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Die interkontinentalen Flüchtlingsströme Afrikas und ihre Auswirkungen auf die Zielländer

Título: Die interkontinentalen Flüchtlingsströme Afrikas und ihre Auswirkungen auf die Zielländer

Trabajo de Seminario , 2011 , 35 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Nadja Schwark (Autor)

Economía - Otros
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Flucht und Wanderung sind schon immer Teil der Geschichte, und die unterschiedlichsten Gründe veranlassen Menschen ihre Heimat zu verlassen. Afrika ist laut Meldungen von Hilfsorganisationen besonders betroffen. In manchen Ländern herrscht eine chronisch katastrophale humanitäre Situation. Ethnische Konflikte, Kriege, politische Repression und Verelendung häufen sich in Afrika. Multipliziert wird die Problematik durch das „Sahel Syndrom“, was einhergeht mit Desertifikation, Wassermangel und Degeneration der Böden. Afrika – ein Erdteil mit vielen Problemen und wird deswegen auch „Kontinent der Flüchtlinge“ tituliert.

Die vorliegende Arbeit wird beginnend die Begriffe Migration und Flucht abgrenzen und humanitäre Organisationen vorstellen, welche im Verlauf der Arbeit als wesentliche Informationsquelle dienen. Es wird der Inhalt der Genfer Flüchtlingskonvention zitiert und die genannte Definition der Flüchtlinge wird in dieser Arbeit als Grundlage für diese Begrifflichkeit dienen.

Es wird versucht, die Fluchtbewegungen zu begründen und die Probleme in dem Zusammenhang zu betrachten, um die Auswirkungen auf die Zielländer darzustellen. Beispielhaft wird die Situation Somalias beschrieben, um letztlich eine Aussicht zu wagen, was die Flüchtlingssituation in Afrika verbessern könnte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung in die Arbeit

2. Einführende Begriffs- und Organisationsbeschreibung

2.1. Abgrenzung Flüchtlinge von Migranten

2.2. Humanitäre Organisationen

3. Flüchtlingsbewegungen, Gründe und Auswirkungen

3.1. Allgemeine Fluchtgründe mit Implizierung auf Afrika

3.1.1. Allgemeine, ökonomische, kriegerische und geschlechtsspezifische Gründe

3.1.2. Ökologische Gründe

3.1.3. Urbanisierung und der Zusammenhang mit Flucht

3.1.4. Push und Pullfaktoren

3.1.5. Globalisierung und der Zusammenhang mit Flucht

3.2. Afrika und seine speziellen Fluchtgründe

3.2.1. Kolonialzeit und ihre Auswirkungen auf die Staatenbildung

3.2.2. Ethnien und ihre Konflikte

3.3. Beispiele für Fluchtbewegungen, „Weg-Schwierigkeiten“ und Entstehung der Flüchtlingslager

3.4. Somalia und die Zielländer seiner Flüchtlinge

3.5. Situation der Auffanglager und die Auswirkungen auf die Menschen und Staaten

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen Ursachen und Auswirkungen interkontinentaler Flüchtlingsströme innerhalb Afrikas. Das primäre Ziel besteht darin, die strukturellen Probleme, die zur Flucht führen, zu begründen und die teils prekäre Situation in den Zielländern und Auffanglagern darzustellen, wobei Somalia als fallbeispielhafte Illustration dient.

  • Grundlagen von Flucht und Migration
  • Sozioökonomische und ökologische Fluchtursachen
  • Historische Einflüsse der Kolonialzeit auf die Staatenbildung
  • Herausforderungen in Flüchtlingslagern und Zielländern

Auszug aus dem Buch

3.1.4. Push und Pullfaktoren

Pushfaktoren sind die Kräfte die am Ort des Weggangs und Pullfaktoren die des Ankunftsortes wirken. Schub- und Sogfaktoren sind manchmal in ihrer Wirkung schlecht zu differenzieren. Krieg und Terror von Diktaturen sind objektiv gesehen Schubfaktoren. Gegenüber diesem stehen subjektiv gesehen die Furcht vor Verfolgung und die Aussicht auf die Verbesserung der Lebenssituation. Letzteres wirkt als Sogfaktor. Beides hat aber den Entschluss zur Migration zur Folge.34

