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Open Source Software und Embedded Systems

Titre: Open Source Software und Embedded Systems

Travail d'étude , 2010 , 64 Pages , Note: 8,0

Autor:in: Michael Ernst (Auteur)

Droit- Droit des médias, Droit multimédia, Droit d'auteur
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Open-Source-Software hat inzwischen alle Softwarebereiche erobert. Sie wird besonders als Alternative zu den Produkten großer marktbeherrschender US-Anbieter immer beliebter. Kleine mittelständige Unternehmen benutzen intern openCMS und bieten Softwareprodukte an, die auf Open Source Software aufbauen. Private Endnutzer verwenden Open Office oder den Internet-Browser Mozilla Firefox. Dies verdeutlicht, welch hohen Stellenwert Open-Source-Softwareprogramme heute für Unternehmer und Privatleute haben. Auch im Bereich der Mobiltelefone und PDAs kommt Open-Source-Software zum Einsatz. Hierbei jedoch meistens für den Nutzer unerkennbar, als fester Bestandteil von integrierten Systemen. So findet man unter anderem bei Motorola und Nokia eine Abwandlung von Embedded Linux als Open-Source-Betriebssystem. Doch welche rechtlichen Grundlagen und Voraussetzungen müssen für die Verwendung von Open-Source-Software im Bereich der eingebetteten Systeme erfüllt bzw. gegeben sein? Und was passiert, wenn sich vor allem Verbreiter von Open-Source-Software nicht an die Lizenzrahmenbedingungen halten?
Müssen dann Mobiltelefone, DVD-Player oder W-LAN-Router von den Nutzern abgeschaltet werden? Dieser Spezialfall ist Thema der vorliegenden Arbeit. Es sollen in einem ersten Teil notwendige Begriffe erläutert und Bezüge zur heutigen Bedeutung und derzeitigen Standards aufgezeigt werden. Im zweiten Teil wird der Vertrieb von Open-Source-Software ausführlicher behandelt, welche Möglichkeiten bestehen und wo es eventuell Konflikte mit dem deutschen Recht geben könnte. Abschließend werden im dritten Teil die Probleme der Patentierbarkeit von Open-Source-Software im Blickpunkt auf eingebettete Systeme beleuchtet und eine zusammenfassende Aufstellung des derzeitigen Rechtsstandes gegeben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Erster Teil

I. Begriffserklärung

1. Open-Source-Software

2. Eingebettete Systeme

II. Bedeutung und Verbreitung in der heutigen Zeit

C. Zweiter Teil

I. Lizenzvertragssystem

1. GNU General Public License

a. GPL v2

b. GPL v3

c. Anwendbarkeit nach deutschem Recht

aa. GPL als Allgemeine Geschäftsbedingung

bb. Urheberrechtliche Besonderheiten

d. Probleme bei eingebetteten Systemen

aa. GPL bei Embedded Systems

bb. Digital Rights Management

cc. Der „virale Effekt“

(1) Der „virale Effekt“ nach der GPL v2

(2) Der „virale Effekt“ nach der GPL v3

(3) Fazit

dd. Wegfall der Nutzungsrechte

ee. Any-later-version-Klausel

2. Andere Lizenzen

a. Beispiele

b. Lizenzkompatibilität

II. Anspruchsumfang bei Verletzung der GPL

1. Verletzungsfolgen

2. Vertragliche Ansprüche

3. Gesetzliche Ansprüche

a. Ansprüche des Urhebers

b. Ansprüche der Miturheber

c. Ansprüche von Inhabern abgeleiteter Rechte

III. Gewährleistung und Haftung

D. Dritter Teil

I. Konflikt zwischen Patentrecht und Open-Source-Software

II. Patentierung von computerimplementierten Erfindungen

1. Auswirkungen auf eingebettete Open-Source-Software

2. Konfliktlösungen

3. Fazit

E. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rechtlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen beim Einsatz von Open-Source-Software (OSS) in eingebetteten Systemen (Embedded Systems) unter besonderer Berücksichtigung des deutschen Rechts. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit die Lizenzbedingungen der GNU General Public License (GPL) in diesem speziellen technischen Kontext anwendbar sind und welche Risiken sowie Konfliktpotenziale, insbesondere durch den sogenannten „viralen Effekt“ und patentrechtliche Fragestellungen, für Hersteller und Vertreiber entstehen.

  • Rechtliche Qualifizierung und Anwendbarkeit der GPL im Kontext eingebetteter Systeme.
  • Analyse des „viralen Effekts“ von Open-Source-Lizenzen bei integrierten Softwarekomponenten.
  • Haftungs- und Gewährleistungsrisiken beim Vertrieb von Produkten mit Open-Source-Anteilen.
  • Konfliktpotenziale zwischen Open-Source-Entwicklung und Software-Patenten.
  • Rechtsschutz und Durchsetzung von Ansprüchen bei Lizenzverstößen.

