Inwiefern kriminalisierten die Staatssicherheit und das „Neue Deutschland“ subkulturelle Gruppen?
Wie unterschied sich die Kriminalisierungspraxis im öffentlichen Diskurs im Vergleich zu den internen Stasi-Dokumenten?
Zudem soll untersucht werden, ob und inwiefern sich die sprachliche Kriminalisierung zwischen den jeweiligen Gruppen unterschied, da für die Analyse Quellen über verschiedene subkulturelle Gruppen herangezogen werden.
Der Zusammenbruch der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) liegt mittlerweile 35 Jahre zurück und wirkt dennoch in zahlreichen Biografien weiter fort. Ebenfalls wirft der Umgang mit den Hinterlassenschaften der Herrschenden bis heute Fragen auf und ist Gegenstand kontroverser Auseinandersetzungen.
Um die Ziele der Besatzungsmächte in der DDR durchzusetzen, unterlag sowohl die Öffentlichkeit als auch die Zivilgesellschaft massiver staatlicher Kontrolle. Insbesondere das Bedürfnis nach Aufklärung bezüglich der zahlreichen Verbrechen des Kontrollorgans Staatssicherheit (Stasi) ist auch heute noch besonders hoch.
Über 1,5 Mio. Menschen äußerten seit 1992 den Wunsch, Einsicht in ihre persönliche Akte zu erhalten. Das Recht des Zugriffs auf die eigene Akte ist -wenn auch umstritten- aus der Sicht der Mehrheit eine wertvolle Errungenschaft, die die eigene Vergangenheit transparent machen kann. Außerdem bietet dies die Möglichkeit, die Funktionsweise undemokratischer Systeme zu erforschen.
Schließlich geht die Funktion von Sprache weit über einen Abbildungscharakter hinaus und hat einen großen Einfluss auf Denken und Handeln.
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- Anonym (Autor), 2026, Die sprachliche Kriminalisierung subkultureller Gruppen in der ehemaligen DDR, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1703861