Die Entwicklung der Bauindustrie vollzieht sich zur Lebenszyklusorientierten Planung.
Für die sogenannten Lebenszykluskostenkalkulationen und Ökobilanzierungen bedarf es an entsprechenden Datensammlungen und Analysewerkzeugen. Der Markt bietet mittlerweile eine Vielzahl von Instrumenten, welche auf unterschiedliche Datenquellen und Methoden basieren. Definierte Standards für Lebenszykluskostenkalkulationen bzw. Umweltbilanzierungen liegen dem Markt noch nicht zugrunde, weshalb Akteuren der Bauindustrie ein Vergleich existierender Programme geraten ist. In der vorliegenden Arbeit wurden hierfür exemplarisch drei LCC/LCA Instrumente unter dem Aspekt der Kundenperspektive gegenübergestellt. Zu diesem Zweck wurden Datenquellen, Aufbauf & Anwendung, Berechnungsparameter und Input & Output Daten der Programme miteinander verglichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Zusammenfassung
2. Executive Summary
1.1 Die Immobilienbranche im Blickpunkt
1.2 Fragestellung
1.3 Methodik
2. LCC bzw. LCA Programme im Vergleich
2.1 Kurzbeschreibung der Programme
2.2 Datengrundlagen für eine Lebenszyklusbetrachtung
2.3 Aufbau & Anwendung der Programme
2.4 Berechnungsparameter
2.4.1 Kostenstrukturierung
2.4.2 Externe Kosten
2.4.3 Rückbau vs. Abriss
2.4.4 Verantwortlichkeiten
2.4.5 Bedienungspersonal & Verwaltung
2.4.6 Konjunkturdaten
2.4.7 Versicherungen
2.4.8 Datenquantität
2.5 Input & Output im Vergleich
2.5.1 Nutzungsintensität
2.5.2 Flächenangaben
2.5.3 Energiepreis
2.5.4 Reinigungskosten
2.5.5 Einnahmen
2.5.6 Wartungs- bzw. Instandsetzungsarbeiten
2.5.7 Vergleich & Alternativen
2.5.8 Kosten-Output
2.5.9 Ausschreibungsgestaltung
3. Ausblick & Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, drei ausgewählte Instrumente zur Lebenszykluskostenkalkulation (LCC) und Ökobilanzierung (LCA) – LQG, LC Profit und Legep – aus Kundensicht zu vergleichen, um potenziellen Anwendern eine Entscheidungshilfe bei der Softwareauswahl zu bieten.
- Vergleich der Datengrundlagen und Methodiken der drei Programme.
- Analyse der Programmstrukturen und Bedienbarkeit für verschiedene Projektstadien.
- Gegenüberstellung der Eingabeparameter (Input) und Auswertungsmöglichkeiten (Output).
- Evaluierung der Eignung für Facility-Management-Anforderungen.
- Ableitung von Anregungen für die Weiterentwicklung bestehender LCC/LCA-Tools.
Auszug aus dem Buch
2.3 AUFBAU & ANWENDUNG DER PROGRAMME
Viele oder auch wenige Datenquellen liefern entsprechend (weniger) umfassende Informationen für ein LCC/ LCA Programm, was sowohl positive als auch negative Effekte für den Anwender in sich birgt. Unabhängig von der Datenquantität sollten die Programminhalte übersichtlich und transparent erscheinen. Inwiefern die zwei Excel Programme oder aber die Software den benannten Aspekten gerecht werden, liegt im Auge des Betrachters. Um sich ein grobes Bild zur Übersichtlichkeit und anderen subjektiven Aspekten machen zu können, werden in der Tabelle 2 Angaben aus einer Befragung zusammengefasst:
Es sei vorangestellt, dass für die Auswertung der Ergebnisse aus den drei benannten Instrumenten, fundiertes Fachwissen als Voraussetzung benannt wurde. Zum Aufbau und zur Anwendung der Programme wurde allerdings eine Gruppe von Anwendern befragt, welche wenig bis keine Vorkenntnisse zum Thema vorweisen konnten. Die zusammengetragenen Informationen in der Tabelle 2 verschaffen einen Überblick darüber, wie Kunden ohne bzw. mit rudimentärer Fachkenntnis und Übung, die Programme einschätzen könnten. Die Umfrage ergab außerdem, dass LQG und LC Profit als Hilfswerkzeuge für erste Planungseinschätzungen verstanden wurden und Legep von der Konzeptionierung bis hin zur Ausschreibung Anwendung finden kann. Mit dieser Einschätzung bestätigen die Probanden die Angaben der Hersteller.
