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Spieltheorie: 'Kopf oder Zahl: die Qual der Wahl!' Das Spiel 'Matching Pennies' im Kontext des Randomisierungsverhaltens realer Entscheider

Titel: Spieltheorie: 'Kopf oder Zahl: die Qual der Wahl!' Das Spiel 'Matching Pennies' im Kontext des Randomisierungsverhaltens realer Entscheider

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 43 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Nadine Klemm (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Innovative Entscheidungsprozesse sind komplexe, schlecht definierte, historische
Handlungsabläufe. Ihr zentrales Merkmal ist, dass sie sich durch objektive
Unsicherheit auszeichnen. Verläufe und Ausprägungen von diesen Prozessen sind
nicht ex-ante bekannt ( vgl. Albach 1990, S.2-3 ). Das Ergebnis sind
Innovationen, welche mit Risiken behaftet sind. In Innovationsspielen geht es um
die Generierung und Durchsetzung neuer Ideen, die im Erfolgsfalle zu neuen
Organisationsstrukturen, - kulturen oder zu Anreizen neuem Wissen führen. Es
werden die Regeln der Routinespiele verändert. Über neue Strukturen und
Anreize wird anderes Verhalten belohnt. Damit kann sich auch das Interesse auf
andere Ressourcen überlagern und damit Akteuren Macht verschaffen, die
Kontrolle über diese besitzen.
Da Innovationsspiele aus diesem Grunde den Macht-Status-Quo verändern, sind
sie sehr konflikthaltig ( vgl. Wilkesmann S.4 ). Deutschland ist, wie die Konflikte
zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, zwischen der Regierung und einer
starken Opposition, zwischen Befürwortern des technischen Fortschritts und
Technikgegnern und Grünen beweisen, eine Konfliktgesellschaft
( vgl. Albach 1990, S. 106 ).
Um eine Blockade der Innovationen zu verhindern, muss miteinander kooperiert
bzw. koordiniert werden. In den neueren Wissenschaften versucht man den
Entscheidungsprozeß in Experimenten zu erklären.
Grundlage für dieses bildet die Spieltheorie. Sie stellt ein formales Konstrukt zur
Analyse von Konflikten und Kooperation bereit und ermöglicht die Analyse und
Beschreibung strategischer Spiele. Darüber hinaus gewährt sie Einsichten in die
freien Entscheidungsprozesse und deren Zusammenhänge in interaktiven
Spielsituationen, die nicht mit dem wahrscheinlichkeitstheoretischen
Instrumentarium angegangen werden. Vordergründig beschäftigt sie sich damit,
für ein gegebenes Spiel bzw. Situation eine Lösung zu ermitteln
( vgl. Rieck 1993, S.18 ).
Es soll für alle sozialen Konfliktsituationen eindeutig das individuell rationale
Entscheidungsverhalten definieret werden. Die Spieltheorie liefert uns den
Rahmen des zielgerichteten, wechselseitig beeinflussenden und interaktiven
Verhaltens zweier oder mehrerer Personen innerhalb unserer Wirklichkeit. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. MOTIVATION

2. MERKMALE DER SPIELTHEORIE

2.1 DIE SPIELER

2.2 DIE STRATEGIE

2.3 RATIONALES VERHALTEN

2.3 LÖSUNGSKONZEPTE DER SPIELTHEORIE

2.3.1 Dominante Strategie

2.3.2 Nash-Gleichgewicht

2.3.3 Reines und gemischtes Nash-Gleichgewicht in Koordinationsspielen

3.3.3 Diskoordinationsspiele

3. EXPERIMENT „MATCHING PENNIES“

3.1 VORÜBERLEGUNGEN

3.2 EXPERIMENTELLES DESIGN

3.2 AUSWERTUNG DES EXPERIMENTES

3.2.1 Vorbemerkung

3.2.1 Analyse

4. FAZIT

5. ANHANG

5.1 COVER-STORY ZU „BATTLE OF SEXES“

5.2 FORMALE HERLEITUNG DES OPTIMALEN MISCHUNGSVERHÄLTNISSES

5.3 ABBILDUNGEN

6. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel der Arbeit besteht darin, anhand des Experiments „Matching Pennies“ zu untersuchen, ob die in der Realität gewählten Strategien von Entscheidungsträgern mit den theoretischen Prognosen der Spieltheorie übereinstimmen und welchen Einfluss irrelevante Informationen wie Gewinn- oder Verlusterfahrungen auf das Spielerverhalten haben.

  • Grundlagen der Spieltheorie und Definition zentraler Lösungskonzepte
  • Empirische Analyse des Entscheidungsverhaltens in Diskoordinationsspielen
  • Einfluss von Gewinn- und Verlusterfahrungen auf die Risikoneigung
  • Validierung der normativen Spieltheorie durch experimentelle Daten

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Dominante Strategie

Strenge Dominanz bedeutet, dass eine Alternative A die Alternative B dominiert, wenn in jedem Umweltzustand bzw. bei jedem Verhalten der Gegenspieler A besser ist als B ( vgl. Rieck 1993, S. 20 ) .

