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Eltern mit Lernschwierigkeiten - Resilienz bei Kindern von Eltern mit Lernschwierigkeiten

Titre: Eltern mit Lernschwierigkeiten - Resilienz bei Kindern von Eltern mit Lernschwierigkeiten

Dossier / Travail de Séminaire , 2007 , 17 Pages , Note: 1

Autor:in: Janette Bardella (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée
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Auch im Studium der Heilpädagogik trifft man trotz aller Bemühungen häu-figer auf eine vorwiegend defizitorientierte Behandlung der Thematik „Le-ben unter besonderen Erschwernissen“. Dies hat sicherlich mit den jahre-lang und generationsübergreifenden verhärteten Blickrichtungen und Wert-urteilen bezüglich „Behinderung“ in unserer Gesellschaft zu tun. Diese kön-nen auch in Fachkreisen nur schwer aufgrund neuerer theoretischer Er-kenntnisse durchbrochen werden, zumal eine Vereinbarung dieser mit der Praxis nicht vorbehaltlos möglich erscheint. Um hier eine kleine Schneise schlagen zu können, wählte ich die Bearbeitung des Themas „Kinder von Eltern mit Lernschwierigkeiten“ unter dem Blickwinkel der Resilienzfor-schung.
Die erste Frage und gleichzeitig größtes Vorurteil im Umgang mit Kindern von Eltern mit Lernschwierigkeiten ist diese nach dem „Wohl des Kindes“ unter diesen (offensichtlich erschwerten) Entwicklungsbedingungen. Impli-ziert wird also mit der Frage nach dem „Wohle des Kindes“ im Hinblick auf Eltern mit Lernschwierigkeiten, dass diese den vielfältigen erzieherischen Aufgaben sicher nicht gewachsen sind. Dies spiegelt aus meiner Sicht alte traditionelle Vorurteile wider, die die Belastung der Kinder aus ihrer subjek-tiven Perspektive durch z.B. unzureichende Unterstützung und gesellschaft-liche Stigmatisierung der Familie ausblendet. Deshalb sollte an erster Stelle geklärt werden, was denn das „Wohl des Kindes“ unter jeglichen Umstän-den explizit meint. Das 4. und 5. Kapitel beleuchten aus der Perspektive der Resilienzforschung die Situation von Kindern von Eltern mit Lernschwie-rigkeiten. Vorneweg gehe ich im 3. Kapitel näher auf die Resilienzfor-schung ein, um einen kurzen Einblick in die allgemeine Thematik zu erhal-ten. Schlussendlich versuche ich, einige Kritikpunkte bezüglich der oftmals zu optimistischen „Resilienz-Förderung“ darzulegen. Die Ausführlichkeit der einzelnen Schwerpunkte hält sich in dieser Arbeit in Grenzen. Nichts-destotrotz werden alle mir wichtigen Punkte kurz angesprochen, die die Sichtweise und die daraus abgeleitete heilpädagogische Handlungskompetenz auf Kinder von Eltern mit Lernschwierigkeiten, und natürlich auf die Eltern selbst, jenseits einer traditionellen Defizitorientierung vergrößern sollen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die Frage nach dem Kindeswohl

Resilienz – Was ist das?

Schutzfaktoren bei Kindern von Eltern mit Lernschwierigkeiten

Ressourcen innerhalb der Familie

Ressourcen im weiteren Umfeld

Resilienzunterstützende Maßnahmen

Unterstützung der Kinder

Stärkung der Elternkompetenzen

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Situation von Kindern, deren Eltern Lernschwierigkeiten aufweisen, unter der speziellen Perspektive der Resilienzforschung. Ziel ist es, eine heilpädagogische Sichtweise zu etablieren, die über eine defizitorientierte Risikoperspektive hinausgeht und den Fokus auf individuelle und familiäre Ressourcen legt, um eine angemessene Unterstützung zu ermöglichen.

  • Resilienzkonzept als Alternative zur defizitorientierten Risikoforschung
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff des Kindeswohls
  • Analyse von Schutzfaktoren in familiären und sozialen Kontexten
  • Heilpädagogische Handlungsansätze zur Förderung von Kindern
  • Systemische Methoden zur Stärkung der Elternkompetenzen

Auszug aus dem Buch

Resilienz – Was ist das?

Die Resilienzforschung greift die Frage auf, warum einige Menschen besser mit lebensgeschichtlichen Belastungen umgehen können als andere. Als Vorreiterin der Resilienzforschung gilt Emmy Werner, die in der Kauai – Studie seit 1955 Menschen mit sehr hoher Risikobelastung forschend begleitet. Es zeigte sich, dass sich ungefähr ein Drittel der untersuchten Kinder unter diesen Bedingungen unauffällig entwickelten (vgl. Werner 2007,S. 21). Erklärt wird diese Beobachtung durch das Modell der Schutzfaktoren, wobei diese als „physische Merkmale oder Eigenschaften der sozialen Umwelt“ definiert werden, „die die Auftretenswahrscheinlichkeit psychischer Störungen herabsetzen“ (Rutter, zit. in Opp & Fingerle 2007, S. 15). Hierbei werden drei Bereiche von Schutzfaktoren unterschieden (vgl. Werner a.a.O.):

Individuelle Faktoren wie körperliche Eigenschaften oder bestimmte Temperamentsmerkmale, ein positives Selbstbild, Gefühle der Selbstbestimmung, Fähigkeit zur Selbstregulation, hohe Sozialkompetenz, Selbstwirksamkeitsüberzeugungen, Talente, Hobbys,…

