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Kunststoffe in der Medizin - biodegradables Polylactid als biologisch-abbaubares Nahtmaterial

Title: Kunststoffe in der Medizin - biodegradables Polylactid als biologisch-abbaubares Nahtmaterial

Presentation (Elaboration) , 2011 , 17 Pages , Grade: 1,25

Autor:in: Niklas Wick (Author)

Chemistry - Materials Chemistry
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Kunststoffe sind aufgrund ihrer Funktions- und Artenvielfalt in so ziemlich jedem Lebensbereich und Anwendungsgebiet mit verschiedensten Funktionen zu finden. Obwohl die Geschichte der Kunststoffe erst vor ca. 130 Jahren begonnen hat, sind sie heute als Verpackungsmaterial, Spielzeug, Gläser und Utensilien nicht mehr wegzudenken. Insbesondere für die Medizin bedeutete der Einsatz erster Kunststoffe eine Innovation. Während sich in den bisher genutzten Glas- und Keramikbechern und andere Utensilien trotz intensiver Reinigung Erreger bilden konnten, tragen beispielsweise „Wegwerf“- oder „Einweg“-Plastikbecher unmittelbar zur Steigerung der Hygiene bei. Aber auch innerhalb des Körpers übernehmen moderne Kunststoffe heute eine lebenslange Ersatzfunktion, so sind künstliche Gelenke heute keine Seltenheit mehr, da sie sehr häufig eingesetzt werden. Es geht sogar schon soweit, dass so manche Frau, natürlich auch so mancher Mann, ihren Körper zumeist aus rein kosmetischen Gründen mit künstlichen Brustimplantaten bestückt. Andere, zum Beispiel Joghurt- und Milchunternehmen, machen sich die Naturverträglichkeit bzw. Eigenschaften mancher Kunststoffe in ihren Verpackungsmaterialien gezielt zu Nutze. Diese verwendeten Kunststoffe bauen sich nach einem gewissen Zeitraum ohne Einwirkung des Menschen ab. Deswegen sind sie naturfreundlicher als andere Kunststoffe, da sie selbst aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Ferner verschmutzen ihre Abbauprodukte die Natur generell weniger. Weitere Bemühungen zum Recycling werden obsolet. Die praktische Anwendung und Nutzung verschiedenster Kunststoffe ist ein hoch spannendes Themenfeld, gerade weil sie uns in nahezu jedem Lebensbereich begleiten. Wenngleich wir deren Funktion im täglichen Leben heute gleichgültig hinnehmen, war für mich insgeheim die Anwendung in der Medizintechnik ein spannendes Thema. In dieser GFS habe ich mich allerdings auf einen Kunststoff, das Polylactid, beschränkt. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

VORAUSSETZUNGEN AN POLYMERE IN DER MEDIZIN

BIOKOMPATIBILITÄT

BIOKOMPATIBILITÄTSPRÜFUNG UND ZULASSUNGSVERFAHREN

ABBAUBARKEIT/DEGRADATION

KRISTALLINITÄT

COMPOUNDIERUNG

KUNSTSTOFFE IN DER MEDIZIN

I. POLYLACTID (PLA)

HERSTELLUNG/SYNTHESE

EIGENSCHAFTEN

BIOKOMPATIBILITÄT/DEGRADATION

Zielsetzung und Themenbereiche

Die Arbeit untersucht die zentrale Rolle von biologisch abbaubaren Polymeren in der modernen Medizin, wobei der Fokus insbesondere auf dem Einsatz von Polylactid (PLA) als resorbierbares Nahtmaterial und kosmetisches Implantat liegt. Es soll aufgezeigt werden, wie chemische Eigenschaften und biologische Abbaumechanismen die klinische Anwendung und Verträglichkeit bestimmen.

  • Biokompatibilität als Grundvoraussetzung für medizinische Implantate
  • Methoden zur Prüfung und Zulassung von Biomaterialien
  • Chemische Grundlagen der Degradation und Hydrolyse
  • Bedeutung der Kristallinität für thermische und mechanische Eigenschaften
  • Synthesewege und industrielle Herstellung von Polylactid
  • Anwendungsgebiete von PLA in Chirurgie und Schönheitsmedizin

Auszug aus dem Buch

I. Polylactid (PLA)

Bei Polylactid (Polymilchsäure) handelt es sich um ein biologisch-abbaubares Makromolekül, das aus dem nachwachsenden Rohstoff der Milchsäure. Jedes Milchsäuremolekül besitzt eine COOH-(Säure)-Gruppe sowie eine OH-(Alkohol)-Gruppe, die jeweils eine Esterbindung ausbilden können. Aus diesem Grund spricht man bei PLA von einem aliphatischen Polyester sowie einer Poly(α-hydroxycarbonsäure) und einen Thermoplasten.

Das Milchsäuremolekül selbst hat einen natürlichen Ursprung, es ist beispielsweise in Milchprodukten vorhanden oder erklärt die Leistungsfähigkeit eines Muskels in der Sporttheorie. Dabei ist sie selbst mit einer langen Geschichte verknüpft, denn bereits 1780 entdeckte ein schwedischer Chemiker namens Schelle Milchsäure bzw. 2-Hydroxypropionsäure, indem er aus Sauermilch einen unereinigten, braunen Sirup isolierte. Ein weiterer schwedischer Chemiker fand Milchsäure außerdem in Milch und Rindfleisch. Erst knapp 100 Jahre (1881) später folgt die industrielle Herstellung von Milchsäure. Die Milchsäure hat einen natürlichen Ursprung, kann dort isoliert oder künstlich synthetisiert werden. In Folge dessen bezeichnet man Milchsäure als nachwachsenden Rohstoff.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Bedeutung von Kunststoffen in der modernen Welt ein und beleuchtet deren Innovationskraft, insbesondere in der Medizin und im nachhaltigen Verpackungswesen.

VORAUSSETZUNGEN AN POLYMERE IN DER MEDIZIN: Dieses Kapitel erläutert die hohen Anforderungen an medizinische Werkstoffe, primär die Biokompatibilität, Prüfverfahren sowie die physikochemischen Grundlagen wie Degradation und Kristallinität.

KUNSTSTOFFE IN DER MEDIZIN: Hier erfolgt ein Überblick über die Vielfalt synthetischer Polymere und deren spezifische Verwendung in der Medizintechnik.

I. POLYLACTID (PLA): Das Hauptkapitel analysiert die Synthese, chemischen Eigenschaften und den biologischen Abbau von Polylactid sowie dessen spezifische Anwendung in der Chirurgie und der ästhetischen Medizin.

Schlüsselwörter

Polymere, Polylactid, PLA, Biokompatibilität, Biodegradation, Medizintechnik, Implantate, Nahtmaterial, Hydrolyse, Kristallinität, Ringöffnungspolymerisation, Kunststoffchemie, Biomaterialien, Schönheitschirurgie, Thermoplaste

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Einsatz von Kunststoffen in der Medizin, speziell im Bereich der biologisch abbaubaren Polymere wie Polylactid (PLA).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Aspekte sind die Anforderungen an medizinische Werkstoffe, deren chemische Herstellung, die Prüfung der Körperverträglichkeit und deren konkrete klinische Anwendung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erläuterung der Eigenschaften und Vorteile von Polylactid als resorbierbares Material im Vergleich zu herkömmlichen, nicht abbaubaren Implantaten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse chemischer Grundlagen, physikalischer Materialeigenschaften und medizinischer Zulassungsprozesse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Biokompatibilität und Degradation sowie eine detaillierte Analyse von Polylactid hinsichtlich Synthese und Anwendung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Biokompatibilität, Biodegradation, Medizintechnik, Polylactid und Implantate definiert.

Warum ist die Biokompatibilität für medizinische Kunststoffe so entscheidend?

Sie stellt sicher, dass das Material vom menschlichen Organismus akzeptiert wird, ohne durch immunologische Reaktionen oder Freisetzung von Schadstoffen Schäden am Gewebe zu verursachen.

Wie unterscheidet sich die Ringöffnungspolymerisation von anderen Verfahren?

Es ist ein effizientes Verfahren zur Herstellung von Polylactiden, das im Gegensatz zur Kondensationsreaktion keine schwierige Wasserfilterung erfordert.

Welchen Vorteil bietet Polylactid gegenüber Titanimplantaten?

Polylactid ist biologisch abbaubar, was eine Zweitoperation zur Entfernung des Implantats überflüssig macht, während es gleichzeitig kostengünstiger sein kann.

Warum spielt die Kristallinität eine Rolle für das Material?

Der Kristallinitätsgrad beeinflusst maßgeblich die thermischen und mechanischen Eigenschaften wie die Festigkeit und Elastizität eines Kunststoffes.

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Details

Title
Kunststoffe in der Medizin - biodegradables Polylactid als biologisch-abbaubares Nahtmaterial
Course
Chemie Oberstufe Klasse 12 - 2-stündig
Grade
1,25
Author
Niklas Wick (Author)
Publication Year
2011
Pages
17
Catalog Number
V170657
ISBN (eBook)
9783640895571
ISBN (Book)
9783640896387
Language
German
Tags
kunststoffe kunststoffe in der medizin polylactid biodegradable polymere biologisch-abbaubare Kunststoffe faltenunterspritzung mit polylactid polymilchsäure
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Niklas Wick (Author), 2011, Kunststoffe in der Medizin - biodegradables Polylactid als biologisch-abbaubares Nahtmaterial, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170657
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