Die Sogkraft Europas als Pullfaktor kann mit dem steigenden Arbeitskräftebedarf der Aufnahmeländer begründet werden.35 Außerdem geht von den ehemaligen Kolonialmächten eine gewisse Sogkraft aus, dies ist in der geschichtlichen Verbundenheit erklärt, in diesem Zusammenhang z.B. die nicht vorhandene Sprachbarriere.36 Weitere Sogwirkung entsteht durch die Globalisierung der Telekommunikation. (vgl. 3.1.5)

Pushfaktoren allgemein und Afrikas

Push ist mit einem niedrigeren Lebensstandard verbunden und setzt das Wissen darüber sowie Ideenreichtum und Netzwerke voraus.37 Begünstigend für Menschenbewegungen bzw. „Bewegungs-pushend“ ist der abnehmende Lebensstandard in einigen Teilen der Welt, demgegenüber steht der ansteigende Konsum auf anderen Erdteilen.38

Im Jahr 2010 leben noch etwa 60% der Bevölkerung (Welt) auf dem Land.39 Wenn hier permanente Armut herrscht und Anreize zum Bleiben fehlen, entstehen daraus Schubkräfte für Binnen- oder internationale Migration. Binnenmigration in die Stadt befreit in den meisten Fällen nicht von der Armut. Allgemein kann von einer Armutsverlagerung vom Land zur Stadt gesprochen werden. Hier wirkt die Armut erneut als Schubfaktor,40 denn können die Städte das Wachstum

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung in die Arbeit: Diese Einführung erläutert die Relevanz der Fluchtproblematik in Afrika und definiert den methodischen Rahmen der Arbeit.

2. Einführende Begriffs- und Organisationsbeschreibung: Hier erfolgt eine Abgrenzung der Begriffe Migration und Flucht sowie eine Vorstellung zentraler humanitärer Organisationen.

3. Flüchtlingsbewegungen, Gründe und Auswirkungen: Dieses Hauptkapitel analysiert die vielfältigen ökonomischen, ökologischen und politischen Ursachen für Flucht sowie die Folgen für betroffene Regionen und Lager.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und betont die Verantwortung der Wohlstandsgesellschaften bei der Unterstützung der betroffenen Regionen.

Schlüsselwörter

Flucht, Migration, Afrika, Sahel-Syndrom, Urbanisierung, Kolonialzeit, Ethnien, Konflikte, Flüchtlingslager, Somalia, UNHCR, Pushfaktoren, Pullfaktoren, humanitäre Hilfe, Entwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse interkontinentaler Flüchtlingsbewegungen in Afrika, deren Ursachen und den Auswirkungen auf die betroffenen Zielländer.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die sozioökonomischen Gründe für Flucht, historische Einflüsse wie die Kolonialzeit, die Rolle der Urbanisierung und die Herausforderungen in Flüchtlingslagern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen Fluchtursachen in Afrika zu entwickeln und die Auswirkungen dieser Bewegungen auf die Aufnahmestaaten kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die aktuelle Berichte von Hilfsorganisationen und wissenschaftliche Studien zur Migration und Geopolitik integriert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse (ökonomisch, ökologisch, historisch) und eine Untersuchung der Lebensbedingungen in Flüchtlingslagern sowie die spezifische Situation in Somalia.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Flucht, Migration, Afrika, politische Instabilität, humanitäre Katastrophen, Kolonialismus und ethnische Konflikte.

Welche Rolle spielt die Kolonialzeit für die heutige Situation?

Die Arbeit argumentiert, dass die koloniale Grenzziehung und die Zerstörung traditioneller Gesellschaftsstrukturen maßgeblich zu heutigen Konflikten und der schwierigen Staatenbildung beigetragen haben.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Flüchtlingslager?

Lager werden als notwendige, aber oft problematische Übergangslösungen betrachtet, die vor großen Herausforderungen bezüglich Versorgung, Sicherheit und Integration stehen.

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Detalles

Título
Die interkontinentalen Flüchtlingsströme Afrikas und ihre Auswirkungen auf die Zielländer
Universidad
University of Applied Sciences Brandenburg
Calificación
1,7
Autor
Nadja Schwark (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
35
No. de catálogo
V170614
ISBN (Ebook)
9783640894413
ISBN (Libro)
9783640894512
Idioma
Alemán
Etiqueta
Flüchtlingsströme Afrika Auswirkungen auf die Zielländer Somalia Kenia Kongo Flüchtlinge Ethnien Fluchtgründe Kolonialzeit Hilfsorganisationen NGO´s Thema Flüchtlinge
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nadja Schwark (Autor), 2011, Die interkontinentalen Flüchtlingsströme Afrikas und ihre Auswirkungen auf die Zielländer, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170614
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