Die Befragung von Mitarbeitern der Facility Management Abteilung bei der EADS Deutschland GmbH ergab, dass eine Anforderungs- bzw. Erwartungsbeschreibung ohne jegliche Veranschaulichung der Programme keinerlei Ergebnisse zulässt, welche als konstruktive Probandenmeinung berücksichtigt werden kann. Aus diesem Grund wurden diese Ergebnisse außen vor gelassen. Als einziges Resultat der Mitarbeiterbefragung ist zu benennen, dass potentielle Kunden für derartige Programme einen großen Bedarf an Informationen zum Thema LCC und LCA benötigen, da benötigtes Hintergrundwissen keine Selbstverständlichkeit ist.
Zusammenfassung der Kapitel
Zusammenfassung: Bietet einen Überblick über die zunehmende Bedeutung der Lebenszyklusbetrachtung in der Baubranche und die Notwendigkeit von Instrumentenvergleichen.
Executive Summary: Eine englischsprachige Zusammenfassung der Problemstellung und der vergleichenden Analyse der drei Programme.
1. Einleitung: Definiert die Relevanz der Lebenszykluskosten und die methodische Vorgehensweise zur Beantwortung der Forschungsfrage.
2. LCC bzw. LCA Programme im Vergleich: Detaillierte Analyse der drei Programme hinsichtlich Kurzbeschreibung, Datengrundlagen, Aufbau, Berechnungsparametern sowie Input- und Output-Daten.
3. Ausblick & Fazit: Identifiziert Entwicklungspotenziale für zukünftige LCC/LCA-Tools und fasst die wesentlichen Unterschiede der untersuchten Instrumente zusammen.
Schlüsselwörter
Lebenszykluskosten, LCC, Ökobilanzierung, LCA, Immobilienmanagement, Facility Management, Nachhaltiges Bauen, Softwarevergleich, LQG, LC Profit, Legep, Gebäudeökonomie, Investitionskalkulation, Nachhaltigkeit, Lebenszyklusbetrachtung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht drei existierende Software-Tools zur Berechnung von Lebenszykluskosten (LCC) und zur Durchführung von Ökobilanzierungen (LCA) aus der Perspektive potenzieller Kunden in der Immobilienwirtschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Wirtschaftlichkeit und ökologische Nachhaltigkeit von Gebäuden, die Datengrundlagen von Berechnungstools sowie die Benutzerfreundlichkeit und Anwendbarkeit dieser Instrumente in verschiedenen Projektphasen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Unterschiede zwischen den Programmen LQG, LC Profit und Legep herauszuarbeiten, um Anwendern bei der Auswahl des für ihre spezifischen Anforderungen am besten geeigneten Programms zu unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturrecherche, eine direkte Analyse der Programmfunktionen und -handbücher sowie eine qualitative Befragung von Anwendern, um Stärken und Schwächen der Instrumente zu evaluieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Programme hinsichtlich ihrer Berechnungsparameter, der Datenquantität, ihrer Anwenderfreundlichkeit und ihrer spezifischen Eignung (z.B. für Planung oder Betrieb) detailliert gegenübergestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lebenszykluskosten (LCC), Ökobilanzierung (LCA), Facility Management, Softwarevergleich und Nachhaltiges Bauen geprägt.
Für welche Zielgruppe sind die verglichenen Programme jeweils besonders geeignet?
LC Profit eignet sich vorwiegend für die Immobilienbewirtschaftung und Betriebskostenbetrachtung, während LQG eher für erste Planungseinschätzungen gedacht ist und Legep als umfangreiche Gesamtlösung für den gesamten Lebenszyklus eines Projektes dient.
Warum wurde die Mitarbeiterbefragung bei EADS Deutschland GmbH teilweise ausgeschlossen?
Die Ergebnisse wurden teilweise verworfen, da ohne eine vorherige Veranschaulichung der Programme keine konstruktiven und fundierten Probandenmeinungen generiert werden konnten.
Welche Bedeutung haben externe Kosten laut der Analyse?
Externe Kosten werden derzeit in den untersuchten Programmen nur unzureichend abgebildet, was als wichtiger Punkt für die zukünftige Softwareentwicklung identifiziert wurde.
- Arbeit zitieren
- BA Arlett Daberkow (Autor:in), 2010, LCC & LCA Programmvergleich - Aus der Kundenperspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170378