Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Warum sollte TZI eine Methode für alle „Ichs“ im „Wir“, auch im Studium und der Praxis der Sozialen Arbeit sein?

Themenzentrierte Interaktion (TZI)? - Wir "verstehen" uns doch!?

Titel: Warum sollte TZI eine Methode für alle „Ichs“ im „Wir“, auch im Studium und der Praxis der Sozialen Arbeit sein?

Seminararbeit , 2006 , 24 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Michael Zeilbeck (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Themenzentrierten Interaktion (TZI) ist eine Methode, die universell angewendet werden kann bzw. möchte ich bereits im Vornherein andeuten, dass sie eigentlich Bestandteil jeder Gruppe unbewusst ist und gerade in der professionellen Teamarbeit bewusst sein sollte. Wenn mehr als zwei Personen, also Individuen zusammentreffen um gemeinsam beispielsweise etwas zu unternehmen oder zu erarbeiten spricht man bekanntermaßen von einer Gruppe. Ruth C. Cohn entwickelte eine einfache, jedoch gleichzeitig auch komplexe Methode die verdeutlicht, in welchen Ebenen sich Gruppen die zusammenarbeiten bewegen. Es scheint leicht verständlich und beinahe trivial sich den „Globe“ und dessen Inhalt, das „Ich“, „Wir“ und „Es“ vorzustellen, doch steckt viel mehr dahinter als es zunächst den Anschein hat. Der „Globe“, den der historische Zeitpunkt und der Ort oder Raum des Zusammentreffens bilden, ist kurz und einfach zu erläutert. Was die Hochschule betrifft wären dies der jeweilige Hörsaal, Datum und Uhrzeit des Zusammentreffens und etwa in einer sozialen Einrichtung ein bestimmter Gruppenraum. Zentral ist jedoch der Inhalt des „Globes“ und hier vor allem die am Gruppenprozess Beteiligten, die „Ichs“. Das Thema („Es“) und das „Wir“ (die Gruppe) sind nicht weniger wichtig, wie das eigentliche Ziel von TZI, die Balance dieser Eckpfeiler zeigt. Keines dieser drei bildlichen Punkte soll vernachlässigt werden und „zu kurz kommen“. Nun stellt sich hier bereits die Frage, ob dies denn in der Praxis überhaupt möglich ist. Genau deshalb stelle ich das „Ich“ in den Mittelpunkt meiner Arbeit, da in der praktischen Anwendung und dem Gelingen von TZI in erster Linie in der Eigenverantwortung jedes einzelnen Gruppenmitglieds liegt, was durch die aus den Axiomen abgeleiteten Postulate deutlich wird. Ein Axiom, wie es das Wort sagt, ist eine feststehende und nicht zu ver-ändernde Tatsache. Bei genauerer Betrachtung der Axiome wird deutlich, dass diese auf alle Menschen zutreffen, egal ob arm oder reich, Mann oder Frau und Jugendlichen oder Greis. In den Postulaten steckt aus meiner Sicht die praktische Relevanz für die Methode der TZI. ”Sei dein eigener Chairman”(vgl. Cohn, 1975, S.121) und ”Störungen haben Vorrang” (vgl. Cohn, 1975, S.122) gelten für jeden einzelnen Teilnehmer einer Gruppe, die mit TZI arbeitet. Dies sollte der Fall sein, ist jedoch nicht ganz so einfach, ...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Themenzentrierte Interaktion (Barbara Langmaack)

2.1 TZI will dem einzelnen Menschen helfen, denn Ich-sein ist nicht selbstverständlich

2.2 Jedes „Ich“ lebt im Wir

3 Was heißt es, sein eigener Chairman zu sein und sich in seinen Aussagen selbst zu vertreten?

4 Ich-sein ist auch im „lockeren“ Fachhochschulstudiengang Soziale Arbeit nicht selbstverständlich

5 Resümee / persönliche Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Anwendung der Themenzentrierten Interaktion (TZI) nach Ruth C. Cohn als Methode zur Förderung der Eigenverantwortung und Authentizität von Individuen innerhalb von Gruppen, insbesondere im Kontext des Studiums und der Praxis der Sozialen Arbeit.

  • Grundlagen und Axiome der Themenzentrierten Interaktion
  • Die Balance zwischen den Eckpfeilern „Ich“, „Wir“ und „Es“
  • Das Chairman-Postulat: Verantwortung für das eigene Handeln
  • Herausforderungen der TZI im Hochschulalltag und in sozialen Berufsfeldern

Auszug aus dem Buch

2.1 TZI will dem einzelnen Menschen helfen, denn Ich-sein ist nicht selbstverständlich

Ich? Wer bin ich und was will ich? Ich denke, in unserem Zeitalter sind diese wichtigen Fragen, ob gewollt oder ungewollt in den Hintergrund der wahrscheinlich sogar meisten Menschen gerückt. Stress, Zeitnot, Zukunfts-ängste, und das globalisierte Leben gerade in Industrienationen lassen keinen Platz für solch existentielle Fragen wie diese. Doch ist nicht jeder einzelne sein eigenes „Ich“ mit ganz individuellen Bedürfnissen, Wünschen, Ängsten und Erfahrungen? Wie kann ein gefestigtes, starkes und in der Praxis der Sozialen Arbeit notwendiges „Wir“ entstehen, wenn die beteiligten „Ichs“ „schwach“ sind?

