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Die trinitarische Frage als Gegenstand der neueren exegetisch-systematischen Forschung

Ausblick und Kritik

Titre: Die trinitarische Frage als Gegenstand der neueren exegetisch-systematischen Forschung

Mémoire (de fin d'études) , 2005 , 55 Pages , Note: 1 (MDX 3)

Autor:in: Christian Stöckl (Auteur)

Théologie - Théologie systématique
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Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf einer Skizzierung und Kritik neuerer systematisch-trinitarischen Konzeptionen. Die Betrachtung derer wird vor einem Rückblick auf die theologie- und dogmengeschichtliche Formierung und Fixierung und deren zentraler Inhalte stattfinden, da die in frühkirchlicher Zeit aufgeworfenen Fragen die heutige systematische Diskussion noch immer nachhaltig beeinflussen. Einen für eine systematische Arbeit relativ ausführlichen exegetischen Teil ist beigelegt, um systematische Beobachtungen zu stützen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I) EINLEITUNG

II) THEOLOGIE- UND DOGMENGESCHICHTE

II.1) Anfängliche trinitätstheologische Tendenzen & Definitionsversuche

II.1.a) Exkurs ins Vorfeld der trinitarischen Entscheidung

II.1.b) Heilsökonomische Trinität bei Irenäus von Lyon

II.1.c) Die ‚trinitas’ Konzeption Tertullians

II.1.d) Hypostasenlehre und immanente Trinität bei Origenes

II.2) Relevante dogmatische Scheidungen altkirchlicher Theologie

II.2.a) Das Nicänum 324/25 und die theologischen Folgen

II.2.b) Das theologische Fazit des Nicäno-Konstantinopolitanums 381

II.2.b.1) Ausblick auf die Rezeption des Nicäno-Konstantinopolitanums im Konzil zu Chalkedon 451

II.2.b.2) Ausblick auf die Resultate der trinitarischen Entscheidung in den folgenden Jahrhunderten bis zur Reformation

III) EXEGETISCHE BETRACHTUNGEN ZU SIGNIFIKANTEN NEUTESTAMENTLICHEN STELLEN BEZÜGLICH DER TERNÄR DIFFERENZIERTEN EINHEIT GOTTES

III.1) Die triadischen Formeln

III.1.a) Mt 28,18-20 als exegetisches Fundament impliziter Trinität

III.1.b) I Kor 12,3-6.11 und die Kyriosprädikation Jesu

III.1.c) Die Signifikanz de paulinischen Postskriptes II Kor 13, 13

III.1.d) ‚Strukturlose‘ triadische Aussagen

III.1.d.1) Das Taufgeschehen Jesu Mk 1,9-11 par

III.1.d.2) Gal 4,4-6 als Typos der Sendungsformeln

III.2) Die Göttlichkeit Christi im Kontext von Phil 2,6-11, Präexistenz, dem christologischen Kyriosprädikat und der johanneischen Christologie

III.3) Der Versuch einer Darstellung der divinitas des Geistes anhand von Joh 4,24 und II Kor 3,17

III.4) Fazit der exegetischen Betrachtungen

IV) ZENTALE CONSTRUCTA SYSTEMATICA ZUM VERSTÄNDNIS DER TRINITARISCHEN DISTINKTIONEN

V) DIE TRINITARISCHE STRUKTUR IM KONTEXT GEGENWÄRTIGER SYSTEMATISCHER ENTWÜRFE - EIN (WEITESTGEHEND) CHRONOLOGISCHER HORIZONTALSCHNITT

V.1) Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher und der trinitarische Endpunkt der Systematik

V.2) Karl Barth, das naturaliter aliter und die Extermination anthropozentrischer Reduzierung im Gefüge dialektisch-trinitarischen Denkens

V.3) Karl Rahners trinitarische Autoinformation

V.4) Eberhard Jüngels trinitarische (Liebes-) Ontologie

V.5) Jürgen Moltmanns staurozentrische Trinitätskonzeption

V.6) Robert Jensons immanent-trinitarische (Persönlichkeits-) Ontologie

V.7) Wolfhart Pannenbergs systematische Trintätstheologie

V.8) Fazit

VI) CONCLUSIO MIT ABSCHLIEßENDER KRITISCHER WÜRDIGUNG

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die trinitarische Frage in der neueren exegetisch-systematischen Forschung, um eine fundierte Grundlage für das Verständnis trinitarischer Konzeptionen zu schaffen. Das zentrale Ziel ist es, durch die Analyse der theologischen Dogmengeschichte und der neutestamentlichen Befunde eine systematische Kritik und Würdigung aktueller trinitätstheologischer Entwürfe zu erarbeiten.

  • Historische Entwicklung der trinitarischen Dogmenbildung (Alte Kirche bis Reformation)
  • Exegetische Analyse zentraler neutestamentlicher triadischer Formeln und Christologien
  • Systematische Auseinandersetzung mit Entwürfen von Barth, Rahner, Jüngel, Moltmann und Pannenberg
  • Kritische Reflexion des trinitarischen Personenbegriffs im Kontext neuzeitlicher Ontologien
  • Versuch einer Brückenschlagung zwischen ökonomischer und immanenter Trinität

Auszug aus dem Buch

II.1.a) Exkurs ins Vorfeld der trinitarischen Entscheidung

Als Konsequenz dieser christologischen Konturen kristallisierte sich aus Vertretern der unterschiedlichsten Richtungen die uneinheitliche ‚Schule’ des Monarchianismus heraus, wobei deren vehemente Betonung der monarchia Gottes terminologisch allerdings zu differenzieren ist. Die Vertreter des dynamistischen bzw. adoptionistischen Monarchianismus negierten sowohl Inkarnations- als auch Logoschristologie und damit die Präexistenz und Gottesprädikation Jesu, indem sie postulierten, das in der Taufe mit besonderer dynamis ausgestattete Individuum sei Kraft dessen zu göttlicher Würde erhoben, nicht aber mit Gott zu identifizieren.