Auszug aus dem Buch

cc. Der „virale Effekt“

Dieser etwas spektakuläre Begriff beschreibt ein Phänomen, welches besonders beim gemeinsamen Vertrieb von OSS und proprietärer Software oder bei der Vermischung von Quellcode verschiedener OSS auftaucht. Prädestiniert hierfür sind eingebettete Systeme, da sie als „Datenträger“ unterschiedliche Software enthalten können bzw. die Software dem System so angepasst werden muss, dass die Funktionen der Hardware bestmöglich ausgeführt werden können. Der Begriff des „viralen Effekts“ hat sich in der Rechtsliteratur weitgehend durchgesetzt, sodass er auch hier stellvertretend für das nachfolgende Problem verwendet wird. Da wie anfangs erwähnt, die General Public License in den Versionen 2 und 3 im Rechtsverkehr Geltung beansprucht, erscheint die nachfolgende getrennte Beurteilung des „viralen Effekts“ nach beiden Lizenzversionen sinnvoll.

(1) Der „virale Effekt“ nach der GPL v2

Der sogenannte „virale Effekt“ bedeutet, dass Programme oder deren Teile, die zusammen mit GPL-Programmen vertrieben werden oder von denen abgeleitet wurden, auch unter die Anwendung der General Public License fallen. Daraus resultiert, dass auch proprietäre Software oder dessen Teile dem Empfänger in der Weise zugänglich gemacht werden muss, dass dieser den vollen Quelltext mit allen Anpassungen und Veränderungen, die in Bezug auf das eingebettete System unternommen wurden, erhalten kann. Dies hätte jedoch erhebliche Umsatzeinbußen und die Offenlegung von Geschäfts- und Entwicklungsgeheimnissen der Anbieter der proprietären Software zur Folge.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung skizziert die weite Verbreitung von Open-Source-Software in eingebetteten Systemen und benennt die resultierende Rechtsunsicherheit sowie das Ziel der Arbeit, diese Problematik rechtlich zu beleuchten.

B. Erster Teil: Dieser Teil definiert die zentralen Begriffe "Open-Source-Software" und "eingebettete Systeme" und beschreibt deren steigende Bedeutung und Verbreitung im Alltag.

C. Zweiter Teil: Der Hauptteil analysiert ausführlich das Lizenzvertragssystem der GPL, diskutiert die Anwendbarkeit nach deutschem Recht, behandelt den "viralen Effekt" sowie Gewährleistungs- und Haftungsfragen beim Vertrieb.

D. Dritter Teil: Dieser Abschnitt befasst sich mit den Konflikten zwischen dem Patentrecht und der Open-Source-Idee, insbesondere im Kontext von computerimplementierten Erfindungen in eingebetteten Systemen.

E. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die bestehende Rechtsunsicherheit in Deutschland aufgrund fehlender spezifischer Rechtsprechung und betont die Wichtigkeit der Auseinandersetzung mit Lizenzrisiken für die Industrie.

Schlüsselwörter

Open-Source-Software, Embedded Systems, GNU General Public License, GPL, viraler Effekt, Urheberrecht, Softwarepatente, Haftung, Gewährleistung, Lizenzkompatibilität, Digital Rights Management, eingebettete Systeme, Softwarevertrieb, Quellcode, Rechtsunsicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Studienarbeit befasst sich mit den rechtlichen Herausforderungen beim Einsatz und Vertrieb von Open-Source-Software in eingebetteten Systemen, wie sie beispielsweise in Routern oder Mobiltelefonen vorkommen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind das Lizenzvertragssystem der GPL, die urheberrechtlichen Besonderheiten, Haftungsfragen beim Produktvertrieb sowie die komplexen Zusammenhänge von Patentrecht und quelloffener Software.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die rechtlichen Voraussetzungen und Risiken aufzuzeigen, die entstehen, wenn Unternehmen Open-Source-Software in technische Geräte integrieren, ohne die oft komplexen Lizenzrahmenbedingungen vollständig zu beachten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine juristische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, Lizenztexten der Free Software Foundation und einschlägigen Gesetzesgrundlagen (insb. UrhG, BGB, PatG) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich intensiv der GPL (v2 und v3), dem "viralen Effekt", der Einordnung der GPL als AGB nach deutschem Recht sowie der Problematik rund um Gewährleistung, Haftung und den Anspruch auf Quellcode-Herausgabe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Open-Source-Software, Embedded Systems, der virale Effekt der GPL, sowie Haftungs- und Urheberrechtsfragen bei softwaregestützten Produkten.

Wie bewertet der Autor das Risiko des "viralen Effekts" bei Embedded Systems?

Der Autor betont, dass bei Embedded Systems eine erhöhte Infektionsgefahr besteht, da dort häufig unterschiedliche Softwarekomponenten eng zusammenwirken, was bei falscher Einschätzung zu drastischen Folgen für Unternehmen führen kann.

Was ist das Fazit zur Patentierbarkeit von Open-Source-Software in Embedded Systems?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass hier gravierende praktische Probleme bestehen, da die Einbindung von Open-Source-Software technisch notwendig ist, aber die Patentierung dieser Lösungen den Schutz der Open-Source-Entwickler gefährden kann.

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Résumé des informations

Titre
Open Source Software und Embedded Systems
Université
University of Göttingen
Note
8,0
Auteur
Michael Ernst (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
64
N° de catalogue
V170524
ISBN (ebook)
9783640894918
Langue
allemand
mots-clé
open source software embedded systems
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michael Ernst (Auteur), 2010, Open Source Software und Embedded Systems, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170524
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Extrait de  64  pages
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