TZI setzt genau hier an und zwar beim einzelnen. Die Themenzentrierte Interaktion ist eine Methode, die von Ruth C. Cohn entwickelt wurde und für alle Bereiche, egal ob Schule, Berufswelt, Studium oder andere Bereiche in denen Gruppen „arbeiten“ angewendet werden kann. Sie ist allerdings keine Methode, die sich beispielsweise „nur“ mit Gruppenentwicklung beschäftigt, sondern sie geht tiefer. Dies liegt daran, dass Ruth C. Cohn Erkenntnisse aus ihrer praktischen Arbeit mit der Psychoanalyse (Humanistische Psychologie) mit einbringt. Diese Erkenntnisse sind gleichzeitig die Basis von TZI, die Axiome. Es ist zunächst einmal völlig unwichtig, welche Rolle das Gruppenmitglied besitzt, sondern um den einzelnen Menschen, der durch die Axiome beschrieben wird. Der Mensch gilt als Maßstab aller Entscheidungen(vgl. Langmaack, 1991, S.12), was vor allem durch das ethisch-soziale Axiom deutlich wird. Hier heißt es: ”Ehrfurcht gebührt allem Lebendigen und seinem Wachstum. Respekt vor dem Wachstum bedingt bewertende Entscheidungen....”(vgl. Langmaack, 1991, S. 13).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die TZI als universelle Methode und Darstellung der Relevanz der Eigenverantwortung in Gruppenprozessen.

2 Themenzentrierte Interaktion (Barbara Langmaack): Erläuterung der TZI-Grundlagen, der Axiome und der Notwendigkeit, das „Ich“ als Basis für ein funktionierendes „Wir“ zu stärken.

2.1 TZI will dem einzelnen Menschen helfen, denn Ich-sein ist nicht selbstverständlich: Untersuchung der anthropologischen Basis der TZI und wie diese den Menschen bei der Identitätsfindung unterstützt.

2.2 Jedes „Ich“ lebt im Wir: Analyse der Interdependenz des Individuums und wie Gruppenidentität durch gemeinsame Ziele und Kommunikation entsteht.

3 Was heißt es, sein eigener Chairman zu sein und sich in seinen Aussagen selbst zu vertreten?: Detaillierte Betrachtung des Chairman-Postulats und der Forderung, Störungen im Sinne der Gruppenentwicklung anzusprechen.

4 Ich-sein ist auch im „lockeren“ Fachhochschulstudiengang Soziale Arbeit nicht selbstverständlich: Kritische Reflexion der Anwendung der TZI unter den realen, teils durch Konformitätszwang geprägten Bedingungen des Hochschulstudiums.

5 Resümee / persönliche Stellungnahme: Zusammenfassende Bewertung der TZI als effektives Instrument der Sozialen Arbeit, das bei korrekter Anwendung professionelle Professionalität und Humanität vereint.

Schlüsselwörter

Themenzentrierte Interaktion, TZI, Ich-Sein, Wir-Gefühl, Chairman-Postulat, Eigenverantwortung, Soziale Arbeit, Gruppenprozess, Identitätsfindung, Kommunikation, Axiome, Humanistische Psychologie, Störungen haben Vorrang, Gruppenpädagogik, Ruth C. Cohn

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der Themenzentrierten Interaktion (TZI) nach Ruth C. Cohn, um die Selbstverantwortung und Authentizität des Einzelnen in Gruppenkontexten zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die TZI-Axiome, das Chairman-Postulat, die Balance zwischen Ich, Wir und Es sowie die Übertragbarkeit dieser methodischen Ansätze auf den akademischen und sozialen Arbeitsalltag.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie TZI als Methode den Einzelnen dazu befähigen kann, auch in herausfordernden Umgebungen authentisch zu handeln und die Verantwortung für den eigenen Gruppenbeitrag zu übernehmen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine theoretische Literaturanalyse der TZI-Konzepte durch und verknüpft diese mit eigenen Reflexionen aus der universitären Praxis des Studiengangs Soziale Arbeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch Axiome und Postulate (insbesondere das Chairman-Postulat) sowie die praktische Auseinandersetzung mit den Schwierigkeiten, diese Prinzipien in einem universitären Umfeld konsequent umzusetzen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind: TZI, Eigenverantwortung, Chairman-Postulat, Authentizität, Gruppenprozess und Identitätsentwicklung.

Warum betont der Autor die Bedeutung des "Ich-Seins" gerade für Studierende der Sozialen Arbeit?

Der Autor argumentiert, dass angehende Sozialarbeiter erst durch eine starke, authentische Ich-Identität in der Lage sind, professionell mit anderen Menschen zu arbeiten, ohne sich in Konformitätszwängen zu verlieren.

Wie bewertet der Autor die Rolle des "Chairman-Postulats" in der Praxis?

Das Postulat wird als essenziell für die Übernahme von Verantwortung und die offene Kommunikation gewertet, wobei der Autor einräumt, dass die praktische Anwendung aufgrund persönlicher Ängste und sozialer Normen oft eine große Hürde darstellt.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Warum sollte TZI eine Methode für alle „Ichs“ im „Wir“, auch im Studium und der Praxis der Sozialen Arbeit sein?
Untertitel
Themenzentrierte Interaktion (TZI)? - Wir "verstehen" uns doch!?
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Note
1,5
Autor
Michael Zeilbeck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
24
Katalognummer
V170303
ISBN (eBook)
9783640890767
ISBN (Buch)
9783640890958
Sprache
Deutsch
Schlagworte
TZI Soziale Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Zeilbeck (Autor:in), 2006, Warum sollte TZI eine Methode für alle „Ichs“ im „Wir“, auch im Studium und der Praxis der Sozialen Arbeit sein?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170303
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  24  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum