Am 08. Februar 2025 titelte das St. Galler Tagblatt «Der neue wilde Westen. Die libertären Cowboys feuern gegen den Staat und die Moral der Linken. Ist die Welt in Gefahr?» Der Artikel beschäftigt sich mit dem Verlust moralischer Werte von, global einflussreichen, Politiker:innen. So ist in diesem Artikel zu lesen: «Man reibt sich die Augen wund vor all den politischen und verbalen Dammbrüchen, die seit einiger Zeit an der Tagesordnung sind. Nur ein paar Beispiele: Mit Massendeportationen will Trump die irreguläre Migration bekämpfen und dabei das Asylrecht aussetzen. Vorgesehen sind Razzien, um illegal Eingewanderte abzuschieben. Der Behörden- und Beamtenapparat in den USA soll rigoros zurückgefahren werden, besonders die Beauftragten für Diversität, Gleichstellung und Inklusion oder Umweltschutz braucht es nicht mehr.» (Schütt, 2025, S. 2).
Politiker:innen bedienen sich genereller Begründungen, dabei verfolgen sie zwei Hauptstrategien. Einerseits begründen sie ihr Tun mit Schutzargumenten andererseits mit Kontrollargumenten. Diese Argumente werde ich untersuchen und den Argumenten, wie Individuelle Freiheit als Autonomie und der Pflicht zu helfen als dem Prinzip der Fürsorge und des nicht Schadens gegenüberstellen.
Ich lehne die These, dass es, moralisch unproblematisch ist, wenn Demokratien ihre Migrationspolitik nach ihren Interessen gestalten, ab. Die mittleren Prinzipien der Ethik werden verletzt, da die Autonomie, des nicht Schaden, der Gerechtigkeit und der Fürsorge nicht ausreichen gegeben sind. Intuitiv führten die Begriffe unproblematisch und ihren Interessen zu Irritation und meiner Ablehnung.
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- Thomas Riedmann (Auteur), 2025, Ist es moralisch unproblematisch, dass Demokratien ihre Migrationspolitik nach ihren Interessen gestalten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1706708