Vor demselben Hintergrund proklamiert der modalistische Monarchianismus in „[...] Abwehr des vermeintlichen Ditheismus der Logoslehre [...]“ zwar die Identität von Gott und Sohn, dann aber doch nur als modi, hinter denen sich Gottes eigentliches Wesen als ein Differenziertes offenbart.

Zusammenfassung der Kapitel

I) EINLEITUNG: Darstellung der persönlichen Motivation und der wissenschaftlichen Zielsetzung, die trinitarischen Konzeptionen kritisch zu hinterfragen.

II) THEOLOGIE- UND DOGMENGESCHICHTE: Überblick über die dogmatische Formierung der Trinitätslehre von der Alten Kirche über die Scholastik bis zur Reformation.

III) EXEGETISCHE BETRACHTUNGEN ZU SIGNIFIKANTEN NEUTESTAMENTLICHEN STELLEN BEZÜGLICH DER TERNÄR DIFFERENZIERTEN EINHEIT GOTTES: Untersuchung der neutestamentlichen Grundlagen für triadische Formeln und der Göttlichkeit Christi sowie des Geistes.

IV) ZENTALE CONSTRUCTA SYSTEMATICA ZUM VERSTÄNDNIS DER TRINITARISCHEN DISTINKTIONEN: Analyse der theoretischen Konstrukte zum Verständnis von ökonomischer und immanenter Trinität.

V) DIE TRINITARISCHE STRUKTUR IM KONTEXT GEGENWÄRTIGER SYSTEMATISCHER ENTWÜRFE - EIN (WEITESTGEHEND) CHRONOLOGISCHER HORIZONTALSCHNITT: Diskussion und Kritik moderner systematischer Trinitätskonzeptionen namhafter Theologen des 20. Jahrhunderts.

VI) CONCLUSIO MIT ABSCHLIEßENDER KRITISCHER WÜRDIGUNG: Zusammenfassende kritische Bilanz der Forschungsarbeit und Ausblick auf die Problematik des modernen Personenbegriffs.

Schlüsselwörter

Trinität, Dogmengeschichte, Exegese, Christologie, Pneumatologie, Monarchianismus, Wesenseinheit, Perichorese, immanente Trinität, ökonomische Trinität, Karl Barth, Wolfhart Pannenberg, Jürgen Moltmann, Personenbegriff, Subjektivität Gottes.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die trinitarische Frage als Gegenstand der neueren exegetisch-systematischen Forschung, wobei sie theologiegeschichtliche Entwicklungen mit systematischen Entwürfen vergleicht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert auf die Beziehung von immanenter und ökonomischer Trinität, die Bedeutung der triadischen Formeln im Neuen Testament sowie die Interpretation der Trinitätslehre durch bedeutende Theologen des 20. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen einer trinitarischen Theologie auszuloten und kritisch zu hinterfragen, wie die Einheit Gottes in der Vielgestaltigkeit der trinitarischen Personen gedacht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wählt einen kirchengeschichtlichen Rückblick, kombiniert diesen mit einer exegetischen Fundierung durch neutestamentliche Kardinalsstellen und schließt mit einer kritischen systematischen Analyse neuerer trinitätstheologischer Konzeptionen ab.

Welche inhaltlichen Aspekte behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine dogmengeschichtliche Aufarbeitung, eine detaillierte exegetische Betrachtung signifikanter NT-Stellen und eine systematische Analyse von Entwürfen (u.a. von Barth, Rahner, Jüngel, Moltmann, Pannenberg).

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den Kernbegriffen zählen Trinität, Dogmengeschichte, Perichorese, Wesenseinheit, das Deus-dixit-Prinzip sowie die relationale Identität der göttlichen Personen.

Wie bewertet der Autor Karl Barths Ansatz zur Trinitätslehre?

Der Autor erkennt in Barths Prolegomena das Fundament neuzeitlicher Trinitätstheologie, kritisiert jedoch zugleich eine Tendenz zum Modalismus und eine Überbetonung der Vaterhypostase.

Welche Kritik übt der Autor an der heutigen Verwendung des Personenbegriffs?

Der Autor kritisiert, dass der klassische Trinitäts-Personenbegriff nur schwer mit dem modernen, neuzeitlichen Verständnis von "Person" als individuellem Aktzentrum kompatibel ist, was in der Forschung oft zu vagen Formulierungen führt.

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Titre
Die trinitarische Frage als Gegenstand der neueren exegetisch-systematischen Forschung
Sous-titre
Ausblick und Kritik
Cours
Systematik
Note
1 (MDX 3)
Auteur
Christian Stöckl (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
55
N° de catalogue
V170360
ISBN (ebook)
9783640891719
ISBN (Livre)
9783640891429
Langue
allemand
mots-clé
frage gegenstand forschung ausblick kritik Trinität Dreieinigkeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian Stöckl (Auteur), 2005, Die trinitarische Frage als Gegenstand der neueren exegetisch-systematischen Forschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170360
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Extrait de  55  pages
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