Familiäre Faktoren wie mütterliche Bindung, autoritativer Erziehungsstil, hoher sozioökonomischer Status, enger Familienzusammenhalt, geteilte Werte, weitere stabile Bezugsperson,…

Umfeldfaktoren, wie das Vorhandensein einer erwachsenen Bezugsperson außerhalb der Kernfamilie (fernere Verwandte, Lehrer,…), Beziehungen zu Gleichaltrigen aus stabileren Familien, soziale Eingebundenheit in das Umfeld,…

Schon an dieser Stelle wird deutlich, wie wichtig eine systemische, auf die gesamte Lebenssituation gerichtete Sicht der Kinder ist, um sie in ihrer ganzheitlichen Persönlichkeit nicht zu verkennen. Die Verbesserung der Lebensbedingungen der gesamten Familie sollte folglich im Mittelpunkt aller Bemühungen stehen, nicht allein die individuelle Stärkung der Kinder. Ich schließe mich dementsprechend der Warnung vor der Individualisierung gesellschaftlicher Problemlagen mit Hilfe des Schutzkonzepts an (vgl. Opp & Fingerle 2007, S.7): Die soziale Dimension darf keinesfalls vernachlässigt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit einer ressourcenorientierten Sichtweise in der Heilpädagogik bei der Arbeit mit Kindern von Eltern mit Lernschwierigkeiten, um traditionelle Defizitbilder zu überwinden.

Die Frage nach dem Kindeswohl: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit der juristischen und fachlichen Definition des Kindeswohls auseinander und betont die Notwendigkeit, dieses Konzept im spezifischen familiären Kontext zu betrachten.

Resilienz – Was ist das?: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Resilienzforschung dargelegt, insbesondere das Modell der Schutzfaktoren und die Bedeutung systemischer Zusammenhänge.

Schutzfaktoren bei Kindern von Eltern mit Lernschwierigkeiten: Das Kapitel analysiert, wie trotz Belastungen durch Lernschwierigkeiten der Eltern förderliche Ressourcen innerhalb der Familie und im sozialen Umfeld wirksam werden können.

Resilienzunterstützende Maßnahmen: Die Arbeit stellt pädagogische Handlungsfelder vor, die darauf abzielen, durch professionelle Begleitung sowohl die Kinder direkt zu stützen als auch die elterlichen Kompetenzen zu stärken.

Fazit: Die Autorin resümiert, dass Resilienzförderung kein Allheilmittel oder bloßes Persönlichkeitsmerkmal ist, sondern eine prozesshafte Unterstützung erfordert, die gesellschaftliche Stigmatisierung mitdenkt.

Schlüsselwörter

Resilienz, Heilpädagogik, Kindeswohl, Eltern mit Lernschwierigkeiten, Schutzfaktoren, Ressourcenorientierung, Systemischer Ansatz, Elternkompetenz, Lebensbedingungen, Frühförderung, Stigmatisierung, Sozialpädagogische Unterstützung, Bindungstheorie, Individuelle Entwicklung, Soziales Umfeld.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Hausarbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der heilpädagogischen Unterstützung von Kindern, deren Eltern Lernschwierigkeiten haben, und nutzt hierfür den theoretischen Rahmen der Resilienzforschung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Resilienzforschung, das Kindeswohl unter erschwerten Bedingungen, die Analyse von Schutzfaktoren sowie konkrete heilpädagogische Fördermaßnahmen für Kinder und Eltern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Blick von einer rein defizitorientierten Betrachtung weg auf eine ressourcen- und systemorientierte Sichtweise zu lenken, um die Lebensbedingungen dieser Kinder und Familien nachhaltig zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur zur Resilienzforschung, zur Bindungstheorie sowie zu diagnostischen Modellen wie dem „Parents Skills Model“ von McGaw.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Schutzfaktoren bei Kindern von Eltern mit Lernschwierigkeiten (in Familie und Umfeld) und leitet daraus konkrete pädagogische Unterstützungsmaßnahmen ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Resilienz, Elternkompetenz, Kindeswohl, Ressourcenorientierung, Heilpädagogik und systemischer Ansatz.

Wie bewertet die Autorin das Konzept der „Resilienzförderung“?

Die Autorin warnt vor einer Überbewertung der Resilienzförderung als Therapiemaßnahme und betont, dass Resilienz kein starres Persönlichkeitsmerkmal ist, sondern soziale Unterstützung benötigt.

Welchen Stellenwert nimmt das „Parental Assessment Manual“ (PAM) in der Arbeit ein?

Das PAM dient als Beispiel für eine systematische, ressourcenorientierte Erhebung elterlicher Kompetenzen, die sich an den realen Bedürfnissen der Familie orientiert, anstatt rein normativ zu urteilen.

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Résumé des informations

Titre
Eltern mit Lernschwierigkeiten - Resilienz bei Kindern von Eltern mit Lernschwierigkeiten
Université
Neisse University Görlitz
Note
1
Auteur
Janette Bardella (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
17
N° de catalogue
V170698
ISBN (ebook)
9783640896288
ISBN (Livre)
9783640896349
Langue
allemand
mots-clé
eltern lernschwierigkeiten resilienz kindern eltern lernschwierigkeiten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Janette Bardella (Auteur), 2007, Eltern mit Lernschwierigkeiten - Resilienz bei Kindern von Eltern mit Lernschwierigkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/170698
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Extrait de  17  pages
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