt wurde.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Im Zentrum stehen die ontologische Struktur des Daseins, das Verhältnis von Welt und Wahrheit sowie die Kritik an klassischen Korrespondenztheorien der Wahrheit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Wahrheit bei Heidegger nicht primär als Übereinstimmung von Urteil und Gegenstand zu verstehen ist, sondern in der ursprünglichen Erschlossenheit des Daseins gründet.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine phänomenologisch-hermeneutische Textanalyse von Heideggers „Sein und Zeit“, um Begriffe in ihrem spezifischen heideggerschen Kontext zu deuten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erarbeitung grundlegender Existenzialien (wie Befindlichkeit, Verstehen, Sorge), die Analyse der uneigentlichen Seinsformen und die explizite Auseinandersetzung mit den Paragraphen 43 und 44 zum Wahrheitsbegriff.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Dasein, Wahrheit als Erschlossenheit, In-der-Welt-sein, Sorge und das Verfallen sind die zentralen Begriffe, die das Verständnis der Argumentation leiten.

Wie unterscheidet Heidegger zwischen eigentlicher und uneigentlicher Wahrheit?

Heidegger zeigt, dass das Dasein wesenhaft sowohl in der Wahrheit (als Erschlossenheit) als auch in der Unwahrheit (verborgen durch das Verfallen im „Man“) lebt; Wahrheit ist dabei stets ein Entdecken, das gegen Verdeckung geschützt werden muss.

Warum ist die klassische Übereinstimmungstheorie laut Heidegger „abkünftig“?

Die Theorie der Wahrheit als Übereinstimmung setzt bereits ein entdecktes Seiendes voraus, weshalb sie Heidegger zufolge ein abgeleitetes (abkünftiges) Phänomen ist, das erst auf einer fundamentaleren Ebene des ursprünglichen Weltverständnisses basieren kann.

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Résumé des informations

Titre
Heideggers Wahrheit in "Sein und Zeit"
Université
University of Stuttgart  (Institut für Philosophie)
Cours
Heidegger "Sein und Zeit"
Note
2,0
Auteur
Martin Böse (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
23
N° de catalogue
V170268
ISBN (ebook)
9783640890217
ISBN (Livre)
9783640889853
Langue
allemand
mots-clé
Heidegger Wahrheit Sein Zeit Sein und Zeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martin Böse (Auteur), 2011, Heideggers Wahrheit in "Sein und Zeit", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170268
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Extrait de  23  pages
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