Es gibt kaum Einkäufer, die nicht davon sprechen, kaum Unternehmen, welche nicht die Forderung danach stellen: Lieferantenmanagement.
Ein Unternehmen wird von zahlreichen Firmen beliefert. Angefangen bei Produktionsmaterial über Büromaterial bis zu Hygieneartikel und Personaldienstleistungen. In der Regel haben Unternehmen eine Vielzahl verschiedener Lieferanten. Lieferanten tragen wie Mitarbeiter und Kunden zum Erfolg eines Unternehmens bei.
Steigender Wettbewerbsdruck durch zunehmende Globalisierung, eine verstärkte Dynamik der Märkte sowie steigende Kundenanforderungen führen zu immer höheren Anforderungen an die Unternehmen. Eine Tendenz zu Kooperationen zwischen Unternehmen und Lieferanten ist bereits seit Beginn der 90er Jahre erkennbar . Die traditionellen Einkaufsfunktionen mit rein operativen und dispositiven Tätigkeiten haben sich im Laufe der Zeit stark erweitert. In den letzten Jahren wurde die strategische Bedeutung der Lieferanten verstärkt wahrgenommen.
Unter einem modernen Beschaffungsmanagement versteht man vielmehr die Etablierung langfristiger Partnerschaften mit den leistungsfähigsten Lieferanten. Der Einkauf kann so durch das optimale Management der Lieferanten zur Kostenoptimierung und Erfolgen in Bezug auf Service, Qualität und Innovationen beitragen . Somit trägt konsequentes Lieferantenmanagement auch zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit bei. Ein gezieltes Lieferantenmanagement muss den Kundenwert durch Innovationen, Qualität und rechtzeitige Markteinführungen maximieren [...]
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Einführung ins Thema
1.2 Ziele der Arbeit und Vorgehensweise
2 Aufbau des Lieferantenmanagements
2.1 Begriffsdefinition Lieferantenmanagement
2.2 Notwendigkeit des Lieferantenmanagements
2.3 Ziele des Lieferantenmanagements
2.4 Prozessstufen des Lieferantenmanagements
3 Praktischer Einsatz des Lieferantenmanagements
3.1 Anpassung des Lieferantenmanagements an die verschiedenen Lieferantentypen mit Hilfe der ABC-Analyse
4 Fazit und zukünftige Entwicklung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Das Ziel der Arbeit ist es, das Lieferantenmanagement als integralen Bestandteil des Beschaffungsmanagements zu definieren, dessen Aufbau zu erläutern und seine strategische Bedeutung für die Wertschöpfungskette eines Unternehmens herauszuarbeiten.
- Grundlagen und Begriffsdefinition des modernen Lieferantenmanagements
- Die Notwendigkeit strategischer Lieferantenbeziehungen im Wettbewerb
- Der siebenstufige Prozess des Lieferantenmanagements
- Anwendung der ABC-Analyse zur Differenzierung von Lieferantentypen
- Optimierung von Wertschöpfung durch zielgerichtete Partnerschaften
Auszug aus dem Buch
3.1 Anpassung des Lieferantenmanagements an die verschiedenen Lieferantentypen mit Hilfe der ABC-Analyse
Mit Hilfe der ABC-Analyse können die verschiedenen Lieferantentypen in eine Rangfolge gebracht werden. Dieses Verfahren hilft der Bestimmung der Wichtigkeit einzelner Lieferantentypen und somit der Anpassung des Lieferantenmanagements. Das Verhältnis eines Unternehmens zu einem Teilelieferant wird anders gestaltet als zu einem Entwicklungspartner. Mit Hilfe der ABC-Analyse sollen wesentliche Lieferanten von eher gering wichtigen Lieferanten getrennt werden. Rationalisierungsschwerpunkte können so erkannt und die Wirtschaftlichkeit gesteigert werden. Auch hilft die Analyse wichtige Entscheidungen zu bekräftigen.
Die ABC-Analyse bewertet Lieferanten entsprechend dem Einkaufsvolumen und bildet so eine Rangfolge, wobei Gruppe A wichtige und umsatzstarke Lieferanten umfasst, Gruppe B Lieferanten, die mittelwichtig sind und eine mittlere Umsatzstärke aufweisen und Gruppe C die weniger wichtigen umsatzschwachen Lieferanten aufzeigt.
Die A-Lieferanten besitzen ein hohes Einkaufsvolumen. Unternehmen haben durch diese Lieferanten einen Großteil ihres Umsatzes. Dies erforderte eine bevorzugte Behandlung, da die Bedeutung dieser Lieferanten in der Wertschöpfung hoch oben steht. Eine enge Beziehung zu diesen Lieferanten ist kennzeichnend. Dabei kann beispielsweise ein Entwicklungspartner zu einem A-Lieferanten gezählt werden. Auch Systemlieferanten sind ein Beispiel, da diese den Unternehmen oftmals Aufgaben abnehmen, welche ausgelagert wurden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Themas ein und beschreibt den Wandel vom operativen Einkauf hin zum strategischen Lieferantenmanagement.
2 Aufbau des Lieferantenmanagements: Dieses Kapitel definiert den Begriff, erläutert die Notwendigkeit sowie die Ziele und gliedert den Prozess in sieben spezifische Teilphasen.
3 Praktischer Einsatz des Lieferantenmanagements: Der Fokus liegt hier auf der praktischen Anwendung, insbesondere auf der Nutzung der ABC-Analyse zur Klassifizierung und differenzierten Steuerung von Lieferanten.
4 Fazit und zukünftige Entwicklung: Das Fazit fasst die Bedeutung enger Partnerschaften zusammen und zeigt den Trend zu einer stärkeren Konzentration auf wenige, hochleistungsfähige Lieferanten auf.
Schlüsselwörter
Lieferantenmanagement, Beschaffungsmanagement, Wertschöpfung, ABC-Analyse, A-Lieferanten, Lieferantenentwicklung, Beschaffungsprozess, Lieferantenbewertung, strategische Partnerschaft, Wettbewerbsfähigkeit, Lieferqualität, Kostenoptimierung, Lieferantencontrolling.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der strategischen Bedeutung des Lieferantenmanagements innerhalb des Beschaffungsbereichs eines Unternehmens.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Definition des Begriffs, die Strukturierung von Prozessstufen und die differenzierte Behandlung von Lieferanten basierend auf ihrer wirtschaftlichen Bedeutung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Aufbau und die Wichtigkeit eines modernen Lieferantenmanagements für die unternehmerische Wertschöpfung darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die theoretische Herleitung sowie die methodische Unterstützung durch die ABC-Analyse zur Priorisierung und Steuerung von Lieferantenbeziehungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die theoretischen Grundlagen, die sieben Prozessstufen des Managements sowie die praktische Umsetzung der Lieferantendifferenzierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lieferantenmanagement, Wertschöpfung, ABC-Analyse und strategische Partnerschaft geprägt.
Warum ist die Unterscheidung von Lieferantentypen so wichtig?
Die Unterscheidung ermöglicht eine ressourcenschonende und zielgerichtete Betreuung, da beispielsweise A-Lieferanten eine engere strategische Einbindung erfordern als C-Lieferanten.
Welche Rolle spielt die ABC-Analyse in diesem Kontext?
Sie dient als Instrument zur Rangfolgebildung nach Einkaufsvolumen, um zu entscheiden, welche Lieferanten bevorzugte oder intensivere Aufmerksamkeit benötigen.
- Citation du texte
- Melanie Maier (Auteur), 2011, Lieferantenmanagement. Definition, Ziele und praktischer Einsatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170519