Eine Strategie Si*∈∑i des Spielers i dominiert seine Strategie Si∈∑i falls gilt: Ui(Si*,S-1)≥ Ui(si,s-1) für alle möglichen Verhaltensweisen seiner Gegenspieler S-1 und Ui(Si*,S-1)> Ui(Si,S-1) für mindestens ein S-1.

Doch schließt das Konzept – verglichen mit anderen Lösungskonzepten – nur wenige Verhaltensweisen aus, die irgendwie als vernünftig angesehen werden könnten. Man nennt es deshalb ein schwaches Lösungskonzept.

Zusammenfassung der Kapitel

1. MOTIVATION: Einleitung in das Spannungsfeld innovativer Entscheidungsprozesse und Erläuterung der Bedeutung der Spieltheorie als formales Konstrukt zur Analyse von Konflikten.

2. MERKMALE DER SPIELTHEORIE: Definition der spieltheoretischen Grundlagen, wie Spieler, Strategien und rationales Verhalten, sowie Vorstellung von Lösungskonzepten.

3. EXPERIMENT „MATCHING PENNIES“: Detaillierte Beschreibung der experimentellen Vorüberlegungen, des Versuchsdesigns sowie der statistischen Auswertung und Analyse der gewonnenen Daten.

4. FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der Gültigkeit der Ausgangsthese und kritische Reflexion der Validität und Reliabilität der durchgeführten Studie.

5. ANHANG: Ergänzende Materialien, einschließlich einer illustrativen Cover-Story sowie der formalen Herleitung des optimalen Mischungsverhältnisses und statistischer Abbildungen.

6. LITERATURVERZEICHNIS: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen für die theoretische Fundierung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Spieltheorie, Matching Pennies, Nash-Gleichgewicht, gemischte Strategien, Innovationsmanagement, experimentelle Ökonomik, rationale Entscheidung, Diskoordinationsspiele, Gewinn- und Verlusterfahrung, Probanden, Spielerverhalten, Risikoneigung, Validität, Reliabilität, Nutzentheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der spieltheoretischen Analyse von Entscheidungsprozessen und untersucht, wie real handelnde Personen in Konfliktsituationen agieren, insbesondere im Kontext von Diskoordinationsspielen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Kernbereichen zählen die theoretischen Grundlagen der Spieltheorie, das Konzept des Nash-Gleichgewichts sowie die empirische Untersuchung von Entscheidungsverhalten unter dem Einfluss von Gewinn- und Verlusterfahrungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu überprüfen, ob die tatsächlich von Probanden gewählten Strategien mit der normativen spieltheoretischen Prognose eines gemischten Nash-Gleichgewichts übereinstimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird eingesetzt?

Es wird ein experimenteller Ansatz gewählt, bei dem 8 Probanden in mehreren Phasen das Spiel „Matching Pennies“ unter variierenden Bedingungen spielen, wobei die Daten anschließend mittels statistischer Module ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Gleichgewichtskonzepten und die empirische Analyse der experimentellen Daten, wobei insbesondere der Einfluss von Framing und Spielererfahrungen auf die Strategiewahl untersucht wird.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit besonders?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie „gemischte Strategien“, „Nash-Gleichgewicht“, „Diskoordinationsspiele“ und „normative Spieltheorie“.

Wie unterscheidet sich das Verhalten von Gewinnern und Verlierern?

Die Analyse zeigt, dass Gewinner dazu neigen, großzügiger zu spielen und häufiger reine Strategien zu wählen, während Verlierer sich in bestimmten Konstellationen eher dem prognostizierten Gleichgewichtswert annähern.

Welche methodischen Einschränkungen werden im Fazit genannt?

Die Autorin weist kritisch auf die geringe Anzahl an Probanden (n=8), mögliche Lerneffekte der Teilnehmer und Konzentrationsschwächen hin, die die Validität und Reliabilität der Ergebnisse einschränken könnten.

Ende der Leseprobe aus 43 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Spieltheorie: 'Kopf oder Zahl: die Qual der Wahl!' Das Spiel 'Matching Pennies' im Kontext des Randomisierungsverhaltens realer Entscheider
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Innovationsmanagement)
Veranstaltung
Entrepreneurship / Innovationsforschung
Note
1,5
Autor
Nadine Klemm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
43
Katalognummer
V17034
ISBN (eBook)
9783638217163
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spieltheorie Kopf Zahl Qual Wahl Spiel Matching Pennies Kontext Randomisierungsverhaltens Entscheider Entrepreneurship Innovationsforschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Klemm (Autor:in), 2002, Spieltheorie: 'Kopf oder Zahl: die Qual der Wahl!' Das Spiel 'Matching Pennies' im Kontext des Randomisierungsverhaltens realer Entscheider, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17034
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Leseprobe aus  43  Seiten
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